Quelle: NeueEin Tiroler wagt die längste Abfahrt der Welt
Extrem-Skifahrer Axel Naglich (39) begibt sich auf die längste Ski-Abfahrt der Welt.
Mit dem Adrenalin-Spiegel eines Axel Naglich könnte unsereins nicht einmal seine Kaffeetasse halten. Wie steht es dann wohl um die werte Befindlichkeit, wenn einer wie der 39-Jährige sagt: "Ich mache meine Meisterprüfung!"
Der Kitzbüheler nimmt das Spiel mit der Schwerkraft in wenigen Tagen besonders ernst, schließlich bereitet er sich auf das Projekt "Mount Saint Elias" in Alaska seit mittlerweile drei Jahren vor.
5489 Meter hoch mit Abschwingen auf Meeresniveau, dazwischen Gletscherspalten und im schlimmsten Fall Lawinengefahr, gepaart mit Wind und Eiswänden. "Von einer gemütlichen Frühjahrs-Skitour bis hin zu minus 40 Grad - hier ist alles möglich."
Scharf wie Rasierklingen
Nur der Sensenmann carvt hier - und Axel Naglich mit seinen zwei Freunden Jon Johnston/Peter Ressmann. Razor Blades - scharf wie Rasierklingen - seien seine Kanten.
Und scharf sind die Sinne, denn Risiko kennt Axel Naglich höchstens vom Brettspiel. Bleibt zu hoffen, dass die Faustregel von der misslungenen Generalprobe samt gelungener Premiere zutrifft. Denn beim Neuseeland-Ausflug im Herbst spielte die Witterung nicht mit.
*Die Vorbereitung der Crew: Ein Ausflug ins italienische Monte-Rosa-Gebiet, gepaart mit einem Aufenthalt auf 4400 Meter. "Eine Art Vorakklimatisation, die in den Alpen leichter funktioniert."
25 kg Gepäck bis zum Gipfel
*Die Anreise: Am 2. Mai führt die Reise über den großen Teich Richtung Alaska, eine unverwüstliche Turbine Otter (siehe Bild) bringt das Trio in Reichweite zum Berg. Die Reise beginnt.
*Der Anstieg: "Höher gehts kaum", weiß der dreifache Ironman. Zu Fuß, mit 25 Kilogramm Gepäck am Buckel und über 5500 Höhenmeter kann der Extrem-Skifahrer seine Qualitäten ausspielen. Erst das Basislager (3100 m), dann das Hochlager (4600 m), dann der Gipfel (5489 m). Alles vorbehaltlich der Tatsache, dass sich kein Schneefall einstellt: "Bei der exponierten Lage in Meeresnähe kann es über Nacht drei Meter schneien."
*Die Abfahrt: Der Vorläufer der Kitzbüheler Streif, der dreifache Sieger des 24-Stunden-Rennens von Aspen (USA) darf seine Qualitäten ausspielen. Cool bleiben - und hoffen, dass keine Gletscherspalte seine Wege kreuzt.
"Wenn wir nicht ausweichen können, müssten wir klettern." Wie viel Spaß es da noch macht, bei der längsten Ski-Abfahrt der Welt 30 Kilometer auf Skiern zu stehen und dabei 5500 Höhenmeter zurückzulegen?
Ein Tiroler wagt die längste Abfahrt der Welt
- snowflat
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Ein Tiroler wagt die längste Abfahrt der Welt
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Turbine Otter tönt nach einem Übersetzungsfehler, denn es gibt ein kanadisches Buschflugzeug namens Turbo Otter.
Zuletzt geändert von GMD am 30.08.2007 - 18:35, insgesamt 2-mal geändert.
Probably waking up
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Hab es eben in den Nachrichten gesehen, schon wahnsinnig was die gemacht haben, alleine die Vorstellung eine Abfahrt zu haben, die drei Tage dauert:
Quelle: ORF60 Grad steil:Tiroler befährt längste Ski-Abfahrt der Welt
Der Kitzbüheler Extremskifahrer Axel Naglich hat mit seinem Partner Peter Ressmann erstmals die längste Skiabfahrt der Welt bezwungen. Die 5.500 Meter hohe Abfahrt am Mount St. Elias in Alaska ist bis zu 60 Grad steil.
Abfahrt dauerte drei Tage
Steile Eishänge, endlose Felder von Gletscherspalten, ständige Lawinengefahr und Steinschlaggefahr bei mehreren Felspassagen verlangten höchste Konzentration und eine Null-Fehler-Quote.
Die Expedition, die im Anstieg elf Tage und in der Abfahrt in Summe drei Tage dauerte, war für den Multisportler ein Grenzerlebnis: "Die Anstrengungen sind gewaltig und lebensbedrohliche Gefahren sind auf diesem Berg allgegenwärtig". Am 23. August war das Duo am Ziel.
Axel Naglich (Bild: APA)
Passagen wie Mausefalle waren Erholung
Im Interview mit dem ORF sagte der Architekt und Extremskifahrer Naglich, in den obersten 3.000 Metern habe man sich über Passagen mit der Steilheit der Kitzbüheler Mausefalle gefreut, "die waren zum durchatmen". Die Steilheit sei ständig zwischen 45 und 60 Grad gelegen. Ein Ausrutscher wäre tödlich gewesen.
