Ich poste zunächst mal ein paar allgemeine Informationen und berichte dann jeweils in Block zu den einzelnen von uns besuchten Skigebieten. Im Zentrum unseres Urlaubs stand generell stressfreies Erholen im Schnee sowie für mich speziell möglichst interessante Varianten/Tourenabfahrten abseits der Pisten.
Anreise: Mit Eurocity von Wien über Salzburg - Rosenheim - Innsbruck nach St. Anton, Abfahrt 7h30 Ankunft St. Anton 13:49, dann mit Postbus weiter nach Pettneu-Kirche und zu Fuss 5min zur Ferienwohnung.
Blick vom Parkplatz vor der Ferienwohnung nach Osten zur Eisenspitze (2859m).
Wetter: die ersten 2 Tage brachten bedecktes bis stark bewölktes Wetter mit unergiebigen Schneefällen (unter 1 cm in Pettneu, ca. 3 cm am Berg), ab Tag 3 leicht bewölkt bis annähernd wolkenlos
Temperatur: ganztägig frostig (am Berg extrem mit Temperaturen bis -15 Grad morgens), tagsüber im Tal südseitig leichtes Tauwetter
Schneehöhen:
in Pettneu 50cm - 120 cm (gegen Ende der Woche im Tal auf 40cm abnehmend)
St. Anton: 100 (90cm) - 300 (280) cm, am Galzig 211 cm laut digitaler Anzeige an der Galzig-Talstation, auf der Rendl-Seite etwas weniger Schnee als am Galzig
Stuben: 200-300 cm
Lech/Zürs: 150-250cm
Geöffnete Anlagen/Pisten: Soweit zu überblicken war, alle Bahnen und Lifte geöffnet, ebenso alle Pisten und offiziellen Skirouten (z.B. Langer Zug in Lech etc.).
Lawinenlagebericht: anfangs Stufe 3 (erheblich), später auf 2 (mäßig) sinkend. Aufgrund der grösseren Schneehöhe deutlich günstigere Lawinenbedingungen (i.S. von geringerer Gefahr) als in den inneralpinen Lagen.
Nun zu den einzelnen Berichten. Ich beginne mit Pettneu, wo wir aufgrund des schlechten Wetters die ersten beiden Tage verbracht haben.
Pettneu - Skigebiet Lavenar/Bränd
Panoramakarte des Skigebiets:
Aufgrund des schlechten Wetters machten wir zunächst in Pettneu keine Fotos. Das haben wir dann erst am Freitag Nachmittag bei Schönwetter nachgeholt. Das Skigebiet Pettneu hat eigene Liftkarten/-preise. Wir verwendeten zunächst klassische Punktekarten (o.k., ganz klassisch waren die nicht, da tauglich für digitales Zutrittssystem). Allerdings gilt der (natürlich teurere) Arlberg-Skipass auch in Pettneu (was durchaus praktisch sein kann).
Das Skigebiet ist - wie schon am Panorama zu ersehen - sehr klein und besteht aus einem kurzen Zubringer (ESL - kultisch) zum Berghotel Lavenar (= "Mittelstation") und einem SL (plus Übungslift) sowie einem DSL oben. Sowohl SL und DSL erschliessen relativ steile Pisten in Wald-/Almgelände.
Der ESL Pettneu-Lavenar:
Skigebiet Pettneu-Lavenar Gesamtüberblick (fotografiert von der gegenüberliegenden Talseite). Die Hauptpiste ist die breite Schneise die sich von links oben schräg durch den Wald zu dem gelben Gebäude (Berghotel Lavenar) zieht. Der DSB geht oberhalb davon rauf ca. zur Waldgrenze.
Gleicher Ausblick im "Zoom" (Digicam Made in China
Blick von einer der drei Pisten des SL ins Stanzertal:
Das Lift- und Pistenangebot von Pettneu ist natürlich beschränkt und der Ort stellt sich selbst ehrlicherweise als "Der kleine Arlberg" dar. Trotzdem hat uns allen das Gebiet sehr gut gefallen, es eignet sich besonders für Anfänger und Familien. Hervorzuheben ist der sehr geringe Andrang. Wartezeiten an den Liften waren nicht vorhanden (der ESL und die DSB liefen zumeist leer), die Pisten waren dementsprechend auch sehr gering frequentiert. Durch den geringen Andrang hielten sich die gut präparierten Pisten den ganzen Tag (ganz im Gegenteil zu den zentralen Pisten in St. Anton, die naturgemäß ab dem späten Vormittag sehr zerfahren waren).
Varianten- bzw. Tiefschneeabfahrten gibt es prinzipiell auch im Pettneuer Skigebiet, doch waren diese wegen eines dünnen, nicht tragfähigen Harschdeckels (Südseite !) nicht lohnend zu fahren.
Fazit Skigebiet Pettneu:
Gefallen: Pistenpräparierung, Restaurant/Berghotel Lavenar,
nette Talabfahrt fast direkt zur Ferienwohnung, Abfahrt von der Ferienwohnung zur Talstation ESL,
Nicht gefallen: Tiefschnee durch Harschdeckel "zerstört", DSB Bränd sehr langsam (was sich bei der doch beträchtlichen Länge bemerkbar macht)
Die Vorfreude auf die grossen Arlberggebiete war daher dementsprechend gross, als am 3. Tag das Wetter vielversprechend begann.
Blick von der Bushaltestelle Pettneu Richtung Galzig:
Der Bericht über St. Anton/Galzig/Stuben folgt in Kürze. Daran anschliessend sind dann St. Anton/Rendl sowie Zürs/Lech dran (ich brauch jetzt erstmal ne kurze Pause