Skigebiete/Ausbauwahn (Bayern/Spitzingsee)

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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uwater
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Skigebiete/Ausbauwahn (Bayern/Spitzingsee)

Beitrag von uwater »

Folgendes habe ich auf www.max-online.de gefunden:
Skigebiete/Ausbauwahn

Bayernweit laufe derzeit ein intensiver Ausbau der skitouristischen Infrastruktur mit Kapazitätserweiterungen und Aufrüstung der künstlichen Beschneiung ab. Am Beispiel des „Stümpfling“ bei Rottach-Egern will der Bund Naturschutz Bayern (BN) die Dimensionen konkreter Planungen vorstellen. Der BN kritisiert die Planungen sowohl hinsichtlich der damit verbundenen Zerstörung der Landschaft als auch hinsichtlich der Salamitaktik bei den Genehmigungsverfahren. Pressekonferenz u.a. mit BN-Vorsitzendem Prof. Hubert Weiger mit vorgehendem Ortstermin an der Baustelle Speicherteich (Treffpunkt 9:35 Bahnhof Schliersee).

12:00 Schliersee „Prinzenweg“ Miesbacher Str. 21

Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

Ich kenne zufällig den Miesbacher BN-Menschen - ein ziemlicher Fundamentalist, mit dem nicht gut Kirschen essen ist. Der läuft tatsächlich im Gebirge herum und zeigt Leute an, die sich seiner Meinung nach falsch verhalten u.a. den berühmten Berg auf- Berg ab-Moderator und Autor Hermann Magerer. Und darauf ist er noch besonders stolz... tsss... Typische Blockwart-Mentalität... :D
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Beitrag von McMaf »

"Ausbauwahn" ... das ich nicht lache. Der BN kann mir nicht erzählen noch nie einen Blick über die Grenze nach Österreich getan zu haben. Ich glaube, dann würden sie diesen ach so imensen "Ausbauwahn" (LOL) in Bayern doch ein wenig realistischer sehen.
Bei sowas kann man doch echt nur den Kopf schütteln. Hätte man diesen "Ausbauwahn" (:lach:) am Spitzing jetzt nicht bald so vorangebracht, dann wäre in naher Zukunft aber wohl ein ganzer Wirtschaftszweig in der Region weggebrochen.
Mir kommt es auch manchmal so vor, als ob sich wirklich nur Leute mit viel viel Geld diese Art von Einstellung zum Naturschutz leisten können. Einige scheinen mit der Einstellung da ran zu gehen, dass Geld und Kapital natürliche und endlose Resourcen wären, auf die man keine Rücksicht nehmen bräuchte.
Wenn aber eben diese Natürschützer irgendwann auf ihren Ökoluxus verzichten müssten, wären sie die ersten, die groß schreien würden.

Sorry, dazu musste ich jetzt einfach mal meine Meinung sagen. :?
Das Problem ist, dass diesen Menschen auch noch oft, viel zu viel Gehör verschafft wird.
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

Vielleicht sollte der BN die Kehrseite der Nichtausbauforderungen sehen: Denn dann wird folgendes passieren: die Skigebiete werden unatraktiv, die Leute wandern ab, ein Skigebiet nach dam Anderen macht dicht und es gibt noch mehr Arbeitslose, die Tourismusbetriebe gehen auch nacheinander in Konkurs. Vielleicht sollte man darauf hinwesen, dass von besagten umweltverschandelnden, naturzerstördenden Dingen ein ganzer Wirtschaftszweig abhängig ist und damit Existenzen?

