Läufelfingerli: Stillegung ab Dezember

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Michael Meier
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Läufelfingerli: Stillegung ab Dezember

Beitrag von Michael Meier »

Schlechte Neuigkeiten aus dem Oberen Baselbiet. Die S-Bahn Linie 9 zwischen Sissach und Olten über Läufelfingen kurz Läufelfingerli, soll ab Dezember nach 150 Jahren Betrieb stillgelegt werden. Laut Regierung lassen sich so 935000 Franken sparen indem man einen Bus einsetzt. Ob das aufgeht??? Kaum Schade um diese Aktion.

Stream:
http://helix-4.sri.ch/ramgen/sfdrs/chak ... :11:58.163

Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

:lol: Elbeth Schneider. Man denke nur an das Fiasko Kienbergtunnel, Kantonsspital, Umfahrung Aesch nach Allschwill und und und. Glaub die hat bis jetzt in ihrer Amtszeit nur Mist gebaut.
Für grosse Güterzüge ist die Läufelfingerstrecke zu steil. Aber als Verbindung nach Olten und Sissach erschliesst sie fast das gesammten Tafeljura. Zumal die S3 nach Olten über Tecknau nur noch all Stunde in Tecknau hält.
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7132qp
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nach einer gewissen beruhigung...

Beitrag von 7132qp »

ich hab das ganze die letzten tage im betriebsinternen medienspiegel mitverfolgt und naja, irgendwie hab ich mich zuerst extrem darüber aufgeregt, immerhin wurde ja eine petition mit über 8000 unterschriften eingereicht und praktisch alle betroffenen gemeinden waren dafür, dass die bahnstrecke erhalten bleibt.

doch nach einer gewissen zeit "beruhigung" hab ich einen realistischen blick darauf geworfen.

klar, schlussendlich ist es schade, dass diese bahnstrecke in zukunft wohl nicht mehr für den pendlerverkehr erhalten bleibt, anderseits muss man sehen, dass für den grössten teil der talbevölkerung mit dem bus eine verbeserung des angebots kommt, insofern verstehe ich die regierung des kantons baselland. immerhin kann man so geld einsparen und trotzdem ein angebot erhalten, das für die meisten sogar eine verbesserung gegenüber der bahn bring.

aber als wenn man als gemeinde einen bahnhof hat, an dem züge halten, hat das nunmal einen höheren stellenwert, der auch durch etliche bushaltestellen nicht zu ersetzen ist. ausserdem erfahren die oberen talgemeinden - vor allem läufelfingen, die wichtigste gemeinde im homburgertal - einen grossen nachteil durch die aufhebung der bahnstrecke. viele der läufelfinger pendeln nämlich nach olten und dadurch, dass der bus über den oberen hauenstein fahren muss anstatt durch den tunnel, ergibt sich eine längere fahrzeit - dadurch können die optimalen anschlüsse an den zugsvernverkehr in olten nicht mehr eingehalten werden. ebensowenig profitieren die läufelfinger in richtung norden, denn der bus legt eine längere [weil indirektere linie und mehr haltestellen] strecke zurück. der fahrplan des busses wird aber wohl so angepasst werden, dass zumindest in sissach die anschlüsse gewährleistet sind - hoffe ich zumindest.

ich finde, man sollte dem busbetrieb immerhin mal die chance geben, sich zu bewähren und nach einem jahr eine umfrage unter der bevölkerung des homburgertals starten, wie sie mit dem angebot zufrieden sind. wenn die unzufriedenheit und eventuell auch andere probleme, die die umstellung mit sich gebracht hat, zu gross sind, wird man den wechsel zur schiene schon wieder ins auge fassen! allerdings muss an dieser stelle erwähnt sein, dass die "s9" schon einmal ausser betrieb genommen wurde und ein busverkehr als ersatz diente - das funktionierte damals auch.

