Fahrrad - gebt mir kauftipps bitte!

Diskussionen rund um Alpinsport und Equipment: Kaufberatung für Ski und Schuhe, Materialtests, Servicetipps und Austausch zur Fahrtechnik.
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trincerone
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Fahrrad - gebt mir kauftipps bitte!

Beitrag von trincerone »

Hallo,

ich will mir diesen Sommer ein Fahrrad für meine Alpentouren zu legen und bräuchte jetzt mal von Euch Pros ein paar Kauftipps. Ich versuche mal mein Anliegen so gut wie möglich zu beschreiben.

Also gedacht sein soll das Rad zum befahren von asphlatierten Alpenstraßen. Wenn man eine kurze Schotterpassage kommt, sollte es damit auch noch klar kommen (also z.B. kein Rennrad sein), aber mehr off-raod als vielleicht mal eine Forststraße braucht es nicht zu können.

Ansonstent bin jemand, der eher das spartanische und kompromisslose bevorzugt und wenig Wert auf technische Spielereien legt oder viel Komfort. Ich schraub auch gerne und lasse mich i.A. nicht so schnell davon überzeugen, dass das Neuste und Teuerste auch das Beste ist, wenn es aber wirklich so ist, bezahl ich dafür dann aber auch. Im Prinzip bin aber als Student nicht so reich, so dass ich schon sehr aufs Budget schaue.

Bei Autos war mein Lieblingsauto immer mein Audi 80 quattro von 1988. Ein Wagen also, der weder elektrische Fensterheber noch eine Klimanlage hatte, dafür aber ein bretthartes Fahrwerk, das wie eine 1 auf der Straße liegt und keinen Kompromiss zwischen Konfort und Straßenlage einging. Aufgrund der Tatsache, dass das Auto ziemlich alt war und ich aber sehr viel selber geschraubt hab, hab ich also für wenig Geld sehr viel Auto bekommen.

Im übertragenen Sinne sollte es bei meinem Fahrrad ebenso sein. Ich lege Wert auf langlebige Teile in guter Verarbeitung, die vor allem wo`s drauf ankommt keine Kompromisse eingehen. Auf der anderen Seite braucht mein Fahrrad keine Klimaanlage oder elektr. Fensterheber... ;) Ich wisst was ich mein. :D

Ich muss mich weiterhin nicht gerade in Unkosten sürzen. Da es mein erstes alpines Rad wird und ich vielleicht noch in der Prais was dazu lerne, kann auch erstmal ein Mittelklasserad sein. Wo man guten Gewissens sparen kann, will ich das auch gerne machen.

Wichtig wäre mir noch, dass die Teile in der Praxis sich gut mal eben schnell reparieren lassen - lieber Küchenwecker als High-Tech.

Also: lohnt es sich ein Rad selber zusammen zustellen und zusammenzubauen? Vermutlich müsste das doch einiges an Geld sparen und man weiß, was man verbaut hat oder?

Wenn dem so ist: welche Teile empfehlt ihr mir? Für den Anfang würde es mir ein Mittelklasserad tun, so dass ich vielleicht mit 300 - 500€ hinkommen könnte? Ich würde auch durchaus gebrauchte Teile verbauen, wenn ihr mir sagt, dass man bestimtme Teile guten Gewissens auch gebraucht kaufen kann (wie sieht z.B. mit dem Rahmen aus?). Ansonsten wie gesagt: lieber grund solide als High Tech, aber keine Kompromisse, wo's (nach Eurer Meinung) drauf ankommt.

Lasst hören.... ;)



P.S. Ich weiß, dass ich etwas vage bin, aber ich kenn mich mit Rädern leider noch nicht gut genug aus, um präzisier zu fragen.

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k2k
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Beitrag von k2k »

Keine Fahrradexperten hier? Sehr komisch.

