Skigebiete verpulvern Millionen

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Jay
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Skigebiete verpulvern Millionen

Beitrag von Jay »

Auch wenn es viele Threads zum Thema gibt, so wusste ich doch nicht, wo dieser Artikel am besten aufgehoben ist und mach einfach einen neuen auf. Nur dass sich mir hier keiner beschwert :wink: Die Tiroler Tageszeitung schreibt:
Skigebiete verpulvern Millionen

Nur wer Kunstschnee produziert, macht Kasse. Aber das künstliche Weiß hat seinen Preis.


Skifahren ist in Tirol eine Kostenfrage. Nicht nur für die Konsumenten, auch für die Liftbetreiber: Weil das natürliche Weiß in diesem Winter rar ist, müssen sie derzeit massiv mit Kunstschnee nachhelfen.

"Ohne Schneekanonen wäre in den meisten Regionen heuer kein Skibetrieb möglich", weiß Ingo Karl, St. Johanner Bergbahn-Chef und Fachverbandsvorsteher der österreichischen Seilbahner. Dennoch stellt er eines klar: ."Wir haben trotz Schneemangels perfekte Verhältnisse - und noch etwas bessere im Unterland."

Um die künstliche Beschneiung dreht sich derzeit auch alles im Kühtai: "Normalerweise produzieren wir nur die erste Schicht. Heuer fährt der Wintersportler bei uns ausschließlich auf Kunstschnee", erzählt Wilhelm Mareiler, Betriebsleiter der Kühtaier Bergbahnen. Seit 17 Jahren ist er in dem Wintersportgebiet auf 2000 Metern Höhe tätig - der letzte derart schneearme Winter war in der Saison 1986/87.

"Wesentlich teurer" wird für die Kühtaier Bergbahnen daher der heurige Winter werden. Allerdings sieht Mareiler den Aufwand für die Schneeproduktion als unumgänglich: "Kunstschnee ist für uns wie ein wertvoller Rohstoff, der uns Einnahmen ermöglicht."

Auch im Unterland laufen derzeit die Kanonen heiß: So kann man im Söller Skigebiet nur Dank der künstlichen Pracht auf "beste Bedingungen" verweisen. Wasserknappheit gibt es dort nicht. "Wir haben drei große Teiche, die für zehn Tage ausreichen. Während der Zeit, in der wir nicht beschneien, pumpen wir die wieder mit Bachwasser voll", erklärt Walter Eisenmann von den Söller Bergbahnen. Ein großer Kostenaufwand sei das schon - aber "ohne Beschneiungsanlagen wäre der Betrieb in so einem großen Skigebiet nicht möglich. Und ohne Kunstschnee würden wir heuer erst recht arm ausschauen."

Dass die künstliche Beschneiung auch künftig ein Thema bleiben wird, betont Ingo Karl: "Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass bis zu zwei Drittel des Schnees aus den Schneekanonen stammen."

Da zumeist die Bergbahnen allein für die Investition und den Betrieb von Schneekanonen aufkommen, ist für ihn jedoch eines klar: "Alle vom Schnee Profitierenden - vom Taxiunternehmer über den Hotelier und Gastwirt bis zum Skischulleiter - werden um eine finanzielle Beteiligung an der künstlichen Beschneiung nicht herumkommen", spricht er sich für einen Beschneiungs-Cent aus.

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PB_300_Polar
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Beitrag von PB_300_Polar »

Also übertreiben kann man es auch- Wenn es kein Geschäft gibt ist es niemand recht- macht man Geschäft ist es auch wieder nicht recht.
Der Schnee kommt.....
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