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Also, wer nochmal fahren will > nix wie los.Die Zeit für Kitzbüheler Bichlalmlift ist abgelaufen
Ob die Bergbahn AG Kitzbühel einen neuen Lift auf die Bichlalm baut, ist noch immer offen. Die Entscheidung könnte in den nächsten Wochen fallen.
"Wir arbeiten mit Seilbahngesellschaften an Ersatzlösungen", erklärt Bergbahnvorstand Georg Hechenberger auf Anfrage der TT. Bis spätestens Mitte August - so seine Einschätzung - soll eine Gesprächsrunde mit Stadtchef Klaus Winkler und den Grundbesitzern einberufen werden, in der mögliche Projekte präsentiert werden.
Dem Bichlalmlift schlägt mit Beendigung der Sommersaison aber die letzte Stunde: Wie Hechenberger bestätigt, wird der Sessellift nach 48 Jahren am 2. Oktober zum letzten Mal in Betrieb gehen.
"Die zuständige Behörde hat die Konzession für den Winter nicht mehr verlängert", erklärt Hechenberger. Eine zum Neubau kostengünstigere Alternative gäbe es nicht. "Gebrauchte Anlagen dürfen im EU-Raum nicht aufgestellt werden." Die positive Meldung: Kündigungen seien mit der Betriebseinstellung nicht verbunden.
Bichlalm-Besitzerin Susi Bachler kämpft indessen um den Neubau eines Lifts in das Ski- und Wandergebiet unverdrossen weiter. Die Kitzbüheler Bevölkerung weiß sie hinter sich: "Wir haben bereits mehr als 4000 Unterschriften zusammengebracht", freut sich Bachler.
Trotzdem könnten es noch mehr sein: "Nach dem Grundsatzbeschluss, mit dem sich die Gemeinderäte für den Erhalt des Bichlalmliftes ausgesprochen haben, herrschte in der Stadt allgemein der Irrglauben vor, dass der Lift gerettet ist", sagte Bachler. Jetzt hofft sie auf weitere Unterstützung durch die Kitzbüheler: "Unterschriftenlisten werden noch immer gerne entgegengenommen."
Die Tourengeher müssen sich im kommenden Winter ihre Jause selbst mitnehmen: Der Gastbetrieb Bichlalm bleibt vorerst geschlossen. Dazu Pächter Hannes Kumpitsch: "Aufsperren rentiert sich nicht."
Von Alexandra Fusser
19.07.2005 19:34