Ich würd mich irgendwo nach nem gebrauchten Trekking-Rad umschauen, das dürfte deinen Anfordernissen am ehesten gerecht werden, und das mit entsprechenden Teilen erweitern bzw. überflüssiges entfernen. Von komplett selber zusammenbauen hab ich bei normalen Fahrrädern noch nie gehört, das gibts (glaub ich) nur bei Rennrädern.
Beim Kauf würd ich halt auf Verschleissteile achten, Tretlager, Bremsen, Schaltung. Aber mehr als diese generellen Tipps kann ich dir leider auch nicht geben. Und wenn du echt durch die Alpen gondeln willst, dann hoffe ich du bist fit. Ich krieg schon an den niedrigen Schwarzwaldbergen genug ;-)
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Beitrag von trincerone »

Danke erstmal. Fit? Na ja, letztes Jahr bin ich in drei Tagen von Mochenwangen (10km nördlich von Ravenburg) nach Bellanno (Halbe Höhe Comer See) mit dem alten Mountain Bike vom Bruder meiner Freundin gefahren. 330km Distanz mit Passüberqueerung auf etwas weniger als 2300m am zweiten Tag. Im Prinzip hätt ich auchs in zweien geschafft, ich wollte aber oben übernachten, um noch eine weitere Bergetappe einzulegen und bin dann am dritten Tag erst auf 1600m abgefahren um von dort noch mal einen Abstecher in Schigebiet von Madesimo zumachen (noch mal rauf auf 2400m). Dann nachmittags Abfahrt an den Comer See.

Alles untrainiert, insofern mach ich mir auch diesmal nicht so die Sorgen.... Alles eine Frage von Lust und Laune und Zeit... :D
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Beitrag von k2k »

Jup, klar. Ich bin auch schon mit Gepäck 350 km in drei Tagen gefahren, nur halt vergleichsweise flach. Ansonsten dürfte der zeitliche Rahmen wohl ausschlaggebend sein, ich fahr mein Pensum hier meist in 3-4 Stunden ohne Pause runter und bin dann dementsprechend fertig.
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Beitrag von Alpenkoenig »

Nach deiner Wegbeschreibung würde ich mir auch ein Trekking- oder Cross Bike besorgen. Vorteil 28 Zoll gegenüber 26 Zoll bei Mountainbikes.
Damit auch schnelleres Vorankommen. Die Bereifung kann man dann flexibel gestalten- die Auswahl reicht vom mountainbikeähnlichen Stolllenreifen bis zum dünnen Rennradreifen. Ist dann halt alles eine Frage des Untergrundes, weniger Reibungswiderstand oder mehr Gripp.
Ein ordentliches Bike bekommst du ab 700 ¤ aufwärts - je teurer desto leichter das Fahrrad und hochwertiger die Bauteile. Jedoch sind auch die gängigen Shimano Bauteile schon von sehr guter Qualität, die Unterschiede zu höher preisklassigen Bauteilen sind teilweise sehr gering.
Bin mit meinem jetzt vier Jahre alten Mittelklassecrossbike schon etliche tausende Kilometer geradelt und habe bis jetzt keine einzige nennenswerte Reparatur hinter mir.
Empfehlenswert sind auch die Eigenmarken der großen Sporthäuser und -versände. Nur von Billigmodellen im Preisbereich 300 - 500 ¤ würde ich die Finger lassen, ebenso vom Selbstbau. Außer man ist ein Profi.
Und nochwas - auf Clips und dementsprechende Schuhe würd ich auch nicht mehr verzichten - macht dann vor allem bergauf wegen der besseren Kraftübertragung mehr Spaß.
Brauchst du noch Tips zur Bekleidung und Ernährung für unterwegs?
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Kris
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Beitrag von Kris »

Hoi Grosser Graben...

da bin ich noch eine antwort schuldig aus einem anderen posting von dir. Scheint ja schon sehr dringlich zu sein ;)

Ich gehe mal davon aus, dass das radeln im gebierge dir spass macht, dass es bestimmt nicht immer forsttrassen sein werden, dass der appetit auf mehr automatisch und zwangsweise die fahrfreude und somit die ansprüche hochschraubt.
Beim kauf meines ersten MTB sagte ich holzkopf genau, dass gleiche wie du :-)
Naja...wurde dann etwas extreme mir der zeit. Ich nenns aber nicht extrem. Extrem ist vom garagendach zu jumpen. Da mache ich nicht.


