Lawinen am 6.2. 2004
- Stefan
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Lawinen am 6.2. 2004
Österreich:
Am Nachmittag ist am Rappold im Bezirk Judenburg (Steiermark) eine Lawine abgegangen, eine Person wird vermisst.
edit: person ist geborgen, über zustand nichts bekannt bis jetzt
Im Tiroler Schirmtal ist gegen 11.00 Uhr eine vierköpfige Gruppe von Tourengehern am Jochgrubenkopf verschüttet worden, drei Menschen konnten sich selbst befreien, eine 40-jährige Frau hatte jedoch unter den vier Meter hohen Schneemassen keine Überlebenschance. Die Lawine blockierte auch die Schirmer Straße, Teile von Kasern sind vorerst nicht erreichbar.
Im Lungau haben am Samstag abseits der gesicherten Pisten fünf Kärntner Variantenskifahrer ein Schneebrett ausgelöst und wurden verschüttet, alle konnten sich selbst befreien; nur ein Ski (!) fehlt. Schauplatz: Davidlmulde in Thomatal, neben dem Matehanslift.
Am Kreuzjöchl bei Navis (Bezirk Innsbruck-Land) wurden gegen 11.00 Uhr drei Tourengeher - vermutlich aus Südtirol - teilweise von einer Lawine verschüttet. Sie konnten von der Bergrettung unverletzt aus den Schneemassen geborgen werden. Anschließend verließen sie den Unfallort, ohne ihre Identität bekannt zu geben.
Ebenfalls ohne Verletzte ging gegen 12.00 Uhr eine Lawine auf der Nockspitze bei Birgitz nahe Innsbruck ab. Ein junger Snowboarder aus Götzens wurde im ungesicherten Skiraum 150 Meter weit mitgerissen und verschüttet. Er wurde von seinem Bruder befreit.
Nur eine halbe Stunde später wurde auf der anderen Seite der Nockspitze bei Mutters ein weiterer Snowboarder im freien Skigelände 400 Meter von einer Lawine in die Tiefe gerissen und bis zu den Knien verschüttet. Der Innsbrucker erlitt eine leichte Knieverletzung und eine Platzwunde.
Nach einem Lawinenabgang gegen 15.00 Uhr am Festkogel bei Obergurgl (Bezirk Imst) war vorerst noch eine Suchaktion im Gang. Mindestens ein Snowboarder dürfte verschüttet worden sein.
Die Verletzte von Königsleiten ist inzwischen ihren Verlöetzungen erlegen. Die Münchnerin konnte schließlich nach zirka 70 Minuten durch Sondierung der Rettungskräfte gefunden und ausgegraben werden. Die Mundhöhle der Verschütteten befand sich zirka 150 Zentimeter unter der Schneeoberfläche.
Ein 13-jähriger Snowboarder aus Köln ist in Kitzbühel tödlich verunglückt. Der Junge prallte gegen einen Baum. Dabei erlitt er eine Schädelfraktur und brach sich zudem das Genick. Obwohl er einen Sturzhelm trug, starb der 13-Jährige noch an der Unfallstelle.
Schweiz: In Graubünden sind zwei Tourenskifahrer ums Leben gekommen. Der 40-jährige Italiener und der 55-Jährige aus Klosters (!) waren im freien Gelände unterwegs, die Abgänge ereigneten sich beinahe zeitgleich am Gatschiefer bzw. am Rinerhorn.
Am Nachmittag ist am Rappold im Bezirk Judenburg (Steiermark) eine Lawine abgegangen, eine Person wird vermisst.
edit: person ist geborgen, über zustand nichts bekannt bis jetzt
Im Tiroler Schirmtal ist gegen 11.00 Uhr eine vierköpfige Gruppe von Tourengehern am Jochgrubenkopf verschüttet worden, drei Menschen konnten sich selbst befreien, eine 40-jährige Frau hatte jedoch unter den vier Meter hohen Schneemassen keine Überlebenschance. Die Lawine blockierte auch die Schirmer Straße, Teile von Kasern sind vorerst nicht erreichbar.
Im Lungau haben am Samstag abseits der gesicherten Pisten fünf Kärntner Variantenskifahrer ein Schneebrett ausgelöst und wurden verschüttet, alle konnten sich selbst befreien; nur ein Ski (!) fehlt. Schauplatz: Davidlmulde in Thomatal, neben dem Matehanslift.
Am Kreuzjöchl bei Navis (Bezirk Innsbruck-Land) wurden gegen 11.00 Uhr drei Tourengeher - vermutlich aus Südtirol - teilweise von einer Lawine verschüttet. Sie konnten von der Bergrettung unverletzt aus den Schneemassen geborgen werden. Anschließend verließen sie den Unfallort, ohne ihre Identität bekannt zu geben.
Ebenfalls ohne Verletzte ging gegen 12.00 Uhr eine Lawine auf der Nockspitze bei Birgitz nahe Innsbruck ab. Ein junger Snowboarder aus Götzens wurde im ungesicherten Skiraum 150 Meter weit mitgerissen und verschüttet. Er wurde von seinem Bruder befreit.
