Schumi und Ferrari kleiner spieler

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Ich verstehe die Diskussion nicht!?
Sicherheit für die Fahrer geht immer vor und wenn Michelin meint dies nicht gewährleisten zu können,
dann müssen Konsequenzen gezogen werden.
Allerdngs sehe ich dann die Handlungspflicht eindeutig bei Michelin und jedem einzelnen Team.
Denn das Team hat primär für die Sicherheit zu sorgen.
Denn mal ehrlich, die FIA hat die Formel 1 in den letzten Jahren schon dermaßen sicher gemacht,
dass es schon fast keinen Spass mehr macht. Von Abenteuer wir früher keine Spur mehr.
Deshalb finde ich, dass die FIA genau das richtige gemacht hat.
Jedes Team hat am Anfang der Saison den Regeln zugestimmt. Es ist ja nicht so als ob die Teams null Einfluss hätten.
Und Ecclestone hat damit schonmal garnichts zu tun. Der ist doch nur der Don King der Formel 1.
Ein guter Promoter, sowas braucht die Formel 1 auch. Also nichts gegen Ecclestone :wink: ...
Der hält das kleine bisschen Show um die Formel 1, die nach diesem Sicherheitswahn beinahe zu verschwinden droht,
wenigstens noch am leben.
Also wieder zurück: Jedes Team hat den Regeln zugestimmt und die naheliegenste Lösung für dieses Reifenproblem wäre gewesen,
entweder auf den Start zu verzichten (wie jetzt und unfair den fans gegenüber) oder die betreffende Kurve so langsam zu fahren,
dass kein Risiko eingegangen wird (Die einzige Konsequenz die Fair den Brigestone bereiften Teams gegenüber ist).
Die Formel 1 ist immernoch ein Sport, daher halte ich eher Vorschläge wie:
"Das Rennen wird gefahren mit Schikane aber die Punkte werden nicht gewertet eher für eine Farce, als die Haltung der FIA."

Ich mein was denken sich die Michelin Teams? Wir haben ein Problem und deshalb darf keiner WM Punkte kassieren?
Mir kommt da eher der Hass auf diese ganze doppelzüngige Briatore-Klique hoch.

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Chris
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Beitrag von Chris »

fxgrossrgb hat geschrieben: Sorry, aber IndyCar wurde in IRL (Indy Racing League) umgetauft. Champ Car ist eine andere Serie.


