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- trincerone
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Ich bin im September sowieso nicht zuhause, von dem her werd ich nicht wählen... würd aber sonst wohl auch nicht mehr gehen. Irgendwie kann ich mich mit überhaupt keiner Partei mehr identifizieren.
SPD: Weiß nach sieben Jahren immer noch nicht was sie eigentlich will. Vermutlich gar nichts.
Grüne: Großteils realitätsfremde Spinner.
FDP: Eine Spaßpartei mit einem Spaßvogel als Chef.
CDU/CSU: Zuviel "C" für meinen Geschmack. Kirche und Politik gehören viel strikter getrennt.
PDS: Die DDR lebt? Logo, die war ja so toll.
Davon abgesehen: die 20% MWSt. kommen sowieso, ganz egal wen ihr wählt
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Wege entstehen, indem man sie geht.
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- k2k
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@Downhill: Schon mal was von Briefwahl gehört?
Hab das schon ein paar mal gemacht, weil's mir schlicht zu blöd war, ins Wahllokal zu rennen. Praktische Sache, nur kann man die "letzten Änderungen" halt nicht in seiner Entscheidung berücksichtigen. Den Antrag dazu konnte ich beim letzten mal sogar online stellen, sehr entspannte Sache das.
@trinc: Diese Diskussion ist zwar sicher interessant, birgt aber ein gewisses Gefahrenpotential. Bin mal gespannt wie es diesmal läuft...
Hab das schon ein paar mal gemacht, weil's mir schlicht zu blöd war, ins Wahllokal zu rennen. Praktische Sache, nur kann man die "letzten Änderungen" halt nicht in seiner Entscheidung berücksichtigen. Den Antrag dazu konnte ich beim letzten mal sogar online stellen, sehr entspannte Sache das.
@trinc: Diese Diskussion ist zwar sicher interessant, birgt aber ein gewisses Gefahrenpotential. Bin mal gespannt wie es diesmal läuft...
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
- snowotz
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Ganz meiner Meinung !Downhill hat geschrieben: Davon abgesehen: die 20% MWSt. kommen sowieso, ganz egal wen ihr wählt
Eigentlich brauch man doch gar net mehr wählen gehen. Die machen doch eh alle den gleichen Mist. Und rückgängig macht eine andere Regierung fast eh nix was die davor verbockt haben. Im Gegenteil, die sind noch froh, daß die anderen den schwarzen Peter gezogen haben.
Weshalb wurden denn vor 7 Jahren die anderen abgewählt ? Warscheinlich net weil jeder mit ihnen so zufrieden war, oder?.
Und nun werden sie von fast allen wieder herbeigesehnt. Na ja.
Aber ich will mich da politisch gar nicht einmischen.
Soll auch nur heißen: Ich weiß net was ich überhaupt wählen soll !
- Stefan
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Bei mir ist es schon so, dass ich weiß, wen ich wähle. Sie sehen farbtechnisch ungefähr so aus wie die Skipisten im Sommer, und das ist schon lange so, dass sie meine Zweitstimme kriegen. Warum? Weil ich denke, dass ökologische Gedanken ihren Platz zu Recht haben - wenn man's auch nicht übertreiben sollte. Aber allein schon die Tatsache, dass sie den Schrottreaktor Obrigheim zum Stillstand gebracht haben, reicht für mich dieses Mal als Argument.
Abgesehen davon...
...sind die Konservativ-Liberalen für mich aus diversen Gründen (letztes Mal Stoiber, davor Saumagen, Saumagen und Saumagen) nicht wählbar. Dieses Mal allein schon aus ästhetischen:

...ist es die PDS (obwohl ich sie sogar mal spaßeshalber gewählt hab) auch schon lange nicht mehr;
...PBC, Graue etc. auch nicht, vom Rechtsaußen-Humbug mal ganz zu schweigen.
Bleibt eigentlich nur noch DIE PARTEI. Aber nach der Niederlage in NRW (1800 Stimmen, glaub ich) werden sie sich schwer tun, sich mit ihrem wirklich zukunftsträchtigen Ansatz durchzusetzen, zumal ihre profunde Systemkritik wohl den Mann auf der Straße nicht erreichen wird.
Trotzdem:
http://www.die-partei.de/
Abgesehen davon...
...sind die Konservativ-Liberalen für mich aus diversen Gründen (letztes Mal Stoiber, davor Saumagen, Saumagen und Saumagen) nicht wählbar. Dieses Mal allein schon aus ästhetischen:
...ist es die PDS (obwohl ich sie sogar mal spaßeshalber gewählt hab) auch schon lange nicht mehr;
...PBC, Graue etc. auch nicht, vom Rechtsaußen-Humbug mal ganz zu schweigen.
Bleibt eigentlich nur noch DIE PARTEI. Aber nach der Niederlage in NRW (1800 Stimmen, glaub ich) werden sie sich schwer tun, sich mit ihrem wirklich zukunftsträchtigen Ansatz durchzusetzen, zumal ihre profunde Systemkritik wohl den Mann auf der Straße nicht erreichen wird.
Trotzdem:
http://www.die-partei.de/
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Jay
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Als eher links bin ich auch hin- und hergerissen: Die CDU ist mit einigen Positionen für mich unwählbar und ausserdem halte ich Frau Merkel für keine bestens geeignete Repräsentantin, die SPD sollte man nach den zum Teil doch eher dürftigen Vorstellungen auch nicht unbedingt bestätigen, über die FDP brauchen wir garnicht mehr reden,d eren populistisches Getue geht mir so dermassen auf den Geist...Bleibt die Joschka Fischer Partei, die aufgrund der Regierungsbeteiligung ja ihre eigentlichen Ziele über Bord geworfen hat. Schwierig...
