urlauber und bergnot

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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berg
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urlauber und bergnot

Beitrag von berg »

jung ist die bergsteigersaison und schon gibt es die ersten toten und menschen die in bergnot geraten sind.

extremes beispiel sind zur zeit die tschechen am großglockner. sind mit einem bus nach matrei gefahren und wollten bei schlechtem wetter (schneesturm) auf den großglockner. aufstieg um jeden preis. einer ist heute nacht erfroren.
http://tirol.orf.at/stories/43665/

oder 3 ungarn wollten durch die seewand in hallstatt, auch bei extrem schlechtem wetter. der klettersteig ist einer der schwierigsten in österreich.
http://ooe.orf.at/stories/43635/


die bergretter haben die undankbare aufgabe unter einsatz ihres lebens, diese "verrückten" zubergen. da die meisten bergsteiger aus dem osten kommen und arm sind, bleiben die rettungsorganisationen auch noch auf den kosten (hubschrauber, bergrettung,..) sitzen.

ich bin gespannt wie lange sich das die retter noch gefallen lassen?

tigerfishli
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Beitrag von tigerfishli »

In Zusammenhang mit Lawinen gibt es ja schon die Aussage, dass die Gesundheit der Retter auch berücksichtigt werden muss.

Unfälle generell auf Osteuropäer schieben würde ich nicht - eher ist das Problem, dass Urlauber in der begrenzten Zeit "ihr geplantes Ziel" mit aller Gewalt erreichen wollen, während "Einheimische" sich mit einer Tourenabsage leichter tun.

Hochalpine Bergunfälle sind für Medien leider spektakulärer, es gibt glabe ich eine DAV Statistik, dass die meisten Unfälle bei eher harmlosen Bergwanderungen passieren.

grüsse uli
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

^^ stichworte... akklimatisieren... wetterbericht ... ortskenntnis... ausrüstung... routenPLANUNG... :roll:
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Turm
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Beitrag von Turm »

habe auch noch eins: Mut
und damit meine ich nicht den Mut den Berg unbedingt zu besteigen, sondern den Mut umzukehren, oder abzubrechen. Das hat mir am Anfang sehr viel überwindung gekostet, dieses Jahr war bin ich schon zwei mal wegen schlechten Verhätnissen umgekehrt
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

das ist auch gut so. der wettersturz auf gestern war seit fünf tagen vorhergesagt und nachlesbar - wenn ich am tag vor meiner tour und noch besser am tag des aufbruchs das ganze nochmal anschau, kann ich dem ganzen entgehen. aber nein....
berg
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Beitrag von berg »

tigerfishli hat geschrieben: Unfälle generell auf Osteuropäer schieben würde ich nicht
mach ich auch nicht, aber es kommen leider sehr viele leute aus dieser gegend die überhaupt keine erfahrung haben und dann auf den berg müssen.
ich war vor kurzem auf dem gosaugletscher. da sind 4 tschechen mitten über den gletscher rauf zum dachstein, ohne ahnung wo der weg oder die spalten waren.

tigerfishli hat geschrieben: Hochalpine Bergunfälle sind für Medien leider spektakulärer, es gibt glaube ich eine DAV Statistik, dass die meisten Unfälle bei eher harmlosen Bergwanderungen passieren.
sprich: stimmt. zum teil wundert mich es aber schon, dass nicht mehr passiert. besonders wenn man den flachlandtouristen mit flip-flops zuschaut wie sie herumsteigen.
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k2k
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Beitrag von k2k »

Hatte diesbezüglich auch schon so meine Erfahrungen, Italiener mit Sandalen und ohne Sicherung in Dolomiten-Klettersteigen und so.

Ansonsten ist das eben der Preis dafür, daß man in Osteuropa neue Gästeschichten erschließen will. Nix gegen die Menschen dort, es gibt mehr als genug Dumme auch in anderen Ländern. Aber es fällt schon sehr auf, wie oft die in den Schlagzeilen sind in den letzten Jahren - auch bei den Spaltenstürzen in herbstlichen Gletscherskigebieten. Ob dieser Eindruck statistisch haltbar ist, müssen aber andere beurteilen.

Zur Retter-Debatte: Die, die das "unter Einsatz ihres Lebens" machen, haben es sich eigentlich auch freiwillig ausgesucht, oder? Klar ist es deswegen nicht unbedingt moralisch vertretbar, sich Hals über Kopf in die Gefahr zu stürzen, die Meinung würde ich schon teilen.
Aber ich meine, prinzipiell dürfte sich ja auch keiner beschweren, wenn er ein derart unkalkulierbares Risiko eingeht wie hier teilweise beschrieben, dementsprechend verunfallt und dann halt keiner kommt und ihn rausholt - es also keinen gibt, der sich als Retter in Gefahr begibt. IMHO wäre das legitim. Nur dann würden vermutlich weniger Leute kommen...

(Nur so ein paar Gedanken für euch zum Auseinandernehmen ;-))
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Nuno
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Beitrag von Nuno »

k2k hat geschrieben:Zur Retter-Debatte: Die, die das "unter Einsatz ihres Lebens" machen, haben es sich eigentlich auch freiwillig ausgesucht, oder? Klar ist es deswegen nicht unbedingt moralisch vertretbar, sich Hals über Kopf in die Gefahr zu stürzen, die Meinung würde ich schon teilen.
Aber ich meine, prinzipiell dürfte sich ja auch keiner beschweren, wenn er ein derart unkalkulierbares Risiko eingeht wie hier teilweise beschrieben, dementsprechend verunfallt und dann halt keiner kommt und ihn rausholt - es also keinen gibt, der sich als Retter in Gefahr begibt. IMHO wäre das legitim. Nur dann würden vermutlich weniger Leute kommen...

(Nur so ein paar Gedanken für euch zum Auseinandernehmen ;-))
Die Bergrettung hat einen jahrenlange Tradition; fast jeder junger Mann in solche kleine Bergdörfer wie z.B. im Hohen Tauern ist entweder bei der Bergrettung, Feuerwehr oder sonst was. Man kann sich wegen die Entfernung von grossere Siedlungen einfach nicht auf andere Leute verlassen. Das die Bergrettung immer kommt, kann man doch leicht vergleichen mit dem Feuerwehr; man wurde doch auch nicht akzeptieren dass die nicht kommen..?
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