Gruß ThomasDie MaXL GmbH & Co KG – Betreiber mehrerer Skilifte – hat sich aus dem Skiliftverbundsystem der AllgäuGletscherCard verabschiedet !
Diese Nachricht hat sich in den letzten Tagen bei Skiclub´s, Vereinen und auch bei Privatpersonen herumgesprochen und für einigen Diskussionsstoff gesorgt.
Die Entscheidung ist der MaXL GmbH & Co KG sicherlich nicht leicht gefallen, wissend, dass ca. 5.000 regionale Skifahrer jeden Winter die Vorteile einer solchen Verbundkarte nutzen. In 37 deutschen und 15 österreichischen Skigebieten Skifahren zu können, ohne jedes Mal eine teure Tageskarte kaufen zu müssen, macht eine solche Verbundkarte sehr interessant.
Aber ein solches Ticket hat auch Nachteile. Gerade die kleineren Skigebiete werden aufgrund des praktizierten Abrechnungssystems massiv benachteiligt. Das Gesamtvolumen verkaufter Tickets wird im Sommer unter den beteiligten Skigebieten nach einem Bewertungssystem aufgeteilt, das die Beförderungsart, Anzahl und Länge der Skilifte und Höhenunterschiede in einem Verteilungsfaktor zusammenfasst. Soweit ist dies auch korrekt, allerdings wird dann bei der AllgäuGletscherCard hieraus ein Tagespreis für jedes einzelne Skigebiet vergütet und nicht, wie es bei der Allgäu/Tirol –Vitales Land- Karte praktiziert wird, nach einzelnen Fahrten.
Dies hat zur Folge, dass den kleineren Skigebieten Beträge zwischen 1,50 ¤ und 4,50 ¤ pro Ersteintritt (identisch mit einer Tageskarte) vergütet werden. Dieser Basispreis ist in keinster Weise kostendeckend. Berücksichtigt man zu dem noch, dass die Werbekosten und ggf. Tauschkarten aufgrund Inkompatibilität der Kassensysteme noch abgezogen werden müssen, dann ist es nicht verwunderlich, dass kleinere Skigebiete aus den „roten Zahlen“ nicht mehr herauskommen und irgendwann den Betrieb einstellen müssen. Eine Alternative bleibt nur, in dem die Verluste aus dem Verbundkartensystem auf die normalen Tages-, Stunden- und Punktekarten umgelegt werden. Hierdurch verteuern sich diese Karten überproportional und führen das Preis-/Leistungsverhältnis in kleineren Skigebieten ad absurdum. Folge ist, dass die Tageskarten-Skifahrer zukünftig diese Skigebiete meiden.
Ziel der AllgäuGletscherCard war es anfangs, mit einem preiswerten Verbundkartensystem die ALLGÄUER Skigebiete sowohl für den Feriengast, als auch für den Einheimischen interessant und attraktiv zu machen. Dieses Ziel wurde absolut verfehlt. Allein die Verteilung der Gesamteinnahmen zeigt, dass 8 % der beteiligten Skigebiete (dies sind Pitztal, Kaunertal, Nebelhorn und Fellhorn) zusammen 55 % des „Kuchens“ auf sich vereinnahmen. Dem Allgäu mit der Mehrzahl der Skigebiete (insgesamt 35 Betriebe ohne Nebelhorn und Fellhorn) verbleiben gerade einmal 31 %. Demnach handelt es sich nicht mehr um eine AllgäuGletscherCard, sondern vielmehr um eine „vernebelte Fellhorn-Pitz-Kaunertal-Card“. Mit einem solchen Verbundsystem wird dem Allgäu und speziell den kleineren Skigebieten kein Gefallen getan.
Die MaXL GmbH & Co KG hat die Verantwortlichen zum Nachdenken und Handeln aufgerufen, leider ohne Erfolg. Die Konsequenz ist, dass in diesem Jahr sieben kleinere Skigebiet aus dem Allgäu das AGC-Verbundsystem verlassen haben. In drei (Buron-Skilifte Wertach, Stixner-Skilifte Missen und Thalerhöhe Skilifte Missen-Wiederhofen) von vier Skigebieten, die von der Maxl GmbH & Co KG betrieben bzw. verwaltet werden, wird die AllgäuGletscherCard nicht mehr akzeptiert.
Um aber diese Unstimmigkeiten nicht „auf dem Rücken“ der Skifahrer auszutragen, gewährt die MaXL GmbH & Co KG in den o.g. Skigebieten 50 % Rabatt auf alle eigenen Liftkarten bei Vorlage einer AGC-Karte.
Skigebiete verlassen AllgäuGletscherCard
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Von der Newsseite der MaXL GmbH http://www.maxl-gmbh.de/aktuell/news.php. Die folgende Meldung stammt allerdings schon von Oktober:
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Na super, dann kann man die AGC wohl bald vergessen. Die sollen sich mal anderswo umschauen wie man das mit Skipaßverbünden macht. Große Skiverbünde funktionieren nämlich durchaus auch mit vielen kleineren Liftbetreibern. Aber hier muß man ja wieder so halbe Sachen machen mit Tagespreisen anstatt Vergütung pro Fahrt.
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
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