etwas zu sehr in den hintergrund gerückt ist bei der berichterstattung die version "dampfzug". ein paar findige unternehmer hatten nämlich, als die einstellung der s9 ins gespräch kamen, die idee, die "s9" auf dampfbetrieb umzustellen. mit der heutigen technik sei es laut ihnen problemlos möglich, mit einer dampfbahn den fahrplan einzuhalten, der heute gilt. zudem würde sich ein touristischer anziehungspunkt ergeben, der erstens mehr fahrgäste [= grössere rentabilität] anlocken würde und die gesamte region touristisch aufwerten würde.

schlussendlich lässt sich also sagen: schade um eine landschaftlich schöne strecke, schlussendlich aber vielleicht gar nicht so schlecht für die bevölkerung.

meine meinung: ich hoffe, dass die idee mit dem fahrplanmässigen dampfzug umgesetzt wird, schlussendlich wohne ich auch in der region olten, von wo aus der zug ja nach sissach fahren würde. und soweit ich weiss wäre es im alpenraum eine ziemliche premiere [wenn man mal von früheren zeiten absieht, wo die strecken nicht elektrifiziert waren...] im gesamten alpenraum, dass ein dampfzug nicht nur zu touristischen zwecken verkehrt.
zudem fände ich es unlogisch, wenn die strecke "nur" als ausweichstrecke für den hauensteintunnel benutzt würde. nachdem man vor einigen jahren soviel geld investiert hat, um die strecke für die "neue" s9 fit zu machen, wäre es schade, wenn man sie jetzt nur noch sporadisch als ausweichstrecke benutzt. dafür ist sie einfach landschaftlich viel zu wertvoll!

ps: ich hab das vorher vergessen zu erwähnen - vom zukünftigen betreiber des dampfzuges fehlt bisher leider eine konkrete offerte, der kanton baselland wäre, so wie es durch die medien schien, aber durchaus auf seiten des betreibers. ob jetzt ein bus viel oder ein dampfzug wenig emissionen produziert, macht keinen unterschied.

psps: vom kanton solothurn dürfte bisher keine stellungnahme gekommen sein, weil genau 2 stationen auf dessen gebiet liegen. am bahnhof olten ist man relativ froh, wenn es neue kapazitäten für die zukunft gibt trimbach ist mit dem so gut erschlossen, dass kaum jemand in die s9 einsteigt. pendelverkehr aus dem kanton solothurn ins homburgertal gibt es kaum und für alle anderen orte richtung basel benützen die solothurner ohnehin die schnellzüge sowie die s3 durch den hauenstein-basistunnel. sprich: dem kanton solothurn dürfte "relativ egal" sein, was mit der s9 passiert.

pspsps: würde es nach der stadt olten gehen, wäre man hier wohl auch für den dampfbetrieb, olten kann eine touristische aufwertung ausserhalb des kongresstourismus immer brauchen. während das niederamt [der östlichste teil des kantons solothurn] jedoch seit jahren als eine der wenigen "schwarzzahlregionen" im kanton geld nach solothurn scheffelt, gibt es die regierung da oben jedoch lieber für projekte im westen aus, obwohl zB eine umfahrung der stadt olten viel dringlicher wäre als eine der stadt solothurn. aber okay, das hat jetzt nicht mehr wirklich sehr viel mit der s9 zu tun, sorry fürs off-topic.
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Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Wie Super solch ein Busbetrieb ausschaut kannst du an Folgenden Verbindungen sehen:
-Basel-Schopfheim-Zell- Todnau. Der Bus hat genau Doppelt so lange wie der ehemalige Zug. OK die Trasse war ab Zell Diesel aber trotzdem Schneller. Wer fährt heute noch mit dem ÖPV an den Feldberg zum Skifahren????
-Säckingen-Wehr-Zell ehem. Wehratalbahn sogar Elektrifiziert. Der öffendliche Verkehr in der Region um den Dinkelberg kann man glatt in die Tonne stopfen.
-Dann hinter mir die Linie Ponte Brolla-Bignasco ins Maggiatal. Touristisches Schlaftal Nummer eins. Alle Grossen Industrien sind eingegangen bis auf ein Paar Steinklopfer. Vgleich dazu daneben das Centovalli.
-Die Linie Bellinzona Mesocco einstige Tourismushochburg am San Bernadino. Schlafregion 2 hier im Kanton.
-Das obere Goms Richtung Gletsch kämpft auch mit Problemen da zu wenig Touristen weil mies verbunden.
-Von Jura gar nicht zu Sprechen. Zum Beispiel die Stillgelegte Linie von Porrontruy nach Befor. Seither kann man da die Verbindungen auch in den Sack stecken. St. Cergue La Cure Morez. Wer fährt da noch Ski??