Jakob
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- Downhill
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Hab ja geschrieben, es ist eher ein "Nicht-Wollen" dieses Malk2k hat geschrieben:@Downhill: Schon mal was von Briefwahl gehört?
Ja, das kommt noch dazu. Wenn's Ede wenigstens noch mal versucht hätte... aber den wählt wiederum im Norden und Osten keiner.jwahl hat geschrieben:und ausserdem halte ich Frau Merkel für keine bestens geeignete Repräsentantin
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- mic
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...hier wirds sicher bald rund gehen. Zumindest wenn gewisse Herrn wieder auftauchen.birgt aber ein gewisses Gefahrenpotential. Bin mal gespannt wie es diesmal läuft...
...was ist ein Wahllokal?von Briefwahl gehört?
Nur wenn soll man wählen? Ich habe keine Ahnung, die sind doch alle ned ganz di... Wenn ich sehe wie da einige in den "Wahlkrampf einsteigen".
Mehrwertsteuer rauf, Nacht/ Sonntagsarbeit versteuern, PPauschale, Studiengebühren, Längere Arbeitszeiten (bei vollem Lohnausgleich), Kündigungszeiten ändern, längere Ladenöffnungszeiten (kauf doch eh keiner mehr was), Bürgerversicherung, Eigenheimzulage (geht ja noch), Erb/ Schenkungsschaftsteuer rauf.
Aber: Die Unternehmen kräftig subvensionieren die eh schon Rekordgewinne machen und dann die Mitarbeiter zu arbeitslosen machen. Genau denen will man noch die Steuern runter nehmen.
Und das Beste die Spaßvögler der FDP: Länge Öffnungzeiten in Biergärten.
Die haben die wirklichen Probleme erkannt........
Wenn am Sonntag Wahl wäre würd ich mir dem Wahlzettel aufheben damit ich hinterher sagen kann -Ich hab die ned gewählt-.
- br403
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Full ACK, ich habe gedacht ich fall vom Stuhl, als ich den Typen im Fernsehen gesehen habe, der das erzählt hat....Und das Beste die Spaßvögler der FDP: Länge Öffnungzeiten in Biergärten.
Die haben die wirklichen Probleme erkannt........
Und solche Pappnasen soll ich wählen
- trincerone
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@downi:
Was mir bei rot-grün fehlt ist vor allem qualifiziertes Personal. Das beschränkt sich nämlich nach meiner Meinung auf Schröder und Fischer, eventuell noch Bulmahn (die übrigens aus unserem Wahlkreis kommt). Danch sieht es viel leerer aus, als ich selbst lange Zeit dachte (zur Information: ich hab in meinen jungen Jahren mal gelegentlich für die SPD gearbeitet, der Stadteil / das Dorf, wo ich herkomm ist so eine SPD Hochburg, da kennt man sich). Es mangelt mir bei der SPD einfach grundsäztlich an Formaten wie Schmidt (einer der von mir meistgeachtetsten Politiker der dt. Geschichte überhaupt) und den anderen alten Haudegen, die sie mal hatten. Stattdessen haben wir in den zweiten dritten und vierten Reihen der SPD ein Liga junger arroganter und mit reichlich wenig Lebenserfahrung ausgestatteter Nachwüchsler, ohne Ecken und Kanten und stromlinienförmig in den Fluß "Parteikarriere" eingetaucht. Sigmar Gabriel - auch hier habe ich das zweifelhafte Vergnügen mich bereits mir ihm persönlich unterhalten zu haben - ist eigentlich das beste Beispiel für diese SPD Generation. Haut drauf (und nicht mal gut), wenn es angesagt ist, sich zu profilieren und reiht sich ein, wenn er meint, dass es besser ist nicht aufzufallen. Und übrigens etwa der überheblichste Mensch, den ich je getroffen hab. Wenn man dann noch die Ulla Schmidts der SPD und deren Gesundheitsreformen sieht, dann bleibt wenig Sympathie für diese Partei.
Was die Grünen angeht, so halte ich ihnen vieles zu Gute, und hab dennoch meine Schwierigkeiten mit ihnen. So ist jedenfalls die Grüne Politik noch von Idealen geprägt. Ob diese nun richtig oder falsch sein müssen - allein ihre Existenz halte ich für unsere heutige politische Welt für beachtlich und sehr begrüßenswert. Desweiteren ist der ganz fundamentale Teil der Grünen ja auch heute eigentlich weniger relevant, die Realos haben sich durchgesetzt und die Partei ist trotz der extremen Gegensätze eigentlich erstaunlich konsensfähig geworden. So viele realtitätsferne Spinner gibts da glaube ich nicht mehr. Man muss ihnen weiterhin zu Gute halten, dass - was immmer man nun Windkraftanlagen halten mag - sie beinahe die einzigen sind, die mal nicht nur für die nächste Legislaturperiode Politik machen. Allein wirtschaftlich betrachtet werden wir mit fossilen Brennstoffen und Kernenergie nicht mehr viel holen können, die Zeit wo man hier exportieren kann, neigt sich dem Ende. Demgegenüber stört mich an den Grünen vor allem, dass sie noch viel zu durchsetzt sind vom lobbyistischen Gutmenschtum und leider nicht wirklich gute Gesetze schreiben können. Wer meint, ein Antidiskrimierungsgesetz verabschieden zu können, was das bewirkt auf das sein Name schließen ließe, hat mit rechtspolitik wenig Erfahrung. Ich empfehle hier das Seminar von Prof Treiber zum Gewährleistungsstaat, rechtswissenschaftl. Fak. der Universität Hannover.