Prophylaktischerweise mel etwas mehr also du wolltest:
* Preis: So ab 700€ gehts los, aber da muss man noch genau gucken was dran ist. Ab 800...1000 gibts schon tolle räder.
* Gruppe: Shimano XT. Altbewährt und unkaputtbar. Es lohnt sich.
* Federung: Für dein budget besser kein vollgefedertes, aber wohl mit einer...
* federgabel: Öl+Stahlfeder für unkaputtbar, oder mit Luft dämpfung für 400g leichter aber ab und an heikel. Keinesfalls billige elastomer gabel.
* Bremse: Hydraulik Disc oder magura hydraulik felgenbremsen. Letzere sind unkaputtbar. Scheibenbremsen sind feiner. In jedem sinne...
* Rahmen: Den wählt man als MTB greenhorn gerne mal zu gross am anfang. Kleine rahmen sind wendiger. Wie der nun hergestellt ist, ist ziemlich egal, auch wenn werbung (und verkäufer) unterscheidungsmerkmale zu suggerieren versuchen.
* fahrposition: ziemlich wichtig. Aufrichtige haltung ist soger für die coolen kids bereits in, da einfach angenehmer für rücken und co. Auch besser im single trail. Also kein racebike kaufen. Ist vielleicht das wichtigste kriterium wenn du sehr viel fahren willst, brauchst jemanden der dich vor ort berät.

ps: kris faehrt auch so eine art alten audi: Einen 89er golf II...ebenso unkaputtbar und ebenso zugänglich für schraubschlüssel und ölige hände da ohne elektronikschnickschnack :-)

So. Ausdrucken und zum radlhändler gehen :-)
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Oscar
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Re: Fahrrad - gebt mir kauftipps bitte!

Beitrag von Oscar »

trincerone hat geschrieben:Hallo,

ich will mir diesen Sommer ein Fahrrad für meine Alpentouren zu legen und bräuchte jetzt mal von Euch Pros ein paar Kauftipps. Ich versuche mal mein Anliegen so gut wie möglich zu beschreiben.

Also gedacht sein soll das Rad zum befahren von asphlatierten Alpenstraßen. Wenn man eine kurze Schotterpassage kommt, sollte es damit auch noch klar kommen (also z.B. kein Rennrad sein), aber mehr off-raod als vielleicht mal eine Forststraße braucht es nicht zu können.
.
--> Auf jeden Fall Trekking- oder AT-Bike (All-Terrain)

Ansonstent bin jemand, der eher das spartanische und kompromisslose bevorzugt und wenig Wert auf technische Spielereien legt oder viel Komfort. Ich schraub auch gerne und lasse mich i.A. nicht so schnell davon überzeugen, dass das Neuste und Teuerste auch das Beste ist, wenn es aber wirklich so ist, bezahl ich dafür dann aber auch. Im Prinzip bin aber als Student nicht so reich, so dass ich schon sehr aufs Budget schaue.

Bei Autos war mein Lieblingsauto immer mein Audi 80 quattro von 1988. Ein Wagen also, der weder elektrische Fensterheber noch eine Klimanlage hatte, dafür aber ein bretthartes Fahrwerk, das wie eine 1 auf der Straße liegt und keinen Kompromiss zwischen Konfort und Straßenlage einging. Aufgrund der Tatsache, dass das Auto ziemlich alt war und ich aber sehr viel selber geschraubt hab, hab ich also für wenig Geld sehr viel Auto bekommen.

Im übertragenen Sinne sollte es bei meinem Fahrrad ebenso sein. Ich lege Wert auf langlebige Teile in guter Verarbeitung, die vor allem wo`s drauf ankommt keine Kompromisse eingehen. Auf der anderen Seite braucht mein Fahrrad keine Klimaanlage oder elektr. Fensterheber... ;) Ich wisst was ich mein. :D

Ich muss mich weiterhin nicht gerade in Unkosten sürzen. Da es mein erstes alpines Rad wird und ich vielleicht noch in der Prais was dazu lerne, kann auch erstmal ein Mittelklasserad sein. Wo man guten Gewissens sparen kann, will ich das auch gerne machen.

Wichtig wäre mir noch, dass die Teile in der Praxis sich gut mal eben schnell reparieren lassen - lieber Küchenwecker als High-Tech.