Also so einfach war das nicht:
Im November 1991 schlug Tony George, Präsident des Indianapolis Motor Speedway (IMS) für die IndyCar-Serie eine neue Struktur mit der Gründung eines neuen Dachunternehmens, der Indy Car Inc. vor. Die CART (Championship Auto Racing Teams) lehnte dies ab. Im Februar 1992 lizenzierte die CART den Namen "IndyCar" vom IMS, während George die Indy Car Inc. gründet. Diese beiden Vorgänge sollten der CART in Zukunft noch erhebliche Probleme bereiten. Die Serie hieß nun IndyCar (CART) Series. In den folgenden Jahren wächst der Unmut beim Indianapolis Motor Speedway. Das Unternehmen beklagt die zurückgehende Bedeutung der 500 Meilen von Indianapolis in der IndyCar (CART)-Serie. Im März 1994 kündigt George an, eine Konkurrenzserie zur IndyCar (CART)-Serie zu gründen: die Indy Racing League (IRL). Die CART protestiert erfolglos gegen das Vorhaben. Im September 1995 formiert sich die Konkurrenzserie während die meisten IndyCar (CART)-Teams die Teilnahme an der Indy Racing Leage ablehnen. Im Januar 1996 veranstaltet die IRL unter Kontrolle des USAC ihr erstes Rennen in Orlando. Das wichtigste Rennen der Saison, das Indy 500, findet seit diesem Jahr
Im Dezember 1996 verlor die CART nach einer Markenrechtsklage des IMS die Rechte an der Bezeichnung "IndyCar". Der IMS musste aber zustimmen, die Bezeichnung für sechs Jahre (also bis Ende 2002) nicht zu verwenden. Im Dezember 1997 wurde Federal Express neuer Hauptsponsor der CART. Die Serie wird in FedEx Championship Series umbenannt. Die Autos wurden nun auch wieder offiziell als Champ Cars bezeichnet. Mehrere Gespräche, die Serien zusammenzuführen, scheiterten.
Ich hab das aus Wikipedia zusammengefasst. Ein weiterer Grund die IRL zu gründen war, dass Tony George die Indycar Serie nicht mehr patriotisch genug war. Damals waren die Indycars auf einem Höhenflug und es wurden Rennen in Japan, Mexiko und Australien ausgetragen, der Gang nach Europa war bereits beschlossene Sache.
Der momentane Zustand ist, dass es in den USA zwei Rennserien gibt, die mit ähnlichen Autos fahren, wobei die IRL jetzt auch auf Straßenkursen fährt und nicht mehr nur auf Ovalen wie bisher. Tatsache ist, dass die IRL Rennen zum Teil quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden und dass, obwohl die Tickets zum Teil verschenkt werden.
Bei den Champcars sieht es momentan etwas besser aus. Nachdem die Serie fast draufgegangen wäre (verunglückter Börsengang, Mißmanagement, Herstellerausstieg oder -wechsel zur IRL) siehts in diesem Jahr wieder etwas besser aus. Man fährt mittlerweile mit Einheitschassis von nur noch einem Hersteller, Einheitsreifen und Einheitsmotoren von Cosworth. Das Starterfeld ist wieder etwas größer geworden und die Rennen sind meistens relativ spannend. Und endlich werden die meisten Rennen wieder live bei Eurosport übertragen.
Die Serie ist halt keine Spielwiese der Hersteller mehr, dafür (oder gerade deswegen) aber auch spannend und relativ volksnah.

Was momentan in der F1 passiert - und damit meine ich nicht nur das "Rennen" am Sonntag - ist ein Witz. Die neuen Regeln (Quali, Reifen, Motoren) halten wieder mal nicht das, was sich Max Mosley davon versprochen hat.(spannendere Rennen, weniger Kosten)
Warum denkt eigentlich niemand mal daran Max Mosley zu entmachten?

Chris
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Alter, gibts denn hier keinen Lift?
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k2k
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Beitrag von k2k »

Maximus hat geschrieben:
Unter folgendem BVB link gibts einen Download des Telefonats:

http://www.f51.parsimony.net/forum20450 ... s/8335.htm

Jakob
Leider ist es auf der Seite nicht mehr zu erreichen. Gibt es eine andere Quelle im Internet, oder hat es jemand zufällig noch aufm PC?

Gruß
Maximus
Ich hab es hier noch rumliegen, möchte es aber nicht unbedingt irgendwo hochladen. Schick mir deine Mailadresse per PN und du kriegst es (sofern dein Account Anhänge mit 7 MByte erlaubt). Für alle anderen gilt das selbe.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Also ein Autorennen hat zwei Komponenten: Technik und Fahrer. Genau dort findet der Wettbewerb statt: zwischen Ingenieuren und Ingenieuren und zwischen Fahrern und Fahrern. Wenn eines von beiden nicht optimal funktioniert, verliert man ein Rennen. Das ist Rennsport. Nicht mehr und nicht weniger. Meine Meinung.
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Theo
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Beitrag von Theo »

Die Ausführung von Chris zum Thema IRL-Champ Car ist richtig.
ich hoffe auch, das die sich wieder vereinen und in der Formel 1 nie so etwas passiert.

Den Mosley entmachten wäre auch keine schlecht Lösung.
Der grund wesshalb die FIA gegen alle Vorschläge von Michelin gestimmt hat war doch das sonst die heilge Kuh Ferrari als einzige gegen alle Vorschläge gewesen wäre.
Obwohl bei Michelin das Reifenproblem bestand hätten dann alle auf ferrari eingedroschen. Auf Ferrari schimpfen darf aber nicht sein.
Wann kapieren die endlich alle einmal das die Formel 1 auch ohne Ferrari existieren könnte.