MFG Dachstein
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Huppi
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Beitrag von Huppi »

Also ich habe mir schon überlegt ob ich da hingehen soll... und dann schreie ich einfach: IHR KÖNNT NACH HAUSE GEH; IHR KÖNNT NACH HAUSE GEHN... :D
Spass beiseite... also wirklich, gibt es Leute die be******* sind als der BN? ...sorry für den Umgangston aber von wirtschaftlicher Entwicklung haben die wirklich noch nichts gehört... da kann ja in Deutschland nichts vorran gehen wenn da lauter so Wurzelde**** am Werk sind! ;-)

Edit: habe meinen Beitrag ein wenig geändert... möchte ja keine Anzeige von solchen Vollspa**** bekommen ;-)
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Beitrag von Bogner »

@Marius: Den hab ich doch letztes Jahr auch kennengelernt auf der Hütte, oder? Nur damit ich das richtige Bild im Kopf habe...!
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Beitrag von Carvergirl »

Sorry, aber ich glaube dieser Herr ist sowas von realitätsfern, dass er es sich verdient, hier erwähnt zu werden...!
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broki
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Beitrag von broki »

Von Ausbauwahn kann ja nun wirklich keine Rede sein. Meiner Meinung nach holen die bayrischen Skigebiete endlich kleine Verbesserungen nach um wenigstens die Tagestouristen, die ein kleinen Anfahrtsweg haben, zu halten. Mit der Materie Schneekanonen habe ich mich schon ausführlich beschäftigt. Das einzige was an den Dingern nicht umweltschonend ist, ist der hohe Energieverbrauch. Nur das Dauerbenutzen der Schneekanonen wie z.B. in Österreich am Mölltaler ist in D ja auch garnicht erlaubt. Von daher sollte der gute Mensch vom BN mal seine Klappe halten, denn sonst fährt demnächst kein Mensch mehr in Bayern Ski und mit den betroffenden Regionen geht es wirtschaftlich berg ab.
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Beitrag von Huppi »

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mic
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Beitrag von mic »

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Huppi
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Beitrag von Huppi »

und was bringt es... nix! Am besten man schenkt diesen ***** keine Aufmerksamkeit.
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ajax-fan
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Beitrag von ajax-fan »

Bund Naturschutz: Ausbauwahn in den bayerischen Skigebieten

Beispiel „Stümpfling“: Kapazitätserweiterung und Aufrüstung der künstlichen Beschneiung

Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) kritisiert die zahlreichen aktuellen Ausbaumaßnahmen in den bayerischen Skigebieten als eine neue Welle der Torschlusspanik: „Angesichts steigender Temperaturen und stagnierender Skifahrer-Zahlen werden die Skigebiete in einer Art Torschlusspanik und nach dem Prinzip Hoffnung aufgerüstet.“ kritisierte Prof. Dr. Hubert Weiger, Landesvorsitzender des BN, die aktuellen neuen Infrastrukturmaßnahmen im bayerischen Alpenraum. „Die Natur bleibt dabei auf der Strecke.“

Am Beispiel des „Stümpfling“ im Landkreis Miesbach hat jetzt der BN die Gesamtproblematik aufgezeigt. „Jede Neuerschließung zieht weitere Eingriffe nach sich und führt zu einer Aufrüstungsspirale.“ kritisiert Werner Fees, stellv. Sprecher des BN AK Alpen. Dabei unterbleibt systematisch eine Untersuchung und damit Berücksichtigung der Kapazität des Naturhaushalts und der Landschaft.

„Diese Salamitaktik hat mittlerweile auch niedrigere Skigebiete wie das Skigebiet am Stümpfling erfasst.“ Hier sind die Veränderungen an der Struktur und dem Bild der Landschaft in wenigen Jahren so intensiv geworden, dass der Erholungswert diese Tourismusgebietes für den Sommertourismus vermindert wird.

Der BN fordert zum wiederholten Male ein Gesamtkonzept für den Skisport in den bayerischen Alpen sowie umfassendere Genehmigungsverfahren mit einer strikten Beachtung der Alpenkonvention.

Klimaveränderung:

Die bayerischen Skigebiete liegen durch ihre Lage am Nordrand der Alpen in relativ geringer Höhe. Sie sind dadurch von der Klimaerwärmung besonders betroffen. Weniger Schneefall und eine kürzere Wintersaison werden gerade in geringen Höhenlagen erheblichen Einfluss auf den Wintersport in Bayern haben. In Höhenlagen zwischen 700 und 1000 Metern wird nach Aussagen von Prof. Seiler die Schneedecke innerhalb der nächsten 40 Jahre um bis zu 50 % abnehmen. Nach Aussagen von Klimaforschern und auch Tourismusforschern sind daher Ausbaumaßnahmen für den Skisport unter 1200-1500 m ü.NN. nicht mehr sinnvoll.

