Pistenraupen und Kunstschnee verhelfen Skitouristen zu einem angenehmen Urlaub. Laut einer Schweizer Studie bedrohen sie aber die ökologische Vielfalt der Alpen: Auf präparierten Skipisten gibt es elf Prozent weniger Pflanzenarten als abseits der Bahnen.
Dies berichtet ein Team um die Umweltwissenschaftlerin Sonja Wipf vom Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung in Davos im "Journal of Applied Ecology".
Für die Studie haben sie die Pflanzenvielfalt in zwölf Schweizer Skigebieten untersucht.
Die Studie "Effects of ski piste preparation on alpine vegetation" ist im "Journal of Applied Ecology" (Bd. 42, S. 306; 18. April 2005) erschienen.
http://www.blackwell-synergy.com/links/ ... 11.x/full/
Rückgang von Frühblühern, Bodenchemie ändert sich
Besonders betroffen von dem Eingriff seien holzartige Pflanzen und Frühblüher. Der Boden werde bei der Begradigung der Pisten mit Raupen und Baggern stark beschädigt. Zwar versuche man mit neuem Saatgut die Flächen zu retten.
Doch viele Hänge, die vor 30 Jahren mit Maschinen planiert wurden, hätten sich trotzdem bis heute nicht erholt. Kunstschnee führe zu einem Rückgang früh blühender Pflanzen und verändere die chemische Zusammensetzung des Bodens.
Viermal mehr Mineralien und Nährstoffe
Die Schneedecke auf Kunstschneepisten war laut den Forschern im Schnitt um 70 Zentimeter dicker und enthielt doppelt so viel Wasser wie diejenige auf Naturschneepisten.
Im Schmelzwasser des Kunstschnees seien zudem viermal mehr Mineralien und Nährstoffe als im natürlichen Schmelzwasser gewesen. Als Folge davon nahmen auf Kunstschneepisten die Nährstoff- und Wasserversorgung zu.
Immer höhere Abfahrten
Angesichts des Klimawandels würden in vielen Skiregionen immer höhere Abfahrten eingerichtet. Dabei komme es auch verstärkt zum Einsatz von Kunstschnee.
In ökologisch hochwertigen Gebieten sollte auf eine Bearbeitung der Pisten völlig verzichtet werden, schreiben die Forscher.
Details der Studie
- Der Boden unter Naturschneepisten erreichte Tiefsttemperaturen von unter minus zehn Grad Celsius, jener unter Kunstschneepisten von ca. null Grad - was bestimmte Pflanzen bevorzugt (Windheidearten).
- Auf Kunstschneepisten blieb der Schnee zwei bis drei Wochen länger liegen als daneben. Der Beginn des Pflanzenwachstums war dadurch verzögert.
- Sowohl auf Natur- als auch auf Kunstschneepisten war die Diversität an Arten und Produktivität im Vergleich zu ungestörten Kontrollflächen verringert.
- In Tests zu Auswirkungen von Schneezusätzen auf alpine Pflanzen stellten die Forscher schwache Veränderungen im Wachstum (bei Verwendung von Kristallisationskeimen), zum Teil aber auch eine erhebliche Düngewirkung (durch Schneehärter) fest.
Skipisten schädigen Pflanzen der Alpen
- lanschi
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Skipisten schädigen Pflanzen der Alpen
science.ORF.at
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ahhhh diese schei** Berichte laufen gerade durch sämtlich Medien, habs in vielen Zeitungen gelesen. Selbst wenn das alles stimmt.... wie gross sind die Alpen und wieviel werden davon fürs Skifahren genutzt?? Der Anteil ist lächerlich gering. Wenn auf einer grünen Wiese ein Basketballplatz angelegt wird, schreit doch auch keiner "Basketball schädigt die Natur"
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berg
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einen basketballplatz kann man mit einer skipiste nicht vergleichen. oder gibts irgendwo in einem hang auf 2000m oder 3000m einen basketballplatz?
in den alpen gibts 933km² pistenfläche, davon sind 238km² beschneit. (stand 2004) vergleich: nord und osttirol sind zusammen 12,648km² groß.
pisten und seilbahnbau im hochgebirge ist fast immer mit massiven eingriffen in die natur verbunden. es kommt ganz darauf an, wie gut die liftunternehmen diese wunden in der natur "verheilen" lassen.
in den alpen gibts 933km² pistenfläche, davon sind 238km² beschneit. (stand 2004) vergleich: nord und osttirol sind zusammen 12,648km² groß.
pisten und seilbahnbau im hochgebirge ist fast immer mit massiven eingriffen in die natur verbunden. es kommt ganz darauf an, wie gut die liftunternehmen diese wunden in der natur "verheilen" lassen.
