Alagna (IT) / 12.03. - 20.03.05 / Fotos + Videos

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Howy
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Alagna (IT) / 12.03. - 20.03.05 / Fotos + Videos

Beitrag von Howy »

Alagna, Monte Rosa Gebiet. 12.03. - 20.03.2005

Anfahrt:
Mit dem Auto: München – Kammlach – Bregenz – Chur – Bernhardstunnel – Ponte Tresa – Varese – Romagnano Sesa - Alagna (ca. 560 km).

Wetter:
Sieben Tage lang strahlender Sonnenschein, Fernsicht, kaum Wolken am Himmel

Temperatur:
Tal: bis zu 23 Grad
Berg: nur wenig kälter...

Schneehöhe:
Tal: 10 cm, Berg: 120 cm

Schneezustand:
Am Vormittag griffig und gut zu fahren, am Nachmittag zunehmend sulzig. Am Ende der Woche an einigen wenigen, aber leider schlecht ausweichbaren Stellen aper.

Geöffnete Anlagen:
alle Anlagen geöffnet

Geschlossene Anlagen:
-

Geschlossene Pisten:
Talabfahrt nach Alagna, Abfahrt von Borchetta della Pisse nach Pianalunga

Am meisten gefahren mit:
PB Punta Indren
Balmakorblift
Funifor Pianalunga - Passo dei Salati
DSB Jolanda II

Am wenigsten gefahren mit:
Bergbahnen in Champoluc (Südhänge, Pisten bes. sulzig)

Wartezeiten:
Nur am Wochenende, wenn die Mailänder Tagesgäste ins Monte Rosa Gebiet kommen. Wartezeit an der Punta Indren PB und Funifor bis zu 45 Min, an den anderen Liften nicht nennenswert. Unter der Woche waren die Lifte kaum ausgelastet.

Gefallen:
Alpenpanorama, landschaftlich und fahrtechnisch sehr abwechslungsreiche Pisten, einmalige Bergbahnen, hervorragende Gasthäuser im Skigebiet.

Nicht gefallen:
Zahlreiche gelbe Flecken am Pistenrand, biologisch abbaubar.

Fazit:
Landschaft, Pisten, Bahnen und Menschen suchen seinesgleichen.

6 von 6 Maximalen.
Abzüge: Apere Stellen


Vorwort

Wo stammt ihr her? Aus Monaco di Baviera? Der weißhaarige Turiner stößt in der Gondel einen spitzen Schrei aus und deutet mit dem Zeigefinger auf seinen Kopf. Das ist doch verrückt, viel zu weit! Warum fahrt ihr nicht ins Stubaital?

Eine berechtigte Frage! Wir hatten eine 560 km lange Autofahrt hinter uns, die uns auf einer landschaftlich grandiosen Strecke über den Bernhardstunnel einmal quer durch die Alpen geführt hatte, aber auch sehr anstrengend war. Je weiter wir uns von den Schneemassen der Alpennordseite entfernten, umso spärlicher wurde der Schnee, ehe wir um Lugano auf den Frühling trafen und bei der Rast in unseren dicken Wintermänteln schwitzten. Auch auf der anschließenden Fahrt durch das wildromantische Valsesia Tal von Romagnano Sesa hoch nach Alagna waren nur vereinzelt Schneereste zu sehen. Wo war nur der Schnee?

Kleiner Exkurs: Letztes Jahr war ich um genau diese Zeit in einem bekannten riesigen Skigebiet auf der Alpennordseite. Die Pisten waren so sehr übervölkert, dass an Skilaufen gar nicht zu denken war. Die Fahrweise der anderen Ski- und Snowboarder war eine groteske Mischung aus killermäßiger Raserei, unberechenbaren und rational nicht nachvollziehbaren Fahrmanövern und Nichtkönnen, was allerdings vielleicht auch auf einen erhöhten Alkoholpegel zurückzuführen war. Zusammenstöße sind dabei an der Tagesordnung. Es war saugefährlich!
In den sogenannten „urigen“ Skihütten herrschte Kantinenverpflegung, in gruseligen Eintöpfen schwammen Würste mit 10% Fleischgehalt und es gab Germknödel aus der Tricatell-Fabrik zu unverschämten Preisen. Dazu dröhnte in voller Lautstärke, natürlich als Anheizer um die Leute abzufüllen: Anton aus Tirol, Das sind keine 20 Zentimeter usw. Stimmung wie aufm Ballermann. Mit anderen Worten: Mir hats glangt! Das war Skifahren, wie ich – leider kein Tourengeher - es nicht mehr erleben wollte.

Wie sehr hatte ich mich im Herbst gefreut, als ich über Trincerones erstklassige Berichte zum ersten Mal auf das Freeridegebiet von Alagna und das Monte Rosa Skigebiet aufmerksam wurde. Die Bilder der weiten Hänge, die herrliche Landschaft, die schönen Walserhäuser und die einmaligen Bergbahnen weckten sofort mein Interesse. Als es dann noch hieß, dass diese Liftoldtimer sehr bald das Zeitliche segnen werden und durch den Neubau auch dort wohl der Massentourismus einkehren würde, ließen wir uns – Howy, Heribert Pilch und der Mann aus Kammlach – nicht lange bitten und machten das Abenteuer mit einem Händedruck fix.

Mein Bericht konzentriert sich auf die beiden „historischen“ Bergbahnen, die Punta Indren-Kabinenbahn sowie dem Balmakorblift mit den beiden grandiosen Abfahrten nach Gressoney und zur Borchetta della Pisse.