Ich wette allerdings wenn Ferrari keine unterstützung von der FIA bekommen hätte, Ferrari hätte im letzten Moment doch noch nachgegeben.

Bridgestone wird wie schon in meinem oberen Post erwähnt wohl nie offiziell etwas zur ganzen Sache sagen.
Es ist für die ein zu grosses Risiko, das die Frage auftauchen könnte, warum man letztes Jahr in Mugello alle ihre GP1 Piloten weiterfahren liess obwohl bei Shinya Nakano bei mehr als 300 der Hinterreifen explodierte.

Noch ein letzte zum Thema fahren oder nicht fahren:
Sollen die etwa fahren nur weil viele Zuschauer da sind?

Das wäre das gleiche wie wenn man von uns verlangen würde eine Bahn in Betrieb zu nehmen obwohl der Hersteller oder das BAV aus irgendeinem Grund den austausch eines Teiles verlangen.
Da können wir doch auch nicht sagen: Wir haben wiele Gäste und können uns keinen Betriebsausfall leisten, also fahren wir trotz aller Warnungen oder Vorschriften, so nach dem Motto: Gott gebe das es hebe.
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GMD
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Beitrag von GMD »

jwahl hat geschrieben:Unter folgendem BVB link gibts einen Download des Telefonats:

http://www.f51.parsimony.net/forum20450 ... s/8335.htm
Ich find den Download nicht. :(
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Xtream
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Beitrag von Xtream »

@gmd: k2k hat anscheinend noch den teletalk mit ralf auf seinem rechner! vieleicht stellt er es ja nochmals online :idea:

München - Bei allem Ärger um das Skandal-Wochenende in Indianapolis bleibt die Erkenntnis, dass einzig und allein Michelin mit der Lieferung untauglicher Reifen der Auslöser der ganzen Farce war.

Hätten die Franzosen ihre Hausaufgaben besser erledigt und sichere Reifen angeliefert, wäre Ralf Schumacher am Freitag nicht abgeflogen, hätten die Fans ein reguläres Rennen gesehen, hätte die Formel 1 ihr Gesicht nicht verloren, stünde jetzt keine Klagewelle bevor - hätte, wenn und aber.

Eingefräste Rillen machen Probleme

Doch wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass Michelin, vor Indy in dieser Saison noch ungeschlagen, derart verwachst hat?

DSF-Experte Walter Zipser erklärt in seiner Sport1.de-Kolumne: "Tatsache bleibt, dass die Reifenlieferanten überrascht wurden. Die Strecke in Indy war überwiegend neu asphaltiert worden. Dazu hatte man in den frischen Belag Rillen eingefräst, welche die Haftung verbessern sollten."

"Hochseilakt Formel 1"

Realtiv kleine Ursache, große Wirkung. "Die Balancefläche beim Hochseilakt Formel 1 hat im Vergleich zum Schwebebalken eines Turners nur die Breite einer Rasierklinge", veranschaulicht Zipser das Vabanque-Spiel, das die Reifenhersteller vollführen.

Bridgestone konnte sich deshalb auf der Rasierklinge halten, weil die Japaner aus den Indy 500, wo sie mit ihrer US-Marke Firestone am Start waren, bereits Erfahrung mit dem neuen Belag hatten.

Vorwürfe der FIA

So ist Michelin der Sündenbock, der sich von Seiten der FIA Vorwürfe gefallen lassen muss.

"Man muss daran erinnern, dass die FIA alle Teams und beide Reifenhersteller am 1. Juni angeschrieben hat, um zu betonen, dass 'Reifen so konstruiert sein sollten, dass sie unter allen Umständen zuverlässig sind'", hieß es in einer offiziellen Rüge des Weltverbands.

Gehen die Konkurrenten im Reifenduell wirklich zu sehr ans Limit? Sicher ist, die Belastungen für die Reifen sind so enorm, dass ein Sicherheitspuffer bei der Konstruktion der Pneus zwingend notwendig ist.