Sowohl bei SPD und Grünen vermisse ich einfach die Kader. Tolle Ideen alleine helfe noch niemanden. Man braucht fähige Leute, die diese in wirkungsvolle Gesetze gießen, die Konsequenzen dieser Gesetze abschätzen können und entsprechend gestalterisch tätig sind. Gerade im Bereich Wirtschaft / Finanzen, aber auch in der Gesundheitspolitik siehts da m.E. ganz schwarz (ha ha) aus im rot-grünen Lager.
Was die FDP angeht, so muss ich sagen, dass ich sie persönlich nicht als Spaßpartei empfinde. Im Gegenteil, ich finde dass sie durchaus wichtige Fragen aufwerfen und auch interessante Alternativen vorschlagen. Konstruktive Kritik ist heutzutage schon viel wert! Dennoch kann ich mich mit dem liberalen Grundgedanken nicht anfreuden, es gehen mir zu viele Werte verloren, die mir wichtig sind. Außerdem mag ich das liberal auf Teufel komm raus sein nicht, das erinnert dann schon manchmal wieder an manch Grünen Idealisten....
Auf die PDS werde ich an dieser Stelle nicht groß eingehen, ich finde sie als Oppositionspartei und teilweise als Stimme der neuen Bundesländer durchaus wichtig, stehe politisch etwa 180° zu dieser Partei und halte ihre Vergangenheit für sehr zweifelhaft, was man allerdings einigen der westdeutschen Parteien in der Nachkriegszeit genauso vorhalten kann.
Sollte die linke Wahlalternative überhaupt eine Chance haben, so hätte sie meines Erachtens als oppositionelle Stimme auch ihre BErechtigung. Anfangen kann ich nicht so viel damit, anderseits überzeugen mich die Leute trotz konträre politischer Einstellungen von ihren Persönlichkeiten her eher als die meisten SPD MdBs.
Kommen wir schließlich zur CDU. Hier ist meine Meinung sehr gespalten. Grundsätzlich meine ich, dass die CDU in ihrer Basis und den Reihen der MdBs, die nicht jeden Tag im Fernsehen sind, viele fähige Leute hat, die in Sachen Wirtschaft und Recht, aber auch was eine gewisse Fähigkeit praktikable Vorschläge zu machen angeht, mich durchaus überzeugen. Nun ist das aber sehr zwiegespalten, mit der norddeutschen CDU kann ich nämlich sehr wenig anfangen. Politikerinnen wie Ursula von der Leyen braucht nämlich kein Mensch. Nicht mal bei den Grünen, aber vor allen Dingen nicht bei der CDU. Oder Herrn Carstensen von der Förde. Oder... ... ... Auch auch mit Christian Wulf kann ich wenig anfangen. Nicht umsonst ist der hier wiederholt gescheitert: der Mann hat meines Erachtens wenig Profil. Er profitiert derzeit daraus, dass er sich aus parteipolitischem Geplänkel rausgehalten hat, aber das macht ihn auch nicht profillierter. Er erinnert mich etwas an Schröder früher, hält sich alle seine Optionen offen, verscherzt es sich mit niemandem und sieht zu, dass er sich nicht zu konkret äußert, und damit dann eben auch niemanden vor den Kopf stößt. Im übrigen wurde unter seiner Federführung hier in Niedersachsen eine Poltik gemacht, die ich in vielen Punkten für sehr bedenklich halte und eher einer roten Regierung zugeschrieben hätte. Dazu gehören die Abschaffung gerichtlicher Instanzen und (angeblich, das will ich noch mal prüfen) des Kurssystems in der Oberstufe. Allein letzteres, sollte es sich als wahr herausstufen, wäre ein Schritt 30 Jahre zurück. Wie reden einerseits von Eliteunis, und nehmen dem Nachwuchs gleichzeitig die Chance, sich zielgerichtet durch LKs auf die Uni vorzubereiten???? Wir lassen die Jungs in 12 Jahren Abitur
machen, aber lassen sie dann zwei Semester länger Maschbau stufieren, damit sie das, was sie nicht im Mathe LK gelernt haben, nachholen können????
Na ja, wer jetzt aufgepasst hat, weiß ja welche Partei überbleibt, und wo meine Sympathien liegen. Dass ich sie hier nicht wählen kann, macht die Wahl für mich nicht leichter. Hey Downie, kannst mir nicht Deine Stimme in Augsburg geben? Oder kann ich bei dir gerade mal meinen Hauptwohnsitz anmelden?
Weißt, wenn jetzt das 2002er Schattenkabinett am Start wäre, dann hätt ich sicher weniger Probleme mich bei dieser Wahl zu entscheiden. S'Cleverle als Superminister, wie das damals vorgesehen war, das fand ich shcon gar nicht blöd.aber den wählt wiederum im Norden
Was mir bei rot-grün fehlt ist vor allem qualifiziertes Personal. Das beschränkt sich nämlich nach meiner Meinung auf Schröder und Fischer, eventuell noch Bulmahn (die übrigens aus unserem Wahlkreis kommt). Danch sieht es viel leerer aus, als ich selbst lange Zeit dachte (zur Information: ich hab in meinen jungen Jahren mal gelegentlich für die SPD gearbeitet, der Stadteil / das Dorf, wo ich herkomm ist so eine SPD Hochburg, da kennt man sich). Es mangelt mir bei der SPD einfach grundsäztlich an Formaten wie Schmidt (einer der von mir meistgeachtetsten Politiker der dt. Geschichte überhaupt) und den anderen alten Haudegen, die sie mal hatten. Stattdessen haben wir in den zweiten dritten und vierten Reihen der SPD ein Liga junger arroganter und mit reichlich wenig Lebenserfahrung ausgestatteter Nachwüchsler, ohne Ecken und Kanten und stromlinienförmig in den Fluß "Parteikarriere" eingetaucht. Sigmar Gabriel - auch hier habe ich das zweifelhafte Vergnügen mich bereits mir ihm persönlich unterhalten zu haben - ist eigentlich das beste Beispiel für diese SPD Generation. Haut drauf (und nicht mal gut), wenn es angesagt ist, sich zu profilieren und reiht sich ein, wenn er meint, dass es besser ist nicht aufzufallen. Und übrigens etwa der überheblichste Mensch, den ich je getroffen hab. Wenn man dann noch die Ulla Schmidts der SPD und deren Gesundheitsreformen sieht, dann bleibt wenig Sympathie für diese Partei.