Zuletzt geändert von berg am 20.04.2005 - 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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gibt bestimmt irgendwo auf der Welt Basketballplätze in der Höhenlage, natürlich nicht in Europa.
Das ist auch nicht der Punkt, mir geht es darum, dass skifahren wiedermal als naturschädlich bezeichnet wird. Sicherlich ist eine präperierte Piste nicht der Hit für die Natur, aber man sollte mal die Relationen betrachten.
Und wie gesagt, wenn von heute auf morgen, die grüne Wiese vor meinem Haus verschwindet und dort eine Sportanlage mit irgendwas
errichtet wird, dann ist da wohl auch ein Nachteil für die Natur zu sehen, sogar noch ein grösserer, weil die Wiese komplett verschwindet und nicht "nur" belastet wird.
Das ist auch nicht der Punkt, mir geht es darum, dass skifahren wiedermal als naturschädlich bezeichnet wird. Sicherlich ist eine präperierte Piste nicht der Hit für die Natur, aber man sollte mal die Relationen betrachten.
Und wie gesagt, wenn von heute auf morgen, die grüne Wiese vor meinem Haus verschwindet und dort eine Sportanlage mit irgendwas
errichtet wird, dann ist da wohl auch ein Nachteil für die Natur zu sehen, sogar noch ein grösserer, weil die Wiese komplett verschwindet und nicht "nur" belastet wird.
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berg
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wenn der platz vor deinem haus gebaut wird, dann verschwindet deine wiese ganz genau.
du kannst mir aber beim besten willen nicht erklären, dass beim pistenbau die alpenflora erhalten bleibt. wie werden pisten gebaut? händisch wo jeder arbeiter aufpasst, dass der enzian und was weiß gott was dort alles wächst, nicht zerstört wird? sicher nicht!
du kannst mir aber beim besten willen nicht erklären, dass beim pistenbau die alpenflora erhalten bleibt. wie werden pisten gebaut? händisch wo jeder arbeiter aufpasst, dass der enzian und was weiß gott was dort alles wächst, nicht zerstört wird? sicher nicht!
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hääh Basketballplatz mit Blümchen drauf???berg hat geschrieben:wenn der platz vor deinem haus gebaut wird, dann verschwindet deine wiese ganz genau.
du kannst mir aber beim besten willen nicht erklären, dass beim pistenbau die alpenflora erhalten bleibt. wie werden pisten gebaut? händisch wo jeder arbeiter aufpasst, dass der enzian und was weiß gott was dort alles wächst, nicht zerstört wird? sicher nicht!
- Theo
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Mal eine kleine Rechnung:
Auf Skipisten gibt es also 10% weniger Pflanzenarten.
Auf der Fläche wo das Bürogebäude steht gibt es höchstserwarscheinlich
100% weniger Pflanzenarten.
Somit ist also der Wintersport 9 x weniger umwetschädlich als in einem Büro zu sitzen und Mist zu schreiben.
Gute Rechnung, gell.
Ist doch eh alles nur Interpretationssache.
Auf Skipisten gibt es also 10% weniger Pflanzenarten.
Auf der Fläche wo das Bürogebäude steht gibt es höchstserwarscheinlich
100% weniger Pflanzenarten.
Somit ist also der Wintersport 9 x weniger umwetschädlich als in einem Büro zu sitzen und Mist zu schreiben.
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Emilius3557
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Finde den Bericht jetzt nicht so negativ. Immerhin nur 11% weniger. So wie manche Abfahrten im Sommer aussehen wundert es einen, dass überhaupt noch etwas wächst.