Der Stümpfling (Gemeinden Rottach-Egern und Schliersee) liegt in einer Höhe von 1484 Metern über dem Meer.

Öffentliche Gelder:

Trotz klammer Kassen der Kommunen und rücksichtslosem Sparwahn des bayerischen Staatsregierung werden Infrastrukturmaßnahmen in Skigebieten nach wie vor von Staat und Kommunen finanziell gefördert. Sei es die Förderung von Bund und Land für Leistungszentren oder Großereignisse (z.B. Ski-WM) oder sei es die kommunale Finanzierung durch Beteiligungen an Skigebieten oder Beschneiungsanlagen. Für die künstliche Beschneiung wird sogar das Trinkwasser der Gemeinden angezapft.

Auch am Ausbau des Stümpflinggebietes sind die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee und indirekt auch die Gemeinden Schliersee sowie Rottach-Egern beteiligt.

Eingriffe in Natur und Landschaft:

Alle weiteren Erschließungsmaßnahmen in den Skigebieten führen zu einer Erhöhung der ökologischen Belastungen:

künstliche Beschneiung:

- Zunahme der Beunruhigung für Tiere durch Lärm
- Bergwaldrodung
- Veränderung der Vegetation
- Wasserverbrauch (Flüsse oder Trinkwasser)
- Energieverbrauch

Erhöhung von Kapazitäten:

- Zunahme der Beunruhigung im Skigebiet
- Landschaftsverbrauch bzw. Zerstörung von naturnahen Flächen durch Errichtung von neuen Bahnen, Leitungen, Erschließungsstraßen etc.
- Zunahme des Verkehrs und Zunahme des Flächenverbrauchs für Parkplätze u.a.
- weitere Folgeinvestitionen

Für den Ausbau am Stümpfling erfolgen gravierende Veränderungen des Landschaftsbildes und des Naturschutzwertes insbesondere durch den Bau des umfangreichen Beschneiungsteiches, durch den wertvoller Blockschuttwald und zugleich Schutzwald zerstört wird. Die vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen können keineswegs als echte Kompensation der angerichteten Schäden angesehen werden. Das Landschaftsbild wird unwiederbringlich verändert und insbesondere der Schaden an Natur und Naturschutz durch die Beseitigung des Blockschutzwaldes und weiterer Biotopflächen ist überhaupt nicht ausgleichbar. Hier ist eindeutig eine Güterabwägung zu Gunsten des Skitourismus und zu Lasten der Natur erfolgt.

Unzureichende Genehmigungsverfahren:

Nach Ansicht des BN sind die Genehmigungsverfahren für Ausbaumaßnahmen in den bayerischen Skigebieten völlig unzureichend. Sowohl die Grenze der UVP-Pflicht als auch die (neuerlich gelockerten) Vorschriften für die künstliche Beschneiung ermöglichen durch Salamitaktik ökonomisch und ökologisch unsinnige Projekte.

Nötiges Gesamtkonzept:

Ausbaumaßnahmen laufen derzeit nicht nur am Stümpfling, sondern beispielsweise auch am Fellhorn, am Nebelhorn, am Höllwies Lift, im Gunzesrieder Tal (alle Lkr. OA), in Garmisch-Partenkirchen, am Götschen (Lkr. BGL), am Brauneck (Lkr. TÖL), teilweise in sehr geringer Höhenlage und teilweise mit erheblicher finanzieller Beteiligung von Kommunen.

Der Konkurrenz der österreichischen großen Skigebiete wird man auch mit bayerischen Schneekanonen nicht trotzen können. „Eine echte Lösung für den bayerischen Wintersport kann nur in einem Gesamt-Konzept liegen, das die Auswirkungen des Klimawandels auf den bayerischen Wintersport regional betrachtet und nicht in einem letztlich ruinösen Schneekanonenwettbewerb mit österreichischen Skiorten“, so der BN. Die Qualitäten der bayerischen Alpenorte liegen auf anderen Gebieten als dem alpinen Skisport und müssen weiterentwickelt werden.