Was die Grünen angeht, so halte ich ihnen vieles zu Gute, und hab dennoch meine Schwierigkeiten mit ihnen. So ist jedenfalls die Grüne Politik noch von Idealen geprägt. Ob diese nun richtig oder falsch sein müssen - allein ihre Existenz halte ich für unsere heutige politische Welt für beachtlich und sehr begrüßenswert. Desweiteren ist der ganz fundamentale Teil der Grünen ja auch heute eigentlich weniger relevant, die Realos haben sich durchgesetzt und die Partei ist trotz der extremen Gegensätze eigentlich erstaunlich konsensfähig geworden. So viele realtitätsferne Spinner gibts da glaube ich nicht mehr. Man muss ihnen weiterhin zu Gute halten, dass - was immmer man nun Windkraftanlagen halten mag - sie beinahe die einzigen sind, die mal nicht nur für die nächste Legislaturperiode Politik machen. Allein wirtschaftlich betrachtet werden wir mit fossilen Brennstoffen und Kernenergie nicht mehr viel holen können, die Zeit wo man hier exportieren kann, neigt sich dem Ende. Demgegenüber stört mich an den Grünen vor allem, dass sie noch viel zu durchsetzt sind vom lobbyistischen Gutmenschtum und leider nicht wirklich gute Gesetze schreiben können. Wer meint, ein Antidiskrimierungsgesetz verabschieden zu können, was das bewirkt auf das sein Name schließen ließe, hat mit rechtspolitik wenig Erfahrung. Ich empfehle hier das Seminar von Prof Treiber zum Gewährleistungsstaat, rechtswissenschaftl. Fak. der Universität Hannover.
Sowohl bei SPD und Grünen vermisse ich einfach die Kader. Tolle Ideen alleine helfe noch niemanden. Man braucht fähige Leute, die diese in wirkungsvolle Gesetze gießen, die Konsequenzen dieser Gesetze abschätzen können und entsprechend gestalterisch tätig sind. Gerade im Bereich Wirtschaft / Finanzen, aber auch in der Gesundheitspolitik siehts da m.E. ganz schwarz (ha ha) aus im rot-grünen Lager.
Was die FDP angeht, so muss ich sagen, dass ich sie persönlich nicht als Spaßpartei empfinde. Im Gegenteil, ich finde dass sie durchaus wichtige Fragen aufwerfen und auch interessante Alternativen vorschlagen. Konstruktive Kritik ist heutzutage schon viel wert! Dennoch kann ich mich mit dem liberalen Grundgedanken nicht anfreuden, es gehen mir zu viele Werte verloren, die mir wichtig sind. Außerdem mag ich das liberal auf Teufel komm raus sein nicht, das erinnert dann schon manchmal wieder an manch Grünen Idealisten....
Auf die PDS werde ich an dieser Stelle nicht groß eingehen, ich finde sie als Oppositionspartei und teilweise als Stimme der neuen Bundesländer durchaus wichtig, stehe politisch etwa 180° zu dieser Partei und halte ihre Vergangenheit für sehr zweifelhaft, was man allerdings einigen der westdeutschen Parteien in der Nachkriegszeit genauso vorhalten kann.
Sollte die linke Wahlalternative überhaupt eine Chance haben, so hätte sie meines Erachtens als oppositionelle Stimme auch ihre BErechtigung. Anfangen kann ich nicht so viel damit, anderseits überzeugen mich die Leute trotz konträre politischer Einstellungen von ihren Persönlichkeiten her eher als die meisten SPD MdBs.
Kommen wir schließlich zur CDU. Hier ist meine Meinung sehr gespalten. Grundsätzlich meine ich, dass die CDU in ihrer Basis und den Reihen der MdBs, die nicht jeden Tag im Fernsehen sind, viele fähige Leute hat, die in Sachen Wirtschaft und Recht, aber auch was eine gewisse Fähigkeit praktikable Vorschläge zu machen angeht, mich durchaus überzeugen. Nun ist das aber sehr zwiegespalten, mit der norddeutschen CDU kann ich nämlich sehr wenig anfangen. Politikerinnen wie Ursula von der Leyen braucht nämlich kein Mensch. Nicht mal bei den Grünen, aber vor allen Dingen nicht bei der CDU. Oder Herrn Carstensen von der Förde. Oder... ... ... Auch auch mit Christian Wulf kann ich wenig anfangen. Nicht umsonst ist der hier wiederholt gescheitert: der Mann hat meines Erachtens wenig Profil. Er profitiert derzeit daraus, dass er sich aus parteipolitischem Geplänkel rausgehalten hat, aber das macht ihn auch nicht profillierter. Er erinnert mich etwas an Schröder früher, hält sich alle seine Optionen offen, verscherzt es sich mit niemandem und sieht zu, dass er sich nicht zu konkret äußert, und damit dann eben auch niemanden vor den Kopf stößt. Im übrigen wurde unter seiner Federführung hier in Niedersachsen eine Poltik gemacht, die ich in vielen Punkten für sehr bedenklich halte und eher einer roten Regierung zugeschrieben hätte. Dazu gehören die Abschaffung gerichtlicher Instanzen und (angeblich, das will ich noch mal prüfen) des Kurssystems in der Oberstufe. Allein letzteres, sollte es sich als wahr herausstufen, wäre ein Schritt 30 Jahre zurück. Wie reden einerseits von Eliteunis, und nehmen dem Nachwuchs gleichzeitig die Chance, sich zielgerichtet durch LKs auf die Uni vorzubereiten???? Wir lassen die Jungs in 12 Jahren Abitur
machen, aber lassen sie dann zwei Semester länger Maschbau stufieren, damit sie das, was sie nicht im Mathe LK gelernt haben, nachholen können????