Beim Pistenbau wurde IMHO größtenteils aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, Tatsache ist aber auch, dass es in den hochalpinen Lagen mehrere Jahrzehnte dauert, bis sich die Vegetation erholt hat, deshalb die besonders hohe Sensibilität dieser Areale.
Beim Pistenbau wurde IMHO größtenteils aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, Tatsache ist aber auch, dass es in den hochalpinen Lagen mehrere Jahrzehnte dauert, bis sich die Vegetation erholt hat, deshalb die besonders hohe Sensibilität dieser Areale.
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tigerfishli
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Noch ein Punkt,
natürlich sind Skipisten, wie alle (Bau-)massnahmen in den bergen ein Eingriff in ein bestehendes (Öko-) System.
Im Sommer wird es teilweise oder bei baumassnahmen durchaus brutal aussehen. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind ERosionsschäden durch schneller abfliesendes Wasser.
Ohne die üblichen Arbeitsplatzargumente in sonst Strukturschwachen gebieten auszulutschen:
Auch Siedlungsbau, Strassenbau... in alpentälern sind massive Eingriffe, durch aufwendigere Kustbauten und einer kürzeren Vegetationsperiode (schön gesagt oder?) dauert es länger bis diese Wunden verheilt sind als ein Bau im Flachland.
Was gerne vergessen wird:
die Almwirtschaft - musterbeispiel "sanfter" landwirtschaft war nur durch massive Rodungen von Bergwald möglich. Bei Aufgabe des Almbetriebes holt sich die Natur die gerodeten Flächen schnell zurück - eine 2,3 Jahre nicht mehr bewirtschaftete Alm sind mit Büschen, hohen gras, Jungbäumen trostlos aus.
Durch Subventionen werden mittlerweile mehr Kühe im Sommer auf Almen gehalten, was ebenso zu höheren belastungen führt. Gras kann nicht schnell genug nachwachsen, Erosionschäden. Die Miclhwirtschaft auf Almen geht aus Kostengründen (arbeit) zurück -es werden mehr Jungtiere auf den Almen gehalten.
Sanfter "Skitourismus" - Tourengeher:
für Skigenietbetreiber ist der erste Schnee fast der wichtigste, er muss sauber verdichtet werden, um die darunterliegende grasnarbe vor den Skifahrern zu schützen. Skifahren bei grad mal 10, 20 cm (wenn Lifte noch geschlossen sind) beschädigt diese, führt zu einen höheren Aufwand der Präperierung und SChäden werden dem Massenskibetrieb zurechnet.
Diese führte zu der letzjährigen Diskussion Tourengeher auf Pisten (besonders ausserhalb vom Skibetrieb)
Wénn mich nicht alles täuscht, wurden in einen kleinen bay. Skigebiet versehentlich Beschneiungsleitungen beschädigt - da freut sich der Leiftbetreiber.
grüsse
uli
natürlich sind Skipisten, wie alle (Bau-)massnahmen in den bergen ein Eingriff in ein bestehendes (Öko-) System.
Im Sommer wird es teilweise oder bei baumassnahmen durchaus brutal aussehen. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind ERosionsschäden durch schneller abfliesendes Wasser.
Ohne die üblichen Arbeitsplatzargumente in sonst Strukturschwachen gebieten auszulutschen:
Auch Siedlungsbau, Strassenbau... in alpentälern sind massive Eingriffe, durch aufwendigere Kustbauten und einer kürzeren Vegetationsperiode (schön gesagt oder?) dauert es länger bis diese Wunden verheilt sind als ein Bau im Flachland.
Was gerne vergessen wird:
die Almwirtschaft - musterbeispiel "sanfter" landwirtschaft war nur durch massive Rodungen von Bergwald möglich. Bei Aufgabe des Almbetriebes holt sich die Natur die gerodeten Flächen schnell zurück - eine 2,3 Jahre nicht mehr bewirtschaftete Alm sind mit Büschen, hohen gras, Jungbäumen trostlos aus.
