Seilbahn- und Skiliftunfälle wie zuletzt in Gmunden und in Sölden kommen laut Fachverband der Seilbahnen selten vor. Die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden bei den rund 3.000 Anlagen in Österreich sei minimal.
Wahrscheinlichkeit bei 0,00006 Prozent
Im Winter 2001/2002 und Sommer 2002 lag nach Angaben des Fachverbandes die Wahrscheinlichkeit, dass ein Urlaubsgast Opfer eines Seilbahn- und Schleppliftunfalls wird, bei 0,00006 Prozent.
Das heißt, ein Urlauber müsste 1,6 Millionen Mal eine Seilbahn oder einen Schlepplift benutzen, damit er laut Statistik ein Mal Opfer eines Unfalls wird.
90 Prozent beim Ein- und Aussteigen
90 Prozent der Skiliftunfälle passierten im Ein- und Ausstiegsbereich, sagte Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs, im APA-Gespräch. Das heißt, die Unfälle waren selbst verschuldet.
80 Prozent der Verunglückten erlitten leichte Verletzungen wie Prellungen und Stauchungen, so Wolf.
Ampelanlage im Test
Gegen Abstürze bei Sesselliften durch vorzeitig geöffnete Schließbügel wurde eine Art Ampelanlage beim Ausstieg konstruiert, die derzeit in Seefeld und auf dem Arlberg erprobt wird.
Meist Fehlverhalten der Fahrgäste
Auch das Verkehrsministerium bestätigte in einem Bericht aus dem Jahr 2001 (der neueste zum Thema Unfälle), dass Seilbahnen und Schlepplifte weltweit die sichersten Verkehrsmittel seien.
Da der überwiegende Teil der Unfälle nicht auf technische Ursachen zurückzuführen sei, sondern auf Fehlverhalten der Fahrgäste, sei ein wichtiger Faktor für die Sicherheit das richtige Verhalten wie zum Beispiel die Beachtung der Regeln der Seilbahnen, rät das Ministerium.
Millionen für Modernisierung
Die heimischen Seilbahnen legen deshalb laut Wolf sehr viel Wert auf die Sicherheit der Passagiere. Allein in die Modernisierung und den Neubau der Bahnen und Lifte im Jahr 2002/2003 wurden an die 176 Millionen Euro investiert.
Insgesamt werden 600 Millionen Beförderungen jährlich durchgeführt - rund das Dreifache an Fahrten wie bei der Bahn und das Vierzigfache wie bei der Luftfahrt.
Am 15. Dezember wurde etwa die weltweit erste Dreiseilumlaufbahn in Kitzbühel eröffnet. Diese ermöglicht nicht nur die Beförderung von größeren Kabinen, sondern auch eine größere Stabilität gegen Windböen.
Erste Dreiseilumlaufbahn in Kitzbühel
Regelmäßige Überprüfungen
Für die Sicherheit der einzelnen Bahnen und Lifte ist der jeweilige Betriebsleiter verantwortlich. Er überprüft die Anlage täglich. Jeder Vorgang - ob Störfall oder nicht - wird laut Wolf in ein Betriebstagebuch eingetragen.
Ein Mal im Jahr werde eine umfangreiche Hauptrevision wahrgenommen, deren Ergebnis der obersten Seilbahnbehörde im Verkehrsministerium schriftlich vorzulegen ist. Laut Seilbahnüberprüfungs-Verordnung muss alle fünf Jahre ein Generalcheck vom TÜV durchgeführt werden.
Auch für Piste verantwortlich
Aber nicht nur für die Sicherheit bei der Beförderung, auch für die Sicherheit auf der Piste sind die heimischen Seilbahnen verantwortlich. Das Sicherheitssystem bergauf und bergab umfasst Sicherheitszäune, Auffangnetze, durchgehende und genormte Pistenbeschilderungen, Warnhinweise, Präparierung, Absperrungen, Lawinensicherung, Bergrettung und Pistenhilfe.
Piste und Sicherheitseinrichtungen werden vom Seilbahnpersonal ebenso täglich überprüft wie schwierige Pistenabschnitte. Darüber hinaus werden Pistenwächter, Pistenhelfer und Bergretter bereitgestellt.
In einem mittelgroßen Skigebiet mit einer Pistenlänge von 200 Kilometern sind beispielsweise 16 Mitarbeiter allein mit Sicherheitsleistungen betraut - ein Mitarbeiter für jeweils 12,5 Pistenkilometer.