Habt alle viel Spaß beim Lesen + Anschauen und die Zillertal-Fraktion fühlt sich durch meine Vorrede bitte nicht angegriffen :lol: :lol: :lol:


Punta Indren Seilbahn

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^^ Das laute Brummen der beiden Dieselgeneratoren kann man auf der Bergfahrt mit dem Doppelsessellift hoch zur Borchetta della Pisse (2400 m) hören, lange bevor die Betonstation der Punta Indren Kabinenbahn plötzlich hinter einer Kuppe auftaucht. Auch wenn ich dieses Gebäude auf zahlreichen Fotos von allen Seiten gesehen habe, der erste Blick lässt auch mich ungläubig sein. Die riesige, augenartige Öffnung der stillgelegten Kabinenbahn der zweiten Sektion, die eingeschlagenen Fenster, der graue Beton, der mit Blech verkleidete Zugang vom Ausstieg des kaputten Mullersessellifts und der baufällige Gesamteindruck müssen besonders im Nebel wunderbar gruselig wirken und all dies hat so rein gar nichts mit westeuropäischen Skistationen im 21. Jahrhundert zu tun. Ukraine, Kazakhstan, Anden? Nein, Italien! Mir hat dieses Haus sofort gefallen.

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^^ Der Mann aus Kammlach und Howy vor der Bergfahrt.

Die Punta Indren Kabinenbahn ist allerdings (noch) weit entfernt davon, als „Geisterbahn“ bezeichnet zu werden. Am Wochenende war der Warteraum völlig überfüllt mit den Mailänder Tagesgästen. Nur 25 Gäste können in eine Kabine einsteigen und somit pendelte die Bahn im Dauerbetrieb. Als Techniklaie fällt es mir schwer den Wartungszustand sachkundig zu beurteilen, die Bahn machte aber einen recht soliden Eindruck. Einfache, aber zweckmäßige und verlässliche Technik. In den Kabinen fallen die nachträglich eingebauten Bremssysteme sowie die neue Elektrik auf. Persönlich fühle ich mich in einer solchen alten Bahn nicht unwohler als in einer modernen kuppelbaren, denn ich bin ein Freund der Tragseilbremse!

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^^ Bahnhof der Indrenbahn auf der Borchetta della Pisse

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^^ 60 Sekunden nachdem sich die Laufräder in Bewegung gesetzt hatten. Links von der Seilbahnstation die Überreste der alten Materialseilbahn in Richtung Kirchturmstütze und wiederum links davon die Bergstation des Balmakorblifts.

Einen Film, der die Ausfahrt aus der Station und die erste Stütze zeigt, könnt ihr euch hier herunterladen (Quicktime, 15 MB).
http://www.hartfried.globalmarch.de/ala ... ahrtPB.MOV

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^^ Die Kirchturmstütze im Zoom. Links von ihr sieht man deutlich die Überreste der Zwischenstation der Materialseilbahn – die letzten Überbleibsel der alten Transportbahn die für den Bau der Indrenbahn von Alagna bis hoch zur Punta Indren gebaut wurde.
Schön sieht man in der Zoomeinstellung, wie stark Trag- und Zugseil durchhängen. Seilreiter gibt es auf der ganzen Strecke übrigens keine.

Dieser Film zeigt die Überfahrt über die Kirchturmstütze (Quicktime, 9 MB).
http://www.hartfried.globalmarch.de/ala ... tuetze.MOV

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^^ Name des Kabinenherstellers

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^^ Gegenüber auf der rechten Seite treffen sich die Funifor aus Alagna und die 15EUB aus Gressoney auf dem Passo dei Salati. Von dort aus wird auch die Funifor als Ersatz für die Indrenbahn zur neuen Bergstation auf der Cresta Rossa (3659m) führen. Auf der alten Trasse der Kabinenbahn wird es keine Seilbahn mehr geben. Möglicherweise wird eine Mittelstation auf der Punta Indren platziert, weiß jemand näheres?

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^^ Blick auf die komplette Strecke. Das enorme Spannfeld der Bahn ist einfach beeindruckend. Hier könnte man glauben, dass die Seilbahn endlos weiter in Richtung Himmel fährt. Was mich auch nicht gewundert hätte.

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^^ Nach nur 10 Minuten Fahrt in schneller Geschwindigkeit bleibt die Kabine in luftiger Höhe erst einmal stehen. Rollt zunächst einige Zentimeter rückwärts, bleibt wieder stehen. Unglaublich, wie wild das Zugseil zuckt und um sich schlägt. Erst als es sich beruhigt hat, fährt die Kabine ganz langsam in die Bergstation ein.

Dort montierten gerade Handwerker riesige Poster an die nackten Betonwände, die Skisportler in Extremsituationen zeigen. In ihrem letzten Betriebsjahr wird die Indrenbahn anscheinend noch mal richtig schön hergerichtet. Ansonsten ist die Bergstation in einem ähnlichen Zustand wie die Talstation auf der Borchetta: Grauer Beton, Linoleumboden, Toiletten in einem scheußlichen Zustand und alles wirkt irgendwie improvisiert. Seit 1964.

Raus geht es durch die Glastür, meine Füße betreten Glatteis und dünne Höhenluft zieht in meine Nase. Und dann dieses Panorama:
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^^ Dies sind die Berge, die man allein von der Rückseite der Bergstation sehen kann! Wer findet das Matterhorn (Monte Cervino, 4475m) ?


Skiroute Punta Indren – Gabiet (Seite von Gressoney)

Nachdem wir uns ein wenig von dem überwältigenden und grandiosen Bergpanorama erholt und wir uns langsam an die dünne Höhenluft (3260 m) gewöhnt hatten, wollten wir nur noch eins: Skifahren!

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^^ Vor den Skiabfahrten im Monte Rosagebiet hatte ich großen Respekt. Ich bin ein guter, aber kein brillanter Fahrer, habe nur wenig Erfahrung im Off-Piste-fahren und habe auch noch keine „Meisterprüfungen“ bestanden, wie z.B. das Vallé Blanche in Chamonix.
Jedoch sind die Abfahrten rund um die Punta Indren von jedem besonnenen Skifahrer zu meistern, der sich auf etwas steileren oder buckligeren Hängen wohlfühlt. Es handelt sich aber in jedem Fall um ein hochalpines Skigebiet mit Gletscherspalten, Felsstürzen, jähen Abgründen und Lawinengefahr. Zudem besteht bei schlechter Sicht die Gefahr, dass man die Orientierung verliert. Eine Woche vor uns waren drei Alpinisten auf einem der Gletscher ums Leben gekommen, was leider im gesamten Monte Rosa Gebiet nicht selten vorkommt.

