Touristiker sind (noch) gelassen

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Jay
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Touristiker sind (noch) gelassen

Beitrag von Jay »

Aus der Berner Zeitung:
Touristiker sind (noch) gelassen
In den Bergen liegt kaum Schnee, und dies kurz vor Weihnachten und Neujahr. Doch in den Wintersportorten herrscht keine Nervosität. Das Festtagsgeschäft ist wenig Wetter abhängig. Und der Buchungsstand ist gut.
In den Bergen ist derzeit mehr Wandern als Skifahren angesagt, wie dieses Bild aus Arosa zeigt / Keystone«Wir bleiben vorerst gelassen und warten die Wetterentwicklung der kommenden Tage ab», sagt Markus Schild, Marketingleiter von Adelboden Tourismus. Mit dieser Aussage ist er nicht allein. Wer sich derzeit in den Schweizer Wintersport-orten umhört, stellt fest, dass dort trotz Schneemangel Zuversicht herrscht.

Damit es emotional und ökonomisch wirklich Bilderbuch-Weihnachten gibt, hoffen die Touristiker zwar, dass der grosse Schneefall Ende Woche endlich einsetzen wird. Doch der Faktor Schnee ist nicht entscheidend für das bevorstehende Festtagsgeschäft. Wer unbedingt Ski fahren will, akzeptiert auch künstlich beschneite Pis-ten. Prekär würde die Situation erst im Januar und Februar. Dann sind Wetter und Schnee entscheidende Faktoren fürs Geschäft.

«Über Weihnachten und Neujahr suchen die Gäste vor allem Ruhe, Genuss und wollen hier Bekannte und Freunde treffen», erklärt Eduardo Zwyssig, Marketingleiter von Gstaad Saanenland Tourismus. Der Wintersport ist den meisten weniger wichtig. «Das Geschäft über Weihnachten und Neujahr ist zwar nicht ganz von Wetter und Schnee abgekoppelt, aber dies ist nicht entscheidend.»

Will heissen: Tolles Wetter und gute Pistenverhältnisse erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das Festtagsgeschäft wirklich rund läuft. Wichtig ist die Wetter- und Schneesituation vor allem für die Bergbahnen. Und sie beeinflusst die Anzahl Tagestouristen. Doch Hotels und Ferienwohnungen sind über Weihnachten und Neujahr traditionell so oder so gut ausgelastet.

Dies scheint auch in diesem Jahr so zu sein. Schild bezeichnet den Buchungsstand in Adelboden als «gut», Zwyssig denjenigen in der Region Gstaad Saanenland als «gut bis sehr gut». Dies gilt insbesondere für die Woche nach Weihnachten.

Im übrigen Berner Oberland und in den Regionen Wallis, Graubünden und Zentralschweiz sind Hotels und Ferienwohnungen ebenfalls gut bis sehr gut gebucht, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AP zeigt. Die meisten Wintersportorte bezeichnen demnach den Buchungsstand als mindestens gleich hoch oder gar besser als im Vorjahr. Doch für Spätentschlossene gibt es noch Übernachtungsmöglichkeiten.



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Tourismusaktien sind attraktiv

Die Aktien von Bergbahnen und Hotels werden vielfach etwas belächelt. Doch einige Vorzeige-firmen sind interessant.
Welches ist die rentabelste Schweizer Bergbahn? Welche Hotelgesellschaft geschäftet am erfolgreichsten? Diese Fragen beantwortet das Special «Tourismus» der Anlegerzeitschrift «Swiss Equity Magazin».


Die rentabelsten Bahngesellschaften sind gemäss der Untersuchung die Davos Klos-ters Bergbahnen, die Lenzerheide Bergbahnen Danis Stätz und die Pilatus-Bahnen. Alle drei Gesellschaften weisen das höchste Verhältnis vom Cashflow zu den Gesamtinvestitionen aus. Konkret bedeutet dies, dass die Davos Klosters BB ebenso wie die Lenzerheide BB alle 12 Jahre und die Pilatus-Bahnen alle 13 Jahre ihre Anlagen aus den erarbeiteten Mitteln erneuern könnten. In der Regel ist eine Nutzungsdauer von 20 Jahren üblich.


Adelboden im 5. Rang


Die weiteren Plätze belegen Celeriner Bergbahnen, Bergbahnen Adelboden, Bergbahnen Samnaun, Säntis-Schwebebahn, Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis, Bergbahnen Motta Naluns Scuol-Ftan-Sent und Zermatt Bergbahnen.


In einer weiteren Rangliste sind diejenigen Gesellschaften enthalten, welche jährlich weniger als zehn Millionen Franken umsetzen. Die ersten Plätze belegen die hier Sesselbahn Kandersteg-Oeschinen, die Mühleggbahn und die Drahtseilbahn Marzili-Stadt Bern.

In Zahlen bedeutet dies: Die Davos Klosters Bergbahnen erwirtschaften einen Cashflow, der 8,6 Prozent der Gesamtinvestitionen der Anlage entspricht; bei den Bergbahnen Adelboden beträgt dieser Wert 6,1 Prozent, bei der Sesselbahn Kandersteg-Oeschinen 10,6 Prozent und bei der Drahtseilbahn Marzili 8,8 Prozent.

Zu den umsatzmässig fünf grössten Bergbahnen der Schweiz gehören: Jungfraubahn Holding (112 Mio. Fr.), BVZ Holding (100 Mio. Fr.), Weisse Arena (64 Mio. Fr.), Davos Klosters Bergbahnen (55 Mio. Fr.) und Zermatt Bergbahnen (53 Mio.Fr.).

Aktienkurs als Spiegelbild

Alle Kennzahlen sind das Ergebnis einer Analyse der Jahresabschlüsse 2003 und 2003/04 von 97 Schweizer Bergbahngesellschaften, deren Aktien an einer Börse oder ausserbörslich gehandelt werden können. «Interessant ist zu sehen, dass sich die positiven Geschäftszahlen auch in den Aktienkursen der Gesellschaften widerspiegeln», so Björn Zern, Chefredaktor des «Swiss Equity Magazin». Die rentabelsten Gesellschaften gehören laut dem Magazin auch zu den Aktien mit der besten Kursentwicklung im Jahr 2004.

Erfolgreiche Hotels

Das Magazin hat gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) auch die Geschäftsabschlüsse von 14 Hotels analysiert, deren Aktien an einer Börse oder ausserbörslich gehandelt werden.

Mit einer Cashflow-Marge von 20 Prozent ist das Grand Hotel Victoria-Jungfrau Spitzenreiter in der Kategorie Ganzjahres-Luxushotels. Bei den Gesundheitshotels steht das Kurhotel Weissbad mit einer Marge von 18,6 Prozent ganz oben auf dem Treppchen.
Tourismusaktien sind besser als ihr Ruf, könnte ein Fazit lauten. Gerade die Aktien von erfolgreichen Bergbahngesellschaften entwickeln sich deutlich besser als der Markt.hpa

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