Der BN fordert ein Gesamtkonzept bereits seit 5 Jahren – bisher erfolglos. Die 2005/ 2006 verstärkten Ausbaumaßnahmen in den bayerischen Skigebiet sind für den BN in Verbindung mit den immer konkreter werdenden Auswirkungen der Klimaerwärmung aktueller Anlass, diese Forderung an die bayerische Staatsregierung zu erneuern.

Für Rückfragen:

Dr. Christine Margraf, Leiterin Fachabteilung München, Tel.: 089/548298-89, christine.margraf@bund-naturschutz.de

Werner Fees, stellv. Sprecher des BN AK Alpen und stellv. Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Miesbach: 08025/.6658

Anlage: Geschichte der Erschließung im Skigebiet „Stümpfling“ und „Spitzing“

Schon im Jahr 1958 schrieb Walter Pause in „Ski-Heil“: „Am Spitzingsee über Schliersee wimmelt und wurlt es, das halbe München ist an schönen Wintersonntagen anwesend und teilt sich, wie von höherer Gewalt gelenkt, in zwei Welten. Die faulen Halbgenießer, lärmvergiftet in der Großstadt, streben den Liften um den Stümpfling zu und der Firstalm um dort fleißig hübsch Pisten zu betonieren und nebenbei am heiteren Gewühle teilzuhaben... die anderen zweigen energisch nach links ab, hinauf zur stillen Rotwand...“ Seitdem kam es in den letzten 50 Jahren zu einer Entwicklung, welche nie geahnte Belastungen und Probleme ganz verschiedenere Art mit sich brachte. Die Entwicklung dieses Wintersportgebietes lief in gewissen Wellen der „Erschließung“. Seit 2004 will die neugegründete „Alpenbahnen Spitzingsee GmbH (Fa. Schörghuber und Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee) den Skibetrieb grundlegend „modernisieren“: damit ist ein neues – letztes ? – Kapitel in der Erschließung begonnen:

„Sanierung“ des Skigebietes am Stümpfling, Spitzing- und Suttengebietes als Gesamtmaßnahme über mehrere Jahre
- Neubau der Stümpflingbahn (4er-Sesselbahn) mit Kapazitätserweiterung von 700 auf 2100 Pers./h.
- Neubauten von Berg- und Talstation,
- ein neues Gastronomiegebäude auf dem Stümpfling,
- Erweiterung von Pisten um ca. 4 m mit Bergwaldrodung (z.T. Schutzwald).
- eine Lastwagen-befahrbare Bau- und Versorgungsstraße auf den Stümpfling
- Parkplatzerweiterungen
- Beschneiungsanlage im Bau.

Das Vorgehen sowohl der Betreiber als auch der Genehmigungsbehörden sind dem BN völlig unverständlich, da die stark belastenden Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet einzeln – in Salamitaktik – durchgebracht wurden und ein vom BN gefordertes Raumordnungsverfahren unterlassen wurde. Zum Vergleich: Vor genau 20 Jahren wurde von derselben Firma unter demselben Betriebsleiter die „Sanierung des Skigebietes Wallberg“ betrieben. Damals wurde ein ROV durchgeführt, wegen das Vorrangs der Tourismusinteressen der eine Piste in einem Wildbachgraben genehmigt – und der Skibetrieb nach wenigen Jahren eingestellt.

Die Suttensesselbahn wurde erweitert und ihre Transportkapazität von 1000 Pers/h auf 2200 Pers/h erhöht .Derzeit wird eine Beschneiungsanlage für die gesamte Suttenpiste und den oberen Teil der Stümpflingabfahrt mit einem großen Speicherteich im Wald gebaut. Hier erfolgten größere Bergwaldrodungen. Im Zusammenhang damit erfolgten Erweiterungen der Parkplätze an der jeweiligen Talstationen der Stümpfling- und der Suttenbahn.