Seilbahnen und Lifte sicherste Verkehrsmittel
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mal kurz hochrechnen...Das heißt, ein Urlauber müsste 1,6 Millionen Mal eine Seilbahn oder einen Schlepplift benutzen, damit er laut Statistik ein Mal Opfer eines Unfalls wird.
20 lifte pro tag
100 tage pro jahr
-> 2.000 liftfahrten pro jahr
macht in 70 Jahren -> 140.000 Liftfahrten
im vgl. zu den 1.600.000 wären das also knapp 10%.
D.h. die Wahrscheinlichkeit, daß ICH im Laufe meines Lebens Opfer eines Seilbahnunglücks bin, liegt immerhin bei fast 10%
Oder müßte ich das nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung anders rechnen?
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Ist das weltweit so, oder gibts auch Seilbahnen die man besser meidet.
Ich will ja keine Nation hier diskriminieren, aber Außerhalb von good old Europe müsste es doch so etwas geben.
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@starli: Die berücksichtigen hier auch selbstverschuldete Unfälle. Also wenn jemand beim Einsteigen nebenraus fällt und sich irgendwas verstaucht, ist das schon ein Unfall.
Tatsächliche Seilbahnunglücke mit technischer Ursache sind dann doch noch um einiges seltener.
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Da will ich hin, rausfallen und dann sofort verklagen.PB_300_Polar hat geschrieben:Ja USA - manche Lifte haben keinen Sicherheitsbühel
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Solche Statistiken sind zwar schön anzusehen, aber irgendwie auch wieder ziemlich wertlos.
Ich habe mal irgendwo gelesen das nach Kaprun statistisch gesehen die Seilbahnen in Österreich 7000 mal gwfahrlicher seien als jene aller übrigen Länder, was natürlich ein völliger Quatsch ist.
Ich glaube sowiso nur den Statistiken, die ich selber gefälscht habe.
Ich habe mal irgendwo gelesen das nach Kaprun statistisch gesehen die Seilbahnen in Österreich 7000 mal gwfahrlicher seien als jene aller übrigen Länder, was natürlich ein völliger Quatsch ist.
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Du weißt ja, glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast (Dummer Spruch ich weiß)Theo hat geschrieben:Solche Statistiken sind zwar schön anzusehen, aber irgendwie auch wieder ziemlich wertlos.
ABER: Wenn alle lügen, dann stimmt's auch wieder
Soll heißen, wie viele beinahe-Unfälle gibt es, wie viele Bagatellen, die nicht weiter verfolgt werden, dann schaut es sicherlich anders aus.
Oder wie viele Menschen verletzen sich beim rausfallen aus dem Schlepplift, das habe ich beispielsweise bestimmt schon 7-8 mal erlebt.
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Geht nicht, die haben eine echt verzwickte Rechtsfrage - vor allem für Ausländer. Irgendwo an einer Station mus stehen, dass die Lifte ohne Bügel haben und man rausfallen kann(kann ganz klein stehen) und das das beutzen auf eigene Gefahr ist. Das Gebiet nimmt nur dann die Haftung, falls der Sessel rausfliegt. Außerdem haben, das nur noch wenige lifte.
Der Schnee kommt.....
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Aus dem orf-on/Vorarlberg
Auch bezüglich Schlepplift hab ich ein Un-Sicherheitserlebnis: Schulskikurs in Annaberg/NÖ mit 12. Damals waren dort die SLs noch mit Holz-Kurzbügel ausgestattet. Auf alle Fälle ging irgendwas beim "Einsteigen" in den SL schief (zu schnelle Fahrt des SL ?, zu strenge Seilfeder des Bügels oder wie man des Zeug nennt ?). Auf jeden Fall war ich offensichtlich als Alleinfahrer zu leicht für den Schlepper und wurde prompt hochgezogen. War ziemlich anstrengend einen Schlepper kurzzeitig als "Sessellift" benützen zu müssen. Irgendwann erst (waren schon etliche Meter) setzte sich dann doch die Schwerkraft durch und ich bekam noch Bodenhaftung.
