Pistenunfälle 2004/2005: Schlechter Start - gutes Finish

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Sid
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Pistenunfälle 2004/2005: Schlechter Start - gutes Finish

Beitrag von Sid »

Pistenunfälle 2004/2005: Schlechter Start - gutes Finish

Das Institut Sicher Leben zieht Bilanz: Für die aktuelle Wintersaison werden rund 60.000 Pistenunfälle mit Spitalsbehandlung erwartet

Mit den Osterfeiertagen ist die diesjährige Skisaison für die meisten Pistensportler abgeschlossen. Das Institut Sicher Leben hat bereits die Unfalldaten bis Ende Februar ausgewertet und auf Basis dieser ersten Ergebnisse eine Prognose für die gesamte Wintersaison 2004/2005 erstellt: Wie viele Unfälle haben sich auf Österreichs Pisten ereignet? Wie haben Snowboarder und Skifahrer im Vergleich abgeschnitten? Und wie sind die Ergebnisse im Vergleich zu den Vorjahren zu interpretieren? Hier die brandaktuelle Auswertung der Freizeitunfallstatistik des Instituts Sicher Leben:

Prognose der Wintersport-Saison 2004/2005

Für die Gesamt-Saison 2004/2005 werden rund 60.000 Pistenunfälle mit anschließender Spitalsbehandlung erwartet - eine geringfügige Reduzierung zur Vorsaison (61.200 Verletzte). "Skifahren wird immer sicherer, denn die Materialien sind besser und die Pisten hervorragend präpariert. Das Verletzungsrisiko sinkt also. Doch dieser Sicherheitsgewinn wird durch die steigende Zahl an gefahrenen Kilometern, Skitagen und Touristen kompensiert. Das hat zur Folge, dass die absolute Zahl der Verletzten weitgehend konstant bleibt und sich nicht drastisch nach unten bewegt", erklärt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben.

Detailauswertung Dezember 2004 bis Jänner bzw. Februar 2005

Allein von Dezember bis einschließlich Februar verletzten sich 43.000 Wintersportler so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im gleichen Zeitraum der Vorjahressaison waren es mit 42.000 Verletzten nur geringfügig weniger lädierte Wintersportler. Ende Jänner 2005 sah diese Bilanz noch etwas anders aus: Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits 25.000 Ski- und Snowboardunfälle und damit um zehn Prozent mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres ereignet. Im Verlauf der Saison hat sich diese Steigerungsrate jedoch u.a. aufgrund der wesentlich besseren Schneeverhältnisse weitgehend angeglichen.

Skifahrer und Snowboarder im Vergleich

Betrachtet man die Entwicklung der Unfallzahlen getrennt nach Sportarten, so zeigt sich: Vor allem Snowboarder sind immer gefährdeter. Tendenziell sinkt der Anteil der verletzten Skifahrer, der Anteil der Boarder steigt hingegen an und liegt diese Saison voraussichtlich erstmals bei 30 Prozent. "Gerade jugendliche Snowboarder schätzen sich aufgrund ihrer Kraft und Dynamik gerne als 'gute Rider' ein. Eigentlich fehlt ihnen dazu aber oft noch eine breites Bewegungsrepertoire und die erforderliche Erfahrung. Sie bringen sich daher schnell in gefährliche Situationen", weiß Kisser. Ohne Helm sollte deshalb kein Snowboarder - und idealerweise auch kein Skifahrer - auf der Piste unterwegs sein.

Quelle: http://www.seilbahn.net

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