Bad Kleinkirchheim-Kampf um die Bergbahnen

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Schwoab
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Bad Kleinkirchheim-Kampf um die Bergbahnen

Beitrag von Schwoab »

22.02.2008 00:16

Kampf um das Bergbahnen-Imperium
Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim intrigiert gegen Bergbahnen-Chef. Insider vermuten, es geht darum dem BZÖ Zugriff auf die Bergbahnen zu sichern.

Matthias Krenn, Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim Foto: AP
Zweite Runde im Dorfkrieg von Bad Kleinkirchheim: Nachdem Bürgermeister Matthias Krenn (BZÖ) im Dezember im Gemeinderat eine Resolution durchpeitschte, in der die Gemeinderäte den Rücktritt von Bergbahnen-Chef Rudolf Egger fordern, ging Krenn in den letzten Tagen mit einem Bündel Stimmrechtsvollmachten in Bad Kleinkirchheim von Haus zu Haus.

Verdacht. Damit lässt er sich von den über 400 Kleinaktionären der Bergbahnen Bad Kleinkirchheim die Aktionärsrechte für die Hauptversammlung übertragen. Dort will er Egger absetzen - was er in dem Schreiben ganz offen bekennt. Der Stimmrechte des Landes, das über die Tourismusholding 49 Prozent an der Bergbahnen Holding hält, kann sich der BZÖ-Politiker schon sicher sein. "Krenn plant einen BZÖ-Vertrauten als Vorstand einzusetzen", erklärt ein Insider. So könne man die Bergbahnen Holding - zu ihr gehören auch der Golfclub und das Römerbad - leichter für Landes- oder Landeshauptmannnahe Veranstaltungen nutzen. Diesen Verdacht äußert auch SP-Landesrat Reinhart Rohr.

Erklärung gesucht. Ein zweiter Erklärungsversuch für Krenns Vorgehen: Der Tourismusverband Bad Kleinkirchheim leidet noch immer unter einer zehn Jahre alten Schuldenlast. Die Kurtaxe wird fast zur Gänze zum Schuldenabbau verwendet, im November erst wurden die Abgaben erhöht. "Krenn muss schauen, dass die Kredite der Raika zurückbezahlt werden, schließlich ist er dort Funktionär", so ein verärgerter Hotelier. Krenn streitet all das ab. Er spricht von "Ungereimtheiten" bei der Geschäftsführung. Finanzieller Art? "Nein, das absolut nicht. Es funktioniert einfach nicht mehr zwischen Egger, der Gemeinde und der Tourismuswirtschaft." Die Resolution sei ein "Hilferuf der Aktionäre" an das Land gewesen.

Kein Grund für Hilferuf. Die Interessensgemeinschaft der Kleinaktionäre (IGK) sieht allerdings keinen Grund dazu "Hilfe" zu rufen. "Egger führt das Unternehmen hervorragend", sagt deren Sprecher Gerhard Schusser. Das einzige was er Egger vorwerfen könne sei, dass er zu wenige Mitarbeiter in der Bergbahnen Holding habe und das Personal aufstocken sollte. "Die Bergbahnen sind ein ordentlich aufgestelltes Unternehmen, da ist die Begehrlichkeit gewisser Personen groß, dort an die Ruder zu kommen und die Kasse auszurauben", sagt Schusser.

Gratis-Schitage. Landeshauptmann Jörg Haider - er und Aufsichtsratssprecher Friedrich Morri waren die Adressaten des "Hilferufes" - ließ via Sprecher mitteilen, dass er keine Gratis-Schitage oder ähnliches plane. "Wenn die Leistung des Managements nicht passt, dann müssen wir handeln." Dass Morri bisher seinen Vorstand nicht in Schutz nahm, nährt das Gerücht, dass man die Absetzung Eggers plane. "Am 28. Februar gibt es eine Aufsichtsratssitzung, da wird das besprochen."
THOMAS CIK
Quelle: http://www.kleinezeitung.at/regionen/ka ... 1/print.do

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Schwoab
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Beitrag von Schwoab »

[quote]28.02.2008 05:10

Bad Kleinkirchheimer Bürgermeister droht Strafe wegen Provision
Bad Kleinkirchheims Bürgermeister sammelt Vollmachten. Am Donnerstag tagt der Bergbahnen-Aufsichtsrat. Kein Knalleffekt erwartet.

Matthias Krenn, Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim Foto: AP
Bürgermeister Mathias Krenn aus Bad Kleinkirchheim hat im Moment einen schweren Stand. Viele Hoteliers und Kleinaktionäre der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen nehmen ihm den "Feldzug" gegen Bergbahnen-Chef Rudolf Egger übel.

Verstoß gegen Gewerbeordnung. Überdies droht ihm ein Verwaltungsstrafverfahren nach dem Gewerberecht. Anlass der Anzeige: Die Kleine Zeitung hatte in einem Artikel vom 28. Jänner den Rechnungshofbericht zitiert, wonach der Ortschef als Obmann des Fremdenverkehrsförderungsvereins Bad Kleinkirchheim eine Managementprovision in Höhe von 10.000 Euro von der Kärnten Werbung kassiert haben soll. Dies sei ein Verstoß gegen die Gewerbeordnung, weil Krenn nicht über das Gewerbe "Unternehmensberatung" verfüge, heißt es in der Begründung an die Bezirkshauptmannschaft Spittal. Diese Verwaltungsübertretung könnte immerhin eine Strafe von 3600 Euro nach sich ziehen.

