Eibseebahn wegen Zugseilkürzung ausser Betrieb

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br403
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Eibseebahn wegen Zugseilkürzung ausser Betrieb

Beitrag von br403 »

Habe ich gerade gefunden:
Am 29. und 30. Juni 2005 werden die Zugseile der Eibsee-Seilbahn gekürzt. Die vor zwei Jahren neu aufgezogenen Seile werden dieses Jahr um ca. 20 m gekürzt. Erst nach mehreren Jahren hat sich ein solches Seil "ausgelängt", so dass die Kürzungsarbeiten unnötig werden.
Sowas habe ich bisher noch nicht gewusst, muss sowas auch bei Tragseilen und vor allem bei anderen Liften wie Sesselbahnen gemacht werden?

Quelle übrigens http://www.zugspitze.de/news/seilkuerzenes.php

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Schmalspurfan
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Beitrag von Schmalspurfan »

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Zuletzt geändert von Schmalspurfan am 11.01.2006 - 20:00, insgesamt 1-mal geändert.
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br403
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Beitrag von br403 »

^^ interessant, vielen Dank für die Antwort!
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Beitrag von Werna76 »

Da gabs mal ein Topic zum Thema Seil spleißen:

http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 91&start=0
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sänger
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Beitrag von sänger »

Nur zur Präzisierung: Tragseile braucht man nicht zu kürzen :kluckscheiss:
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Und die Seile von der Bergebahn? Vermutlich doch auch nicht, da sie so gut wie nie belastet werden oder?
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Seilbahnjunkie
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ich glaube die stärkste Belastung erfahren die Seile nicht durch die Kabinen, sondern durch ihr Eigengewicht.
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Dresdner
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Beitrag von Dresdner »

Hier sollten alle Aspekte zusammenkommen, das Eigengewicht (obwohl sich dieses auf die gesamte Seillänge verteilt), das Wagengewicht und vor allem die Belastungen bei den Anfahr- und Fahrvorgängen. In diesem Fall gibt es auch keinen Unterschied zu SSB, auch bei denen muss das Zugseil regelmäßig verkürzt werden. Dazu muss noch die ungleichmäßige Belastung an beiden Wagen betrachtet werden (diese sind ja nur in den seltensten Fällen gleich beladen), die Fahrzeuge sollten ja möglichst zur gleichen Zeit in den Stationen (und die meisten SSB an der Ausweiche) sein.
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Ich glaube eher das Aufzüge mit dem Eigengewicht größere Probleme haben.

So ist es z.B. nicht möglich einen Aufzugseil über 600m Länge zu benutzen, da es sonst durch das Eigengewicht schon reißen würde.
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sänger
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Beitrag von sänger »

@Ram-Brand: Irgendwie kann ich das mit dem Reissen des Aufzugseiles bei einer Länge > 600m nicht so recht glauben.

Angenommen, das Aufzugseil hat einen Durchmesser von 10 mm, so schätze ich das Metergewicht auf rund 0.35 kg/m. Das ergibt bei einer Liftlänge von 600 m rund 210 kg Seilgwicht. Dann soll das Seil bereits reissen :?: Da ist ja jeder Strick aus dem Kaufhaus besser.

Ich lasse mich ja gerne von den Aufzugsfachleuten eines Besseren belehren...
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Dresdner
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Beitrag von Dresdner »

Hab ich gerade zum Thema Aufzugsseile im Netz gefunden. Das Ganze scheint also heute weniger ein technisches als ein psychisches Problem zu sein.
Die Sicherheit jedes Aufzugsseils hängt von der Anordnung und Anzahl der Litzen ab. Da die Stahldrähte nicht zu schwer sein dürfen, werden moderne Aufzüge nur bis zu einer Gebäudehöhe von 600 Metern konzipiert.