Der „Rosskopflift“, ein kleiner Schlepplift, soll in einen Sessellift umgewandelt und in seiner Kapazität etwa verdoppelt werden.

Darüber hinaus liegt auch ein Antrag des „Kurvenliftes“ mit Kapazitätserweiterung von 1200 Pers./h auf 2200 Pers/h vor, das (Genehmigungsverfahren läuft).
Quelle: www.seilbahn.net
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miki
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Beitrag von miki »

Also wirklich, wenn einer im Zusammenhang mit bayrischen Skigebieten von einem Ausbauwahn spricht, da muss man sich schon fragen ob den Typen noch zu helfen ist bzw. ob sie auch mal über die Grenzen Bayerns schauen, was in AT oder momentan vor allem in I abgeht? Ich würde den Herrschaften vom BN eine Rundfahrt durch die Alpen empfehlen mit Besichtigungen von solchen Highlights wie Baustelle Reiesenspeicher mit Asphaltbelag in Zauchensee, baustelle Talabfahrt Pitztal, Pistenbau Tarvis, Lift- und Pistenneubau Klausberg usw. Ob sie danach im Zusammenhang mit Bayern immer noch vom Wahn sprechen würden?!

Vor allem die
Erweiterung von Pisten um ca. 4 m mit Bergwaldrodung
ist der Oberhammer - waas, ganze 4 meter? Ja, bei solchen massiven Natureingriffen kann man wirklich vom Wahn sprechen :twisted: .
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Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

Gegen den Föhnsturm von 1999 (oder 2000? irgendwann in den letzten 10 Jahren), der allein im Spitzinggebiet so viel Wald wie wahrscheinlich sämtliche deutsche Skipisten-Hektar zusammengenommen umgeworfen hat, protestiert niemand... :D
Wenn schon Pause oben zitiert wird: im Buch von 1969 ist ein Stümpfling-Luftbild zu sehen, dort hat es deutlich weniger Wald als heute: trotzdem Speicherteich und 4m-Verbreiterung.
Zudem kritisierte Pause seit Mitte der 1960er Jahre den schlechten Ausbauzustand der bayerischen Bergbahnen, die bayerische Gäste nach Österrreich vertreiben und zu unnötig viel Autoverkehr damit indirekt beitragen. Dass der Spitzing zudem ein Einzugsgebiet von 2,5 Mio. Einwohnern sollte auch nicht so einfach unter den Tisch gewischt werden. Aber jeder zitiert eben nur das, was ihm gerade am Besten in den Kram passt.
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Der neue Speicherteich am Stümpfling ist übrigens sehr geschickt plaziert worden. War neulich dort, man sieht ihm vom Tal aus gar nicht (nicht mal den Kran), von der gesamten Piste aus nicht, von der Bergstation glaub auch nicht...

Danach bin ich den ganzen Grat entlanggewandert Richtung Rosskopf und Stolzenberg und wieder ins Tal, auch von dort drüben ist er nicht zu sehen...

Hmm, vielleicht komm ich ja endlich mal dazu den Bericht zu schreiben :oops:
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Beitrag von Carvergirl »

Vielleicht sollten die lieben Umweltschützer mal erwähnen, dass am Spitzing der SL`s abeschaltet wurden und dafür der Rest modernisiert wird...! Naja...!
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Beitrag von snowotz »

Nur weil man am Stümpfling über mehrere Jahre die Zeit verpennt hat und jetzt mal innerhalb kurzer Zeit alte Sessel- und Schlepplifte durch neue komfortablere Bahnen ersetzt wird hier gleich von Ausbauwahn gesprochen :twisted: :twisted: :twisted:
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Beitrag von PB_300_Polar »

Anscheinend schon, langsam habe ich das Gefühl,dass die Grünen in Extremen leben, entweder das eine oder das andere Extrem.
Der Schnee kommt.....
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thun
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Beitrag von thun »

Hammer!