Na ja, wer jetzt aufgepasst hat, weiß ja welche Partei überbleibt, und wo meine Sympathien liegen. Dass ich sie hier nicht wählen kann, macht die Wahl für mich nicht leichter. Hey Downie, kannst mir nicht Deine Stimme in Augsburg geben? Oder kann ich bei dir gerade mal meinen Hauptwohnsitz anmelden?
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Huhu....bin schon da...hier wirds sicher bald rund gehen. Zumindest wenn gewisse Herrn wieder auftauchen.
Aber ich will ja garnichts grossartiges sagen. Mir gehts genauso wie den meisten hier. Hab das Gefühl, egal was ich wähle, es kommt sowieso aufs selbe hinaus.
Ich finds nur irgendwie super naiv zu meinen, wenn ich die Partei wieder wähle, die ich vor 7 Jahren abgewählt habe, dass gerade diese dann, das gebacken bekommt, was sie 16 Jahre nicht auf die Reihe bekommen hat...
Aber na ja die Deutschen.....lesen ja auch Bild wie die Weltmeister.
Apropos nicht wählen....finde das ist der falsche Weg. Auch wenn es eigentlich keinen Unterschied macht, wen ich wähle, ich kann mir immer noch das für mich persönlich kleinere Übel aussuchen!
Schade eigentlich, dass die FDP so eine unfähige Partei ist, rein ideologisch wären sie mir ja am liebsten. Kann mir eigentlich mal jemand erklären, warum die Pfeife Westerwelle da immer noch das sagen hat??[/quote]
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Du hast die "PKW-Maut" vergessenmic hat geschrieben: Mehrwertsteuer rauf, Nacht/ Sonntagsarbeit versteuern, PPauschale, Studiengebühren, Längere Arbeitszeiten (bei vollem Lohnausgleich), Kündigungszeiten ändern, längere Ladenöffnungszeiten (kauf doch eh keiner mehr was), Bürgerversicherung, Eigenheimzulage (geht ja noch), Erb/ Schenkungsschaftsteuer rauf.
Tja, was wählen???? Alles mist. Also entweder wähl ich Klein, oder SPD, damit der Vorsprung der CDU nicht zu groß wird.
Aber eigentlich auch egal, wohn eh in Österreich.
2011: HtPgWmSflSjZaSwHfAbHfHtSjKiKiKiKiHtSöSöSö
2012: HtSöSöSwZaWmWsRoSwRoRoAlHtRoAhStjRoSö
2013: KrIsRaWmRkBxAbAbAbAbAbRaRoTx
2014: MkRo
2015: KiSpRoRoRoZu
2016: RaClRoHtSö
2017: RaLaWsJoTx
2018: ClRaLaBaSwAlRaBaLaMuRaRa
2019: RaLaLaRaRaLaRaTx - Corona shutdown
2020: AlSwPeSwSwSwZ3AxTx
2021: LaRa
2022: RoRaLaRa
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Hmmm, die PARTEI?trincerone hat geschrieben:Na ja, wer jetzt aufgepasst hat, weiß ja welche Partei überbleibt, und wo meine Sympathien liegen.
k2k,
Mitgliedsnummer 375...
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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OK. Da ich eh nicht will, mach ich gleich mal einen Thread im Versteigerungsforum auf...trincerone hat geschrieben:Hey Downie, kannst mir nicht Deine Stimme in Augsburg geben? Oder kann ich bei dir gerade mal meinen Hauptwohnsitz anmelden?
Gruß aus dem Land mit der (Noch-)Staatspräsidentin
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Wo ist unser Bonner Freund????mic hat geschrieben: ...hier wirds sicher bald rund gehen. Zumindest wenn gewisse Herrn wieder auftauchen.
Also, wählen ist Bürgerpflicht! Habe galube ich auch erst einmal sonntags gewählt! Sonst immer Briefwahl, sogar mal aus England! meine Mutter hat das Beantragt und mit i.A. unterschrieben! Hat funktioniert! Haben sie mir alles nach GB geschickt!...was ist ein Wahllokal?
So, ansonsten halte ich mich mal raus!
- trincerone
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@k2k: ja die sind cool, ich sag nur Bild-Leser beschimpfen die Titanic Redaktion.
Ich hab den Sonneborn mit Kollgen mal livi in Hannover getroffen auf deren Filmfestival. Sehr cool Jungs.
@downi: versteigern würd ich lassen, der letzte ders versucht hat bekam Besuch von der Staatsanwaltschaft. Reicht mir schon, wenn ich meinen Hauptwohnsitz bei dir anmelden kann....
