Investitionsklima trotz Kälte heiß

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Jay
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Investitionsklima trotz Kälte heiß

Beitrag von Jay »

Aus der Tiroler Tageszeitung:
Investitionsklima trotz Kälte heiß

Galtür und Serfaus feiern am Wochenende die Eröffnung ihrer neuen 8er-Gondelbahnen.


Im Jahr 1960 hatte Galtür den längsten Schlepplift Österreichs eröffnet. Er war 44 Jahre in Betrieb, bis vorigen Winter. Im Herbst 2004 entstand die neue Alp­kogelbahn. 1400 Meter lang, neun Stützen und 41 Gondeln. Am 20. Dezember traf die ministerielle Genehmigung ein. Die 8er-Gondelbahn bringt 2000 Personen pro Stunde ins Skigebiet. Für die Galtürer Bergbahnen war es die erste Großinvestition seit 1997, als die Ballunspitzbahn gebaut wurde.

Die Kosten liegen bei 5,5 Millionen Euro. Beteiligt haben sich Gemeinde, Illwerke AG und die Galtürer Vermieter, die 200 Euro pro Gästebett beisteuern. "Bei uns geht’s wieder bergauf", freute sich Geschäftsführer Martin Lorenz bei der Eröffnungsfeier. Hochwürden Louis Attems und Diakon Karl segneten die Bahn.

Mit 439.873 Nächtigungen im Jahr 2003 hat Galtür das beste Ergebnis seit 1998 erzielt. 1999 hatten die Galtürer eine Minus von 90.000 Nächtigungen in Kauf nehmen müssen. Für 2004 liegen noch keine Zahlen vor.

Serfaus feierte die neue Pezidbahn. "Vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe haben wir gesagt, wir machen eine bescheidene Feier", stellte Seilbahngeschäftsführer Georg Mangott fest, der Gäste und Mitarbeiter zum gemütlichen Abendessen lud.

Die Serfauser Bergbahnen Komperdell GmbH hat im Herbst ebenfalls eine 8er-Kabinenumlaufbahn gebaut. Die Bahn ersetzt den bisherigen Arrezschlepplift, der als Kurvenlift bekannt war. Die Förderleistung der Pezidbahn liegt bei 1800 Personen in der Stunde. Eine Erweiterung der Kapazität auf 2400 Personen pro Stunde ist möglich.

Die Bergstation liegt auf 2748 Meter, es ist der höchste Punkt im Serfauser Skigebiet. Die neue Pezidabfahrt ist allerdings eine Herausforderung für gute Skifahrer.

"Es war lange Zeit nicht sicher, ob wir diese Bahn überhaupt bauen", schilderte Mangott, "die Vorbereitungszeit hat jedenfalls sehr lange gedauert. Dafür ist der Bau vorigen Herbst rasch und reibungslos gelaufen."
Bei eisigen Temperaturen auf der Bergstation spendete Pfarrer Josef Jäger den kirchlichen Segen.

Mit 885.283 Nächtigungen liegt Serfaus im tirolweiten Ranking auf dem 9. Platz. Gegenüber dem Jahr 2002 haben die Serfauser satte 8,5 Prozent zugelegt. Den Stellenwert der Seilbahnwirtschaft hat Alfons Parth, TVB-Chef im Paznaun, auf den Punkt gebracht: "Der Tourismus funktioniert nur, wenn die Seilbahnen viel investieren und die Gäste viel konsumieren."


2005-01-30 20:25:02

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