Zwei Tonnen Belastung

Zipser erklärt: "Bei einer Vollbremsung aus 340 (wie in Indy am Ende der Zielgeraden) wird ein Reifen in Längsrichtung mit rund 2000 kg belastet. Der untere Querlenker an der Vorderachse beispielsweise muss etwa 2600 kg aushalten." Die Belastung hat Michelin nach eigener Aussage "völlig überrascht".

Die extrem kritische Haltung von FIA-Präsident Max Mosley gegenüber dem französischen Reifenhersteller nährt mittlerweile sogar schon Spekulationen, nach denen der Weltverband in dieser Michelin-Blamage eine gute Chance sieht, einen großen Schritt in Richtung der angestrebten Einführung von Einheitsreifen zu gehen.

Allerdings gibt es keine offensichtlichen Anzeichen dafür, dass die FIA Michelin wirklich hinausekeln will.

Neues Spiel , neues Glück also in zwei Wochen in Magny-Cours. Für sein Heimrennen hat Michelin jetzt schon garantiert, dass sich ein Fiasko a la Indianapolis nicht wiederholen wird.

Alexander Mey

^^ soviel zum thema --- quelle: sport1.de


meine meinung! ganz egal wer dort der "sündenbock" war! sowas macht man einfach nicht.... pfui! der "kleine" war, ist und wird immer der dumme sein - egal ob demokratie, monarchie, diktatur ect.

heutzutage ist sport nur noch show und eine geldmaschine... das gleiche gilt für ski-alpin / was wäre österreich ohne wintersport! :anonym:


p.s uhiii mein 1000ster post :wink:
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Turm
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Beitrag von Turm »

übrigens schon fast lustig: die ersten Klagen sind angekommen. Den höchste Verlust im Moment hat angeblich ein Typ aus Florida, der 6.800 $ ausgegeben haben will, nur um das Rennen am Sonntag zu sehen.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Und warum hat er das Rennen nicht gesehen? Haben sie ihn nicht reingelassen?? ;)

Xtream
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Beitrag von Xtream »

jetzt wirds erst richtig lustig - welch ein spass 8) :P :D :lol:

Macht Michelin Schumi wieder zum Weltmeister?

Formel Farce in den USA - jetzt geht es den Spielverderbern von Indianapolis an den Kragen. Der Internationale Automobilverband (FIA) unterstellt den meuternden Rennställen Boykott des USA-GP und unsportliches Verhalten. Am 29. Juni müssen sich McLaren-Mercedes, BMW-Williams, BAR-Honda, Toyota, Red Bull Racing und Sauber vor der obersten Sportbehörde in Paris verantworten. "Von Geldstrafen über Punktabzug bis hin zum Rennausschluss sind alle Strafen vorstellbar", verriet ein FIA-Insider.

Macht Michelin Michael Schumacher wieder zum Weltmeister? Durch seinen Sieg in Indy hat der Ferrari-Star seinen Rückstand auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso bereits auf 25 Punkte verkürzt. Ein Punktabzug für den Renault-Piloten würde Schumi wieder ganz nahe an seinen 8. Titelgewinn heranbringen. Vieles spricht dafür, dass die FIA ein Exempel statuieren will, um das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen. Deshalb fordert FIA-Präsident Max Mosley auch Schadensersatz für die rund 160.000 Fans: "Michelin und die sieben Teams sollen die Zuschauer entschädigen. Mit ihrer Weigerung, am Rennen teilzunehmen, haben sie sich und dem Sport geschadet." 100 Dollar hatten die Zuschauer im Schnitt für ihr Ticket gezahlt.