Das Gewichtsproblem lösen jetzt vollsynthetische Aufzugsseile aus Aramidfasern der Firma Schindler. Die Seile sind vier Mal leichter als Stahlseile, dennoch ebenso robust. In ihrem Inneren sitzen Kohlefasern, durch die elektrische Signale geschickt werden. Ist der Signalfluss an einer Stelle unterbrochen, wird Alarm ausgelöst. Dieses Sicherheitssystem würde Aufzüge auch in Wolkenkratzern möglich machen, die weit höher als heutige Hochhäuser sind. Doch dann hätte man das nächste Problem: Denn die meisten Menschen fühlen sich nur ungefähr zwei Minuten in einer Aufzugskabine wohl. Die Folge: Fahrstühle müssten noch schneller werden. Momentan erreichen die modernsten Aufzüge eine Spitzengeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern.
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Beitrag von sänger »

Pendolino hat geschrieben:Da die Stahldrähte nicht zu schwer sein dürfen, [...].
Weshalb eigentlich nicht? Dass das Seil dann reissen würde steht im Artikel jedenfalls nicht. Das interpretieren wir da rein.
Weshalb die Seile im Aufzugsbau nicht einen grösseren Höhenunterschied überwinden können, ist mir nach wie vor unklar. Seilbahnen können das doch auch. Zum Beispiel überwindet die Kl. Matterhornbahn zwischen der letzten Stütze und der Bergstation einen Höhenunterschied, der grösser als 600 m ist. Und bei diesen Seilen ist die Höhenspannung einiges grösser als bei einem konventionellen Aufzugsseil (ok, das Zugseil der Seilbahn ist auch einiges dicker - man könnte ja aber auch im Aufzug ein dickeres Seil einsetzen, oder?).
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Turm
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Beitrag von Turm »

Der Querschnitt ist bei der maximalen seillänge egal!

Ein Beispiel: Wie lange darf ein Seil sein bis es rein aus Eigengewicht reißt?

Code: Alles auswählen

Eingangswerte: 
Emodul: Emod:=210*10^9 N/m^2
Dichte: rho:=7850 kg/m^3
Zugfestigkeit: Rg:=370*10**6 N/m^2
Erdbschleunigung: g:=981/100

Streckenlast in Seilrichtung: n:=rho*g*A = 154017*A/2

Das ganze nun dach FEM formuliert:
RB am oberen ende: x=0, u=0
RB am untren Ende: x=L, N=0

eingesetzt in die Systemformel für gerade Stäbe

lsg:= ( -154017*A*x^2+308024*A*L*x / 840000000000*A , -154017*Ax / 2 +154017*AL / 2)

Somit ergibt sich nach auflösung des ganzen: 
u an der stelle x
u(x) = 51339 x (-x+2L) / 280000000000

N an der Stelle x
N(x) = 154017*Ax / 2 , +154017*AL / 2

jetzt kommt der Beweis, dass das ganze nicht vom Querschnitt abhängt: 
sigma:=N/A= 154017*x / 2 , +154017*L / 2

die Grenzspannung eq an der stelle x=0 soll nund gleich der Zugfestigkeit Rq sein

eq= 154017*L/2 = 37000000
daraus folgt für L = 4804,66 m

Das Seil darf also maximal 4,8 km lang sein

  
Das ganze ist entweder Stoff des 2ten Semesters Bauingieurwesen im Studienfach Mathematik oder in einer Vorlesung FEM in einem späteren Semeser, und die maximale Siellänge ist DAS Standardbeispiel, weil es einer der einfachsten FEM Fälle mit wenigen Eingangswerten und Randbedingunen und einer einfachen Systemmatrix ist.
Zuletzt geändert von Turm am 03.07.2005 - 12:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Mit dem Eigengewicht hatte ich vor allem die Tragseile gemeint. Die sind ja viel schwerer.
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Beitrag von Turm »

Für die Länge des maximalen Spannfeldes ist das ganze nicht übertragbar da dort andere Randbedingungen und eine andere Systemmatrix vorliegt.
Das wird dann aber auch schon zu kompliziert für nen Sonntag Mittag. Ich hoffe mal dass ihr zumindest bei dem Beispiel mitkommt.
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Beitrag von Turm »

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Mit dem Eigengewicht hatte ich vor allem die Tragseile gemeint. Die sind ja viel schwerer.
wiso sollen die Schwerer sein? Die Wichte von Stahl ist ne Konstante!