Durch Subventionen werden mittlerweile mehr Kühe im Sommer auf Almen gehalten, was ebenso zu höheren belastungen führt. Gras kann nicht schnell genug nachwachsen, Erosionschäden. Die Miclhwirtschaft auf Almen geht aus Kostengründen (arbeit) zurück -es werden mehr Jungtiere auf den Almen gehalten.
Sanfter "Skitourismus" - Tourengeher:
für Skigenietbetreiber ist der erste Schnee fast der wichtigste, er muss sauber verdichtet werden, um die darunterliegende grasnarbe vor den Skifahrern zu schützen. Skifahren bei grad mal 10, 20 cm (wenn Lifte noch geschlossen sind) beschädigt diese, führt zu einen höheren Aufwand der Präperierung und SChäden werden dem Massenskibetrieb zurechnet.
Diese führte zu der letzjährigen Diskussion Tourengeher auf Pisten (besonders ausserhalb vom Skibetrieb)
Wénn mich nicht alles täuscht, wurden in einen kleinen bay. Skigebiet versehentlich Beschneiungsleitungen beschädigt - da freut sich der Leiftbetreiber.
grüsse
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master00max
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Ich würde sagen, das genaue Gegentteil ist der Fall. Wenn man Schigelände heute mit Schigelände 1965 vergleicht, dann ist bis auf ganz wenige Ausnahmen der Unterschied des Ausmaßes der Geländeeingriffe so groß wie zwischen einem Radweg und einer Autobahn.Beim Pistenbau wurde IMHO größtenteils aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, Tatsache ist aber auch, dass es in den hochalpinen Lagen mehrere Jahrzehnte dauert, bis sich die Vegetation erholt hat, deshalb die besonders hohe Sensibilität dieser Areale.
Was sich verändert hat (und das meintest Du ja vermutlich auch), ist die Begrünung. Da wird sicher heute mehr getan als früher. Aber da seh ich eh nicht das große Problem. Das mag ein wenig in Sachen Erosion helfen (auch wenn Du am Ende ja doch kanalisieren musst), aber in der Hauptsache ist das m.E. PR: schönes Sommerbild mit Tiroler Golfrasen auf der Piste fürs Gewissen der Urlauber. Das Problem sehe ich nicht in der Frage "grün" oder "braun" (nein, das ist nicht politisch gemeint!
Dazu kommt, dass - wenn mans mit dem Begrünen übertreibt wir in Österreich gern gemacht - dass man grüner Bänder in der ansonsten homogen beige-braunen Landschaft hat. Ob das das Ziel sein kann, sei ebenfalls dahingestellt.
Interessant wäre auch die Frage, ob die auf den Pisten angesiedelten Pflanzen, so sie nicht eh in der Landschaft natürlich vorkommen, möglicherweise heimische Pflanzen verdrängen oder inwiefern solche Pflanzen möglicherweise die Nahrungskette beeinflussen.
Andererseits wären solche Effekte vermutlich schon ausführlicher dokumentiert, wenn sie in relevantem Ausmaß auftreten würden.
FAZIT: An den 11 % kann ich mich nicht stören, an dem veränderten Boden solange nicht, wie nicht klargestellt wird, inwiefern sich darauf weitere Folgen ergeben.
Die großen Probleme des Pistenbaus sehe ich woanders.
Demgegenüber halte ich nicht für sachgerecht Hochlandschaften der Alpen mit irgendeiner Wiese im Flachland zu vergleichen. Die Unterschiede in Einmaligkeit und Empfindlichkeit der Landschaft sind gravierend.
- Bogner
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Was mich nervt, ist dass immer mit unterschiedlichem Maß gemessen wird: Pisten sind nur "gut" wenn keine Auwirkung auf den natürlichen Zustand der Vegetation nachweisbar ist. Auf der anderen Seite wird es aber oft als Katastrophe angesehen wenn die Almlandwirtschaft zurückgeht. Stichwort Überdüngung, Erosion durch Trittschädend des übergewichtigen Viehs. Auch die Umweltverbände sollten endlich mal einsehen, daß die Alpen in großen Teilen keine Natur- sondern eine Kulturlandschaft sind. Und damit verbunden sind halt auch Nutzungen des Geländes, was eine Veränderung bewirkt. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollte halt darauf geachtet werden, daß man das ganze "mit Kopf" macht.