@downi: versteigern würd ich lassen, der letzte ders versucht hat bekam Besuch von der Staatsanwaltschaft. Reicht mir schon, wenn ich meinen Hauptwohnsitz bei dir anmelden kann....
- trincerone
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Nicht nur wählen ist Brügerpflicht, sondern auch das im Wahllokal zu tun! Erstens kostet Briefwahl unnötig Geld, zweitens ist es guter demokratischer Brauch ins Wahllokal zu gehen und drittens ist eine Wahl mit zu hohem Briefwahlanteil ungültig, und im Augenblick bewegen wir uns sehr in diese Richtung. Wer wirklich am Wahlsonntag nicht kann, der darf gerne die Briefwahl nutzen, aber für alle anderen kann es jawohl nicht so schwer sein, sich in ein Wahllokal zu bewegen.
Nichtwählen fördert übrigens die extremen Parteien, bei uns v.a. die Rechtextremen. Diese können nämlich i.A. ihre komplette Klientel mobilisieren. D.h. umgekeht, je mehr gemäßigte Wähler nicht wählen gehen, desto mehr näher rücken die rechten erstens automatisch an die 5% Hürde und desto stärker sind sie im Parlament (wenn sie reinkommen) mit ihren Sitzen vertreten, zumindest wenn man ansonsten eine der vertretenen Parteien gewählt hätte. Das sollte man sich beim nicht wählen überlegen. Dann schon lieber Autofahrerpartei wählen oder so.
Nichtwählen fördert übrigens die extremen Parteien, bei uns v.a. die Rechtextremen. Diese können nämlich i.A. ihre komplette Klientel mobilisieren. D.h. umgekeht, je mehr gemäßigte Wähler nicht wählen gehen, desto mehr näher rücken die rechten erstens automatisch an die 5% Hürde und desto stärker sind sie im Parlament (wenn sie reinkommen) mit ihren Sitzen vertreten, zumindest wenn man ansonsten eine der vertretenen Parteien gewählt hätte. Das sollte man sich beim nicht wählen überlegen. Dann schon lieber Autofahrerpartei wählen oder so.
- skikoenig
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Naja, in unserem kleinen Örtchen gehst Du einfach mit Deiner Wahlbenachrichtigung ins Rathaus, dort stehen dann schon riesige Schilder "Briefwahl", füllst den Antrag aus, ziehst Dich in eine Kabine zurück und wirfst das Ding ein! Fertig! Keine Mehrkosten! Diesmal war es gut so, da ich kurzfristig nicht da war, ansonsten hat es irgendwie nie gepasst, oder ich wollte sicher gehen, das ich wähle!trincerone hat geschrieben:Nicht nur wählen ist Brügerpflicht, sondern auch das im Wahllokal zu tun! Erstens kostet Briefwahl unnötig Geld, zweitens ist es guter demokratischer Brauch ins Wahllokal zu gehen und drittens ist eine Wahl mit zu hohem Briefwahlanteil ungültig, und im Augenblick bewegen wir uns sehr in diese Richtung. Wer wirklich am Wahlsonntag nicht kann, der darf gerne die Briefwahl nutzen, aber für alle anderen kann es jawohl nicht so schwer sein, sich in ein Wahllokal zu bewegen.
- trincerone
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Gut, das mag weniger Aufwand sein als in der Stadt, aber verwaltet werden muss das trotzde, oder nicht? Du schmeißt deinen Brief ja nicht in diesselbe Wahlurne, die dann drei Wochen später im Wahllokal steht oder? Weil dort werden die Stimmen ja dann von den Wahlhelfern ausgezählt, und das kostet praktisch so gut wie nichts, wie jeder weiß, der schonmal Wahlhelfer spielen durfte....
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Jay
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Schröder mag ein schlauer Mensch sein, aber manchmal fehlt ihm, das ist jedenfalls mein Eindruck, der unbedingte Wille. Zu oft hatte ich das Gefühl dass er dann doch wieder auf den ein oder anderen Flügel zugeht oder auf die ein oder anderen Einschnitte verzichtet um nicht zu sehr in der Beliebtheitsskala abzurutschen. Dahinter wirds wirklich dünn und entweder die Leute können gut in der öffentlichkeit (Wowereit) oder sie sind fähig (Steinbrück z.B. halte ich für jemand sehr kompetenten). EIne Mixtur aus beidem gibt es leider viel zu selten.trincerone hat geschrieben: Was mir bei rot-grün fehlt ist vor allem qualifiziertes Personal. Das beschränkt sich nämlich nach meiner Meinung auf Schröder und Fischer, eventuell noch Bulmahn (die übrigens aus unserem Wahlkreis kommt). Danch sieht es viel leerer aus, als ich selbst lange Zeit dachte (zur Information: ich hab in meinen jungen Jahren mal gelegentlich für die SPD gearbeitet, der Stadteil / das Dorf, wo ich herkomm ist so eine SPD Hochburg, da kennt man sich). Es mangelt mir bei der SPD einfach grundsäztlich an Formaten wie Schmidt (einer der von mir meistgeachtetsten Politiker der dt. Geschichte überhaupt) und den anderen alten Haudegen, die sie mal hatten. Stattdessen haben wir in den zweiten dritten und vierten Reihen der SPD ein Liga junger arroganter und mit reichlich wenig Lebenserfahrung ausgestatteter Nachwüchsler, ohne Ecken und Kanten und stromlinienförmig in den Fluß "Parteikarriere" eingetaucht. Sigmar Gabriel - auch hier habe ich das zweifelhafte Vergnügen mich bereits mir ihm persönlich unterhalten zu haben - ist eigentlich das beste Beispiel für diese SPD Generation. Haut drauf (und nicht mal gut), wenn es angesagt ist, sich zu profilieren und reiht sich ein, wenn er meint, dass es besser ist nicht aufzufallen. Und übrigens etwa der überheblichste Mensch, den ich je getroffen hab. Wenn man dann noch die Ulla Schmidts der SPD und deren Gesundheitsreformen sieht, dann bleibt wenig Sympathie für diese Partei.