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^^ Los geht es zunächst mit einem ca. 15 minütigem Fußmarsch quer über den Gletscher zum Ausgangspunkt der Tourenabfahrt. Die andere Variante, direkt über den Gletscher in Richtung Gressoney abzufahren, war wegen Gletscherspalten gesperrt.

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^^ Die schiefe Stütze des stillgelegten Gletscherlifts im Zoom.

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^^ Blick zurück zur Bergstation der Indrenbahn. Beim ersten Aufstieg machte ich noch den Fehler, dass ich viel zu schnell loslief. Umso mehr hechelte und keuchte ich am Ende… Man sollte die Höhenluft nicht unterschätzen.

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^^ Der zweite stillgelegte Gletscherlift.

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^^ Der erste, relativ flache Hang der Skiroute. Es war vormittags und der Schnee war noch brettlhart gefroren. Es ist außergewöhnlich ruhig auf den leeren Pisten, die einzigen Geräusche die man hört, ist der knirschende Schnee.

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^^ Blick zurück zum Gletscher

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^^ Endlose weite Hänge und griffiger Schnee: Leider geil.

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^^ Das Coulois. Steil, hohe Buckel und ein geiles Gefühl durch diese schmale Rinne zu schweben…

Eine Filmaufnahme live aus dem Coulois könnt ihr euch hier anschauen (Quicktime, 6 MB)
http://www.hartfried.globalmarch.de/alagna/Coulois.MOV

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^^ Nach der Fahrt durch das Coulois wird man zunächst mit einer flotten Schussfahrt belohnt. Doch dann wartet…

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^^ … eine wirklich enge Durchfahrt durch einen schmalen Felstunnel. Der Schnee dort ist immer gefroren und spiegelglatt…

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^^ … was im schlimmsten Fall mit einer Platschlandung in diesem Wasserloch enden kann!
Kleine Anekdote am Rande: Uns angeschlossen hatte sich ein freundlicher Herr aus Dänemark, der alle paar Minuten seiner Familie eine SMS schickte, dass er noch am Leben sei – Nach der Durchfahrt durch die Wasserpfütze musste der Herr erst einmal einige Kippen rauchen!

Und wenn wir uns den folgenden Film anschauen, dann sind wir nicht schadenfroh, gell? (Quicktime, 3 MB)
http://www.hartfried.globalmarch.de/ala ... nfahrt.MOV

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^^ Nach diesem skurrilen „Tunnel“ (links im Schatten) wartet wieder die strahlende Sonne auf uns!

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^^ Der Blick zur Seite liefert den Beweis: Die Zivilisation ist ganz nah!
Von jetzt an ging es relativ flach weiter in Richtung Mittelstation Gabiet (die Skiroute bis ganz hinunter ins Tal nach Gressoney war schon nicht mehr befahrbar)

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^^ Dabei überquert man auch einen zugefrorenen Stausee

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^^ Nach rund 60 Minuten Fahrzeit (inkl. Fußmarsch) erreichten wir das reguläre Skigebiet von Gressoney.

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^^ Das bin ich! Mit der Tonnengondel von Leitner geht es wieder hoch auf den Passo dei Salati (2979), wo sich auch die Bergstation der Funifor aus Alagna befindet. Vom Passo dei Salati fahren wir wieder hinunter nach Pianalunga, dem Hauptdrehpunkt des Alagna Skigebiets, mit der Bergstation der 8EUB, der Talstation der Funifor und der DSB zur Borchetta della Pisse, über die wir wieder zurück zur Indrenbahn gelangen.


Abfahrt von Punta Indren zur Borchetta della Pisse

Während die Skiroute nach Gabiet von der Bergstation der Punta Indren Station ins dahinter gelegene Tal führt, verläuft die Abfahrt zur Borchetta della Pisse entlang der Fahrstrecke der Kabinenbahn und endet ca 150 HM unterhalb der Talstation. Zurück zum Ausgangspunkt kommt man mit dem Balmakorblift.

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^^ Auch hier wieder Gefahrentafeln in ernstem Ton. Beachtet bitte die kuriose Transformation, die das Monte Rosa Maskottchen nach einem kleineren Unfall einnimmt…

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^^ Nach einer kurzen Schussfahrt auf einem Ziehweg gelangt man von der Bergstation auf endlos weite Pisten. Diese werden zwar nicht mit der Pistenraupe präpariert, aber waren hervorragend eingefahren.

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^^ Zahlreiche Varianten sind möglich abseits der mit Stangen markierten Hauptabfahrt.

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^^ Auch die wichtigsten Gefahrenstellen der Hauptabfahrt sind gesichert. Oben im Bild ist die Stütze III der Indrenbahn sichtbar.

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^^ Das zweite Drittel der Abfahrt.

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^^ Auf den Ziehweg folgt eine längere Buckelpiste, die in eine Schussfahrt in Richtung Kirchturmstütze übergeht.

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^^ Aussicht auf das letzte Drittel der Abfahrt. Oben rechts ist die Talstation der Indrenbahn sichtbar, unten links könnt ihr mit scharfem Blick den Balmakorblift sehen.

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^^ Ab der Kirchturmstütze wird die Hauptabfahrt deutlich steiler, buckeliger und eisiger.

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^^ Heribert Pilch zeigt wo’s lang geht!