Also: lohnt es sich ein Rad selber zusammen zustellen und zusammenzubauen? Vermutlich müsste das doch einiges an Geld sparen und man weiß, was man verbaut hat oder?
--> Ja aber wenn du dich mit Rädern nicht so auskennst wirds schwierig! Kleiner Tip geh mal auf www.bicycles.de , die haben alles rund ums Fahhrad und da kannst du dir nen guten Überblick verschaffen über Einzelteile und Fahrräder.
Wenn dem so ist: welche Teile empfehlt ihr mir? Für den Anfang würde es mir ein Mittelklasserad tun, so dass ich vielleicht mit 300 - 500€ hinkommen könnte?
wird knapp!
Ich würde auch durchaus gebrauchte Teile verbauen, wenn ihr mir sagt, dass man bestimtme Teile guten Gewissens auch gebraucht kaufen kann (wie sieht z.B. mit dem Rahmen aus?).
Gebrauchte Teile? VORSICHT! Gerade beim Rahmen besser nie auf gerauchtes zurückgreifen, du weisst nie was vorher mit den Teilen passiert ist. Dann spar lieber ein oder zwei Monate länger und leg ein bischen drauf
Ansonsten wie gesagt: lieber grund solide als High Tech, aber keine Kompromisse, wo's (nach Eurer Meinung) drauf ankommt.

Lasst hören.... ;)



P.S. Ich weiß, dass ich etwas vage bin, aber ich kenn mich mit Rädern leider noch nicht gut genug aus, um präzisier zu fragen.
Also kurz zusammenfassen:
Kauf dir nen Trekkingrad mit einer MIttelklasse-Schaltung am besten von Shimano (weil recht preiswert). Wenn du sparen willst und nicht viel ins Gelände möchtest dann brauchst du auch keine Federgabel oder ähnliches. ei den Laufrädern solltest du dann aber schon Hohlkammerfelgen nehmen mit ganz normalen Drahtreifen.

Aber wenn du nicht selber zusammenbauen möchtest gibts auch oft zwischen 400-700 ¤ wircklich gute Mittelklasse- oder bessere Bikes. (Tip im Herbst oder Winter kaufen, da gehen die Preis bis zu 35% runter)

--> kannst ja mal nen mail schreibendann wirds leichter
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Beitrag von Kris »

Och, 28" trekking rad ist doch langweilig. Da tuts dann auch ein damen klapprad von ginelli mit rücktrittbremse wie jenes meiner schwester, welches aber vorwiegend vom bruder gefahren wurde bis es brach.
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Beitrag von trincerone »

Nu streitet Euch bloß nicht meinetwegen... Ich danke Euch allen für die vielen Tips, die ihr mir gegeben habt und freue mich über weitere Anmerkungen. Nachdem ich leztes Jahr mit einem Billigmountainbike aus dem Supermarkt die Alpen überquert haben in Jeans und meinen normalen Klamotten so wie einer kleiner Tasche, die mit Paketband notdürftig an einer Art selbst konstruirten Gepäckträger befestigt war, kanns ja nur besser werden. Das Rad soll auch eher eine Übergangslösung sein. ICh möchte erstmal eigene Erfahrungen sammeln und will auch schon deshalb nicht so viel Geld ausgeben. Lieber kauf ich mir ein vier Jahren oder so, wenn ich dann selber genau weiß, was ich haben will, das für mich perfekte Rad.

Ich hab noch ein paar Fragen:

Hydraulik: Bowdenzüge fand ich bis jetzt immer super, hatte aber noch nie eine Hydraulik. Wofür braucht man sowas?

Federung: dito, ist der Vorteil so groß, dass es sich lohnt, dafür zu investieren? Bin bis jetzt immer ohne gut zurechtgekommen (manche sagen, sie störe beim Berganfahren, weil man immer noch die Feder mit bewegt in einer Art Schaukelbewegung, was meint ihr dazu?)