Ich hatte übrigens als Kind (mit ca. 10) ein "interessantes" Unsicherheitserlebnis mit einem 2SB (in Sportgastein). Aufgrund der extrem niedrigen Schneehöhe fuhren wir mit dem SB ins Tal. Das ganze war wohl etwas zu kniffelig für mich. Aufgrund meiner kindheitsbedingten Kleinheit bin ich nicht sofort auf den Sessel gekommen (die Ski in meinen Händen verhinderten das üblicherweise problemlose Aufsteigen) und wurde daher die Rampe entlang in Richtung talwärtigen "Sicherheitsnetz" mitgeschliffen, bis dann der Liftwart mit Notstop reagierte. Ich empfand das ganze damals als eher witzige Abwechslung.
Skifahrerin aus 1,5 Metern von Sessellift gefallen
Eine 59-jährige holländische Urlauberin hat sich Dienstagmittag in Lech am Arlberg beim Sturz aus rund eineinhalb Meter Höhe von einem Sessellift schwere Verletzungen zugezogen.
Donnerstag, 20.01.05
Sicherheitsbügel hochgeklappt
Die Skifahrerin hatte den Sicherheitsbügel bereits hochgeklappt und sich auf das Aussteigen vorbereitet, als die Sesselbahn wegen eines technischen Gebrechens plötzlich stehen blieb. Daraufhin begann ihr Sessel so heftig zu schwanken, dass die Urlauberin ihr Gleichgewicht verlor und abstürzte.
Auch bezüglich Schlepplift hab ich ein Un-Sicherheitserlebnis: Schulskikurs in Annaberg/NÖ mit 12. Damals waren dort die SLs noch mit Holz-Kurzbügel ausgestattet. Auf alle Fälle ging irgendwas beim "Einsteigen" in den SL schief (zu schnelle Fahrt des SL ?, zu strenge Seilfeder des Bügels oder wie man des Zeug nennt ?). Auf jeden Fall war ich offensichtlich als Alleinfahrer zu leicht für den Schlepper und wurde prompt hochgezogen. War ziemlich anstrengend einen Schlepper kurzzeitig als "Sessellift" benützen zu müssen. Irgendwann erst (waren schon etliche Meter) setzte sich dann doch die Schwerkraft durch und ich bekam noch Bodenhaftung.
- d-florian
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das gefühl einen schlepplift als sesselift zu benutzen kenn ich auch aus der rhön beim abtsrodalift! wenn dort in der einen senke zu wenig schnee liegt (und damals war ich auch nur so 120 groß) wird man schon ganz schön nach oben gehoben und einmal hing ich dann ganz in der luft und hab mich einmal um 360° gedreht bis ich wieder bodenhaftung bekam! dass lag aber daran dass manche schleppseile verkürzt wurden weil sie am bügelrohr wo sie befestigt sind, sich aufträllerten und somit eben einfach zu kurz waren! aber ich fand´s damals auch lustig und jetzt im nachhinein noch viel lustiger!
..aber scheiß drauf.. Weltcup ist nur einmal im Jahr....
- Gletscherfloh
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Stromausfall in Skigebiet: 120 Skifahrer saßen in Gondeln fest
Oberösterreichische Gendarmerie: "Wintersportler nach 45 Minuten ins Tal gebracht"
Linz - Nach einem Stromausfall im Skigebiet Hinterstoder (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich sind am Samstagabend 120 Wintersportler in den Gondeln der Höss-Seilbahnen festgesessen. Nach 45 Minuten wurden die Wintersportler mit Hilfe eines Notstromaggregats unversehrt ins Tal befördert. Das gab das Gendarmeriekommando Kirchdorf am Samstagabend der APA bekannt.
Der Stromausfall in Hinterstoder wurde durch einen Baum ausgelöst, der kurz vor 17.00 Uhr in eine Hochspannungsleitung stürzte. Samstagabend waren 950 Haushalte in Hinterstoder ohne Strom. Die Energie AG arbeitete um 19.15 Uhr noch an der Behebung des Schadens. Laut Energie AG-Sprecher Walter Czetsch war die Zufahrt zu der Hochspannungsleitung durch Schnee und mehrere umgestürzte Bäume blockiert. (APA)
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max
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Re: Seilbahnen und Lifte sicherste Verkehrsmittel
interessantlanschi hat geschrieben:Am 15. Dezember wurde etwa die weltweit erste Dreiseilumlaufbahn in Kitzbühel eröffnet. Diese ermöglicht nicht nur die Beförderung von größeren Kabinen, sondern auch eine größere Stabilität gegen Windböen.