Weiß gegen grün: Skifahren trotz Klima-Erwärmung
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Weiß gegen grün: Skifahren trotz Klima-Erwärmung
Aus der SZ von morgen (äh, heute - es ist ja schon wieder nach Mitternacht
), siehe http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/792/41751/
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Emilius3557
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In der SZ ist heute die ganze zweite Seite über das Thema "Schneekanonen, Klimaerwärmung, Gletschererschließung" allerdings mit Untertönen die mir absolut nicht gefallen. Kann denn kein Journalist ohne Vorurteile über dieses Thema schreiben?
Ein Artikel behauptet z.B (ich überspitze mal bewusst) Skifahren sei sowieso megaout, die Leute würden lieber Winterwandern, Langlaufen, Schneeschuhwandern, Entspannen etc. deshalb ist es nicht schlimm, wenn es in Bayern keine Skigebiete mehr gibt. Das Problem ist nur, wenn wirklich kein Schnee mehr fällt, ist es auch mit Schneeschuhwandern, Langlauf etc. vorbei, Berge ohne Schnee locken im Winter IMHO nicht viele Gäste an, weil Wellness etc. könnte man auch im Flachland betreiben. Ich sehe keine ernstzunehmende Alternative für den winterlichen Skitourismus in den Alpen. Dies ist auch die Meinung der Leute, die sich damit empirisch auseinander gesetzt haben (Leute befragt: was würden sie tun, wenn drei-fünf total schneearme Winter etc.). Das heißt jetzt nicht das sanfter Tourismus totale Esoterik ist etc., aber das ist doch eher eine Nischenstrategie und nicht für den Massenmarkt geeignet.
Beim Thema Gletscher haben ich mich auch geärgert: der Artikel suggeriert, dass die Pitztaler den Fernerkogel wegen der Klimaerwärmung erschließen möchten => Nein, 2. Zubringer und Gebietserweiterung, wäre meine Antwort. Im Kaunertal stimmt so etwas schon eher. Dann wird polemisch überspitzt "ob denn das Hochgebirge und die Gletscher allein den Skifahrern überlassen bleiben sollen". Das ist doch ein Unsinn, zählen wir doch mal zusammen wie viele km² Gletscherfläche von Liften erschlossen sind und wie viele nicht. Ich glaube einfach nicht daran, dass in den kommenden Jahrzehnten noch viele Gletscherskigebiete neu erschlossen werden. Die am besten geeignetsten sind doch bereits erschlossen. Außerdem behauptet der Artikel dass in der Mont Blanc-Gruppe ein Skigebiet bis nahe an die 4000-Meter-Grenze reichen würde. Aha? Skibetrieb an der Aiguille du Midi?! Mal was Neues...
Also ich überlege mir echt einen Leserbrief zu schreiben.
Ein Artikel behauptet z.B (ich überspitze mal bewusst) Skifahren sei sowieso megaout, die Leute würden lieber Winterwandern, Langlaufen, Schneeschuhwandern, Entspannen etc. deshalb ist es nicht schlimm, wenn es in Bayern keine Skigebiete mehr gibt. Das Problem ist nur, wenn wirklich kein Schnee mehr fällt, ist es auch mit Schneeschuhwandern, Langlauf etc. vorbei, Berge ohne Schnee locken im Winter IMHO nicht viele Gäste an, weil Wellness etc. könnte man auch im Flachland betreiben. Ich sehe keine ernstzunehmende Alternative für den winterlichen Skitourismus in den Alpen. Dies ist auch die Meinung der Leute, die sich damit empirisch auseinander gesetzt haben (Leute befragt: was würden sie tun, wenn drei-fünf total schneearme Winter etc.). Das heißt jetzt nicht das sanfter Tourismus totale Esoterik ist etc., aber das ist doch eher eine Nischenstrategie und nicht für den Massenmarkt geeignet.
Beim Thema Gletscher haben ich mich auch geärgert: der Artikel suggeriert, dass die Pitztaler den Fernerkogel wegen der Klimaerwärmung erschließen möchten => Nein, 2. Zubringer und Gebietserweiterung, wäre meine Antwort. Im Kaunertal stimmt so etwas schon eher. Dann wird polemisch überspitzt "ob denn das Hochgebirge und die Gletscher allein den Skifahrern überlassen bleiben sollen". Das ist doch ein Unsinn, zählen wir doch mal zusammen wie viele km² Gletscherfläche von Liften erschlossen sind und wie viele nicht. Ich glaube einfach nicht daran, dass in den kommenden Jahrzehnten noch viele Gletscherskigebiete neu erschlossen werden. Die am besten geeignetsten sind doch bereits erschlossen. Außerdem behauptet der Artikel dass in der Mont Blanc-Gruppe ein Skigebiet bis nahe an die 4000-Meter-Grenze reichen würde. Aha? Skibetrieb an der Aiguille du Midi?! Mal was Neues...
Also ich überlege mir echt einen Leserbrief zu schreiben.
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Xtream
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na ja..... wir sind halt in deutschland! der "kleinste" punkt auf der weltkarte mit dem "größten" bürokratenwahn weit und breit....
unsere journalisten machen mittlerweile aus jeder mücke nen elefanten! sah man ja am sonntag auch auf der titelseite der "bild"....
nichts desto trotz sollte man meinen die SZ ist eine seriöse zeitung! nur gibts da garantiert welche vom DAV die einfluss auf verschiedene artikel haben!
aber im grunde gehts doch eigentlich in die richtige richtung! (hoff jetzt noch das das dosenpfand abgeschafft wird! ok kostet garantiert auch wieder ne millionen strafe an die EU - aber trittin hat es ja
)
wenn etwas unverantwortlich ist, dann sind es autos die 25-30l/100km verbrauchen! und uns erzählt man etwas vom 3l lupo
unsere journalisten machen mittlerweile aus jeder mücke nen elefanten! sah man ja am sonntag auch auf der titelseite der "bild"....
nichts desto trotz sollte man meinen die SZ ist eine seriöse zeitung! nur gibts da garantiert welche vom DAV die einfluss auf verschiedene artikel haben!
aber im grunde gehts doch eigentlich in die richtige richtung! (hoff jetzt noch das das dosenpfand abgeschafft wird! ok kostet garantiert auch wieder ne millionen strafe an die EU - aber trittin hat es ja
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@xtream: Mich nervt der Dosenpfand eigentlich nicht. Es liegen nicht mehr überall leere Cola-dosen rum und die Leute greifen auf Mehrweg-
produkte zurück. Zugegeben, es ist schon umständlicher alles, aber es wird weniger Müll produziert und von demher bin ich absoluter Dosenpfand-befürworter.
- mic
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dito.bin ich absoluter Dosenpfand-befürworter.
...naja, bei der Bild von Journalismus zu sprechen, ist ja eine Angriff auf die Würde der restlichen Journalisten.unsere journalisten machen mittlerweile aus jeder mücke nen elefanten! sah man ja am sonntag auch auf der titelseite der "bild"....
@Schneekanonen: Mir ists recht. Vielleicht tut sich dann auch endlich mal was in der bay. Rhön.
- trincerone
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