Selbstbau: wie schwierig schätzt ihr sowas ein? Zum Vergleich: ich hab vorgstern bei meinem jetzigen Rad meine 7 Gang Nabenschaltung komplette zerlegt und ich meine komplett (hatte die einzelnen Zahräder des Planetengetriebes in der Hand), um sie zu reinigen. Hab alles neu geschmiert, und jetzt läuft mein Stadrad aber richtig schön fein (ja es funktioniert noch alles... :D). Das ist so mein Schrauberlevel, wobei ich beim Auto auch schon bis auf die Pleuel meinen Motor zerlegt hab. So viel schwieriger stell ich es mir jetzt nicht vor, ein Rad zusammenzubaun, oder gibts da ganz besondere Schwierigkeiten, die mir jetzt nicht klar sind? Wie siehts mit der Kombatiblität der Teile z.B. aus?

Vielen Dank für Eure guten Tips. Postet schön weiter und gerne auch kontrovers, es ist sehr aufschlussreich zu lesen. Danke nochmal.

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Beitrag von Alpenkoenig »

Kris hat geschrieben:Och, 28" trekking rad ist doch langweilig.
Trincerone schrieb doch einleitend, daß er hauptäschlich auf aspahaltierten Bergstraßen unterwegs sein wird. Und was soll er da mit einem MTBike anfangen. Sich über dicke 26 Zoll Reifen mit mächtig Reibungswiderstand am Asphalt ärgern? Und eine gute Federung für ein paar Schlaglöcher?
Rennrad will er keines, also bleibt nur mehr ein Trekking bzw. Cross Bike übrig. Finde ich besonders für Einsteiger bzw. Unentschlossene eine gute Lösung. Damit kann man sich auf fast jeden Terrain bewegen und man kann seine eigenen Vorlieben herausfinden. (ob mehr Gemüse oder Asphalt) Spezialisieren kann man sich dann immer noch. Und mit einem Omafahrrad hat ein modernes Trekkingbike auch nur mehr wenig zu tun.
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Beitrag von Oscar »

trincerone hat geschrieben: ... Nachdem ich leztes Jahr mit einem Billigmountainbike aus dem Supermarkt die Alpen überquert haben in Jeans und meinen normalen Klamotten so wie einer kleiner Tasche, die mit Paketband notdürftig an einer Art selbst konstruirten Gepäckträger befestigt war, kanns ja nur besser werden.
Respect ich finde es mit guter Ausrüstung schon recht anstrengend, wo bist gefahren??
trincerone hat geschrieben: ...
Ich hab noch ein paar Fragen:

Hydraulik: Bowdenzüge fand ich bis jetzt immer super, hatte aber noch nie eine Hydraulik. Wofür braucht man sowas?
Hydraulikbremsen haben stärkere Bremswirkungen als Züge weil man mehr Kraft auftragen kann. Meiner Meinung nicht unbedingt nötig, fahre selber auch in jedem Gelände mit normalen Zugbremsen. Für deine momentanen Wünsche sicher nicht erforderlich.
trincerone hat geschrieben: Federung: dito, ist der Vorteil so groß, dass es sich lohnt, dafür zu investieren? Bin bis jetzt immer ohne gut zurechtgekommen (manche sagen, sie störe beim Berganfahren, weil man immer noch die Feder mit bewegt in einer Art Schaukelbewegung, was meint ihr dazu?)
Die Federgabel ist mit Sicherheit eine gute Lösung wenn man auch Abseits der Strassen fahren möchte, da die Schläge nicht so auf die Handgelenke gehen und man so sicherer lenken kann auch wenn ruppig wird. Eine Vollfederung (full suspensionbikes) ist meiner Meinung nach nur von Vorteil wenn man reines downhill fährt (manche sehen das auch anders). Hab mal so eins Probe gefahrern und fand es bergauf einfach sch... . Obwohl man die Federung laut Hersteller "steiff" stellen konnte. Runter war dann super. Also ich empfehle immer für Leute, die auch bergauf fahren wollen einen normalen Rahmen mit Federgabel.
trincerone hat geschrieben: Selbstbau: wie schwierig schätzt ihr sowas ein? Zum Vergleich: ich hab vorgstern bei meinem jetzigen Rad meine 7 Gang Nabenschaltung komplette zerlegt und ich meine komplett (hatte die einzelnen Zahräder des Planetengetriebes in der Hand), um sie zu reinigen. Hab alles neu geschmiert, und jetzt läuft mein Stadrad aber richtig schön fein (ja es funktioniert noch alles... :D). Das ist so mein Schrauberlevel, wobei ich beim Auto auch schon bis auf die Pleuel meinen Motor zerlegt hab. So viel schwieriger stell ich es mir jetzt nicht vor, ein Rad zusammenzubaun, oder gibts da ganz besondere Schwierigkeiten, die mir jetzt nicht klar sind? Wie siehts mit der Kombatiblität der Teile z.B. aus?
Am Fahrrad gibt es eigentlich keine Technischen Schwierigkeiten, die einen geübten Schrauber vor Probleme stellen könnten, allerdings braucht man an einigen Komponenten Spezialwerkzeug.