Die Liste kann man ewigs weiterführen.

Diese Dinge werden einfach von Leuten bestimmt die irgend wo in einem Büro hocken und eine Billanz sehen. Und mit einem Rotstift Dinge streichen bei welchen sie nicht mal einen Zusammenhang sehen geschweige denn eine Anhnung davon haben. Würde man allerdings diesen Leuten den Job streichen könnte man glatt das 3fache einsparen von dem was sie bringen bei ihrer sinnlosen Einsparerei. Vor allem Frau Schneider sollte Mittlerweile bekannt sein für ihre Fehlplanungen. Man bedenke nur das Debakel mit dem Kienbergtunnel. Oder das mit dem Kantonsspital. Alles auf ihrem Mist gewachsen.

Ahh ja was auch noch Wichtig ist. Bis jetzt fährt die SBB auf dieser Linie. Die SBB ist ein staadlicher Betrieb. Das Geld was der Kanton für diese Bahn bezahlen muss kommt ihm selber wieder zu gut da er ja selber Geld vom Staat bekommt. Er bezahlt sich also selber.

Der Bus gehört dann aber nicht dem Staat sondern einer Privaten Firma welche vom Staat beauftragt wird eine Dienstleistung zu erbringen. Sprich AAGL oder BLT das sind Private Firme welche auf Ihre Kosten diese Gewinne einfahren. Von dem Geld sieht der Kanton nix. Selbiges gillt für eine Touristische Dampfbahn. Das kann man ja wohl auch in die Tonne stopfen. Was die Leute da brauchen ist kein Sonntagsausflug um 10 Uhr mit Buurezmorge unterwächs sondern eine Bahn welche eim um 6 Uhr morges zur Arbeit fährt. Pünklich, Schnell und Zuverlässig. Schonmal mit dem 70er Bus von Basel nach Reigoldswil gefahren. Zuerst muss er sich dich den Pendlerverkehr in Basel kämpfen, dann durch die Reihnstrasse nach Liestal. Am Gitterli steht die Kollone schon zum Dritten mal. In Bubendorf und Ziefen dasselbe. Sowas ist eine Katastrophe. Früher in Basel sind bei uns die Leute welche diesen Bus benütz haben regelmässig zu spät zur Arbeit gekommen. Und nicht nur 5 Minuten sondern 30minuten aufwärts. Das sind ausfallstunden für die Firmen sprich Geld die mit den 900000 , wenn es überhaupt so viel sind, welche bei einer Bahn eingespart werden gar nicht erst aufgewogen werden können. Der Verkehr in der Region Basel auf der Strasse kannst, wenn es so weiter geht, in 5 bis 10 Jahren gänzlich abschreiben.
Die Bahn hat diese Probleme nicht. Von wegen Stau, Baustelle, Umleitungen usw.
Man hat im Homburgertal die Infrastruktur wie Bahnhöfe, Gut in Stand gehaltene Trassen, Elektrifiziert, gutes Rollmaterial usw.
Meiner Ansicht nach stehen da Private interessen eines Carbetriebe wieder mal im Vordergrund. Bei Frau Schneider ist das üblich ---> Kienbergtunnel ---> Umfahrung Aesch Allschwill..... :wink:

Übrigens war die Strecke schonmal vor etwa 7 Jahren zum test ein Jahr lang gegen eine Buslinie ersetzt worden. Dann wurde mit grosser mehrheit wieder die alte Zugsverbindung hergestellt. Und es gab damals sogar neues Rollmaterial anstelle der alten Triebwagen welche jetzt im Basler Bahnhof als Ragierloks agieren.