Nur eine halbe Stunde später wurde auf der anderen Seite der Nockspitze bei Mutters ein weiterer Snowboarder im freien Skigelände 400 Meter von einer Lawine in die Tiefe gerissen und bis zu den Knien verschüttet. Der Innsbrucker erlitt eine leichte Knieverletzung und eine Platzwunde.
Nach einem Lawinenabgang gegen 15.00 Uhr am Festkogel bei Obergurgl (Bezirk Imst) war vorerst noch eine Suchaktion im Gang. Mindestens ein Snowboarder dürfte verschüttet worden sein.
Die Verletzte von Königsleiten ist inzwischen ihren Verlöetzungen erlegen. Die Münchnerin konnte schließlich nach zirka 70 Minuten durch Sondierung der Rettungskräfte gefunden und ausgegraben werden. Die Mundhöhle der Verschütteten befand sich zirka 150 Zentimeter unter der Schneeoberfläche.
Ein 13-jähriger Snowboarder aus Köln ist in Kitzbühel tödlich verunglückt. Der Junge prallte gegen einen Baum. Dabei erlitt er eine Schädelfraktur und brach sich zudem das Genick. Obwohl er einen Sturzhelm trug, starb der 13-Jährige noch an der Unfallstelle.
Schweiz: In Graubünden sind zwei Tourenskifahrer ums Leben gekommen. Der 40-jährige Italiener und der 55-Jährige aus Klosters (!) waren im freien Gelände unterwegs, die Abgänge ereigneten sich beinahe zeitgleich am Gatschiefer bzw. am Rinerhorn.
Zuletzt geändert von Stefan am 06.02.2005 - 17:34, insgesamt 2-mal geändert.
- Stefan
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btw:
im mattertal bei täsch, künstlich ausgelöst. weitere fragen zur aktuellen lawinengefahr beantwortet u.a. winter aktuell des slf:
http://wa.slf.ch/index.php?id=3400
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Re: Lawinen am 6.2. 2004
Hmm, wo war das denn?? Hab heut nix gesehen. Aber die Leute sind heut auch gefahren wie die Deppen...Stefan hat geschrieben:Ein 13-jähriger Snowboarder aus Köln ist in Kitzbühel tödlich verunglückt. Der Junge prallte gegen einen Baum. Dabei erlitt er eine Schädelfraktur und brach sich zudem das Genick. Obwohl er einen Sturzhelm trug, starb der 13-Jährige noch an der Unfallstelle.
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2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
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2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
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Update:
(www.kurier.at)Die Zahl der am Sonntag in Tirol durch Lawinen ums Leben gekommenen Personen hat sich auf drei erhöht. Wie die Innsbrucker Sicherheitsdirektion mitteilte, wurde ein 65-jähriger deutscher Staatsbürger im Gemeindegebiet von Tux (Bezirk Schwaz) von einem Schneebrett in zwei Meter Tiefe begraben. Der Mann konnte oberhalb der Höhlensteinhütte nur noch tot geborgen werden.
Nachdem der Deutsche alleine aufgestiegen war und bis am Abend nicht zurückgekehrt war, machte seine Frau gegen 20.00 Uhr eine Vermisstenmeldung. Daraufhin begannen zehn Mann der Bergrettung mit zwei Lawinenhunden eine Suchaktion. Der mit einem Lawinenverschüttetengerät ausgestattete Tourengeher konnte schließlich gegen 23.30 Uhr geortet werden - für ihn kam aber jede Hilfe zu spät.
Der Tourengeher aus Köflach, welcher am Sonntagnachmittag in der Obersteiermark von einer Lawine verschüttet und nach über einer Stunde geborgen wurde, ist nach der Einlieferung ins LKH Graz seinen schweren Verletzungen erlegen. Das berichtet die Grazer Sicherheitsdirektion. Der 1950 geborene Mann war Sonntagnachmittag am Rappoldkogel im Gemeindegebiet von Weißkirchen (Bezirk Judenburg) unterwegs gewesen, als ihn die Lawine erfasste.
16-jähriger Skifahrer abgängig
In Salzburg in der Gemeinde Werfenweng (Bez. St. Johann/Pongau) wird seit Sonntagabend ein jugendlicher Skifahrer aus Werfen vermisst. Der 16-Jährige war nach Angaben der Gendarmerie Salzburg am Nachmittag gemeinsam mit einem weiteren Jugendlichen am Fuße des Tennengebirges abseits der gekennzeichneten Pisten unterwegs, als sich die beiden aus den Augen verloren. Nach 19.00 Uhr schlug der Begleiter des 16-Jährigen Alarm. Die örtlichen Bergrettungen begannen noch am Abend mit einer Suchaktion. Trotz des Einsatzes eines Hubschraubers und einer Wärmebild-Kamera konnte der Vermisste nicht gefunden werden. Am Montag in der Früh wurde die Suchaktion fortgesetzt.