trincerone hat geschrieben: Vielen Dank für Eure guten Tips. Postet schön weiter und gerne auch kontrovers, es ist sehr aufschlussreich zu lesen. Danke nochmal.
Ja jetzt gehts bestimmt los weil es eine ganze Menge Full-Suspensionfreaks gibt.... :lol: :lol:
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k2k
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Beitrag von k2k »

Alpenkoenig hat geschrieben:
Kris hat geschrieben:Och, 28" trekking rad ist doch langweilig.
Trincerone schrieb doch einleitend, daß er hauptäschlich auf aspahaltierten Bergstraßen unterwegs sein wird. Und was soll er da mit einem MTBike anfangen. Sich über dicke 26 Zoll Reifen mit mächtig Reibungswiderstand am Asphalt ärgern? Und eine gute Federung für ein paar Schlaglöcher?
Rennrad will er keines, also bleibt nur mehr ein Trekking bzw. Cross Bike übrig.
That's it - gibt schon genug Deppen, die mit nem vollgefederten MTB durch die Gegend fahren nur weil sie's für cooler halten.Obwohl sie's im Leben nie bräuchten weil sie nie im Gelände unterwegs sind.
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Beitrag von trincerone »

@Oscar: Strecke war folgende:

Tag 1: Mochenwangen - Ravensburg - Tettnang - Lindau - Bregenz - Rheinradweg (Lichtenstein - Sargans - Chur) - Thusis. 180km, 400HM, 16h mit zwei Stunden Pause insgesamt. Am Anfang hatte ich einen besseren Schnit, aber aufgrund der enormen Hitze und weil ich Idio eine Kopfbedeckung vergessen hatte, hat mich das Stück um Chur dann sher geschlaucht, so dass ich für die letzten 50km weit länger gebraucht hab, als ich hätte sollen.

Tag 2: Thusis - Viamala Schlucht (mit vielen Stopps) - Roflaschlucht (inkl. sehr schöner Spaziergang!) - Splügen - Auffahrt zum Splügenpass - Abfahrt bis hinter den Stausee, dort Übernachtung in einem kleinen Rifugium bei Stuetta. 45km, 1400 HM (Scheitel knapp 2300m), 10h mit mindestens 3 - 4 h Pausen, weil ich viel in die Schluchten gewandert bin und auch mal 1 h 30 Mittagsschlaf auf einer Bank dabei war. Ich hätte sogar an diesem Abend noch an den Comer See runterfahren können, habe aber oben die Übernachtung vorgezogen, um am nächsten Tag noch etwas rum zufahren.

Tag 3: Abfahrt bis zur Kreuzung nach Madésimo - Auffahrt ins Schigebiet von Madésimo - Abfahrt zurück nach Madésimo (dort Seilbahnfahrt auf den Pizzo Groppéra) - danach Abfahrt nach Chiavenna - Comer See - Badepause - Bellanno (halbe Höhe Comer See), dort von Freundin mit dem Auto abholen lassen. 105 km, Zwischenanstieg von ca. 900 HM auf ca. 2300m in Madésimo, 9 h, wieder mit vielen Pause und Baden im See.

Extrem schöne Tour, gut zu fahren, wenig Verkehr und tolle Landschaft. Nur der Anfang durch Rheintal ist blöd.


