Ein Turm für die Schatzalp?
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Faramir
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Ein Turm für die Schatzalp?
Investoren planen einen 105m hohen (!) Turm auf der Schatzalp
ob Davos.
Auch die Wiederinbetriebnahme des Skigebietes ist angedacht,
inkl. neue Verbindungsbahn zur Parsenn.
Visionär? Grössenwahnnsinnig?
Quelle:
http://www.tagi.ch/dyn/news/vermischtes/351949.html
ob Davos.
Auch die Wiederinbetriebnahme des Skigebietes ist angedacht,
inkl. neue Verbindungsbahn zur Parsenn.
Visionär? Grössenwahnnsinnig?
Quelle:
http://www.tagi.ch/dyn/news/vermischtes/351949.html
- snowworld
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ich fänds auch nicht so schlimm! aber wer soll die bestimmt überteuerten eigentumswohnungen kaufen? in st.moritz kauft auch keiner die neuen luxuswohnungen des kempinski hotels in bad!
und in der nebensaison ist man auf der schatzalp ja ziemlich isoliert! vor allem wenn die bahn nicht fährt!
reaktivierung des skigebietes:
hat jemand bilder von der verbindungsbahn nach parsenn? auf der www.schatzalp.ch seite waren füher mal welche! da sah die bahn doch gar nicht so alt aus!
eine 8EUB von der schatzalp nach strelapass wär aber fällig als ersatz dieses schrottsessels!
war jemand schonmal auf der schatzalp/ strela skifahren? nach dem alten plan siehts doch gar nicht so schlecht aus!
und davos hätte wieder einen zentraleren einstieg ins parsenn gebiet!
und in der nebensaison ist man auf der schatzalp ja ziemlich isoliert! vor allem wenn die bahn nicht fährt!
reaktivierung des skigebietes:
eine 8EUB von der schatzalp nach strelapass wär aber fällig als ersatz dieses schrottsessels!
war jemand schonmal auf der schatzalp/ strela skifahren? nach dem alten plan siehts doch gar nicht so schlecht aus!
und davos hätte wieder einen zentraleren einstieg ins parsenn gebiet!
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OFrank
Hä? Sind diese Wohnungen im Kempinski-Hotel oder irgendwie nebendran. Ich habe im Sommer im Kempinski genächtigt (beruflich) und da sind mir keine zu verkaufenden Wohnungen aufgefallen. Allerdings war der Kasten (Haupthaus) fast leer.snowworld hat geschrieben:in st.moritz kauft auch keiner die neuen luxuswohnungen des kempinski hotels in bad!![]()
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Faramir
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Das eine wird ohne das andere wohl nicht kommen.. Mindestens ist das sosnowworld hat geschrieben:reaktivierung des skigebietes:![]()
gemäss Presse angedacht.
Ich habe dort als kleiner "Knopf" skifahren gelernt.snowworld hat geschrieben: eine 8EUB von der schatzalp nach strelapass wär aber fällig als ersatz dieses schrottsessels!
war jemand schonmal auf der schatzalp/ strela skifahren? nach dem alten plan siehts doch gar nicht so schlecht aus!
und davos hätte wieder einen zentraleren einstieg ins parsenn gebiet!
Mein persönlicher Eindruck war, dass das Gebiet seit eh und je immer etwas
stiefmütterlich behandelt wurde. Oft habe ich die Pisten schlecht präpariert
angetroffen, was in einem Anfängergebiet doppelt ärgerlich ist.
Da gab es dann noch diese kultige 2er Gondelbahn
nicht mehr zeitgemäss, und hat wohl einige Leute vom kommen abgehalten.
Ich hab mal auf einem ur-uralten Prospekt gesehen, dass früher noch eine
ganze Latte weiterer Pisten Richtung Guggerbachtäli ausgewiesen waren.
Die waren die letzten 15 Jahre auf jeden Fall alle nur noch Routen.
Was die zentrale Anbindung an die Parsenn betrifft - stimmt nur, wenn Du
nur Davos Platz betrachtest. Zentraler als die Parsennbahn in Davos-Dorf
geht's ja wohl kaum.
Die Verbindung war halt immer irgendwie zu umständlich:
1. SSB Davos Platz-Schatzalp (damals uralt und sehr klapprig)
2. 2EUB Schatzalp-Strela (alte Eiergondelchen)
3. PB Strela-Hauptertäli
4. SL Hauptertäli
Und dann warst Du nicht mal auf dem Weissfluhjoch, sondern eine Ecke
tiefer, d.h. Richtung Gipfel oder Dorftäli konntest Du nicht direkt.