Und die Belastung ist nur das Eigengewicht des Seils in diesem Fall
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Beitrag von Dresdner »

@ sänger:
Ich bin zwar kein Techniker, doch kann man m.E. die Zugseile einer Seilbahn und die Seile eines Aufzuges nicht vergleichen:
* Aufzugsseile sind Trag- und "Bewegungs"-seil gleichzeitig.
* Aufzugsseile sind immer in der gleichen (senkrechten) Richtung beansprucht.
* In Hochhäusern sind Hochgeschwindigkeitsaufzüge eingebaut. Durch die die Anfahr- und Bremsvorgänge werden die Seile extrem beansprucht.
* Die Anzahl der Fahrspiele ist um ein Vielfaches höher als bei Seilbahnen.
* Die Art der Fahrspiele differieren, bei Seilbahnen ist die Art immer gleich.
Mein Fazit: Aufzugsseile unterliegen einer wesentlich höheren dynamischen Belastung als Seilbahnseile - daher die Unterschiede.
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Beitrag von Turm »

Teile deine Auffassung nur bedingt, weil es dem Stahl im Gegensatz zu Holz reichlich egal ist, mit welcher belastungsgeschwindigkeit und Lasteinwirkungsdauer (mal abgesehen von der Plastischen Verformung oberhalb der Streckgrenze) belastet wird.

Weiß es jetzt nicht genau aber die Großen Aufzüge in den Gebäuden werden nicht übers Seil, sondern über Luftdruck gebremst, weiß leider nicht genau wie das funktioniert.

Mit der Zahl der Dynamischen Belastungen hast du recht das heißt aber nur, dass man hüufiger das Seil auswechseln muss.

Nichtsdestotrotz kann es sein, dass die Teilsicherheitsbeiwerte bei einem Aufzug noch etwas höher liegen als bei einer Seilbahn mit getrenntem Trag und Zugseil.
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Beitrag von Dresdner »

@ turm:
Hab heute eine mail an die entsprechende Fakultät der Bergakademie Freiberg geschickt.
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Turm hat geschrieben:
Seilbahnjunkie hat geschrieben:Mit dem Eigengewicht hatte ich vor allem die Tragseile gemeint. Die sind ja viel schwerer.
wiso sollen die Schwerer sein? Die Wichte von Stahl ist ne Konstante!

Und die Belastung ist nur das Eigengewicht des Seils in diesem Fall
Versteh ich net. Die Tragseile sind viel dicker und haben vor allem eine Ummantellung um sie besser befahrbar zu machen. Auserdem kommt noch hinzu, dass sie in der Regel wesentlich stärker gespannt sind.
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Beitrag von Turm »

Seilbahnjunkie hat geschrieben: Versteh ich net. Die Tragseile sind viel dicker und haben vor allem eine Ummantellung um sie besser befahrbar zu machen. Auserdem kommt noch hinzu, dass sie in der Regel wesentlich stärker gespannt sind.
Noch mal:
Zu den Lasten
Je länger das Seil wird umso schwerer wird das Seil
Je dicker das Seil wird umso mehr kann es tragen
Das was unten dran hängt ist konstant, und wird nicht schwerer oder leichter, wenn das Seil dicker oder Länger wird
Das Massenverhältnis: Dranhängende Last / Eigenlast des Seils wird mit zunehmender Seillänge immer geringer. Bei einem unendlich langem Seil würde die Last am Seilende gar nichts mehr ausmachen.


Zum Querschnitt:
Wie ich ja weiter oben eindrucksvoll bewiesen habe hängt die maximale Länge eines Seils nicht vom Querschnitt ab
Je größer der Querschnitt, desto Größer die Eigenlast
Ab einer gewissen Länge würde eine Erhöhung des Querschnitts keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung des Tragverhaltens bedeuten, da die Zunahme der Tragfähigkeit durch die Querschnittserhöhung kleiner als die Zunahme der Belastung aus Eigenlast ist. Irgendwann wird dann die maximale Zugspannung erreicht, und das ist bei ca. 4.800 m nur aus der Eigenlast

Die Vorspannung erhöht die Belastung für die Seile.
Es ist nicht wie beim Vorgespannten Stahlbeton, dass durch die Vorspannung die Tragfähigkeit der Konstruktion verbessert wird.
Es geht bei der Vorspannung hauptsächlich darum die durchbiegung im Feld möglichst klein zu halten.

Was die Ummantelung mit der Tragfähigkeit zu tun haben soll kann ich nicht nachvollziehen.
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Turm hat geschrieben:Was die Ummantelung mit der Tragfähigkeit zu tun haben soll kann ich nicht nachvollziehen.
Sie erhöht das Gewicht.
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Beitrag von Turm »

Pendolino hat geschrieben:@ turm:
Hab heute eine mail an die entsprechende Fakultät der Bergakademie Freiberg geschickt.
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@ turm:
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