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^^ Einmalig im gesamten Monte Rosagebiet sind die unzähligen alten Hütten, manche bewohnt, viele nur noch Ruinen. Eine einzige Freude, diese bei einer kurzen Rast zu besichtigen. Wie die Menschen hier vor 50 Jahren nur leben konnten?

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^^ Jetzt hieß es tapfer sein. Leider war die Indrenabfahrt an genau zwei Stellen im letzten Drittel, die man nur sehr schlecht umfahren konnte, steinig und ein einziger Leidensweg für die Ski. Hatte man diese Passagen erst einmal hinter sich gebracht, war die Schlusstrecke noch sehr schön zu fahren.

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^^ Immer entlang der alten Seilbahn.

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^^ Und hinunter in den letzten Hang in Richtung Balmalift.

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^^ Das ist die perfekte Buckelpiste, der perfekte Tag!

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^^ Blick auf den Schlusshang (Bild aufgenommen vom Korblift)

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^^ Die letzten Schwünge vor dem ….

Balma Korblift

„Warum fahrt ihr ausgerechnet nach Alagna“, wurde Heribert Pilch von einem Bekannten gefragt. „Zum Korblift fahren“ lautete die Antwort und der Bekannte schaute befremdet.
Korblifte im Winter kannte ich nur von Erzählungen meiner Mutter über Skifahren im Südtirol der sechziger Jahre. Für mich sind diese Lifte Relikte vergangener, glücklicher Skitage und in etwa so modern und ebenso vom Aussterben bedroht, wie der Paternoster unter den Aufzügen.
Der einzige Korblift, den ich übrigens vorher gefahren bin, ist der alte Graffer im Gardaland Vergnügungspark! Umso mehr freute ich mich, dass ich noch einmal in meinem Leben die Chance hatte, mit den Ski im Gepäck in den Korb zu hüpfen!

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^^ Die Talstation des Balmakorblifts. Auch hier grüßt wiederum der Betonlook der sechziger Jahre. Auf den ersten Blick muss man sich einfach die Frage stellen, warum hier so ein riesiger Betonsockel in die Landschaft gestellt werden musste. Die Antwort ist in den riesigen Schneemassen zu suchen, die hier im Hochwinter liegen können. Zudem bietet die massive Bauweise und die erhöhte Position der Talstation einen sicheren Schutz vor Zerstörung durch Lawinen.

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^^ Im Schatten zu sehen ist die Ruine der ehemaligen ersten Stütze des Liftes. Die Seile hängen stark durch und das Spannfeld zwischen Talstation und der ersten (stehengelassenen) Stütze ist gewaltig.

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^^ Ein Blick auf die nahezu vollständige Strecke des Balmalifts. Im Hochwinter kann man entlang der Trasse des Korblifts über Gesteinsbrocken hinweg abfahren.

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^^ Ich im Treppenhaus des Balmalifts. Leider eine riesige Müllhalde!

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^^ Technik, die mich begeistert.

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^^ Das große Rätsel: Was geschieht mit dem Balmalift? In seiner heutigen Form wird es ihn in der nächsten Saison wohl nicht mehr geben. Der Lift soll nach Auskunft der Liftfrau verlängert werden und weiter tiefer in dieses Tal führen. Am Ende kauft die MonterosaSki AG noch einige Körbe bei Graffer, bestellt ein Seil bei Teufelsberger und fertig ist der neue Lift!
Von diesem Tal kann man übrigens bei ausreichender Schneelage über eine Forststrasse bis hinunter nach Alagna kommen.

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^^ Eine große Freude für Howy, Heribert und den Mann aus Kammlach war es, die Einsteigversuche der anderen Fahrgäste zu beobachten. Dies läuft so: Die Liftfrau, nennen wir sie Frau Balma, frägt die Passagiere ob sie einzeln oder zu zweit fahren wollen. Frau Balma sammelt sodann die Ski ein, geht auf die andere Seite der Station, während sich die Passagiere auf den markierten Positionen „1“ und „2“ aufstellen und stellt die Ski in den Höcker des Korbes. Sogleich läuft sie wieder auf die andere Seite, um den Passagieren zur Seite zu stehen, die, in Reihenfolge der Markierungen, in den ungedrosselt fahrenden Korb zu springen versuchen. Lauthals kommentiert die sehr nette und lustige Frau Balma das Geschehen, läuft dem Korb hinterher und schlägt kurz vorm jähen Abgrund die Korbtür in die Verriegelung. Was allerdings nicht immer rechtzeitig klappt…

Den Film, wie zwei wohlbekannte Herren den Korb besteigen, gibt’s hier (Quicktime, 8 MB)
http://www.hartfried.globalmarch.de/ala ... rblift.MOV

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^^ Technik von gestern, aber schnörkellos, einfach und sehr zuverlässig.

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^^ Ähmm ja, in diesem Zustand sind nahezu alle Stangen und Klemmen… Uns wurde auch nachgerufen, dass wir uns besser nicht an die Korbtür lehnen sollen. Aber was sind schon 40 Meter?

Einige Impressionen der kurzweiligen Fahrt:
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^^ Das Stehen im Korb ermöglicht eine unbegrenzte Aussicht in alle Richtungen. Bei einer solchen Landschaft und bei gutem Wetter das perfekte Beförderungsmittel.

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^^ Der Blick zurück. Die Landschaft hatte mich so begeistert, ich war im wahrsten Sinne des Wortes nur noch am rotieren!

Dieser Film zeigt die Überfahrt über die letzten Stützen und zeigt die Bergstation auf der Borchetta della Pisse (Quicktime, 7 MB)

http://www.hartfried.globalmarch.de/ala ... rfahrt.MOV

Vor der Bergstation beginnt dann das Gehakle mit dem Riegel der Korbtür, die sich, wenn sie einmal eingeschnappt ist, nur mit einer gewissen Erfahrung für italienische Mechanik wieder öffnen lässt. Bei der Einfahrt in die überdachte Station wird es zunächst für die sonnenverbrillten Augen richtig dunkel. Nie ist das Personal bereits anwesend, aber im letzten Moment springt Herr Josef doch noch aus seinem Kabuff, um unsere Ski abzunehmen und fachgerecht unser Aussteigen zu kommentieren, das am besten rückwärts erfolgt.