Fünf Anklagepunkte: Image der Formel 1 beschädigt

In seiner Anklage-Schrift hält Mosley den Rennställen fünf Regel-Verstöße vor. Unter anderem, dass sie mit ihrem Verhalten das Image der Formel 1 beschädigt hätten. "Die Formel 1 ist ein sportlicher Wettbewerb. Er beruht auf klaren Regeln. Es kann nicht jedes Mal verhandelt werden, wenn ein Teilnehmer die falsche Ausrüstung mitbringt. Anstatt das Rennen zu boykottieren, hätten die Michelin-Teams akzeptieren sollen, in Kurve 13 mit geringerer Geschwindigkeit zu fahren", hieß es in der offiziellen Pressemitteilung des Weltverbands.

So wären die Regeln eingehalten worden, die Rennställe hätten WM-Punkte holen und die Fans hätten ein Rennen sehen können. "Mit ihrer Weigerung, nicht anzutreten, weil die FIA nicht die Regeln brechen und Bridgestone benachteiligen wollte, haben sie sich selbst und dem Sport geschadet." Das Rennen der Schande wird auf Grundlage des Artikels 151c des ’International Sporting Codes’ untersucht. Dieser Artikel besagt, dass ein Bruch der Regeln vorliegt, wenn betrügerisch oder nicht im Sinne des Wettbewerbs oder des Motorsports gehandelt wird.

FIA droht Millionenklage

Die FIA muss jedoch auch ihrerseits mit Strafen rechnen: Zwei Tage nach dem Großen Preis der USA ist bereits die erste Klage auf dem Tisch der Formel-1-Bosse gelandet. Larry Bowers, ein Fan aus Colorado, reichte eine Sammelklage ein und trat damit wohl eine Prozesslawine los. Der Amerikaner verklagt den Automobil-Weltverband FIA, die Formula One Administration (FOA), den Reifenhersteller Michelin und den Indianapolis Motor Speedway auf Schadenersatz. Bouwers Rechtsanwalt William Bock III. wirft den Beteiligten "Betrug" vor, da die 14 Michelin-Fahrer nach der Aufwärmrunde beim USA-GP wieder in die Box fuhren.
Die Betreiber des Indianapolis Motor Speedway überlegen noch, ob sie auf juristischem Weg zumindest einen Teil der geschätzten 20 Millionen Dollar Antrittsgelder zurückfordern können. Und die weitere Zusammenarbeit mit der Königsklasse soll ebenfalls überprüft werden. “Wir sind monumental enttäuscht, so wie bei keiner Veranstaltung zuvor. Wir fühlen uns wie die Fans als Opfer, denn die Situation war außerhalb unserer Kontrolle.“, sagte Joie Chitwood, Geschäftsführer der legendären Rennstrecke, und fügte an: “Ich hoffe, dass alles, was wir in den letzten fünf Jahren getan haben, nicht verloren ist."
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Jo hab ich auch eben gelesen. Spocht.de nicht? :wink:
Aber wenn das so weiter geht mit diesem Jeder gegen Jeden,
wirds die Formel 1 wirklich nicht mehr lange geben :cry:
So wies hier im Moment drunter und drüber geht ist das wirklich schon der Anfang vom Ende!
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Beitrag von Jay »

Turm hat geschrieben:übrigens schon fast lustig: die ersten Klagen sind angekommen. Den höchste Verlust im Moment hat angeblich ein Typ aus Florida, der 6.800 $ ausgegeben haben will, nur um das Rennen am Sonntag zu sehen.
Wie lächerlich. Oder sollte die FIA und der veranstalter wirklich so dumm sein und dementsprechende AGBs nicht aufgesetzt haben?

Jakob
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mic
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Beitrag von mic »

Geil jetzt wird ja echt richtig lustig. Sollten wir viele F1 Fahrer im nächsten Jahr in der DTM sehen?
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Beitrag von TPD »

Ehrlich gesagt ist mir das ganze F1-Zeugs etc. ziemlich egal.
Aber dieses Theater finde ich doch sehr interessant. :lol:

Anstatt das Rennen zu boykottieren, hätten die Michelin-Teams akzeptieren sollen, in Kurve 13 mit geringerer Geschwindigkeit zu fahren", hieß es in der offiziellen Pressemitteilung des Weltverbands.
So wären die Regeln eingehalten worden, die Rennställe hätten WM-Punkte holen und die Fans hätten ein Rennen sehen können.
Aha, und so wäre das Rennen keine Farce gewesen :?:
- Als Zuschauer will ich nicht schon zu Beginn des Rennes die Rangliste kennen. Sondern ich will einen tollen Wettkampf sehen

- Man kann natürlich nicht erwarten, dass die Regeln kurzfristig geändert werden. Aber der Kompromiss " mit geringerer Geschwindigkeit zu fahren" finde ich aus folgenden Gründen einen absoluten Witz.

