Kleinwalsertaler Bergbahn kauft Fellhornbahn
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Kleinwalsertaler Bergbahn kauft Fellhornbahn
Kleinwalsertaler Bergbahn kauft Fellhornbahn
Die KIeinwalsertaler Bergbahn AG hat einen Millionendeal abgeschlossen. Die Bergbahnen kaufen die Fellhornbahn im benachbarten Oberstdorf im Oberallgäu (Deutschland). Über die Verkaufssummen wurde Stillschweigen vereinbart.
update
Donnerstag, 17.02.05
Unter 100 Millionen Euro
Bei einer Dimension von zwei Gondelbahnen, fünf Sessel- und drei Schlepplifte alleine am Fellhorngeht es um einige Millionen Euro.
Der Preis sei an der Schmerzgrenze gewesen, heißt es von Seiten der Raiba Kleinwalsertal. Es sei aber unter 100 Millionen Euro.
Aktien von der Nebelhornbahn
Zudem werden noch 26 Prozent der Aktien von der deutschen Lechwerke AG (LEW) an der Nebelhornbahn erworben. Damit ist die Bergbahn AG an der Mehrheit der Oberstdorfer Lifte beteiligt.
Die LEW bleibt mit rund 27 Prozent Anteilen aber stärkster Einzelgesellschafter der Nebelhornbahn AG. Nach Angaben der LEW soll durch den Verkauf "der Weg frei für eine weiterhin positive Entwicklung der Region Oberstdorf" werden. Mit ein Grund für den Rückzug sei, dass der Bergbahnbetrieb nicht zum Kerngeschäft der LEW zähle. Anstehende Investitionen hätten die LEW nicht alleine aufbringen können.
Konkurrenzdruck großer Skigebiete
Ziel des Kaufes ist es, dem wachsendem Konkurrenzdruck großer Skigebiete Paroli bieten zu können. Man möchte damit grenzüberschreitende Impulse setzen.
Die Genehmigung der Kartellbehörde steht noch aus.
Als Hauptaktionäre der Kleinwalsertaler Bergbahn AG sind die Raiffeisenbank Kleinwalsertal Holding mit rund 30 Prozent, die Allgäuer Überland GmbH (AÜW) mit knapp 31,4 Prozent sowie ihrer österreichische Tochtergesellschaft Energieversorgung Kleinwalsertal GesmbH mit rund 28,2 Prozent beteiligt. Die restlichen Anteile befinden sich in Streubesitz.
KIeinwalsertaler Bergbahn AG
quelle: vorarlberg.orf.at
Die KIeinwalsertaler Bergbahn AG hat einen Millionendeal abgeschlossen. Die Bergbahnen kaufen die Fellhornbahn im benachbarten Oberstdorf im Oberallgäu (Deutschland). Über die Verkaufssummen wurde Stillschweigen vereinbart.
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Donnerstag, 17.02.05
Unter 100 Millionen Euro
Bei einer Dimension von zwei Gondelbahnen, fünf Sessel- und drei Schlepplifte alleine am Fellhorngeht es um einige Millionen Euro.
Der Preis sei an der Schmerzgrenze gewesen, heißt es von Seiten der Raiba Kleinwalsertal. Es sei aber unter 100 Millionen Euro.
Aktien von der Nebelhornbahn
Zudem werden noch 26 Prozent der Aktien von der deutschen Lechwerke AG (LEW) an der Nebelhornbahn erworben. Damit ist die Bergbahn AG an der Mehrheit der Oberstdorfer Lifte beteiligt.
Die LEW bleibt mit rund 27 Prozent Anteilen aber stärkster Einzelgesellschafter der Nebelhornbahn AG. Nach Angaben der LEW soll durch den Verkauf "der Weg frei für eine weiterhin positive Entwicklung der Region Oberstdorf" werden. Mit ein Grund für den Rückzug sei, dass der Bergbahnbetrieb nicht zum Kerngeschäft der LEW zähle. Anstehende Investitionen hätten die LEW nicht alleine aufbringen können.
Konkurrenzdruck großer Skigebiete
Ziel des Kaufes ist es, dem wachsendem Konkurrenzdruck großer Skigebiete Paroli bieten zu können. Man möchte damit grenzüberschreitende Impulse setzen.
Die Genehmigung der Kartellbehörde steht noch aus.
Als Hauptaktionäre der Kleinwalsertaler Bergbahn AG sind die Raiffeisenbank Kleinwalsertal Holding mit rund 30 Prozent, die Allgäuer Überland GmbH (AÜW) mit knapp 31,4 Prozent sowie ihrer österreichische Tochtergesellschaft Energieversorgung Kleinwalsertal GesmbH mit rund 28,2 Prozent beteiligt. Die restlichen Anteile befinden sich in Streubesitz.