Das Balmapersonal ist sowieso ein Fall für sich. Mit Herrn Josef, der sich uns als der Verantwortliche des Balmakorblifts vorstellte, haben wir nach Feierabend im Cafe del Centro und am Abend bei „An Bacher Vin“ einige Weingläser getrunken. Sehr viel Neues konnten wir aber leider nicht aus ihm herausbekommen. Auf Heriberts italienische Fragen, ob die Konzession des Liftes verlängert wird oder ob der Lift abgerissen und neugebaut wird, antwortete er jedes Mal mit „Certo“ – Sicher.
Frau Balma von der Talstation freute sich über unsere zahlreichen Besuche, wunderte sich kein bisschen, warum wir stets filmten und unzählige Fotos vom „Lift molto historico“ machten und verkündete schließlich: „Ich bin euer größter Fan!“ Leider wurde sie Mitte der Woche gegen einen Herrn Miesepeter ausgetauscht.

Ewig schade, wenn dieser Lift verschrottet wird.


Best of

Abschließend für Euch noch einige unserer schönsten Bilder:

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^^ Bergfahrt mit 8EUB von Agamatik. Eine hübsche Aussicht auf das Valsesia Tal, benannt nach dem gleichnamigen Fluß, an dessen Ende Alagna liegt.

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^^ Nur dumm, wenn man die Hundegondel nimmt. Mist, da gibt’s nur Sitze auf einer Seite!

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^^ Mittelstation Pianalunga. Von dort führt die Winter 2004/05 eröffnete Funiforseilbahn (Hölzl, Lana-Südtirol) in wahnsinniger Geschwindigkeit von bis zu 11,5 m/sek. auf den Passo dei Salati.

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^^ Funiforabfahrt. Noch letzte Skisaison war alles Freeride, heuer findet hier sich eine designte und perfekt präparierte Piste. Freeriden ist nur noch am Rande des breiten Pistenstreifens möglich. Im Hintergrund sehen wir die beiden Gasthäuser (mit Übernachtungsmöglichkeit) „Rifugio Citta’ di Vigevano“ und „Rifugio Guglielmina“. Die Lasagne in der „Wilhelmina“ war so köstlich, dass wir gleich eine zweite bestellten…Wer an dieser spektakulären Stelle mit grandioser Aussicht (siehe Trincerones Bericht) longieren möchte, sollte unbedingt vorreservieren.

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^^ Funiforabfahrt links von der ersten Stütze der Bahn. Auf diesem Bild, aufgenommen am vorletzten Tag, war die Schneeschmelze schon stark fortgeschritten. Es wurde immer wärmer und das Tauwetter ließ auf der unbeschneiten Piste immer mehr apere Stellen und Steine hervortreten.

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^^ Tal von Gressoney. Im Vordergrund die 6EUB von Agudio (Staffal - Gabiet) und gegenüber der Colle Bettaforca (2672m) (rechts, im Bild nur zu erahnen) über deren Skischaukel man auf konventionellen Pisten in ein weiteres Tal, bis nach Champoluc abfahren kann.

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^^ Das wäre ein schönes Rätsel geworden! Leitner-Tellerlift „Castor“ (!!), der von der Mittelstation Gabiet zu einem herrlichen Stausee und zu einem noch herrlicheren Wirtshaus führt.

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^^ Hat hier jemand von Euch ein Deja-Vu?

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^^ Die schrägen Drei (Mann aus Kammlach, Howy, Heribert Pilch, v.l.n.r.) beachten eine Vorschrift nicht.

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^^ Heribert Pilch schließt sein Bajazzo Sport an das Notebook an, um die blaue Stunde musikalisch zu untermalen.

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^^ Danke, Italien.

Fazit

War es das alles wert? Eine Anreise von 560 KM, Schneemangel unter 2200m während man auf der Alpennordseite nicht mehr wusste, wohin mit dem vielen Schnee?
Ja !!! Unsere Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen. Ich persönlich weiß gar nicht, was mich mehr begeistert hatte: Die grandiose Landschaft oder das herrliche Skifahren.

Schön finde ich, dass man sowohl den „Luxus“ von konventionell präparierten Pisten mit modernen Liftanlagen, die drei Täler verbinden, genießen kann, was bei schlechten Wetter den Skitag rettet, aber sich auch rund um die Punta Indren in das Freeride-Abenteuer stürzen kann.

Doch wie lange noch wird das so bleiben?

Mit dem Abbau der Indrenbahn und der neuen Funifor vom Passo dei Salati hinauf zum Cresta Rossa (3659m, Italiens höchste Bergbahn) werden gewiss viel mehr Skifahrer ins Indrengebiet strömen als bisher. Gut möglich, dass die Hauptabfahrt zum Balmalift in ferner Zukunft, wie es schon bei der Funifor zum Passo dei Salati geschehen ist, von einer Freeride-Piste in eine designte und präparierte Piste umgewandelt wird. Schließlich muss sich die teure Investition in die neuen Bergbahnen ja auch auszahlen. Die spektakuläre Lage der neuen Bergstation direkt am Gletscher mit allen alpinen Gefahren wird zudem massive Eingriffe in die Landschaft bedeuten, um die Sicherheit der Fußtouristen und Skifahrer zu gewährleisten.

Hoffentlich begreift die Liftgesellschaft, dass es gerade die weitgehend unberührte Natur und das freie Skifahren sind, die den Reiz von Alagna ausmachen und es von den gängigen Skigebieten, von denen sich manche mit Grausen abwenden, unterscheiden. Eine echte Marktlücke, die viele Skiindividualisten anzieht und mit der man sicherlich auch viel Geld zu verdienen kann.