1. Wer kontrolliert, dass sich die Fahrer an die reduzierte Höchstgeschwindigkeit halten ?
Denn sonst besteht die Gefahr dass ein Fahrer trotzdem zu schnell fährt und es zu einem schweren Unfall kommt, bei dem eventuell auch "Unschuldige" etwas abkriegen.
Denn dann dürfen die Juristen nach dem Schuldigen suchen. Denn es könnte ja sein, dass der Fahrer vom Teamchef unter Druck gesetzt wurde, dass er sich nicht an die Geschwindigkeitslimite hält.
2. Geschieht in dieser Kurve trotz beschränkter Geschwindigkeit ein Unfall wird das Geschrei ziemlich gross sein und alle werden sagen, dass es absolut fahrlässig war, dass diese Fahrzeuge an den Start gegangen sind.
3. Ich finde es nicht ganz ungefährlich, wenn auf der Rennpiste auch wesentlich langsamere Fahrzeuge unterwegs sind.

Aus dem Blickwinkel der Sicherheit finde ich es absolut korrekt, dass diese Teams nicht an den Start gegangen sind.

Zur Frage der Haftung
Ich denke da müsste wohl Michelin tief in die Taschen greifen.
Aber ich denke dies könnte für die Zukunft negative Konsequenzen haben. Denn dann wird ein Hersteller einen Produktefehler verschweigen respektive vertuschen, da sich das Unternehmen von den hohen Schadenersatzforderungen fürchtet.
Dann wird man es erst bei einem schrecklichen Unfall feststellen, dass das Produkt fehlerhaft war und alle werden wieder nach mehr Transparenz schreien.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

TPD hat geschrieben:1. Wer kontrolliert, dass sich die Fahrer an die reduzierte Höchstgeschwindigkeit halten ?
Denn sonst besteht die Gefahr dass ein Fahrer trotzdem zu schnell fährt und es zu einem schweren Unfall kommt, bei dem eventuell auch "Unschuldige" etwas abkriegen.
So wie ich das verstanden habe ist der Vorschlag mit der geringeren Geschwindigkeit gar kein Kompromiss. Die FIA hat (aus meiner Sicht völlig korrekt) nur den Vorschlag gemacht, dass wenn Michelin Probleme mit den Reifen in dieser Kurve hat, sie doch einfach langsamer fahren um diese zu schonen. Die Bridgestone Teams wären weiterhin schnell durch die Kurve gefahren.
Der Vorschlag wäre also nur gewesen, das Michelin einfach mit ihrem selbstgeschaffenem Nachteil leben sollten, so wie es jedes Team macht wenn irgendwas nicht in Ordnung ist. Ich versteh nicht wieso hier einige ne Extrawurst bekommen sollten. Man muss auch die FIA und Mosley verstehen. Das ist der Weltautomobilsportverband (oder so ;) ) und die kümmern sich um den Sport, die Regeln dazu und das sie eingehalten werden) Es ist nicht Sache der FIA den Menschen eine Show bieten zu müssen und deshalb auf alle vorher abgemachten regeln zu pfeifen.
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Beitrag von McMaf »

Wo wir schonmal dabei sind:
www.sport.de hat geschrieben:BMW-Paukenschlag in München: Der bayerische Autokonzern übernimmt das Schweizer Sauber-Team und wird damit ab der kommenden Saison erstmals mit einem eigenen Team um den WM-Titel kämpfen. "Der Vorstand hat am Dienstag beschlossen, sein Formel 1 Engagement neu auszurichten und Mehrheitsanteile am Schweizer Sauber-Team zu kaufen. Die Entscheidung ist ein starkes und langfristiges Bekenntnis von BMW zur Formel 1", verkündete BMW-Entwicklungsvorstand Burkhard Göschel auf einer Pressekonferenz in München. "Mit einem von BMW geführten Team übernehmen wir ab dem nächsten Jahr die Verantwortung für das Gesamtpaket und damit die Schlüsselfaktoren Chassis, Reifen und Fahrer."