- trincerone
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Dass gerne mit zweierlei Maß gemessen wird, ist richtig. Auch das wir es teilweise mit einer den Skisport per se verteufelnden Lobby zu tun haben, ist kein Geheimnis (die von meinem Standpunkt aus der Diskussion überigens extrem schadet!). Dem gegenüber halte ich die Aussage, dass ein Großteil der Alpenfläche Kulturlandschaft ist, für fragwürdig. Erstens stellen die hochalpinen, nicht landwirtschaftlich nutzbaren Teile der Alpen einen nicht unbeachtlichen Teil der Fläche da, zweitens wird in den Süd- und Westalpen der Alpenraum bei weitem nicht so intensiv genutzt, wie in den Nordalpen. Man vergleiche mal die Anzahl der Forstwege in Tirol um Piemont oder den Savoyen, ein Punkt, der die letztgenannten Gebiete als Sommerwandergebiet übrigens sehr attraktiv macht. Man glaubt gar nich wie schön das sein kann, mal durch Täler zu wandern, die nicht durch 10 Forststraßen erschlossen sind!
Desweiteren gebe ich Dir recht, dass vielleicht der Vergleich zwischen Almwirtschaft und Schipisten zu einseitig vollzogen wird, dennoch haben wir es beim Schibetrieb mit Eingriffen in ganz anderem Ausmaß zu tun. Ich weiß gar nicht, ob die Überdüngung auf den Almem so viel schlimmer ist als auf den Pisten. Das ist für mich aber auch wieder nicht der ausschlaggebende Punkt. Problematisch sind wie gesagt, die massiven Geländeeingriffe. Und die sind beim Schibetrieb heut zu Tage leider ernorm geworden, während bei der Almwirtschaft das Gelände im Prinzip überhaupt nicht verändert wird und bei aller Landwirtschaft das Reversiblitätsprinzip gewahrt wird. Ich mag diese Almhütten und selbst gezimmerten Zäune und das alles da oben. Von mir aus sollens dafür auch ein bisschen Bäume fällen. Solange sie Almen nicht plattwalzen, damit sich das Vieh beim Aufstieg nicht anstrengen muss....
Das mit der Erosion durch übergewichtiges Vieh mag ja ein Problem sein, aber im Verhältnis zu den Caterpillararbeiten auf den Pisten, seh ich das nicht als so gravierend an. Ich würde mich jedenfalls nicht über einen übergewichtigen Pistenbullyfahrerbeschweren
.
In jedem Fall gebe ich Dir völlig Recht, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit eine tragende Rolle spielen muss. Und das gilt weiß Gott nicht nur für den Alpenraum!
Desweiteren gebe ich Dir recht, dass vielleicht der Vergleich zwischen Almwirtschaft und Schipisten zu einseitig vollzogen wird, dennoch haben wir es beim Schibetrieb mit Eingriffen in ganz anderem Ausmaß zu tun. Ich weiß gar nicht, ob die Überdüngung auf den Almem so viel schlimmer ist als auf den Pisten. Das ist für mich aber auch wieder nicht der ausschlaggebende Punkt. Problematisch sind wie gesagt, die massiven Geländeeingriffe. Und die sind beim Schibetrieb heut zu Tage leider ernorm geworden, während bei der Almwirtschaft das Gelände im Prinzip überhaupt nicht verändert wird und bei aller Landwirtschaft das Reversiblitätsprinzip gewahrt wird. Ich mag diese Almhütten und selbst gezimmerten Zäune und das alles da oben. Von mir aus sollens dafür auch ein bisschen Bäume fällen. Solange sie Almen nicht plattwalzen, damit sich das Vieh beim Aufstieg nicht anstrengen muss....
In jedem Fall gebe ich Dir völlig Recht, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit eine tragende Rolle spielen muss. Und das gilt weiß Gott nicht nur für den Alpenraum!