Alagna (Ort)

Schon die Fahrt bei der Anreise durch das Valsesia hat mir sehr gefallen, denn das zerklüftete Tal fasziniert mit seinen kühn an den reißenden Bach gebauten Häusern und Kirchen und erinnerte mich ein wenig an die Ketzergegend in der Nähe von Montpellier.

Alagna selbst – schaut euch die folgenden Bilder an – beeindruckt durch seine pittoresken Holzhäuser mit den charakteristischen Steindächern. Vor allem in der zweite Reihe hinter der Hauptstrasse entdeckt man enge Gassen und alte Häuser, die wohl vor 50-100 Jahren von außen kaum anders aussahen.

Hauptgäste sind natürlich weniger Familien mit Kindern als gestandene Skifahrer, von denen sehr viele auf Touren gehen. Überraschenderweise waren sehr viele Gäste aus dem hohen Norden, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland. Viele von ihnen fliegen nach Mailand und lassen sich dann von ihrem Hotel abholen oder nehmen einen Mietwagen (Unsere dänischen Freunde dagegen kamen mit dem Auto, fuhren 1600 km und fuhren am Ende erst einmal ins falsche Tal, was sie wieder 3 Stunden kostete, aber bei über 20 Stunden ununterbrochener Fahrt kaum mehr ins Gewicht fällt…)

Ein wenig stören mich die Apartmentsiedlungen am Ortseingang, im Besitz von Norditaliener, die nur selten in Alagna sind. Unzählige geschlossene Rollläden vermitteln ein trauriges Bild.

Spannend ist die Geschichte der Walser, die einst als Alemannen nach Norditalien wanderten und in den Tälern rund um den Monte Rosa leben. Sie sprechen eine eigene Sprache, die ein wenig an die deutsche Sprache erinnert. Mittlerweile sind sie fast ausgestorben und rund um Alagna gibt es nur noch 20 Menschen, die walserisch sprechen. Das Walsermuseum im Ort ist ein guter Tipp für einen skifreien Nachmittag.

Aber jetzt zu den Bildern:

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^^ Alagna aus der „Luft“

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^^ Über den uralten Walserhäusern thront (in den Wolken) der Monte Rosa

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^^ Auch hier wieder der Monte Rosa

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^^ Zwei gute Orte um die fantastischen Weine aus der Gegend zu verköstigen: Das Cafe del Centro und vor allem die Weinstube „An Bacher Wi“ dessen Barmann Sergiolino uns ausgezeichnete Weine mit den uns bis dato unbekannten Namen Vespolina, Krós, Erbaluce, Spanna, Agamatik, verzeih Agamnium, ausschenkte.

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^^ Das altehrwürdige Hotel Monte Rosa. Damals wie heute das beste Hotel am Platze.

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^^ Die Hauptstrasse. Links befindet sich übrigens die Talstation der ehemaligen Seilbahn zum Belvedere, rechts ist ein Souvenirgeschäft, in dem es verdächtig stark nach selbstgebrannten Schnaps riecht und die alte Verkäuferin, an ungewöhnlichem Haarausfall leidend, unnütze und überteuerte Dinge feilbietet.

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^^ Wunderschöne Holzhäuser mit Steindächern.

Zum Ort Alagna und den umliegenden Provinzen kann Euch Heribert aufgrund seiner italienischen Wurzeln sicherlich noch weitere Informationen geben.

Vielen Dank fürs Lesen.
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Danke für den ausführlichen und informativen Bericht sowie die vielen Bilder. Die Filme werd ich mir morgen zu Hause ansehen, weil die gehen hier in der Arbeit nicht.
Bezüglich der Schneeverhältnisse dürfte sich seit Jänner offenbar nichts zum Besseren gewendet haben, hoffentlich gibts nächstes Jahr einmal ein gescheites Adria-Tief, ich hoffe, daß ich dann auch noch Zeit für einen Besuch habe, da die Indren Seilbahn vielleicht noch ein Jahr laufen wird. Habt Ihr darüber etwas gehört?
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Howy
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Beitrag von Howy »

Es scheint schon so, dass die Indrenbahn noch eine Saison weiterlaufen wird. Die Liftleute sind allerdings sehr vorsichtig mit der Herausgabe von Informationen.
O-Ton in der Gondel:

Skifahrer: Wird die Konzession der Indrenbahn nochmals verlängert?
Seilbahner: Dazu sag ich jetzt besser nix.

Was wahrscheinlich "JA" heisst, denn außer uns Verrückten ist leider keiner ernsthaft an einem Erhalt der schönen Bahn interessiert - die Italiener schämen sich eher für sie :roll:

Die ersten Stützen der Materialseilbahn für den Bau der neuen Bahn sind übrigens schon montiert, ebenso scheint das Gelände der Talstation bereits planiert zu sein.
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Beitrag von Howy »

Bzgl. Schnee: Bis auf die gezeigten aperen Stellen war es echt ganz ordentlich. Alle Talabfahrten (bis auf die nach Alagna) waren offen. Und am Vormittag war es mit dem Sulz auch noch nicht so schlimm.