Als kleines, aber feines Anfängerskigebiet, mit einer motivierten Betreiber-
crew, wär's top!
Die Gondelbahn hat im Sommer übrigens die Wanderung nach Arosa
erschlossen.. Damit ist ja im Moment auch nix mehr...
- snowworld
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in bezug auf die eigentumswohnungen in st.moritz:
auf www.kempinski-residences.ch kannst du dir das projekt anschauen. Es wird ein gebäude mit anschluss ans haupthaus! eigentlich sollte es schon längst gebaut sein aber sie haben keine käufer gefunden!
das kempinski soll ja eh nicht sehr erfolgreich sein
auch die www.residenza-serletta.ch vor dem palace suchen noch dringend käufer! also schlagt zu
teure eigentumswohnungen sind zur zeit also nicht absolute verkaufsschlager! und in davos wirds sicher auch viele im angebot haben! ich hoff trotzdem dass auf der schatzalp endlich wieder mal investiert wird! sonst hat sie dasselbe schicksal wie die chantarella in st.moritz erst verfallender prunkbau- dann abriss
auf www.kempinski-residences.ch kannst du dir das projekt anschauen. Es wird ein gebäude mit anschluss ans haupthaus! eigentlich sollte es schon längst gebaut sein aber sie haben keine käufer gefunden!
das kempinski soll ja eh nicht sehr erfolgreich sein
auch die www.residenza-serletta.ch vor dem palace suchen noch dringend käufer! also schlagt zu
teure eigentumswohnungen sind zur zeit also nicht absolute verkaufsschlager! und in davos wirds sicher auch viele im angebot haben! ich hoff trotzdem dass auf der schatzalp endlich wieder mal investiert wird! sonst hat sie dasselbe schicksal wie die chantarella in st.moritz erst verfallender prunkbau- dann abriss
- GMD
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Ich hatte das Glück in der letzten Betriebssaison der EUB (erbaut von Giovanola) mit ihr zu fahren. War saueng und trotzdem irgendwie kultig. Es war jedenfalls angenehmer als die zuletzt praktizierte Lösung mittels DSB und SL. Die Von Roll 40PB war ebenfalls ein Fall für sich. Sie führte hinter dem Berg der senkrechten Felswand entlang. Die einzige Stütze war dafür sehr lang und mit einem starken Bogen versehen. Etwa so wie die letzte Stütze der Kleinmatterhornbahn. Ich wäre auch für eine Wiedereröffnung des Skigebiets und einem Neubau der EUB.
Probably waking up
- Chasseral
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Die DSB wurde doch relativ spät gebaut oder? Erst nach Schließung der 2EUB, oder?
Dann muss die doch relativ neu sein. War vor dem Hintergrund der Schließung doch wohl ne gravierende Fehlinvestition. Oder gibts da noch andere Aspekte?
Dann muss die doch relativ neu sein. War vor dem Hintergrund der Schließung doch wohl ne gravierende Fehlinvestition. Oder gibts da noch andere Aspekte?
Winter 2012/13: 22 Skitage
6x Andorra, 1x Spanien, 12x Deutschland, 3x Österreich
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Monoman
Also dieser Turm soll ja aus Naturmaterialen wie Stein und Holz gebaut werden... kann ich mir aber trotzdem nicht so gut vorstellen. Die Davoser müssen noch über die Zonenplanung abstimmen, sind aber tendenziell positiv eingestellt. Die Schatzalpbahn soll renoviert werden und dann ein neuer 4er-Sessel von der Schatzalp gebaut werden. Zum Strelagrat wollen sie die alte 2er Sesselbahn hochziehen..... Die Pendelbahn als Verbindung ins Parsenngebiet soll auch neu gebaut werden (Mit Verwendung des alten Mastens), entweder an den alten Ort oder direkt bis zur Wasserscheide hoch. Alles von Privaten finanziert, da wird anscheinend sehr viel Geld in die Hand genommen.... Aber erst mal schauen was kommt.....
- k2k
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@Turm: Wär mir relativ egal.