Es bleibt nur die Frage, ob sie sich an diese auch halten? Gerade bei den Grünen, die ich in der letzten Regierung für den eher antreibenden denn verhindernden Partner sehe, wurden doch viele alte Vorsätze aus Machtpolitischen Gründen über Bord geworfen.Was die Grünen angeht, so halte ich ihnen vieles zu Gute, und hab dennoch meine Schwierigkeiten mit ihnen. So ist jedenfalls die Grüne Politik noch von Idealen geprägt. Ob diese nun richtig oder falsch sein müssen - allein ihre Existenz halte ich für unsere heutige politische Welt für beachtlich und sehr begrüßenswert.
Das krankhafte Nach dem Mund reden und populistische Gehabe des Herrn Westerwelle und seiner Freunde (Kubicki, Pieper) geht halt garnicht. Zuletzt am Montag die Forderung nach einem Referendum usw. Ich traue denen solange nichts zu, solange die solche Schwafler sitzen haben.Was die FDP angeht, so muss ich sagen, dass ich sie persönlich nicht als Spaßpartei empfinde. Im Gegenteil, ich finde dass sie durchaus wichtige Fragen aufwerfen und auch interessante Alternativen vorschlagen. Konstruktive Kritik ist heutzutage schon viel wert!
Danke. Über Peter Harry brauch man garnicht erst reden, von dem halten ja die eigenen Leute nichts. Aber danke dass du mich in meiner Meinung über Herrn Wulff bestätigst. Der galt als geborener Verlierer, profillos und kam nur durch das Versagen anderer zufällig dann doch noch an die Macht und wurde zwischenzeitlich schon als neuer Kanzler gehandelt. Hallo? WOFÜR? Dass er nett ist und niemandem etwas antut?Nun ist das aber sehr zwiegespalten, mit der norddeutschen CDU kann ich nämlich sehr wenig anfangen. Politikerinnen wie Ursula von der Leyen braucht nämlich kein Mensch. Nicht mal bei den Grünen, aber vor allen Dingen nicht bei der CDU. Oder Herrn Carstensen von der Förde. Oder... ... ... Auch auch mit Christian Wulf kann ich wenig anfangen. Nicht umsonst ist der hier wiederholt gescheitert: der Mann hat meines Erachtens wenig Profil. Er profitiert derzeit daraus, dass er sich aus parteipolitischem Geplänkel rausgehalten hat, aber das macht ihn auch nicht profillierter. Er erinnert mich etwas an Schröder früher, hält sich alle seine Optionen offen, verscherzt es sich mit niemandem und sieht zu, dass er sich nicht zu konkret äußert, und damit dann eben auch niemanden vor den Kopf stößt.
Gerade zu der Partei will ich von DIR eine genauso fundierte Meinung, da wirds doch erst interessant. Den obigen Positionen zufolge muss es da doch auch einiges an Differenzen geben?Na ja, wer jetzt aufgepasst hat, weiß ja welche Partei überbleibt, und wo meine Sympathien liegen. Dass ich sie hier nicht wählen kann, macht die Wahl für mich nicht leichter.
Jakob
- trincerone
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@mic: ja auszählen vielleicht, aber vorher liegen die wochenlang irgendwo rum, müssen wahrscheinlich nach Wahlkreisen sortiert werden, k.A. bin nicht in der Verwaltung tätig, aber ich weiß, dass es einiges an Geld ist, dass duch den hohen Anteil Briefwähler draufgeht (und zwar eben nicht selten unnötigerweise). Wie dem auch sei, problematisch ist auch eher die Gültigkeit der Wahl bei zu hohem Briefwahlanteil.
@jwahl: das find ich ganz interessant was Du so schreibst, noch ein paar Gedanken meinerseits:
@jwahl: das find ich ganz interessant was Du so schreibst, noch ein paar Gedanken meinerseits:
Ich vermute mal, dass es da mehr um die Möglichkeit geht, überhaupt innerhalb der eigenen Partei Konsens zu schaffen. In der SPD ist diese Flügelstruktur deutlich stärker ausgeprägt als in allen anderen Parteien und diese ganze Struktur ist ziemlich verknöchert. Dazu kommt, dass - ähnlich wie den Grünen - das Wort Fraktionszwang ein sehr rotes Tuch in den Augen der meisten SPD Abgeordneten ist. Im Gegenteil: man ist meist sogar eher stolz darauf sich zu politischen Sachfragen noch mal eine eigene persönliche Meinung gebildet zu haben, die eben nicht 100%tig der Fraktionslinie entspricht und dementsprechend überzeugt wird diese Meinung dann auch immer wieder vorgetragen. Wenn nun bei den Abgeordneten der Eindruck entsteht, die Parteispitze bzw. Regierung könnte eine Entscheidung haben wollen, bevor alle Argumente aus der Fraktion resp. Partei ausreichend gerhört und deren verschiedene Flügelinteressen, dann stellen die sich ganz schnell quer. Und das kann Schröder, der nach seiner eigenen Partei ja immer noch die Grünen überzeugen muss und ggf. die Opposition im Bundesrat, überhaupt nicht brauchen. Ich denke, dass er daher schon immer sehr darauf geachtet reih rum Hände zu schütteln, und immer mal wieder auf den ein oder anderen Flügel einen Schritt zu zu machen, damit er beim nächsten Mal auch wieder einen Schritt zurücktreten kann. Dass das in der Öffentlichkeit als Wankelmut kritisiert wurde, trifft im Prinzip nicht den Kern glaube ich. Dennoch wird die Sache dadurch natürlich nicht besser.Zu oft hatte ich das Gefühl dass er dann doch wieder auf den ein oder anderen Flügel zugeht oder auf die ein oder anderen Einschnitte verzichtet um nicht zu sehr in der Beliebtheitsskala abzurutschen.