Nächstes Jahr soll die Talabfahrt nach Alagna übrigens eine Beschneiungsanlage bekommen.
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Beitrag von starli2 »

Very nice! Die Filme werd ich mir zwar auch erst später anschauen, aber ... ein Bericht, an dem ich nix auszusetzen hab :)
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Das Einsteige-Video ist genial.
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Beitrag von GMD »

Toll!
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Beitrag von Stefan »

was soll man da noch sagen? D A N K E !!!!!
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Beitrag von mic »

...echt abgefahren die Videos. Mit welcher(m) Cam. sind die den gemacht 8O

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Beitrag von trincerone »

Schön, mal wieder Bilder aus meiner Lieblingsecke zu sehen. Freut mich, dass ihr meine Begeisterung teilen konnten, der Zauber wirkt. Eigentlich sollte man mal Massenmails nach Alanga schicken, dass die Bahnen da ihre Fans haben, die Italieniert neigen ja manchmal dazu zu glauben, dass man mit Rosaplatikschüsseln Modernität erzeugen könnte (abgesehen von der Frage, ob man die dort überhaupt will).
^^ Dies sind die Berge, die man allein von der Rückseite der Bergstation sehen kann! Wer findet das Matterhorn (Monte Cervino, 4475m) ?
Niemand. Das ist nämlich der Monte Viso! :)

Wie wars eigentlich bei Albero (Rif. Gugl.) ?
Jay
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Beitrag von Jay »

Toller Bericht und gleichzeitig muss ich auch wieder bei der Schilderung der Muellhalde in der Station den Kopf schuetteln wie ich es auch schon in den spanischen Pyrenäen gemacht hab. Wie kann man nur gleichzeitig die Landschaft geniessen und dann blind seinen Muell wegwerfen und genau dieses Bild zerstoeren?

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Beitrag von Petz »

Vielen Dank für den tollen Bericht !!!
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Beitrag von trincerone »

Das ist echt krass: da scheiden sich echt die Geister. Wieviel langweiliger ich diese Ecke finden werde ohne die "Müllhalde" und wieviel weniger ästhetisch...

na ja, jeder hat seine Präferenzen... :D
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Beitrag von heribert pilch »

[/quote]
Wie wars eigentlich bei Albero (Rif. Gugl.) ?[/quote]

@ trincerone: Leider war das Ref. ausgebucht, wir wollten die letzte Nacht dort verbringen. Allerdings hatten wir die Wartelistenoption, entscheiden uns aber für eine weitere Nacht im Tal, da zu ungewiss. Das Rif. selbst ist eine Schau mit wunderbarer Küche und hervorragenden Weinen, alles zu angemessenen Preisen, herrlichem Panorama. Albero selbst war beschäftigt, so daß sich leider nur ein kurzes Gespräch ergab. Das Rif. gegenüber (Citta di Vigevano) war auch nicht ohne, leider ebenfalls aus-
gebucht. Ein DJ transportierte Samstag Nachmittag Lautsprecher für ne Party ins Haus, wär sicher lustig gewesen...

An dieser Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank an Howy für diesen wunderbaren Bericht und die vielen Bilder und Filme !

Zukunft der alten Anlagen Balma und Pta. Indren. Egal wen ich (auf italienisch) fragte, die Leute hielten sich sehr bedeckt zu diesem Thema. Möglicherweise hüten Polizisten, Seilbahnangestellte und Hoteliers ein Geheimnis.Ich denke es wird befürchtet, daß Gäste Alagna fernbleiben, wenn die neue Seilbahn nicht in der nächsten Saison in Betrieb sein wird. Alle scheinen diese alten Lifte nicht besonders zu mögen...
In Italien werden Sachen zwar schnell projektiert, die Fertigstellung ist eine andere Sache, (spreche aus Erfahrung). Ich lasse mich nächste Saison überraschen, ob' s den Balma noch gibt. Pta. Indren steht für 2005/06 sicher noch zur Verfügung.
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Howy
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Beitrag von Howy »

Dies habe ich leider gerade auf der offiziellen Website gefunden:
Http://www.monterosa-ski.com
02 Aprile 2005, Balma Day

La Balma, la famosa “cestovia” del versante valsesiano del Monterosa Ski, conclude la propria carriera.
Dopo 40 anni di “onorato servizio” la Balma va in pensione. La STV di Alagna in collaborazione con gli enti locali invita tutti al Balma Day, sabato 2 Aprile 2005.
Giornata sugli sci per le ultime foto ricordo e immancabile brindisi con il Balma Drink gentilmente offerto presso i punti di ristoro di Bocchetta e Indren.
Ma non finisce qui.
Terminata la giornata in pista, serata al Palazzetto dello Sport di Alagna con simpatici momenti di intrattenimento.
Ci vediamo lì...
Es ist also endgültig. Der Balmalift wird am 2. April mit einem großen Fest in den Ruhestand geschickt! :(
Surf mal vorbei: Viele Fotos aus Thailand, Laos, Cambodia und Myanmar --> http://www.hschmid.net

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Beitrag von heribert pilch »

Howy hat geschrieben:
02 Aprile 2005, Balma Day

La Balma, la famosa “cestovia” del versante valsesiano del Monterosa Ski, conclude la propria carriera.
Dopo 40 anni di “onorato servizio” la Balma va in pensione. La STV di Alagna in collaborazione con gli enti locali invita tutti al Balma Day, sabato 2 Aprile 2005.
Giornata sugli sci per le ultime foto ricordo e immancabile brindisi con il Balma Drink gentilmente offerto presso i punti di ristoro di Bocchetta e Indren.
Ma non finisce qui.
Terminata la giornata in pista, serata al Palazzetto dello Sport di Alagna con simpatici momenti di intrattenimento.
Ci vediamo lì...
was soviel heißt wie: Der berühmte Balmakorblift auf der valsesianischen Seite des Monterosaskigebietes beendet seine Karriere. Nach über 40 ehrwürdigen Dienstjahren geht er in den Ruhestand. Der Skiclub Alagna (?) in Zusammenarbeit mit den örtlichen Betrieben lädt alle zum Balma Tag am Samstag den 2. April 2005 ein. Ein Skitag, um die letzten Erinerungsfotos zu schießen und auf den Lift anzustoßen mit dem von den Hütten Bocchetta e Indren angebotenen "Balma Drink".

