http://www.orf.at/050221-84011/index.ht ... story.htmlBewohner der Polarinsel Grönland haben am Wochenende über eine ungewöhnliche "Hitzewelle" mitten im Winter gestaunt.
Wie der Sender TV2 in Kopenhagen am Sonntag meldete, wurden in Narsarsuaq an der Westküste der zu Dänemark gehörenden Insel 16 Grad plus und damit weit höhere Temperaturen als im Süden Europas gemessen.
Noch nie gemessen
Nie zuvor seit Beginn täglicher Temperaturmessungen im Jahr 1958 war es auf Grönland im Februar so warm gewesen. Wie es weiter hieß, war äußerst milde Luft aus dem Süden der Grund für die überraschend hohen Temperaturen.
Sie sollen bis Mitte der Woche anhalten. Auch im Hochsommer klettert das Thermometer höchst selten über die jetzt gemessenen 16 Grad.
Neue alarmierende Studie
Nur kurz nach In-Kraft-Treten des Kyoto-Protokolls schlugen Klimaexperten in Washington vergangene Woche Alarm. Eine neue Studie beweise, dass sich die Weltmeere genau so erwärmen, wie Computerberechnungen es vorausgesagt hatten: Das Polar- und das Grönlandeis werde schmelzen und auch dem Norden drohten dramatische Klimaveränderungen.
"Jetzt ist Schluss mit der Debatte, ob wir eine globale Erwärmung haben. Jetzt geht es nur noch darum, was wir tun", sagte Tim Barnett vom Scripps Institute für Meeresforschung im kalifornischen La Jolla letzte Woche.
Besondere Rolle für Grönland
Eine besondere Rolle spiele Grönland, erläutert Meeresforscherin Ruth Curry. "Grönlands Eisdecke enthält genügend Wasser, um den Meerespegel global um sieben Meter anzuheben."
Zwar habe Grönlands Eis erst kürzlich zu schmelzen begonnen. Aber auch dieser Anfang gebe schon Anlass zur Sorge, dass die Eisdecke an Stabilität einbüßen und mit der Zeit kollabieren könnte.
"Bewegen uns in Richtung Katastrophe"
Noch sei das System intakt, beruhigte die Forscherin. Es sei auch nicht gesagt, dass es zur Katastrophe kommen müsse. "Aber wir bewegen uns in die Richtung."
Ob das globale Muster der Meeresströmungen auch künftigem Schmelzwasser noch standhalten kann, hängt den Forschern zufolge ganz davon ab, wie schnell sich das Eis abbaut und wo genau das Schmelzwasser auf den Meereszyklus trifft.
Gesamtes Ökosystem steht auf dem Spiel
Dass außer dem Klima auch die Ökosysteme auf dem Spiel stehen, strich die Biologin Sharon Smith von der Universität von Miami heraus. Mit dem Verlust der Eisschollen würden Eisbären, Walrosse, Seelöwen und Seehunde ihrer Lebensgrundlage beraubt.
Selbst Vögel hätten zu leiden, wenn sich die Farbe des Meeres durch das Schmelzwasser verändert und sie ihre Beute unter der Wasseroberfläche nicht mehr erkennen können.
WWF: "Eisbären sterben aus"
Eisbären könnten nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF noch in diesem Jahrhundert aussterben, wenn die Klimaerwärmung nicht aufgehalten wird.
"Eisbären werden Geschichte sein, etwas, worüber unsere Enkel nur noch in Büchern nachlesen können", sagte Catarina Cardoso, die beim britischen WWF das Thema Klimawechsel behandelt.
Kritische Grenze vorhergesagt
Der WWF veröffentlichte Ende Jänner ebenfalls eine neue Klimastudie der Universität Oxford. Der Forscher Mark New geht darin wie andere Wissenschaftler von der These aus, dass bei einem Anstieg der durchschnittlichen Welttemperatur um zwei Grad im Vergleich zu der Zeit vor der Industriellen Revolution eine kritische Grenze überschritten würde.
Nach seinen Berechnungen wird dieser Anstieg zwischen 2026 und 2060 erfolgen, wenn nichts gegen den Klimawechse
http://www.orf.at/050221-84011/index.ht ... story.html2005 könnte zum wärmsten Jahr seit mehr als einem Jahrhundert werden. Zu diesem Schluss kommen Klimaexperten der US-Raumfahrtbehörde NASA in einer aktuellen Studie.
Verantwortlich dafür seien einerseits natürliche Ursachen wie das Klimaphänomen El Nino im Pazifik, das periodisch für einen Anstieg der Temperatur sorgt und Niederschläge ausbleiben lässt.
Treibhausgase als Hauptursache
In erster Linie aber, so die Forscher, kommen vom Menschen verursachte Ursachen des Klimawandels immer deutlicher zum Tragen.
"In den vergangenen 30 Jahren gab es eine beachtliche Erwärmung, die aus heutiger Sicht zu einem guten Teil auf das Ansteigen von Treibhausgasen in der Atmosphäre zurückzuführen ist", so James Hansen vom Goddard Institute für Weltraumstudien der NASA in New York.
Den größten Anteil an Treibhausgasen, die für die Erderwärmung verantwortlich gemacht werden, bildet Kohlendioxid (CO2) in Abgasen aus Verkehr und Industrie.