Übrigens steht die Waldengurgerbahn auch auf der Kippe. Vielleicht kann man sich bei der Pinzgaubahn bald wieder über neue Triebwagen freuen....
Eine andere Lösung bei der Waldenburgerbahn die im Gespräch ist, währe eine Umspurung auf Meterspur und den Einsatz von Combinotrams..... :lol:

Ahh ja Dampfbahn das doch ein Witz. Das gibt sowas wie Blonnay-Chamby oder die Ballenbergbahn.

Sorry das ist kein Off Topic. Immerhin geht es um den Personentransport im Gebirge.
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7132qp
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fahrplanbetrieb!

Beitrag von 7132qp »

@ michael meier: also ganz so schwarz wie du seh ich das jetzt nicht.

es ist okay, wenn man busstrecken miteinander vergleicht - aber dann bitte solche, die sich miteinander vergleichen lassen!

ich habe ein halbes jahr in muttenz gearbeitet und dafür den 70er/80er ab liestal und basel aeschenplatz benutzt. ich kenne die strecke und deren probleme also.

doch diese mit der strecke sissach-olten zu vergleichen finde ich sehr falsch, denn wo gibt es da stauprobleme? die einzigen beiden orte, wo der bus vielleicht mal ins stocken geraten würde, wären die innenstadt von olten und die einfahrt richtung sissach - doch dies wäre wohl eher selten der fall.

die verbindungen im jura, von denen du sprichst, wurden ersatzlos aufgehoben und das finde ich auch falsch! die linie durchs homburgertal soll jedoch nicht gestrichen, sondern durch einen bus ersetzt werden, der genauso oft färt, wie es der zug bisher fährt.

und schlussendlich noch zur dampfbahn: die projektpläne beinhalten einen fahrplanmässigen betrieb, wie er jetzt herrscht, also stündlich ein zug in beide richtungen. das habe ich in meinem post auch so erklärt - sorry für die rüge, aber das hättest du richtig lesen müssen, dann hättest du dazu nichts zu schreiben gebraucht. und ich kenne keine dampfbahn, die täglich jede stunde in beide richtungen fährt...
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Beitrag von Michael Meier »

Beschwerde beim Kantonsgericht

Mitte Dezember soll Schluss sein mit dem Bahnbetrieb auf der Linie Sissach–Läufelfingen– Olten. Doch noch haben die Bahnbefürworter nicht aufgegeben. Jetzt wurde eine Beschwerde gegen den Entscheid der Regierung eingereicht.


wi. Die Bevölkerung im Homburgertal will die Stilllegung der Bahnline S9 Sissach–Läufelfingen–Olten nicht widerstandslos hinnehmen. Die Be strebungen laufen vom Referen dum (vgl. «Volksstimme» vom Dienstag, 19. Juli, Seite 3) gegen den «5. Generellen Leistungsauftrag im Bereich des öffentlichen Verkehrs für die Jahre 2006–2009» bis hin zu Kompromissvorschlägen an den Kanton.

Wie die «Volksstimme» in Erfahrung brachte, hat eine Privatperson gegen den Beschluss der Regierung beim Kantonsgericht Beschwerde eingereicht. Die Beschwerde wendet sich gegen «die Verletzung der Völkerrechte und der verfassungs mässig garantierten Rechte». Dies weil durch das Vorgehen der Regierung ein Volksentscheid verunmöglicht werde, da diese ab Dezember für mindes tens ein Jahr einen Busprobebetrieb vorsieht.

Läufelfingens Gemeindepräsidentin, Margrit Balscheit, erachtet auch eine politische Einflussnahme als wichtig. Der Landrat müsse die Regierung beim Probebetrieb beim Wort nehmen. Entweder soll der S-9-Bahnbetrieb aus dem Leis tungsauftrag ausgeklammert werden, um die Resultate des Probebetriebs abzuwarten. Am liebsten wäre Balscheit jedoch, wenn der Landrat sich grundsätzlich für den Erhalt der Bahnlinie aussprechen würde. Am einjährigen Busbetrieb ab Mitte Dezember würde dies indessen nichts ändern. Anfang August will das «Komitee OeV-Homburg» über das weitere Vorgehen entscheiden.