Zum Skigebiet: Die Hauptertälibahn ersetzen klingt nicht schlecht. Aber noch ein Familien-/Anfängerskigebiet in der Region, neben Rinerhorn und Pischa? Da wär ich lieber für eine vernünftige Anbindung zur Parsenn. Vielleicht könnte man das durch zwei KSBs machen, so dass man auch eine Abfahrt hat. Eine KSB in Verlängerung des bestehenden SL Hauptertäli, den man dann gleich mit ersetzen könnte. Und eine zweite auf der Rückseite des Strelapasses Richtung Langwies.
Auf die Art könnte man das Parsenn-Gebiet noch ein wenig aufwerten. Mit der alten PB ist ja kein Mensch gefahren. Als Alternative zur Parsennbahn ist der Einstieg via Schatzalp meiner Meinug eher unattraktiv. Bis man da rüber gegurkt ist, ist man mit der neuen Parsennbahn vermutlich schneller, auch wenn man erst von Davos-Platz nach Davos-Dorf muss.
Zum Skigebiet: Die Hauptertälibahn ersetzen klingt nicht schlecht. Aber noch ein Familien-/Anfängerskigebiet in der Region, neben Rinerhorn und Pischa? Da wär ich lieber für eine vernünftige Anbindung zur Parsenn. Vielleicht könnte man das durch zwei KSBs machen, so dass man auch eine Abfahrt hat. Eine KSB in Verlängerung des bestehenden SL Hauptertäli, den man dann gleich mit ersetzen könnte. Und eine zweite auf der Rückseite des Strelapasses Richtung Langwies.
Auf die Art könnte man das Parsenn-Gebiet noch ein wenig aufwerten. Mit der alten PB ist ja kein Mensch gefahren. Als Alternative zur Parsennbahn ist der Einstieg via Schatzalp meiner Meinug eher unattraktiv. Bis man da rüber gegurkt ist, ist man mit der neuen Parsennbahn vermutlich schneller, auch wenn man erst von Davos-Platz nach Davos-Dorf muss.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
- snowworld
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in 3sat kam grad ein bericht vom schweizer fernsehen über die neue schatzalp! der turm soll dirket über die bergstation der standseilbahn und sieht laut plan gar nicht so schlecht aus!
eigentümer app hat auch davon gesprochen das skigebiet zu reaktivieren und eine neue bahn zu bauen! aber nix genaues!
die volksabstimmung über die neue bebauung kommt diesen herbst und baubeginn wär auch erst in ein paar jahren! also dauert alles noch ein bissl!!!
die volksabstimmung über die neue bebauung kommt diesen herbst und baubeginn wär auch erst in ein paar jahren! also dauert alles noch ein bissl!!!
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Jay
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Aus dem Oltner Tagblatt:
Alpines Prestige- und Profitobjekt
Davos Ein geplanter Turmbau auf der Schatzalp provoziert Landschaftsschützer
Ende Oktober entscheiden die Davoser, ob auf der Schatzalp ein 105 Meter hoher Wohnturm gebaut werden soll. Nur mit diesem Prestigebau der Basler Architekten Herzog & de Meuron sei das alte Berghotel zu retten, sagen die Promotoren. Gegner sprechen von Gigantismus.
Markus Rohner
Es ist nicht das erste Mal, dass Pius App die immer gleiche Frage beantworten muss. «Wo genau kommt der Turm zu stehen?» Der 58-Jährige erzählt neugierigen Touristen und Journalisten, kaum haben sie auf der Schatzalp die Standseilbahn verlassen, noch so gern, welch gigantisches Vorhaben er in den nächsten Jahren hoch über Davos realisieren möchte. Dort, wo heute die Bergstation der Schatzalp-Bahn steht, soll ein Turm zu stehen kommen, wie er bis heute im Alpenraum noch nie gebaut worden ist. 105 Meter und 26 Stockwerke hoch. Auf einer Bruttogeschossfläche von 18 000 Quadratmetern sind 80 Ferienwohnungen, Restaurants und Hotelzimmer geplant. Kostenpunkt: 160 Millionen Franken.
Ort der Kraft und der Mythen
Bevor Pius App in bestenfalls fünf Jahren sein Prestigeobjekt eröffnen kann, führt er uns zuerst in jenes Haus, das die Schatzalp zu einem Ort voller Kraft und Mythos gemacht hat. Das altehrwürdige Lungensanatorium und heutige Berghotel, wo sich seit 1900 der europäische Blut- und Geldadel von der Tuberkulose hat heilen lassen, strahlt heute noch viel Schönheit und Grandezza aus. In den 90 Zimmern sind zum Teil noch immer die alten Marmorbäder und Armaturen erhalten, und der altehrwürdige Gitterlift ist nach wie vor in Betrieb. Aus dem Operationssaal wurde ein Hallenbad, Spuren des Röntgenraums sind im Rauchersalon zu sehen.