Wärmstes Jahr 1998
Bisher galt 1998 als das Jahr, in dem die wärmsten Temperaturen seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert gemessen wurden.
1,5 Grad plus in 50 Jahren
Es folgten 2002, 2003 und das Vorjahr. 2004 lag die globale Durchschnittstemperatur mit 14 Grad Celsius um 1,5 Grad über dem Durchschnitt der vergangenen 100 Jahre, so Drew Shindell von der NASA.
Zeitbombe Erderwärmung
Sollte sich der Trend fortsetzen, so zeichnen Klimatologen für die Zukunft ein durchwegs düsteres Szenario.
Im Jänner kam eine internationale Studie zu dem Schluss, dass schon in etwa zehn Jahren der Punkt erreicht sein könnte, an dem der durch Treibhausgase verursachte Klimawandel unumkehrbar sein wird.
Zu den Effekten der unumkehrbaren Situation gehören nach den Befürchtungen der Wissenschaftler schwerwiegende ökologische Folgen wie Dürre, Missernten, ein Anstieg des Meeresspiegels und ein weit verbreitetes Waldsterben.
Aha.. Kennt sich jemand aus in der Klima-Entwicklung Grönlands? Ist es normal, daß im Februar dort Plusgrade sind, bzw. wie sind die folgenden Wochen verlaufen, wo ähnliche (wenn auch nicht so extreme) Hitzewellen in Gröndland im Februar waren?Warnung vor neuer Eiszeit
US-Regierung stuft Studie als brisant ein - und schweigt dazu.
Eine wissenschaftliche Studie des US-Verteidigungsministeriums könnte Präsident George W. Bush in Bedrängnis bringen. Darin wird ein dramatisches Szenario beschrieben: Die zunehmende Erderwärmung könnte den Golfstrom zum Erliegen bringen und eine neue Eiszeit in der nördlichen Hemisphäre bewirken.
Der Klimakollaps würde letztlich die Sicherheit der USA gefährden. Die Bush-Regierung schweige zu dem Dokument, weil sie Druck auf die US-Industrie fürchtet, berichtete Spiegel Online Ende Jänner.
Golfstrom kollabiert
Das in der Pentagon-Studie beschriebene Szenario ist ebenso bedrohlich wie realistisch: Der Golfstrom, der wie eine riesige Warmwasserheizung Milliarden Liter von Tropenwasser in den Norden pumpt, verliert an Kraft, ändert seine Richtung und kollabiert plötzlich ganz.
Eisige Winde brausen über Nordeuropa hinweg, verheerende Stürme und Fluten verwüsten die Küsten. Die Wälder sterben ab, die Ebenen an Nord- und Ostsee gefrieren zur Tundra.
Dürre und Flut
Weitere Folgen wären verheerende Dürren im Süden der USA und Überschwemmungen in China. Skandinavien würde sich in eine Eiswüste verwandeln, dicht besiedelte Küstenstaaten wie die Niederlande und Bangladesch würden überflutet.
Millionen hungernder Flüchtlinge würden ihre Heimat verlassen und in die reichen Länder drängen.
Mehr Risiken als Terrorismus
Länder mit labiler Regierung wie Pakistan und Russland könnten versucht sein, ihr Nukleararsenal einzusetzen, um sich Nahrung oder Rohstoffe zu erkämpfen, warnen die Autoren der Studie.
Die Welt könnte in Anarchie versinken. Fazit des Pentagon-Berichts: Der Klimawandel birgt viel größere Risiken als der Terrorismus.
Ungehörte Warnungen
Seit Jahren warnen Forscher vor den Folgen eines abrupten Klimawechsels, doch die US-Regierung unter Bush negierte jede Notwendigkeit, im Land der weltgrößten Energieverbraucher etwas zu ändern.
Keine Stellungnahme der Regierung
Das Papier wird laut Spiegel Online von der Bush-Regierung als so brisant eingestuft, dass sie dazu bisher nicht Stellung genommen hat. Details aus dem Bericht erschienen im US-Wirtschaftsmagazin "Fortune" und im britischen "Observer".
Legendärer Verfasser
Die Pentagon-Studie wurde von den Amerikanern Andrew Marshall und Peter Schwartz beaufsichtigt. Der 82 Jahre alte Marshall gilt in Militärkreisen als schillernde Legende. Sein Spitzname "Yoda" rührt von seinen Arbeiten am "Star Wars"-Programm der US-Regierung her, als einer dessen Väter er gilt.
Seit 1973 führt er eine geheime Denkfabrik an, die oft weit im Voraus Risiken für die Sicherheit der Vereinigten Staaten analysiert.
Ich mein, ist es nicht so, daß die Kälte "dort oben" Schubweise in den nächsten Wochen auch zu uns transferiert wird - heißt das nicht auch, daß wir im März/April mit weniger Kälte rechnen müssen bzw. ist das gar schon wieder ein Anzeichen für einen kommenden heißen Sommer, auch für uns? Oder eher das Gegenteil im Hinblick darauf, daß demnächst dann wieder eine Periode kommt, die umso kälter ist?
Kann man eigentlich in Wettbüros aufs Wetter wetten? Wär ja irgendwie naheligend ;-)