Mit gutem Equipment und besserer Vorbereitung kann man das sicher viel schneller fahrn. Ich habs aber gemütlich angehen lassen und außerdem wars eine spontane Idee als "Belohnung" dafür, dass ich 4 Wochen vorher das Rauchen aufgegeben hatte. :)

Jetzt wieder zur Technik: Wenn man so wie ich vorerst gar nicht ins Gelände will, kann man dann sich nicht auch die Federgabel sparen? Ich vermiss sie bis jetzt nicht, und ich hätt halt keine Lust, bei der Auffahrt immer schön die Feder mit zu bewegen.... Was meint ihr? Außerdem ist es billiger.
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Beitrag von Xtream »

k2k hat geschrieben: That's it - gibt schon genug Deppen, die mit nem vollgefederten MTB durch die Gegend fahren nur weil sie's für cooler halten.Obwohl sie's im Leben nie bräuchten weil sie nie im Gelände unterwegs sind.

also ich möcht mein fully an keinem gullideckel vermissen......
und das problem mit dem wippeffekt ist für mich auch eher *gewöhnungsansichtsache*...
der rollwiederstand meiner reifen ist auch einer der geringsten, einzig und allein das übersetzungsverhältniss lässt in manchen situationen zu wünschen übrig.....

na ja ich werd mir sowieso noch nen rennrad für die straße besorgen!
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Beitrag von Oscar »

trincerone hat geschrieben:@Oscar: Strecke war folgende:

...

Jetzt wieder zur Technik: Wenn man so wie ich vorerst gar nicht ins Gelände will, kann man dann sich nicht auch die Federgabel sparen? Ich vermiss sie bis jetzt nicht, und ich hätt halt keine Lust, bei der Auffahrt immer schön die Feder mit zu bewegen.... Was meint ihr? Außerdem ist es billiger.
Klar kannste die Federgabel weglassen, bin bis mein altes MTB gestohlen wurde ( :cry: ) auch ohne im Gelände rumgefahren, trotzdem möchte ich sie nicht mehr missen obwohl ich auch lange gedacht habe dasss ich das nicht bräuchte. Ist schon ne Sache, die sich positiv bemerkbar macht.

Danke für die Streckenbeschreibung habe da auch schon einige Teile von gefahren.
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Beitrag von trincerone »

Danke für die vielen Infos.

Eine Frage hab ich noch: schätze mal man kriegt bestimmt einen haufen Übersetzungen oder? Wieviel Gänge meint ihr sind im Gebirge von nöten und welche Übersetzungen bieten sich an? Letztes mal mit 21 Gängen in Standardschaltung hatte ich so den Eindruck, dass gerade bei den leichten Gängen für die Steigungen ein paar mehr gut gewesen wären und im mittleren Bereich viel zu viele Gänge da waren, die ich nicht brauchte. Was sind da so Eure Erfahrungen?
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Beitrag von Oscar »

Haste eigentlich jetzt nen Rad gekauft?

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Beitrag von trincerone »

Ich fahr morgen früh bei Sonnenaufgang vom Bodensee aus genau wie letztes Jahr mit dem Rad vom Bruder meiner Freundin in die Alpen. Ich werd mir selber auch mal ein gescheites Rad kaufen, aber ich spar lieber noch ein bisschen und ich schätz im Winter krieg ichs womöglich etwas billiger.

Ich werd dann vorher nochmal gründlich dieses Topic lesen! :D
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Na dann, viel Spaß dabei. Ich freu mich schon auf den Bericht ;-)
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Beitrag von trincerone »

Danke! Das einzige Problem: normal mach ich meine 800MB CF an einem Tag voll. Jetzt müssen sie 2 (!) Wochen halten. Unter anders als bei nem Film geht man ja auch nicht gerade ins Geschäft und holt sich noch mal schnell eine.... :/
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

Ja geil, würd am liebsten auch nochmal fahren, bin ja gerade fit nach unsrere MTB-Woche! Viel Spass dabei und mache schöne Bilder, wir warten.

Im Winter kriegste es wirklich billiger, das lohnt! Am Besten so Januar/Februar da äumen die die Lager für das Frühjahr, da kannste richtige Schnäppchen machen!

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