Mischvariante

Nichtsdestotrotz werden rundherum eifrig Ideen diskutiert. Einer der Kompromissvorschläge könnte lauten: Bus ja, aber kombiniert mit der Bahn. Im Homburgertal wird befürchtet, dass Busse die Passagierkapazitäten zu den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend niemals werden schlu cken können. Laut Kanton be nutzen täglich rund 2000 Personen die Bahnverbindung Sissach–Läufelfingen–Olten.

Ein Vorschlag lautet somit, die Bahn mit dem Bus zu verbinden. Bahn zu den Stosszeiten, Bus während dem Rest des Tages und des Abends. Hans-Georg Bächtold, Leiter des Amts für Raumplanung Baselland, sagte jedoch bereits an der Medienkonferenz vor zwei Wochen zum Leistungsauftrag in Buckten, eine SBB-Offerte mit weniger Zügen als heute habe man wegen zu geringer Einsparungen verworfen.

Zudem drängt die Zeit. Bis zum 12. August müssen bei den SBB die definitiven Wünsche für den Fahrplanwechsel im Dezember eingegangen sein.

Viele Leute finden auch, dass bei der Bahn-Bus-Gegenüberstellung Äpfel mit Birnen verglichen werden. Da es beim Bus keine Kostenwahrheit gibt, dürfe man die Betriebskosten nicht mit jenen der Bahn vergleichen, wo die Unterhaltskosten hinzugerechnet würden, ganz im Gegensatz zur Strasse. Auch, dass die Ökobilanz der Bahn, die viel besser ausfalle als jene der Busse, nicht berücksichtigt werde, sei nicht in Ordnung.

Unterbaselbieter Hilfe

Unerwartete Unterstützung haben die Bahnbefürworter vergangene Woche aus dem unteren Baselbiet erhalten. Der Gemeinde Münchenstein würde eine Stilllegung der Bahnlinie laut «Basellandschaftlicher Zeitung» 250000 Franken kosten. Der komplexe ÖV-Verteilschlüssel würde sich bei einer Bahnstilllegung beim Posten «ungedeckte ÖV-Kos-ten» ex trem negativ auf Münchenstein auswirken. Die Gemeinde will sich dagegen wehren.
http://www.volksstimme.ch/showarticle.php3?REF=3645
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

:gut: Ein Einziger hat mit seiner Eisprache den Bahnverkehr für mindestens 1 Jahr gesichert!
«Läufelfingerli»: Gericht interveniert

Liestal. - Auf der SBB-Linie Sissach-Läufelfingen-Olten verkehren auch nächstes Jahr Personenzüge. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft hat die Pläne der Baselbieter Regierung gestoppt, das «Läufelfingerli» im Dezember auf Busbetrieb umzustellen.

Die Regierung hatte am 5. Juli beschlossen, ab dem Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2005 am unteren Hauenstein aus Kostengründen probeweise für ein Jahr Busse statt Züge einzusetzen. Einer Beschwerde gegen diesen Beschluss wurde nun aufschiebende Wirkung erteilt. In einer summarischen Beurteilung kommt der Präsident des Baselbieter Kantonsgerichts zum Schluss, dass die Beschwerde nicht offensichtlich aussichtslos ist. Eine Kompetenzüberschreitung der Regierung könne nicht ausgeschlossen werden. (SDA)
Das war mal wieder ein Schuss vor den Bug für die jetztige Halodriregierung. Sicher der letzte, denn nach dem Scheiss was die Regierung in ihrer Amtzeit gebaut hat, wird nächstes mal wieder wer anders kommen.
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Beitrag von 7132qp »

ich hab heute auch ganz erstaunt das OT gelesen, hätte nicht damit gerechnet, aber gut, mich solls freuen!

der bericht im Oltner Tagblatt war etwas ausführlicher, ist aber online nicht verfügbar bis jetzt...:-/

im gross und ganzen erfährt man da aber auch nicht mehr als in der kürzeren mitteilung von MM.
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