Ab 1. Januar 2006 wird BMW die Führung des Teams übernehmen. "Bis dahin werden durchgängige Strukturen geschaffen und die Schlüsselpositionen besetzt. Dann wird auch feststehen, wie das neue Team heißt", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Namen von möglichen Fahrern und Führungspersonen wollte Theissen noch nicht nennen: "Wir werden unsere Mannschaft Anfang Januar 2006 vorstellen." Bei den Fahrern gilt BMW-Williams-Pilot Nick Heidfeld als Wunschkandidat. Teamchef könnte der ehemalige BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger werden. Der bisherige Sauber-Boss will sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen. "Die Partnerschaft mit BMW ist für Sauber eine ideale Lösung", freute sich Peter Sauber. "Das ist so, als wenn ein Vater seine Tochter zum Traualtar führt. Und wenn man weiß, dass der Bräutigam passt, ist das umso schöner."
Da ist es nun endgültig. BMW kauft Sauber.
Dürfen wir uns dann in der Zukunft auch die Nationalhymne für einen Konstrukteurssieeg anhören? :)
Renault hat ja auch das ehemalige italienische Benetton gekauft.
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Beitrag von Oscar »

Weiss gar ned was die Aufregung soll die Strecke war bekannt auch der Belag, wenn Michelin es ned packt da was für zu bauen können se eben ned fahren, aber was können die Bridgestoneteams dafür??? Die Zuschauer sollten auf michelin schimpfen und nicht auf die Formel eins oder Bridgestone oder Fia oder ....


Wenn ein Rennstall seine Autos wegen Fahrwerkproblemen rausnimmt regt sich doch auch keiner auf!


Habe Fertig, was erlauben Formel eins? :D

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Beitrag von Roberto »

Die Zuschauer sollten auf michelin schimpfen und nicht auf die Formel eins oder Bridgestone oder Fia oder ....
...oder auf Ferrari und Schumacher, wie im Titel dieses Threads geschehen. Aber gut, für einen Franzosen kann Michelin natürlich nicht Schuld haben. 8) :wink:
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Beitrag von Oscar »

Wieso was der Schumacher damit zu tun???? Ich bin wirklich kein Schumacherfan aber ihm da den schwarzen peter zuzuschieben finde ich total daneben, sein Reifenlieferant hatte seine Hausaufgaben gemacht und so konnte er fahren, soll er weil die anderen zu "blöd" sind nicht antreten??? Komische Logik!

Ich hätte das selbe gemacht wie er, wenn die anderen ihr Paket nicht hinkriegen ist nicht sein problem. Hätte die Punkte ach dankbar mitgenommen klare Sache!
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Beitrag von Roberto »

Oscar hat geschrieben:Wieso was (hat) der Schumacher damit zu tun????
Eben nichts.
Deswegen ist es ja auch so lächerlich, dass im Rahmen einer Diskussion über das ALLEINIGE (!!!) Versagen von Michelin überhaupt die Namen Ferrari und Schumacher erwähnt werden.
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Beitrag von Oscar »

Ahso dann hatte ich dich wohl etwas falsch verstanden, sorry!
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Beitrag von Roberto »

Kein Problem, ist wollte halt den zweiten Teil deines Satzes fortschreiben, nicht den ersten.
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Beitrag von Oscar »

lool jo passt scho!
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Beitrag von Roberto »

Oscar, Beiträge: 1000

...Glückwunsch, bei der Gelegenheit!
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Beitrag von Oscar »

Jetzt sinds schon 1001! :oops:

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