das Gletschereinpacken geht weiter
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DiDa
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Diesmal in der Schweiz/Verbier
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auch in saas fee wird eingepackt, weiß die rz oberwallis:
Saas Fee / Skifahren mitten im Sommer: Das Gletscherskigebiet in Saas Fee machts möglich. Auf über 3000 Metern über Meer kann man den ganzen Sommer über dem Wintersportvergnügen frönen.
Von Walter Bellwald
Die Aussicht hats in sich: Bei der Bergstation der Metro Alpin auf 3500 Metern über Meer bietet sich dem Gast ein atemberaubendes Panorama. Die Gipfel der umliegenden 4000er scheinen zum Greifen nah und der Blick ins Tal ist überwältigend.
Starke Gletscherbewegung
Die Drei-Seil-Umlaufbahn Alpin Express und der Standseilbahn Metro Alpin bringen den Besucher ins Gletscherskigebiet Saas Fee. Hier stehen dem Wintersportler im Sommer rund zwanzig Kilometer Pisten zur Verfügung. Drei Gletscherskilifte bringen den Gast nach rasanter Talabfahrt schnell und mühelos wieder nach oben. Während für Fahrgäste und Sportler das Vergnügen im Vordergrund steht, müssen die Angestellten der Saas Fee Bergbahnen an die Säcke. „Weil der Gletscher ständig in Bewegung ist, müssen wir die Stützen der Skilifte immer wieder in ihre ursprüngliche Position zurückbringen“, weiss Bernhard Pfammatter, Geschäftsführer der Saas Fee Bergbahnen AG. Das bedingt eine periodische Kontrolle der Gletscherbewegungen. „Im Schnitt bewegt sich der Gletscher zwischen 25 und 90 Metern pro Jahr. Das entspricht etwa dreissig Zentimetern pro Tag“, so Pfammatter. Durch die starke Bewegung müssen die Stützen alle vier bis sechs Wochen und die Station zweimal im Jahr wieder ins Lot gebracht werden.
Aufwändige Pistenarbeit
Während sich drunten im Tal die Sommerhitze staut und Einheimische wie Touristen gerne einen kühlen Platz aufsuchen, herrscht hier oben um diese Jahreszeit ein angenehmes Klima. „Im Schnitt bewegen sich die Temperaturen zwischen null und minus drei Grad“, erklärt Dominik Kalbermatten, stellvertretender Pisten- und Rettungschef. Zusammen mit seinen Kollegen ist er dafür besorgt, dass die Pisten in einem tadellosen Zustand sind. „Jeden Tag sind wir mindestens drei Stunden mit den Bullys unterwegs, um die Pisten in einwandfreiem Zustand zu halten“, erklärt er. Die Arbeit auf dem Gletscher ist aufwändig und verantwortungsvoll. „Jeden Tag müssen die Spalten, die nachreissen, mit Schnee aufgefüllt werden.“ Auch die Instandhaltung des Snowparks ist sehr zeitintensiv. „Diese Arbeit nehmen wir gern in Kauf, um unseren Gästen etwas zu bieten“, so Kalbermatten.
Training auf dem Gletscher
Der Zulauf ins Sommerskigebiet ist nach Kalbermatten recht gross. „Die Leute haben den Spass am Sommerskifahren wiederentdeckt“, stellt er zufrieden fest. Neben Touristen und Einheimischen sind auch Skimannschaften aus verschiedenen Nationen auf dem Gletscher anzutreffen: „Jeden Tag trainieren hier 35 Mannschaften bei perfekten äusseren Bedingungen“, schwärmt Kalbermatten. Jeder Mannschaft wird ein eigenes Trainingsgelände zur Verfügung gestellt. „Dadurch können sich die einzelnen Nationen voll auf ihre Trainingseinheiten konzentrieren.“ Entsprechend motiviert gehen die Rennläuferinnen und Rennläufer ans Werk und absolvieren mehrere Trainingsläufe pro Tag.
Schutz vor Sonneneinstrahlung
Trotz der anhaltend hohen Besucherzahlen bereitet den Verantwortlichen der Bergbahnen die anhaltende Gletscherschmelze zu-nehmend Kopfzerbrechen. „Bis Mitte der achtziger Jahre ist der Gletscher 15 bis 20 Meter pro Jahr vorgestossen. Auch die Dicke der Eismasse hat jährlich bis zu zwei Meter zugelegt. Seit zwanzig Jahren ist der Gletscher aber rückläufig“, stellt Pfammatter nüchtern fest. Jedes Jahr geht der Gletscher 10 bis 15 Meter zurück und die Eisdicke schmilzt bis zu drei Meter pro Jahr. Den Grund dafür sieht Pfammatter darin, dass im Frühwinter zu wenig Schnee fällt. „Dieser Schnee verfirnt sich schnell und ist Nahrung für die Gletscher. Bleibt er aus, kann sich keine neue Eismasse bilden.“ Um der Gletscherschmelze Einhalt zu gebieten hat man in Saas Fee, wie auch in anderen grossen Stationen, zu einer aussergewöhnlichen Massnahme gegriffen. „Vor drei Wochen haben wir auf einer Fläche von 800 Quadratmetern einen Versuch mit einer Folienabdeckung gestartet. Dies vor allem bei den Übergängen vom Gletscher zum Fels.“ Das Resultat ist verblüffend: Unter dem Vlies wurde der Schnee konserviert. Wo kein Vlies liegt, ist der Schnee auf dem Gletscher bis zu einem Meter abgeschmolzen. „Wir sind erfreut über das Resultat“, sagt Bernhard Pfammatter. „Sollte sich dieses Experiment weiterhin bewähren, werden wir an exponierten Stellen eine Abdeckung im grösseren Rahmen anbringen.“
- skikoenig
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Warum glauben die das denn nicht einschlägigen Erfahrungen aus anderen Gebieten? Versteh' ich nicht!Das Resultat ist verblüffend: Unter dem Vlies wurde der Schnee konserviert. Wo kein Vlies liegt, ist der Schnee auf dem Gletscher bis zu einem Meter abgeschmolzen. „Wir sind erfreut über das Resultat“, sagt Bernhard Pfammatter. „Sollte sich dieses Experiment weiterhin bewähren, werden wir an exponierten Stellen eine Abdeckung im grösseren Rahmen anbringen.“
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Emilius3557
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