Der Kärntner Kameramann Gerald Salmina hat diese Tour verfilmt. Die Dokumentation wird im nächsten Jahr in die Kinos kommen. Es war übrigens der zweite Versuch der Österreicher, ein früherer musste wegen Schlechtwetters abgesagt werden.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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- Joasen
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Ist schon sehr heftig, aber hab neulich gelesen, dass der Mount Everest auch schon mit Snowboard und skieern abgefahren wurde, und mit skiern wohl sogar vom Gipfel bis zum basislager in einen DURCH!!! Habe gerade 'In eisigen Höhen' von Jon Krakauer gelesen, deswegen kann ich mir das irgentwie gar nicht vorstellen! wie sollen die denn über diese riesigen Gletscherspalten in diesem einen Eisbruch gefahren sein?? Das find ich irgentwie noch krasser!
Aber wenn man so rechnet für 30 Km 3 Tage, dann war es ja wohl mehr ne Ski Runterkracksel Aktion, anstatt Skiabfahrt!
- extremecarver
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Zum Mount Everest, da liegt der Abfahrtsrekord zum Basislager aber soweit ich weiß eindeutig bei einem französischen Extremsnowboarder der glaub ich in unter 4 Stunden abfuhr. Mir fällt sein Name leider grad nicht ein. Ist 2 Jahre später bei einer Erstabfahrt am K2 (eigentlich 10x spektakulärer als der Mt Everest). Er war vor so etwa 5 Jahren am selben Tag wie der Snowboarder Stefan Gatts, aber ein paar Stunden später, der zweite Snowboarder am Everest (großer Unterschied war, dass Gatts Expeditionsleiter war, und seine zahlenden Kunden betreuen musste, und daher nur langsam abfahren konnte und auch nicht bis zur Basis).
- extremecarver
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Ach so der Franzose hat die Schneespalten ausgelassen, da er einfach eine so steile Strecke wählte (Erstbegehung nur zusätzlich mit Snowboard AFAIK) womit er dieses Problem umging. Kenne einen Wiener der am selben Tag den Gipfelanstieg im Gatts Team machen wollte (aber Höhenprobleme), der war schwer beeindruckt wie er den Snowboarder in einer 60° Wand mit Fernglas zusah beim abfahren, und das nicht grade langsam. Etliche Erstbefahrungen im Bereich Chamonix hat er auch geschafft (von denen einige noch nie wiederholt wurden). Das Prinzip war dabei in den Steilststücken mit Eisaxt und Jumpturns quasi alles zu bezwingen.
- Joasen
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jup
Ist 2 Jahre später bei einer Erstabfahrt am K2 (eigentlich 10x spektakulärer als der Mt Everest).
Verstehe ich nicht, abeer ich habe nochma nen bissel gegoogelt:
Stefan Gatt war wohl der erste mit Snowboard auf'm Gipfel, ist aber nicht Durchgefahren, musste zwischendurch aber Boar abschnallen.
http://www.alponline.com/Abenteuer/Snow ... verest.htm
und wohl einen Tag später ist der Franzsose Marco Siffredi komplett bis zum ABC Camp in 2,5 Stunden abgefahren. Ca 1 Jahr später probierte er dieses Kuntstück nochmal (glaube auch um zu Filmen) aber seine Spur und er verschwand in 8500 m Höhe. http://www.frozenwater.de/version2/html ... nt&sid=176
- extremecarver
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Ai, genau so hieß der. Ich hab aber gelesen er wär am K2 gestorben, kann auch sein dass ich es falsch erinnere. Stefan Gatts war 2 Stunden vor ihm oben, die Meldung Marco Siffredi war der erste ist definitiv eine Falschmeldung. (Stefan hat ihm angeboten doch zusammen mit seinem Team aufzusteigen, der Teamleiter vom Marco war damit jedoch nicht einverstanden - so wurde es auf jedem Fall nacher gemeldet).
Die Videos vom Siffredi früher waren das härteste was ich bisher im Freeridebereich gesehen hab.
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- k2k
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Hier noch ein Kommentar von pistehors.com zur "längsten Abfahrt der Welt". Ganz interessant wie ich finde.
http://pistehors.com/news/ski/comments/ ... -ski-vert/yeah, big time descent. really cool to hear someone finally was able to do it. an old ski buddy of mine, Aaron Martin was one of those who died during a previous attempt. this is definitely one of the most sought-after ski descents in the world...which leads eventually to close scrutiny, especially given the heavy promotion given to it. So, I ask a few questions:
1) did they really ski to sea level. from what i saw on their redbull site video: NO. thus, they need to re-qualify the lenght of their ski descent.
2)then to what elevation did they ski to?
of course, this is a minor point, but important if they are claiming something they did not do.
3) it should be noted that according to the redbull site it was not a continous descent done in one go but broken up in two days: check out trip diary for details http://www.redbull.com/axelnaglich#page ... 08047918.2
So, it was not a continous descent, which every skier knows is the ultimate way to do such a run.
4) this was a fully sponsored trip and it will be interesting to see if it was fully autonomous or if they had any “extra” help from others to make their descent possible, beyond the current definition of a self-supported expedition.
5) the most important point is that they did it; now the question is by what means and how much was actually skied, especially due to late time in season.
It would be great to hear from the expedition members more information. this does not take anything away from their descent, but important to know, especially for those who wish to one day visit the mountain with skis.
Ps.
If it was just a small expedition with little hoopla then I would not publicly ask these questions. But whenever someone decides to play the media circus game, it opens them up to critiques (whether warranted or not).
For Example, both Kit Delauriers and Davo Kanicar’s descents from Everest were both given the same sort of fine-comb treatment, and it appears that ski-mountaineering claims do not always correspond to the advertised accomplishments, especially on important ethical points of 1) how much was actually skied (turns and not sideslipping or roping up with skis on), 2) was the run continuous or not, 3) were skiers autonomous or did they recieve outside help (sherpas, helis, spotters with radios, etc. etc.).
Posted by Colin Samuels on Monday, 03 September, 2007 at 02:55 PM
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)