- miki
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Da fällt mir ein - man sollte eigentlich noch mehr solcher Studien machen. Und dann sensationalistische Meldungen in die Medien schreiben wie z. B.: am neuen Flugplatz von xxxx gibt es nach dem Bau 100% weniger Pflanzen wie vorher. Am Fussballstadion von zzz ist die Artenvielfalt um 95% gesunken. Der neue Golfplatz in nnnnn führt zu einem Rückgang früh blühender Pflanzen und verändert die chemische Zusammensetzung des Bodens (wow, ohne Studie würden wir es nicht wissen). Und - ganz richtig bemerkt, Theo, dort wo jezt meine Uni steht gibt es gar keine Pflanzen mehr
Ach, was solls, ich gehe lieber packen - morgen fahre ich ja in der Früh Richtung Frankreich los. In ein Gebiet, wo schon in den 70ern (und nicht erst vorgestern, lieber Trincerone
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Na Miki, da hab ich dich aber schon sachlicher erlebt. Ich könnt Dir jetzt auch schreiben, warum diese Aussage ziemlich gegenstandslos ist, aber wenn Du eh gleich innen Urlaub fährst, hast ja gar keine Zeit zu lesen. Nur ein Punkt: Ich glaube nicht, dass ich hier im Forum so schnell jemandem begegne, der mir was über die Geschichte von Val Thorens erzählt.Sorry, ich habe es vergessen das man die Alpen nicht mit dem Flachland vergleichen darf. Wir im Tal dürfen ja alles machen, damit wir es bequem haben. Nur auf den Bergen, da darf sich nichts verändern .
- miki
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Hut ab vor deinem Wissen zum Thema 'Val Thorens und seine Geschichte', aber ich weiss beim besten Willen nicht was ich da so dummes geschrieben haben sollIch glaube nicht, dass ich hier im Forum so schnell jemandem begegne, der mir was über die Geschichte von Val Thorens erzählt.
Den Rest (Vergleich Flachland - Alpen) will ich gar nicht kommentieren, auch du kannst dir dein Schreiben sparen. Interessant nur, das 2 Personen, ein Schweizer aus dem Herz der Alpen und ein Flachländer vom Rand der Osteuropäischen Ebene zu diesem Thema fast die gleiche Meinung haben ...
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Na Miki, da hast Du mich aber anscheinend missverstanden (teilweise jedenfalls). Ich wollte auch nicht deine Urteilkraft bezüglich derlei Dinge in Frage stellen. Ich meinte lediglich, dass Du mir nicht erzählen brauchst, wie es in Val Thorens dann und dann ausgesehen hat; das weiß ich nämlich selber ganz gut. Dazu gehört, dass ich weiß, dass der Einsatz von Baufahrzeugen im Pistenbau nicht 1999 erfunden wurde und dazu gehört auch, dass ich weiß, wie sich deren Einsatz vor allem im Ausmaß geändert hat. Ich habe überhaupt nicht behauptet, dass es in den 70er Jahren keine Baggerei gab. Erstens hab ich von 1965 gesprochen oben, um genau dem Problem aus dem Weg zu gehen. Und zweitens gings mir wie gesagt nicht um das ob, sondern um das wie.
Wenn Du mich dann persönlich darauf aufmerksam machst, dass es schon Baggerei in den 70ern gab, dann antworte ich Dir auch persönlich darauf, dass Du mir darüber nichts zu erzählen brauchst, weil ich mich mit dem Thema selbst ganz gut auseinander gesetzt habe, gerade in Val Thorens. Nicht mehr und nicht weniger sollte meine Aussage zum Ausdruck bringen. Sie ist nicht als Totschlagargument gedacht gewesen, genaugenommen ist sie überhaupt nicht als Argument, sondern als Feststellung gedacht gewesen.
