Portrait Hintertuxer Gletscher von spiegel online

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Jay
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Portrait Hintertuxer Gletscher von spiegel online

Beitrag von Jay »

Ein Bericht von Spiegel online:
TUX IN TIROL

Schussfahrt durch die Nacht

Tux in Tirol lockt seine Gäste nicht mit Partys an, sondern mit Pisten: buckligen Steilhängen, rasanten Abfahrten und stobendem Tiefschnee. Auf der Gletscherrunde können Skiläufer mit Kondition auf 72 Kilometer Piste 15.000 Höhenmeter überwinden.

Hintertux - "In Hintertux hau'n wir auf den Putz" singt "Helmuth aus Mallorca" in der Hohenhaus-Tenne. Der erste Eindruck im Après-Ski-Treffpunkt an der Talstation der Hintertuxer Gletscherbahn täuscht allerdings. Nicht Partys, sondern vielfältige Pisten und Talabfahrten, faszinierende Fernsichten und garantierte Schneesicherheit durch den Gletscher am Talabschluss zeichnen das Hochtal aus, zu dem die Orte Vorderlanersbach, Lanersbach, Juns, Madseit und Hintertux gehören. Die Skigebiete sind zur "Ski- & Gletscherwelt Zillertal 3000" verbunden, zu der 62 Seilbahnen und Lifte sowie 225 Kilometer Pisten aller Kategorien, Halfpipes und Funparks gehören. "Nach Tux kommen Familien und sportliche Skifahrer", sagt Carolina Strasser vom örtlichen Tourismusverband.

Hermann Erler ist hier seit 40 Jahren Skilehrer. "Im Dezember hast du auf dem Gletscher nichts verloren, sagte früher meine Mutter", erinnert sich der 65-Jährige, während sich der Gletscherbus III zur Bergstation in 3250 Meter Höhe empor schwingt. Doch diese Zeiten sind längst vorbei, heute ist in Hintertux ganzjährig Wintersportsaison. Abseits des Gletschers sind die Bedingungen etwa von Mitte Dezember bis nach Ostern am besten.

Jedes Jahr zehn Meter ins Tal

Auf dem Gletscher angekommen, öffnet sich von der Terrasse ein weites Panorama von der Zugspitze im Norden bis zu den Dolomiten im Süden. Das Thermometer zeigt minus 18 Grad Celsius, Schneeflocken tanzen im Wind. Dick vermummte Gestalten gleiten auf den Pisten dahin. Mit bis zu 86 Pistenkilometern im Winter - und 18 Kilometern im Sommer - ist der Hintertuxer Gletscher das einzige Ganzjahresskigebiet Österreichs.

1969 wurden hier die ersten Gletscherlifte installiert. Seitdem müssen die Liftstützen, die auf Holzpolstern ruhen, jeden Monat versetzt werden, denn der Gletscher wandert jedes Jahr um zehn Meter in Richtung Tal. Wahrzeichen des Skigebietes ist die eisige Pyramide des 3476 Meter hohen Olperers. "Dahinter ist schon Italien", zeigt Hermann Erler mit dem Skistock.

Bis zum vergangenen Jahrhundert gehörte das Tuxer Tal zur Pfarrei Schmirn im Pustertal südlich der heutigen Grenze - und die Tuxer mussten ihre Toten im Winter über den Grat tragen, um sie christlich zu bestatten. Heute finden nur noch Tourengeher den Weg zum nahen Nachbarn. Dreh- und Angelpunkt des Skigebietes Hintertuxer Gletscher ist das Tuxer Fernerhaus in 2660 Meter Höhe. Im Sommer endet hier das Skivergnügen. Im Winter erschließen die Lifte 23 Kilometer leichte blaue Pisten, 47 Kilometer rote Abfahrten und 16 Kilometer schwere schwarze Hänge.

Groign, Grammeln und Glühwein

Eine Herausforderung für Könner ist die Buckelpiste "Lärmstange". Hinab ins Tal führt die "Schwarze Pfanne", eine 12 Kilometer lange Talabfahrt von der Gefrorenen Wand. Für Snowboarder wurde ein neuer Snowpark am Olperer angelegt. Freerider sollten auf dem Gletschergelände aber vorsichtig sein - rund 30 Mal pro Wintersaison muss die Bergrettung ausrücken, um Sportler, die absichtlich die gesicherten Pisten verlassen hatten, aus Gletscherspalten zu retten.