Der Tag ist aber dort noch lange nicht zu Ende. Nachdem der Skitag beendet ist, findet im Sportpalast in Alagna
(wo ist denn der ? Anm. H.P) ein bunter Abend statt mit sympathischen Entertainment. Wir sehn uns dort

Ganz schön schade um den Lift, den ein mir bekannter Metzgermeister unlängst nach der Vorführung des Balmavideos als "Sausteig'nlift" bezeichnete, den es in den 70er Jahren gleicher Bauart auf der Plose gegeben hätte. Sein Frau weigerte sich damals, dort einzusteigen...

Wen's interessiert: Eine Sausteige ist eine Art Käfig mit Laderampe, in die man eine zu schlachtende Sau sperrt, um diese besser wiegen und transportieren zu können.

Gut daß wir in Alagna waren !

Heribert

PS: Wer hat eine Ideee wie der Balma Drink wohl schmecken wird?
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Beitrag von GMD »

Heul, schluchz, schnief. Da wird ein absolut genialer Lift abgerissen, und ich habs nicht dorthin geschafft. :cry:
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

@drink: angesichts all der bilder von euch, trincerone und den anderen stelkl ich mir eine mischung aus maschinenöl, frostschutzmittel, salpetergetränktem wasser von der wand mit kleineren betonbröckchen zum knuspern vor :lol: leeecker!
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Beitrag von Theo »

Danke für den tollen Bericht.

Nun eine Frage zum Betrieb des Funifor. Bei Stütze 3 ist ja bekanntlich der Zustieg möglich. Da beide kabinen einen separaten Antrieb haben kann ja dort flexibel je nach personenaufkommen gefahren werde.

Am morgen fährt man wie eine normale PB schätze ich mal, also beide Kabinen die gesamte Strecke
Wie wird aber gefahren sobald man die Wiederholungsfahrten ab Stütze 3 hat?
Fährt dann eine Kabine nur Stütze 3 Bergstation und mit der anderen Kabine weiterhin die gesamte Strecke oder wie wird das dort gemacht?
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b12
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Beitrag von b12 »

das mittelstation am maste 3 ist auch genau im mitte der strecke so das die kapazitat verdoppelt kann wurden durch zwei neue (extra) gondels!
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k2k
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Beitrag von k2k »

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k2k,
der gerade aus den 3 Vallées kommt, aber eigentlich fast nur in Val Thorens halbwegs vernünftig skifahren konnte...
(Bericht folgt)
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Beitrag von Howy »

@Theo: Die Mittelstation der Funifor wird nur bedarfsweise geöffnet. Die Abfahrt dorthin ist auch nichts besonderes, eher flach und Ziehweg. Da die Funiforabfahrt keine Beschneiung aufweist, kann so der Skibetrieb noch ein wenig länger aufrecht erhalten werden.

Theoretisch ist es möglich, eine Gondel ohne Stopp vom Tal auf den Berg fahren zu lassen, während die andere ausschließlich Mittelstation-Berg bedient. So hatte ich es mir auch vorgestellt und wäre wohl auch klüger gewesen, da die Gondel schon ziemlich voll von Tal hochkommt und die neuen Passagiere sich hineinquetschen mussten.

Allerdings fuhr die Funifor bei unserem Besuch Tal - Mitte - Berg - Tal. Dies hat die Fahrzeit erheblich verlängert, zumal statt der üblichen 11 m/s auch nur mit ca. 9 m/s gefahren wurde.
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Beitrag von trincerone »

Am morgen fährt man wie eine normale PB schätze ich mal, also beide Kabinen die gesamte Strecke
Wie wird aber gefahren sobald man die Wiederholungsfahrten ab Stütze 3 hat?
Fährt dann eine Kabine nur Stütze 3 Bergstation und mit der anderen Kabine weiterhin die gesamte Strecke oder wie wird das dort gemacht?
Ich glaube die Frage ist viel zu logisch für eine italienische Bahn... ;) Die halten irgendwie. Manchmal nehmen sie auch Leute an der Mittelstation auf, karren sie nach oben um sie anschließend ins Tal zu fahren, wo sie eigentlich hinwollen. Das ist dann sehr schön, wenn man oben aussteigen will.

P.S. Der Balma Drink hat eher mäßig geschmeckt.
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Beitrag von trincerone »

Übrigens war der Ploselift ein Grafferkorblift, während der Balmalift irgendwas ganz komisches zusammengeschraubtes war. Alledings waren die Körbe in der Tat auch von Graffer.
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Re: Alagna, Monterosa || 12.03. - 20.03.05 || Fotos + Videos

Beitrag von Chasseral »

Wow! Super Bericht!! Grosse Klasse! Danke!


Dazu:
Howy hat geschrieben:Kleiner Exkurs: Letztes Jahr war ich um genau diese Zeit in einem bekannten riesigen Skigebiet auf der Alpennordseite. Die Pisten waren so sehr übervölkert, dass an Skilaufen gar nicht zu denken war. Die Fahrweise der anderen Ski- und Snowboarder war eine groteske Mischung aus killermäßiger Raserei, unberechenbaren und rational nicht nachvollziehbaren Fahrmanövern und Nichtkönnen, was allerdings vielleicht auch auf einen erhöhten Alkoholpegel zurückzuführen war. Zusammenstöße sind dabei an der Tagesordnung. Es war saugefährlich!
In den sogenannten „urigen“ Skihütten herrschte Kantinenverpflegung, in gruseligen Eintöpfen schwammen Würste mit 10% Fleischgehalt und es gab Germknödel aus der Tricatell-Fabrik zu unverschämten Preisen. Dazu dröhnte in voller Lautstärke, natürlich als Anheizer um die Leute abzufüllen: Anton aus Tirol, Das sind keine 20 Zentimeter usw. Stimmung wie aufm Ballermann. Mit anderen Worten: Mir hats glangt! Das war Skifahren, wie ich – leider kein Tourengeher - es nicht mehr erleben wollte. ...
--> Exakt das was mich an einigen Skigebieten stört und die ich aus diesem Grund einigermassen meide.
Winter 2012/13: 22 Skitage
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