«Das Hotel war besser erhalten, als ich gedacht habe», erinnert sich App an den Februar 2003, als er den Jugendstilbau erstmals von innen sah. Wochen später war er zusammen mit dem Davoser Hotelier Erich Schmid Besitzer der «Schatzalp». Plötzlich gehörten den beiden 470 000 Quadratmeter Land, ein Hotel, eine Standseilbahn, eine Bergstrasse, Parkanlagen, ein Bergrestaurant, zwei Skilifte, ein Sessellift und 41 Quellrechte. Wie viele Millionen sie der Verkäuferin, einer Basler Investorengruppe, in die Hand gedrückt haben, will App nicht verraten.
Reine Heimatliebe und die fantastische Aussicht werden es nicht gewesen sein, die App und Schmid in dieses Abenteuer getrieben haben. Dafür sind die zwei zu clevere Geschäftsmänner. App, der im Informatikgeschäft reich geworden ist, will an dieser exponierten Lage «etwas ganz Spezielles» realisieren. «Wenn wir etwas Herkömmliches bauen, wird das nie rentabel.»
Also heuerte er die Basler Architekten Herzog & de Meuron an, die ihn auf die Idee mit dem Hochhaus brachten. «Grosse Natur verträgt grosse Häuser», sagt die Architektin Christine Binswanger von Herzog & de Meuron. «Mit kleinen Häusern hätten wir die ganze Alp aufgefüllt.» Pierre de Meuron sprach in Davos von einer «Symbiose», weil es «keinen Turm ohne Schatzalp» und «kein Schatzalp-Hotel ohne Turm» gebe.
In den Augen der Architekten geht das Hochhaus mit dem Boden sparsam um, lässt die Landschaft unberührt und erspart lange Erschliessungswege. Zudem sei der Turm eine ökologische Bauform: Die Konzentration der Baumasse in einem kompakten Baukörper minimiere die Oberfläche und damit den Energieverlust. Herzog & de Meuron sehen im Turm so hoch wie das Berner Münster ein «neues Wahrzeichen für Davos».
Ein «Getto der Reichen»?
Pius App ist die Freude am geschickten Schachzug ins Gesicht geschrieben. Mit dem Beizug der Basler Stararchitekten hat er manchen Kritiker zum Verstummen gebracht. «Die Erweiterung der Schatzalp hat ihre Rettung zum Ziel», sagt App immer wieder, und fügt damit ein weiteres Argument an, um die Davoser für den 31. Oktober positiv zu stimmen. Dann stimmen sie über einen Zonenplan ab, der den Turm erst möglich macht. Die Chance, dass das Volk dem Vorhaben zustimmen wird, ist gross. Denn einheimische Gegner sind nur wenige auszumachen. Die kritisieren den «Gigantismus» und die Verschandelung der Landschaft. Weitaus kritischer äussern sich Auswärtige. Zum Beispiel die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Für ihren Geschäftsleiter, Raimund Rodewald, redet das Projekt «dem in Mode gekommenen Gigantismus das Wort». Es gehe beim Schatzalpturm nicht um die Frage, ob ein Hochhaus besser sei als zahlreiche Pseudo-Chalets, sondern ob auf einer 300 Meter oberhalb von Davos gelegenen Alp mit dem bestehenden, denkmalgeschützten Schatzalpgebäude auf so grosser Fläche Zweitwohnungen gebaut werden dürfen.
«Im Gegensatz zu Kirch- und mittelalterlichen Wehrtürmen symbolisiert der Schatzalpturm unsere Luxusgesellschaft, die es sich leistet, einen derart riesigen Bau für eine banale Nutzung, nämlich private Ferienwohnungen, zu errichten», sagt Rodewald. Er warnt vor einem «Getto der Reichen», die sich das Privileg, in einzigartiger Umgebung weit entfernt von den Bauzonen zu wohnen, teuer erkauften.
Pius App kann solche Kritik nichts anhaben, er kämpft weiter mit Herzblut und einem roten Schatzalp-Logo auf seinem Pullover für den Turm.