In der Spannagelhütte von 1885 stellt Hüttenwirt Christoph warme "Groign" auf den Holztisch: "Grammeln" (Grieben) vom Schweinebauch, in Würfel geschnitten und mit Salz und etwas Zwiebeln geröstet. Eine kleine Gruppe wird derweil von Michel Schlechter mit gelben Öljacken, Gummistiefeln und Schutzhelmen ausgestattet. Das ganze Jahr hindurch zeigt Schlechter die Schönheit der Spannnagelhöhle: Eine Stunde lang führt er durch den unterirdischen Canyon und zeigt Gletschermühlen, Sinterfahnen, Tropfsteine und Gänge, die sich im Dunkel verlieren. Wo Wasser über den Fels rinnt, leuchten die Bänder des bis zu 20 Meter dicken Marmorzugs im Gneis von Rot bis Blau im Licht der Stableuchte.

Wenn auf dem Gletscher Eiseskälte, stürmische Winde oder Nebel herrschen, lässt sich das Skivergnügen in den drei kleineren, noch unbekannteren Skigebiete des Tuxer Tals fortsetzen. Zur 1300 bis 2300 Meter hohen Eggalm schwingt sich von Lanersbach eine Gondel hinauf. Mit breiten Wedelhängen und einfachen "Autobahnen" ist das Gebiet ideal für Familien. Knackiger sind die nordseitigen Abfahrten unterhalb der Beilspitze. Zurück zur Talstation der Gondel geht es auf der Talabfahrt, inklusive Sonnenstopp an der Lattenalm-Hütte.

38 Kilometer Wanderwege

Wer weiter Ski laufen möchte, schwingt sich über wenig fordernde Almwiesen zur Talstation der Rastkogelbahnen in Vorderlanersbach. Dort surren weitere Anlagen und erschließen ein leichtes bis mittelschweres Gelände, das bis auf knapp 2500 Meter reicht. Mit der Pendelbahn "150er Tux" zum Penken ist das Sonnenplateau am Lämmerbichl an die Skischaukel von Mayrhofen angebunden.

Alle vier Skigebiete an einem Tag kennen zu lernen, ermöglicht die Gletscherrunde: eine Tour, die auf 72 Kilometern Abfahrt insgesamt 15.000 Höhenmeter überwindet. Für Langläufer sind 20 Kilometer Loipe angelegt: 14 Kilometer klassisch gespurt, sechs Kilometer für Skater.

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Re: Portrait Hintertuxer Gletscher von spiegel online

Beitrag von GMD »

TUX IN TIROL

(...)Eine kleine Gruppe wird derweil von Michel Schlechter mit gelben Öljacken, Gummistiefeln und Schutzhelmen ausgestattet. Das ganze Jahr hindurch zeigt Schlechter die Schönheit der Spannnagelhöhle: Eine Stunde lang führt er durch den unterirdischen Canyon und zeigt Gletschermühlen, Sinterfahnen, Tropfsteine und Gänge, die sich im Dunkel verlieren. Wo Wasser über den Fels rinnt, leuchten die Bänder des bis zu 20 Meter dicken Marmorzugs im Gneis von Rot bis Blau im Licht der Stableuchte.(...)
In dieser Hütte sind wir letztes Jahr auch gesessen. Wusste ja gar nicht, dass die dort eine Höhle haben! Das hätte mich echt auch interessiert.
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Theo
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Beitrag von Theo »

Tja GMD. Das kommt wohl davon, das die seilbahnfreaks wenn sie dort auf der Terasse sitzen die ganze Zeit nur auf den GB2 schauen und dabei glatt die Infotafeln an der Hütte übersehen.

Beim nächsten mal unbedingt eine Tourt mitmachen. Ich war schon 2 mal drinnen und kann es nur empfehlen.
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GMD
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Beitrag von GMD »

Theo hat geschrieben:Tja GMD. Das kommt wohl davon, das die seilbahnfreaks wenn sie dort auf der Terasse sitzen die ganze Zeit nur auf den GB2 schauen und dabei glatt die Infotafeln an der Hütte übersehen.
Jetzt fällt bei mir der Groschen. Ich habe zwei Hütten verwechselt! Die Spannagelhütte ist ja die unterhalb des Tuxfernerhauses. Wir sassen in der Hütte bei der Bergstation des 3CLF Schlegeis! Wie heisst die schon wieder?
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Re: Portrait Hintertuxer Gletscher von spiegel online

Beitrag von Jens »

GMD hat geschrieben: In dieser Hütte sind wir letztes Jahr auch gesessen. Wusste ja gar nicht, dass die dort eine Höhle haben! Das hätte mich echt auch interessiert.
Ich glaub nicht, dass wir da letztes Jahr gesessen sind. Wir waren eigentlich nur im Tuxer Ferner Haus und auf der Gletscherhütte. Die Spanagelhütte ist die Hütte unterhalb des Tuxer Ferner Hauses.
Tiefschnee muss gewalzt sein
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