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das muss ich mir erst mal durch kopp gehen lassen ....
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- Chasseral
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Zum "Rückzug" der Lechwerke:
Rein in die Kartoffel... raus aus die Kartoffel ...
Noch vor 2 Jahren war es für die Energiebranche "strategisch wichtig", sich im Bereich kommunaler Unternehmungen - dazu zählen auch Bergbahnen - zu engagieren. Jetzt heisst es allgemein: Kommando zurück! Konzentrieren aufs Kerngeschäft!
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Noch vor 2 Jahren war es für die Energiebranche "strategisch wichtig", sich im Bereich kommunaler Unternehmungen - dazu zählen auch Bergbahnen - zu engagieren. Jetzt heisst es allgemein: Kommando zurück! Konzentrieren aufs Kerngeschäft!
Winter 2012/13: 22 Skitage
6x Andorra, 1x Spanien, 12x Deutschland, 3x Österreich
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Bündelung der Kräfte und Zusammenarbeit ist richtig. Aber muß man da gleich kaufen / verkaufen?
Für mich sieht das Ganze sehr nach einem Steuersparmodell aus. Die eine Seite schreibt die Verluste ab, die andere Seite die Einstiegskosten.
Da ist wie bei vielen Verkehrsanlagen und ÖPNV-Technik in deutschen Städten. Man verkauft alles an einen US-Investor und hat damit "schnelles Geld", dann least man das Ganze sofort wieder. Die Steuerbehörden in beiden Ländern schauen in die Röhre. Wie das Ganze allerdings in 10 Jahren aussieht, kann keiner sagen.
Pendolino
Für mich sieht das Ganze sehr nach einem Steuersparmodell aus. Die eine Seite schreibt die Verluste ab, die andere Seite die Einstiegskosten.
Da ist wie bei vielen Verkehrsanlagen und ÖPNV-Technik in deutschen Städten. Man verkauft alles an einen US-Investor und hat damit "schnelles Geld", dann least man das Ganze sofort wieder. Die Steuerbehörden in beiden Ländern schauen in die Röhre. Wie das Ganze allerdings in 10 Jahren aussieht, kann keiner sagen.
Pendolino
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Jay
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++ 10.03.2005, Allgäuer Zeitung ++
Nebelhornbahn fährt Überschuss ein
Regen trübt die Bilanz etwas
Oberstdorf(jst). - "Häufige Schneefälle und die damit verbundenen aufwändigen Lawinensprengungen sowie ein recht verregneter Sommer" trüben die Bilanz des Geschäftsjahrs 2003/2004 der Nebelhornbahn. Dennoch erzielte das Unternehmen einen Überschuss von 150 000 Euro und schüttet pro Stückaktie eine Dividende von zwei Euro aus. Das berichtete Finanz-Vorstand Peter Schöttl auf der gestrigen Hauptversammlung der Bergbahn AG.
Gegenüber dem "sehr guten Vergleichs-Vorjahr" nahm die Zahl der Fahrgäste um fast 13 Prozent ab auf knapp 300 000. Der Umsatz lag mit etwa 5,2 Millionen Euro zwar zwei Prozent über dem fünfjährigen Durchschnitts-Wert aber elf Prozent unter dem des Zeitraums 2002/2003. Während die meisten Einnahmen (58 Prozent) mit Berg- und Talfahrten zu erzielen waren, entfielen die restlichen 42 Prozent auf den Wintersport. Die Nebelhornbahn beschäftigt rund 60 Mitarbeiter.
Wie Schöttls Kollege Augustin Kröll ausführte, punktete die Bahn zwar zum Saisonbeginn "mit ihrem großen Plus, der Schneesicherheit. Aber die geringen Naturschnee-Mengen und die starken Windverfrachtungen schränkten unser Angebot bis Ende Januar
Schöttls Kollegen Augustin Kröll, zugleich Vize-Präsident der IHK Schwaben, wiederholte mehrfach in der Versammlung die Forderung, die Ferienregion Allgäu besser an das Verkehrsnetz anzuschließen. Dies gelte für Straßen (vor allem die B 19) und Bahn aber auch für die Luft: "Wir brauchen den Flughafen Memmingerberg, um uns touristisch im Ausland stärker positionieren zu können", sagte Kröll, der künftig Aufsichtsratsvorsitzender der Nebelhorn wird und als Vorstand in die Kleinwalsertaler Bergbahn AG einsteigt. Die hatte sich kürzlich bei Nebelhornbahn und Fellhornbahn in Oberstdorf eingekauft (wir berichteten).