Vorgestern hab ich in der Süddeutschen (hb den Artikel leider nicht verfügbar) einen Artikel über die Zukunftspläne am Predigtstuhl gelesen:

Sollte die geplante Wiederaufnahme des Winterbetriebs kommen müssten doch da auf den ehemaligen Pisten tatsächlich 4oo qm ( :!: :!: :!: ) "natürlich nachgewachsenem Bergwald" gerodet werden!

Da lassen die Öko***** natürlich nicht mit sich spaßen! :lol:

(wobei ich mich frage dann, wieviele von denen Grundstücke jenseits der 400 qm nicht nur bebauen, sondern auch mit nicht naturnahen Rasenflächen und Teichen besitzen!)

Bei uns im Allgäu genau das selbe. Kaum wird etwas investiert (kommt ja heute auch nicht mehr täglich vor) ist das ökologisch unverantwortbarer Ausbauwahn...
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buzi
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Beitrag von buzi »

Also ich schütze die deutsche Natur und fahre unter Verbrauch klimafreundlicher fossiler Energie ins frevelende Ausland, um dort in gnadenloser verunstalteter Natur meinem ernergiehungrigen, Hobby hinterher zu gehen. Dabei verschone ich natürlich die deutsche Tourismusbranche mit meinem Geld, da die Holzwirtschaft bei den vorherrschenden Holzpreisen viel mehr Gewinn einfährt...!

Mmmhhh, also 20 mal 20 Meter Wald... Bei einem Platzverbrauch von etwa 16m² eines ausgewachsenen Baumes... Oh Gott, 25 Bäume, die man zum klimaneutralen heizen von Häusern in Deutschland hätte verwenden können.... Aber skandinavisches Holz aus langsam nachwachsender Monokultur hat natürlich einen besseren Brennwert, da es mit umweltfreundlichen Lastern nach Hintertupfing in die Pelletieranlage gekarrt wurde.

Die wenigstens Umweltschützer sehen die Zusammenhänge und schützen dort, wo es Sinn macht. Daran habe ich mich schon gewöhnt, rege mich nicht auf und bin halt mobil... Wenn interesiert schon der Treibhauseffekt...
Aber halt es ist Taktik. Je mehr wir fahren, desto wärmer... Dann kommt ein Grüner aus seinem LAUBbergwald geklettert und sagt, er hätte uns gewarnt. Man sind die clever...
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thun
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Beitrag von thun »

Sehr schön ist auch das geforderte "Gesamtkonzept". Ein tolles Wort, um Luft umzuwirbeln. Aber wie soll denn bitte sowas ausschauen??
Ok, in Oberstdorf und Garmisch wird weiter Ski gefahren, aber zum ökologischen Ausgleich müssen leider Bolsterlang und der Spitzing zusperren? Was für ein Schwachsinn... :evil:

Ich frag mich wirklich, was die für Vorstellungen haben... Siehe Allgäu: Trotz Ausbauwahn im Wintersport kommen nicht weniger Sommertouristen... Kann ich mir absolut nicht erklären!! Wirklich dumm, die Gäste! :lol:

Es ist ja richtig, dass es wenig Sinn hat, in niegrigeren Lagen neue Skigebiete hochzuziehen. Aber davon spricht ja keiner, sondern davon, die bestehenden so zu modernisieren, dass weiterhin der Tourismus als wichtiger Erwerbszweig erhalten bleibt. Immerhin geht's ja um Arbeitsplätze. Anderswo forert man ja auch, das alles getan werden muss, um sie zu erhalten. Sonst müssen die Leut halt aus Oberstorf zur Arbeit nach Kempten oder sonstwo hin pendeln. Und da werden die garantiert nicht radeln. :evil:

Außerdem will ich mal in den Voralpen ein Stück Neturlandschaft sehen. Ganz Mitteleuropa ist seit Jahrhunderten eine vom Menschen geprägte Kulturlandschaft. Was ist denn daran ökologisch: Landwirtschaft samt Rodung und Bau von Terrassenhängen (Südtirol) ist gut, aber Skifahren Teufelswerk? :roll:

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