Laut der TTA-Statistik ist die Transportleistung folgendermasse definiert:
Transportleistung (Pm/h)
Sie ist das Produkt des Transportvermögens und der von der
Anlage überwundenen Höhendifferenz.
Personen x Höhenmeter je Std [P/h x m = (Pm/h)]
Die Formel habe ich "verstanden". Aber ich verstehe nicht, was diese Zahl aussagt und welche Schlüsse man daraus ziehen kann ?
Um eine hohe Transportleistung zu erzielen, muss eine Bahn eines oder idealerweise alle der folgenden Kriterien erfüllen:
* Sie muss sehr hoch sein.
* Sie muss sehr schnell sein.
* Sie muss sehr große Fahrbetriebsmittel haben.
* Sie muss sehr viele Fahrbetriebsmittel haben.
Der erste Faktor fließt in den Term Höhenmeter (m) ein. Die letzten drei Punkte können unter "Transportvermögen" (P/h) subsummiert werden. Je größer beide Anteile, desto größer wird die Transportleistung (Pm/h), da beide Terme multiplikativ verknüpft sind. Bei konstanter Transportleistung können Schwächen auf einem der beiden Gebiete durch überproportionale Leistungen auf dem anderen kompensiert werden.
Beispiel 8EUB
* hoch: 1000 m
* schnell: 5m/s
* groß: 8 Personen
* viel: 15 Sekunden Einlaufzeit
Also ich hab dieses Maß anfangs auch für Unsinn gehalten, mittlerweile sagt es mir mehr.
Man muss aber einige Richtwerte verwenden, z.B. der durchschnittliche Skifahrer schafft in einer Stunde etwa 1500 Hm (je nach dem, das müsste man empirisch herausfinden)
Dann kann man rechnen:
Bahn mit 150 Hm und 1000 p/h Kapazität = 150.000 PHm : 1500 Hm = 100 Skifahrer "bindet" der Lift in einer Stunde. Jeder davon fährt 10 mal in der Stunde mit dem Lift, d.h. die Maximalkapazität wird voll ausgeschöpft. Wenn man für ein gesamtes Skigebiet diese Kapazitäten hat, kann man in etwa die maximale Zahl an auszugebenden Skipässen für einen Tag berechnen, oberhalb der es zu großem Chaos kommt...
Bitte um Widerspruch, wenn ich zum wiederholten Male Unsinn rechne...
So langsam hab ich auch meine Erklärung. Ergänzungen, Berichtigungen auch hier willkommen:
Für die Planung der Beförderungskapazität von Aufstiegsanlagen ist erstmal die zur Verfügung stehende Pistenfläche in m² ausschlaggebend. Siehe z.B. Fachplan Südtirol, da wird das genauso gemacht. Quasi mehr eine gesetzliche / genehmigungstechnische Frage.
Hat man diese, kann man dann mit der Transportleistung in PM/h abschätzen wieviele Skipässe man verkaufen kann so daß die Wartezeiten unter einem bestimmten Wert bleiben - vorausgesetzt die Skifahrerströme verteilen sich einigermaßen. Ob das dann auch wirklich gemacht wird ist Sache der Bergbahnen -> eher eine intern zu lösende Frage...