Nun, das mag zu einem gewissen Grad das Kernproblem der Grünen sein: wenn eine Partei sich in ihrem Ursprung darüber definiert hat, dass sie gegen etwas bestimmtes ist, so wird es immer schwierig für diese Partei sein, konstruktiv zu arbeiten, wenn sie dann tatsächlich mal in der Regierungsverantwortung steht. Das geht eben nur durhc die Verabschiedung gewisser, möglicherweise weltferner, Ideale. Ich finde, die Grünen haben das Großteils sehr gut geschafft. Ideale abgespeckt durch Realpolitik umzusetzen finde ich sehr bewundernswert, Ideale ungefochten in Gedanken zu träumen ohne sie je realisieren zu können, täte mir eher leid. Ich denke die Grünen haben in vielen Fällen Mittel und Wege gefunden ihre Ideale in konsensfähige politische Formen zu gießen, die auch den rauhen klimatischen Bedingungen der alltäglichen Realpolitik standhalten. Das halte ich für die größte Leistung der Grünen seit ihre Gründung. Sie haben das geschafft, nicht obwohl sie sich von gewissen Positionen getrennt haben, sondern weil sie eben diese Position aufgegeben haben. Ich sehe darin weniger machtpolitische Erwägungen als vielmehr die Erkenntnis, dass es besser ist, überhaupt etwas zu erreichen, als still vor sich hin zu träumen.bleibt nur die Frage, ob sie sich an diese auch halten? Gerade bei den Grünen, die ich in der letzten Regierung für den eher antreibenden denn verhindernden Partner sehe, wurden doch viele alte Vorsätze aus Machtpolitischen Gründen über Bord geworfen.
Also ich kann ja schon sagen, dass insbesondere Pieper auf meiner Hassliste steht (genau wie diese Europaabgeordnete, die neulichihren schwangeren Bauch photographieren ließ). Ein gewisser Populismus mag in der FDP auch vorhanden sein, aber so extrem wie Du sehe ich das jetzt nicht. Ich habe schon wiederholt gerade von Westerwelle insbesondere zu juristischen Fragen Vorschläge gehört, die ich durchaus brauchbar fand.Das krankhafte Nach dem Mund reden und populistische Gehabe des Herrn Westerwelle und seiner Freunde (Kubicki, Pieper) geht halt garnicht. Zuletzt am Montag die Forderung nach einem Referendum usw. Ich traue denen solange nichts zu, solange die solche Schwafler sitzen haben.
Ja, das wird erst interessant. Diese Differenzen existieren, das sei hier gesagt. Das habe ich gerade wieder bei der Frage Referendum ja oder nein gemerkt. Weitere Stellungnahmen zu dieser Partei würden aus meiner Sicht den Rahmen einer schriftlichen Diskussion sprengen, da m.E. ein ernormer Aufwand an Erläuterungen dafür nötig ist. Richtig ist, dass einige der oben genannten Kritikpunkte sicher auch auf diese Partei zutreffen. Bring ne anständige Flasche Wein aus Aix mit und wir quatschen das mal durch....Gerade zu der Partei will ich von DIR eine genauso fundierte Meinung, da wirds doch erst interessant. Den obigen Positionen zufolge muss es da doch auch einiges an Differenzen geben?
Jakob
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...könnte echt ein Problem werden.problematisch ist auch eher die Gültigkeit der Wahl bei zu hohem Briefwahlanteil.
Na, dann wird mal kurzerhand die Verfassung geändert! (Spaß)
Wenn Damen und Herren auf der Stadtverwaltung mal was sinnvolles zu tun bekommen kann echt nicht schaden. Die sind die ja sowieso da.nach Wahlkreisen sortiert werden, k.A. bin nicht in der Verwaltung tätig
...sehr geil war auch der nette Herr Mehmet Daimagüler, der auf dem Parteitag mitteilte das er noch Single ist und man ihn auf der Party hinterher einfach anspreche solle.(genau wie diese Europaabgeordnete, die neulichihren schwangeren Bauch photographieren ließ).
Stefan Raab sorgte mal wieder in seiner Sendung für die Öffentlichkeitsarbeit der FDP.
Hier der Worlaut der Daimagüler’schen Ansprache:
“Ich bin Jurist, ich bin seit 14 Jahren in der FDP, seit 6 Jahren im Bundesvorstand. Ich möchte Sie jetzt nicht weiter mit Highlights aus meinem Leben langweilen, aber eine Sache doch noch am Ende. Eine sehr persönliche Sache, aber ich finde, ihr als Parteifreunde habt Anspruch darauf, es zu erfahren: Ich bin noch immer Single und weiss nicht so recht warum, aber wenn jemand Interesse hat, darüber zu sprechen: Ich bin heute Abend auf dem geselligen Abend mit einem Glas Kölsch in der Hand. Ich bin für den Dialog offen und freue mich, wenn Sie auf mich zukommen. Danke.”