So, und jetzt zu den Fakten. Wie ich bereits angedeutet habe, habe ich nie behauptet, dass es in den 70ern Jahren keine Pistenbaumaßnahmen gegeben hat. Fakt ist aber gleichzeitig, dass die Pistenbaumaßnahmen in ihrer Intensität enorm zu genommen haben. Das lässt sich an Hand der Budgets, die in Val Thorens mittlerweile dafür zur Verfügung gestellt werden ebenso belegen, wie an Hand von 30 Jahren Luftaufnahmen des Geländes, die ich in meinem kleinen Archiv habe (und bevor jemand fragt: ich werde sicher nicht das Entgegenkommen, das man mir mit der Zurverfügungstellung dieser Aufnahmen entgegengebracht hat, dahingegehend ausnutzen diese hier zu posten!). Insbesondere seit Mitte der 90er haben die Ausbaumaßnahmen stark zu genommen, v.a. im Zeitraum ab '99
Die Gründe dafür liegen auf der Hand:
1. Erstens hat Val Thorens ein ennormes Wirtschaftswachstum verbuchen können, nicht zuletzt durch den Wechsel der PR Mannschaft und deren massive PR, die sie seit Mitte der 90er machen (seit 1997 glaub ich wars). Das führte in wenigen Jahren zu einem Anstieg der Gästezahlen von über 30 (!) %. Dem wurde durch neue kapazitätsstarke Anlage Rechnung getragen und durch Verbreiterung und Entschärfung der Piste, den Bau von zusätzlichen Abfahrten und von weiteren Umfahrungen.
2. Zweitens hat auch in Höhenlagen wie in Val Thorens der Naturschnee stark nach gelassen. Es wurde daher in den letzten Jahren wie überall massiv in Beschneiung investiert. In diesem Zusammenhang wurden die Pisten grundlegend "remodelliert" wie das so schön heißt, u.a. auch um den Kunstschnee effizienter auf den Pisten verteilen zu können. Das Budget für Remodellierung entspricht wenn ich mich recht erinnere in etwa dem für Neubau von Liftanlagen (kommt so ein bisschen auf die Jahre an)!
Diese Maßnahmen lassen sich definitiv auch beobachten. Mir sind sie - ohne dass ich mich damals schon dafür interessiert hätte - zwischen 1998 und 2002 so sehr aufgefallen, dass ich mich angefangen habe, dafür zu interessieren (das war nämlich der Auslöser). Deine Aussage, seit den 80ern habe sich außer eine Kurve hier und da nicht viel verändert trifft allerhöchsten auf die Jahre 1985 - 1995 zu, ansonsten entspricht sie meines Erachtens nicht der Sachlage. Ich würde mich aber hüten, zu behaupten, Du hättest irgendwas Dummes geschrieben, um das nochmal klar zu stellen. Es gibt hier manchmal Leute, die was Dummes schreiben (ich ja vielleicht auch), aber da mach ich mir nicht die Mühe das zu kommentieren. Ich diskutier eigenlich ganz gern mit Dir, sollte ich gelegentlich mich missverständlich ausdrücken oder einen zu scharfen Tonfall anschlagen, möchte ich mich an dieser Stelle dafür entschuldigen.
Im übrigen findest Du Atomkraftgegner in der Schweiz im Gebirge, in Norddeutschland im Flachland, an der französischen Küste und in den Mittelgebirgen Italiens. Du findest sie unter den Intellektuellen, und den Arbeitern, unter Mittelständlern und unter Beamten.
Ergibt sich aus dieser Tatsache irgendein Hinweis auf die empirische Richtigkeit der Aussage "Atomkraftist umweltschädlicher als die Verbrennung fossiler Brennstoffe"?
Wenn Du mich dann persönlich darauf aufmerksam machst, dass es schon Baggerei in den 70ern gab, dann antworte ich Dir auch persönlich darauf, dass Du mir darüber nichts zu erzählen brauchst, weil ich mich mit dem Thema selbst ganz gut auseinander gesetzt habe, gerade in Val Thorens. Nicht mehr und nicht weniger sollte meine Aussage zum Ausdruck bringen. Sie ist nicht als Totschlagargument gedacht gewesen, genaugenommen ist sie überhaupt nicht als Argument, sondern als Feststellung gedacht gewesen.