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Emilius3557
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Alles sehr traurig. Wie schnell so etwas passiert gestern in Hopfgarten gesehen. Da gibts doch nach dem ersten steileren Hang der roten 20er vom Rigi zum Thennwirt eine scharfe Kurve in einen Ziehweg. Als wird dort vorbei gekommen sind, stieg ein Skifahrer gerade aus dem Bereich unterhalb des Ziehwegs wieder hinauf, wahrscheinlich die Kurve nicht gekriegt. Hatte sicher aber nichts getan.
- Kris
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Die staublawine im schmirntal ging etwa 200 meter neben uns zu tal, wo wir gerade standen um eine tour am gegenüberliegenden hag zu starten. Das ding schoss einige hundert meter flach in den talschluss rein, bevor sich alles vernebelte. Anfürsich ein schönes spektakel der natur. Bäume kamen mit, ebenso eisschollen des 500 m hoeher gelegenen kleinen sees, den es ausgeleert hat. Leider musste ich bald sehen, dass aufstiegsspuren ins lawinengebiet führten. Wir suchten den lawinengkegel mit den LVS geräten ab, dann kam ein mann von ganz oben abgefahren, der seine partnerin vermisste. Beim raufsteigen im lawinenhang begeneten wir abgerissenen baumstümpfen, riesigen eisschollen und durchnässten schneemassen.
Am verschütteten see hat die bergrettung die tote vom helikopter aus schon geortet, gegraben haben wir dann etwa 5...6 meter tief.
Oberhalb des sees haben sich am dortigen talkessel rundum alle etwa 35° steilen hänge gelöst, und sind dann 800 hoehenmeter ins tal geschossen.
Das war der sonntag.
Am verschütteten see hat die bergrettung die tote vom helikopter aus schon geortet, gegraben haben wir dann etwa 5...6 meter tief.
Oberhalb des sees haben sich am dortigen talkessel rundum alle etwa 35° steilen hänge gelöst, und sind dann 800 hoehenmeter ins tal geschossen.
Das war der sonntag.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
-
Olli
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Er ist hat es leider nicht überlebt.
16-jähriger Skifahrer nach Sturz erstickt
Bergretter haben den in Werfenweng (Pongau) vermissten 16-jährigen Skifahrer Montagfrüh tot geborgen. Er dürfte nach einem Sturz im Tiefschnee erstickt sein. Sonntag war stundenlang vergeblich nach ihm gesucht worden.
update
Montag, 07.02.05
Suche mit Wärmebildkamera
Der 16-Jährige war mit einem Freund im Gelände unterwegs. Die beiden verloren sich aber aus den Augen. Als sich der 16-Jährige nicht mehr auftauchte, alarmierte sein Freund gegen 19.00 Uhr die Rettungskräfte
45 Bergretter der Ortsstellen Werfen und Bischofshofen, vier Hunde und ein Hubschrauber mit wärmeempfindlicher Kamera waren sechs Stunden im Einsatz, bevor die Suche um ein Uhr früh abgebrochen wurde.
Nach Sturz kopfüber in Schnee gelandet
Montagfrüh fanden die Bergretter dann die Leiche des 16-Jährigen unter mehreren Fichten am Bischling: "Der war komplett unterm Schnee - da ist etwa ein dreiviertel Meter Schnee draufgelegen, weil er unter die Bäume hineingerutscht ist", sagt Bergrettungmann Balthasar Pichler.
"Es ist sehr viel Schnee in dem Bereich", ergänzt Pichler, "Bei den Fichten bilden sich unter dem Stamm Löcher. Er ist vermutlich gestürzt und mit dem Kopf unter die Fichten hinein und dann vermutlich erstickt."
Erinnert mich traurigerwiese an eine 17 Jährigen aus meinen Heimatort, der 1999, auch nach sehr starken Schneefällen, ebenfalls in Werfenweng im Schnee erstickt ist.
Und gestern ist noch ein junger Wintersportler auf die gleiche tragische Weise ums Leben gekommen
Bub erstickt im Tiefschnee
In Mühlbach am Hochkönig (Pongau) ist ein siebenjähriger Bub aus Wien beim Skifahren im Pulverschnee nach einem Sturz hilflos erstickt.
Sonntag, 06.02.05
Neben Lifttrasse
Der Schüler war nach ersten Informationen am Sonntagnachmittag aus einem Schlepplift gefallen und dann zwischen Bäumen neben der Trasse in Richtung Tal gefahren.
Jede Hilfe kam zu spät
Er sei zu Sturz gekommen und kopfüber in den Tiefschnee gestürzt, berichtete die Alpingendarmerie. Der Siebenjährige kam dabei mit dem Kopf nicht mehr aus dem Pulverschnee und erstickte.
Angehörige und Pistenretter suchten lange Zeit vergeblich nach dem Urlauberkind. Es konnte erst gefunden werden, als jede Hilfe zu spät kam.
- trincerone
- Jungfrau (4161m)
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