Absetzung geplant. Der Bad Kleinkirchheimer Bürgermeister könnte aber möglicherweise bei der Absetzung des von ihm wenig geliebten Bergbahnenchefs Egger erfolgreich sein. Derzeit setzt er alles daran, genügend Vollmachten zu ergattern, um bei der nächsten Hauptversammlung in drei Wochen den Aufsichtsrat der Bergbahnen bzw. Egger, vorzeitig abberufen zu können. Eggers Vertrag läuft noch bis 2010.

Kein Knalleffekt erwartet. Von der Bergbahnen-Aufsichtsratssitzung in Bad Kleinkirchheim erwartet man sich keinen Knalleffekt. Von einer Abberufung des Aufsichtsrates steht nichts auf der Tagesordnung. Falls Bürgermeister Matthias Krenn aber Vollmachten über 75 Prozent des Kapitals vorweisen kann, wäre er in der Lage, Egger bei der Hauptversammlung in drei Wochen abzuschießen. Das fürchtet der Vertreter der Kleinaktionäre (IGK), Gerhard Schusser. Um die 75 Prozent zu erreichen wäre die Vollmacht des Landes Kärnten nötig, das 48 Prozent an den Bergbahnen hält. "Ich fürchte, sie werden das durchdrücken", so Schusser.

"Dunstkreis" der Bank. Im Ort wird indes gemunkelt, dass der Einfluss der ortseigenen Raiffeisenbank bei den Bergbahnen dann überhand nehmen könnte. Einige Gemeinderäte kommen aus dem Dunstkreis der Bank. So auch Vizebürgermeister Peter Gruber und der als Nachfolger von Egger gehandelte Peter Pertl.
ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

[/quote]
Quelle: Kleinezeitung
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Beitrag von Schwoab »

28.02.2008 05:10

Bad Kleinkirchheimer Bürgermeister droht Strafe wegen Provision
Bad Kleinkirchheims Bürgermeister sammelt Vollmachten. Am Donnerstag tagt der Bergbahnen-Aufsichtsrat. Kein Knalleffekt erwartet.

Matthias Krenn, Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim Foto: AP
Bürgermeister Mathias Krenn aus Bad Kleinkirchheim hat im Moment einen schweren Stand. Viele Hoteliers und Kleinaktionäre der Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen nehmen ihm den "Feldzug" gegen Bergbahnen-Chef Rudolf Egger übel.

Verstoß gegen Gewerbeordnung. Überdies droht ihm ein Verwaltungsstrafverfahren nach dem Gewerberecht. Anlass der Anzeige: Die Kleine Zeitung hatte in einem Artikel vom 28. Jänner den Rechnungshofbericht zitiert, wonach der Ortschef als Obmann des Fremdenverkehrsförderungsvereins Bad Kleinkirchheim eine Managementprovision in Höhe von 10.000 Euro von der Kärnten Werbung kassiert haben soll. Dies sei ein Verstoß gegen die Gewerbeordnung, weil Krenn nicht über das Gewerbe "Unternehmensberatung" verfüge, heißt es in der Begründung an die Bezirkshauptmannschaft Spittal. Diese Verwaltungsübertretung könnte immerhin eine Strafe von 3600 Euro nach sich ziehen.

Absetzung geplant. Der Bad Kleinkirchheimer Bürgermeister könnte aber möglicherweise bei der Absetzung des von ihm wenig geliebten Bergbahnenchefs Egger erfolgreich sein. Derzeit setzt er alles daran, genügend Vollmachten zu ergattern, um bei der nächsten Hauptversammlung in drei Wochen den Aufsichtsrat der Bergbahnen bzw. Egger, vorzeitig abberufen zu können. Eggers Vertrag läuft noch bis 2010.

Kein Knalleffekt erwartet. Von der Bergbahnen-Aufsichtsratssitzung in Bad Kleinkirchheim erwartet man sich keinen Knalleffekt. Von einer Abberufung des Aufsichtsrates steht nichts auf der Tagesordnung. Falls Bürgermeister Matthias Krenn aber Vollmachten über 75 Prozent des Kapitals vorweisen kann, wäre er in der Lage, Egger bei der Hauptversammlung in drei Wochen abzuschießen. Das fürchtet der Vertreter der Kleinaktionäre (IGK), Gerhard Schusser. Um die 75 Prozent zu erreichen wäre die Vollmacht des Landes Kärnten nötig, das 48 Prozent an den Bergbahnen hält. "Ich fürchte, sie werden das durchdrücken", so Schusser.

"Dunstkreis" der Bank. Im Ort wird indes gemunkelt, dass der Einfluss der ortseigenen Raiffeisenbank bei den Bergbahnen dann überhand nehmen könnte. Einige Gemeinderäte kommen aus dem Dunstkreis der Bank. So auch Vizebürgermeister Peter Gruber und der als Nachfolger von Egger gehandelte Peter Pertl.
ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER
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