So, und jetzt zu den Fakten. Wie ich bereits angedeutet habe, habe ich nie behauptet, dass es in den 70ern Jahren keine Pistenbaumaßnahmen gegeben hat. Fakt ist aber gleichzeitig, dass die Pistenbaumaßnahmen in ihrer Intensität enorm zu genommen haben. Das lässt sich an Hand der Budgets, die in Val Thorens mittlerweile dafür zur Verfügung gestellt werden ebenso belegen, wie an Hand von 30 Jahren Luftaufnahmen des Geländes, die ich in meinem kleinen Archiv habe (und bevor jemand fragt: ich werde sicher nicht das Entgegenkommen, das man mir mit der Zurverfügungstellung dieser Aufnahmen entgegengebracht hat, dahingegehend ausnutzen diese hier zu posten!). Insbesondere seit Mitte der 90er haben die Ausbaumaßnahmen stark zu genommen, v.a. im Zeitraum ab '99
Die Gründe dafür liegen auf der Hand:
1. Erstens hat Val Thorens ein ennormes Wirtschaftswachstum verbuchen können, nicht zuletzt durch den Wechsel der PR Mannschaft und deren massive PR, die sie seit Mitte der 90er machen (seit 1997 glaub ich wars). Das führte in wenigen Jahren zu einem Anstieg der Gästezahlen von über 30 (!) %. Dem wurde durch neue kapazitätsstarke Anlage Rechnung getragen und durch Verbreiterung und Entschärfung der Piste, den Bau von zusätzlichen Abfahrten und von weiteren Umfahrungen.
2. Zweitens hat auch in Höhenlagen wie in Val Thorens der Naturschnee stark nach gelassen. Es wurde daher in den letzten Jahren wie überall massiv in Beschneiung investiert. In diesem Zusammenhang wurden die Pisten grundlegend "remodelliert" wie das so schön heißt, u.a. auch um den Kunstschnee effizienter auf den Pisten verteilen zu können. Das Budget für Remodellierung entspricht wenn ich mich recht erinnere in etwa dem für Neubau von Liftanlagen (kommt so ein bisschen auf die Jahre an)!
Diese Maßnahmen lassen sich definitiv auch beobachten. Mir sind sie - ohne dass ich mich damals schon dafür interessiert hätte - zwischen 1998 und 2002 so sehr aufgefallen, dass ich mich angefangen habe, dafür zu interessieren (das war nämlich der Auslöser). Deine Aussage, seit den 80ern habe sich außer eine Kurve hier und da nicht viel verändert trifft allerhöchsten auf die Jahre 1985 - 1995 zu, ansonsten entspricht sie meines Erachtens nicht der Sachlage. Ich würde mich aber hüten, zu behaupten, Du hättest irgendwas Dummes geschrieben, um das nochmal klar zu stellen. Es gibt hier manchmal Leute, die was Dummes schreiben (ich ja vielleicht auch), aber da mach ich mir nicht die Mühe das zu kommentieren. Ich diskutier eigenlich ganz gern mit Dir, sollte ich gelegentlich mich missverständlich ausdrücken oder einen zu scharfen Tonfall anschlagen, möchte ich mich an dieser Stelle dafür entschuldigen.
Also dass das Hochgebirge in Sachen Empfindlichkeit des Systems und in Sachen Einmaligkeit nicht mit dem Flachland zu vergleichen ist, ist eine Tatsache. Darüber lässt sich nicht streiten. Streiten lässt sich vielleicht in Sachen Selbstbestimmungsrecht der Talbewohner, aber ein Vergleich Flachland-Hochgebirge in Sachen Baumaßnahmen halte ich für sehr unsachgemäß.Den Rest (Vergleich Flachland - Alpen) will ich gar nicht kommentieren, auch du kannst dir dein Schreiben sparen. Interessant nur, das 2 Personen, ein Schweizer aus dem Herz der Alpen und ein Flachländer vom Rand der Osteuropäischen Ebene zu diesem Thema fast die gleiche Meinung haben ...
Im übrigen findest Du Atomkraftgegner in der Schweiz im Gebirge, in Norddeutschland im Flachland, an der französischen Küste und in den Mittelgebirgen Italiens. Du findest sie unter den Intellektuellen, und den Arbeitern, unter Mittelständlern und unter Beamten.
Ergibt sich aus dieser Tatsache irgendein Hinweis auf die empirische Richtigkeit der Aussage "Atomkraftist umweltschädlicher als die Verbrennung fossiler Brennstoffe"?