- trincerone
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Zuletzt geändert von trincerone am 11.10.2004 - 20:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Irgendwie bin ich nicht so ganz überzeugt davon - vor allem mag ich nicht glauben, dass dadurch auf lange Sicht Leute angezogen werden. Ich meine, selbst heute fahren genug Leute nicht nach Frankreich wegen der Architektur...
In entsprechender Umgebung kann, wohlgemerkt kann, eine moderbe Architektur durchaus ihren Reiz haben. Genannt sein hier Val Claret oder Kurzras, die sich ihrer extremen Umgebung stilistisch angepasst haben. Allerdings halte ich Wolkenkratze im Gebirge optisch für schwierig - dann eher die langen verwinkelten Betonbänder.
In entsprechender Umgebung kann, wohlgemerkt kann, eine moderbe Architektur durchaus ihren Reiz haben. Genannt sein hier Val Claret oder Kurzras, die sich ihrer extremen Umgebung stilistisch angepasst haben. Allerdings halte ich Wolkenkratze im Gebirge optisch für schwierig - dann eher die langen verwinkelten Betonbänder.
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Quelle BaZ 31.10.2004 13:53Weg frei für Turmbau auf der Davoser Schatzalp
Davos. AP/baz Die Davoser Stimmbevölkerung hat am Sonntag den Weg freigemacht für einen einmaligen Prestigebau auf der Schatzalp. 52 Prozent der Stimmenden sagten Ja zu einer Zonenplanänderung. Sie ermöglichen damit die Detailplanung eines gut 100 Meter hohen Turms der Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron.
Realisierung frühestens 2010
Bei einer hohen Beteiligung von 57 Prozent stimmten die Davoserinnen und Davoser dem Bau mit 1985 Ja- zu 1825 Nein-Stimmen im Grundsatz zu. Der Bau des im Alpenraum einmaligen Hochhauses ist aber damit noch nicht vollständig gesichert, wird doch erst jetzt das konkrete Bauprojekt ausgearbeitet, das noch die üblichen Verfahren durchlaufen muss. Allerfrühester Zeitpunkt der Fertigstellung des ganzen Projekts ist 2010.
Der neben dem bestehenden sanierungsbedürftigen Hotel geplante 105 Meter hohe Turm soll kein Bürohochhaus mit Glasfassaden sondern der Landschaft angepasst werden. Den Grossteil des 26-stöckigen Turmes werden voraussichtlich Eigentumswohnungen einnehmen. Die Kosten für das gesamte Projekt inklusive Hotelrenovation und einer neuen Tiefgarage bei der Talstation der Standseilbahn werden auf 160 Millionen Franken geschätzt. Zwei in Davos wohnhafte Geschäftsleute kauften die auf rund 1.850 Metern über Meer gelegene Schatzalp sowie die bestehenden Anlagen. Sie entwickelten zusammen mit den Architekten von Herzog & de Meuron das ehrgeizige Projekt, mit dem das gut 100-jährige Hotel vor dem Zerfall gerettet und das als architektonisches Wahrzeichen über der Alpenstadt Davos thronen soll.
Nach einem zu Beginn sehr verhalten verlaufenen Abstimmungskampf gingen in den letzten Wochen die Emotionen doch noch hoch. Lange waren gegen das Turmprojekt keine Gegner auszumachen, bis am 10. Oktober zwei junge Davoser mit einer Flugblattaktion gegen das Projekt mobil machten. Auch verschiedene Bündner Architekten und Raumplaner kritisierten in einer öffentlichen Stellungnahme den Standort an dem Südhang auf der Schatzalp und sprachen ihm jeglichen Gewinn für das Landwassertal ab. Grundsätzlich Opposition gegen das Projekt kam auch von der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, die von Gigantismus sprach.
- trincerone
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1. Das alte Hotel wird als architektonisches Wahrzeichen von Davos neben einem 105m hohen Turm sicher hervorragend uzr Geltung kommen.
2. Ein 105m hoher Turm lässt sich vermutlich excellent in Landschaft einfügen. Ein bisschen Holz an die Balkons und man sieht quasi gar nicht mehr.
3. Lieber Glasfassaden: dann spiegelt sich wenigstens die schöne Landschaft drin!
2. Ein 105m hoher Turm lässt sich vermutlich excellent in Landschaft einfügen. Ein bisschen Holz an die Balkons und man sieht quasi gar nicht mehr.
3. Lieber Glasfassaden: dann spiegelt sich wenigstens die schöne Landschaft drin!