Quelle: ORFGerlitzen: 17-Jähriger aus Sessellift geschleudert
Auf der Gerlitzen ist am Sonntag ein 17-Jähriger schwer verletzt worden, als er aus dem Sessel der Vierersesselbahn geschleudert wurde. Durch eine Windböe war das Führungsrad des Lifts gegen eine Schiene geprallt, es gab einen Notstopp.
Bahn notabgeschaltet
Am Sonntagvormittag wurde im Skigebiet Gerlitzen bei Villach ein Sessel des Vierersesselliftes Klösterle 2 beim Einlauf in die Bergstation von einer Windböe erfasst und leicht versetzt. Dadurch lief der Sessel nicht gerade in die Bergstation ein, sondern es prallte das Führungsrad gegen die Einlaufschiene. Die Bahn wurde von der Sicherheitseinrichtung sofort gestoppt. Bei dem Sessel, in dem drei 17-jährige Burschen aus den Niederlanden saßen, war der Sicherheitsbügel bereits offen.
Liftgäste saßen 40 Minuten lang fest
Durch den Anprall fiel einer der drei aus dem Sessel und stürzte ca. 1,5 Meter auf den vereisten Betonboden ab. Der Bursche erlitt einen Bruch des rechten Unterarmes und wurde von der Rettung ins LKH Villach gebracht.
Der Sessellift war zur Zeit des Vorfalls mit etwa 100 Personen besetzt, die etwa 40 Minuten ausharren mussten, bis sie im Notbetrieb aussteigen konnten. Der Lift ist wieder in Betrieb. Hinweise auf einen technischen Defekt gab es nicht.
Gerlitzen: 17-Jähriger aus Sessellift geschleudert
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Gerlitzen: 17-Jähriger aus Sessellift geschleudert
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Quelle: ORFStrenge Standards
Löscher: "Kärntens Skilifte sind sicher"
Die rund 260 Skilifte in Kärnten seien sicher, bestätigte am Dienstag Wolfgang Löscher, Sprecher der Kärntner Seilbahnwirtschaft. Er reagiert damit auf einen Zwischenfall am vergangenen Wochenende auf der Gerlitzen.
Regelmäßige Überprüfungen sind Vorschrift
Eine Windböe, die einen Vierersessl der Klösterlebahn ins Schwanken bringt und eine Klemmrolle, die bei der Einfahrt in die Bergstation gegen die Führungsschiene knallt - das ist noch nie da gewesen, sagt Wolfgang Löscher, Sprecher der Kärntner Seilbahnwirtschaft.
In den Kärntner Skigebieten gebe es kaum Probleme mit den Seilbahnen, weil die Sicherheitsstandards sehr hoch sind, so Löscher: "Generell ist es so, dass laut Vorschrift mindestens ein Mal jährlich Revisionen durchzuführen sind. Das geschieht betriebsintern durch entsprechend geschultes Personal. Alle fünf Jahre muss jeder Sessellift durch externe Prüfstellen überprüft werden. Es müssen zum Beispiel sämtliche Seilklemmen zerlegt werden. Der Aufwand beträgt fünf bis sechs Stunden pro Seilklemme. Pro Anlage kann man mit 200 bis 500 Seilklemmen rechnen, die regelmäßig gewartet werden müssen."
Haftungsfragen sind gesetzlich geregelt
Der Sicherheitsstopp hat am Sonntag bei dem Skilift auf der Gerlitzen funktioniert. Wenn auch so abrupt, dass ein 17 Jahre alter Holländer abgestürzt ist und sich den Arm gebrochen hat. Wer dafür haftet, ist gesetzlich geregelt.
"Bei jeder Seilbahn muss es einen sogenannten gewerberechtlichen Geschäftsführer geben, der in der Regel der bestellte Betriebsleiter ist und der auch für die Sicherheit der Anlagen haftet", erklärt Löscher.
Straf- oder zivilrechtliche Konsequenzen gibt es für den Betriebsleiter aber nur, wenn er oder einer der Mitarbeiter nachweisbar einen Fehler gemacht hat.
Wiedergutmachung nach "unzumutbarer Zeit"
Auf der Gerlitzen sind am Montag rund 100 Wintersportler eine knappe dreiviertel Stunde am Lift festgesessen. Für sie ist jedoch gesetzlich keine Wiedergutmachung vorgesehen, sagt Löscher, aber: "Wenn es eine unzumutbare Zeit überschreitet, wird der Preis des Skipasses rückerstattet. Das ist keine generelle Vorschrift, sondern liegt im Ermessen und im Entgegenkommen des Liftbetreibers."
Was nun eine unzumutbar lange Zeit ist, obliegt der Einschätzung des Liftbetreibers.
Faktum ist jedenfalls, dass die Seilbahnen in Kärnten mit 40 Millionen Beförderungen pro Saison und kaum Zwischenfällen noch immer das sicherste Transportmittel überhaupt sind.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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