41,8 Amadé-Millionen für den Super-Skispaß
11.08.2005
860 Kilometer Abfahrtspisten bietet Ski Amadé. Im kommenden Winter können die 22 Seilbahn- und Liftgesellschaften 70 Prozent davon beschneien - innerhalb von nur zwei Wochen. 41,8 Mio. Euro werden heuer investiert, damit die erwarteten 7,2 Millionen "Ersteintritte" in die Skigebiete begeistert sind. MICHAEL HOFFMANN
radstadt. Auf der Reiteralm eine Gondel und in Maria Alm ein 6er-Sessellift - das sind die wesentlichsten Investitionen von Liftgesellschaften der Ski Amadé in ihre "Transportmittel" für die kommende Saison. 27,8 Millionen Euro bleiben für Beschneiungsanlagen, Speicherteiche, Pistengeräte, Pistenverbesserungen und dergleichen mehr.
Auf dem Gebiet der Beschneiungstechnik hat sich in den vergangenen Jahren vieles verändert. Die Anlagen müssen immer wieder auf den modernsten Stand in Sachen Wasserversorgung, Kühlung und Automatisierung gebracht werden.
Trotz Technik: Wichtig sind "Schneimeister" Die "Schneimeister" haben ab Ende Oktober wenige Kälteperioden. Amadé-Geschäftsführer Christoph Eisinger: "Wassermenge, Düsengröße, Temperaturentwicklung, Windverhältnisse und vieles mehr sind zu beachten, damit innerhalb möglichst kurzer Zeit, möglichst viel beschneit werden kann. Wir sind im kommenden Winter auf einem Beschneiungsstand von 70 Prozent aller Pisten."
Gradmesser für eine erfolgreiche Wintersaison ist für den Skiverbund mit fünf Regionen die Zahl der "Ersteintritte". Im relativ kurzen (früher Ostertermin) Winter 2004/05 waren es 7,2 Millionen, etwas mehr als zuvor. Diese Zahl möchte man in Zukunft halten. Eine deutliche Erhöhung wäre nur durch eine Saisonverlängerung möglich - und damit wieder von der Schneelage im Dezember und dem Ostertermin abhängig.
Um die guten Zahlen der vergangenen Jahre, trotz wirtschaftlicher Turbulenzen in wichtigen Herkunftsländern der Gäste zu halten, bemüht sich Ski Amadé um neue Märkte. Eisinger sieht die aber weniger im asiatischen Raum - wie Flachaus Bergbahnenchef Ernst Brandstätter - sondern eher in Nachbarländern, in neuen EU-Staaten, in Kroatien, Rumänien, der Ukraine, Russland, Tschechien, Polen, Ungarn, Slowenien, Großbritannien: "Es geht um attraktive Pakete für Zielgruppen, um Verbesserungen in Vertrieb und Verkauf, um Internet.
Es geht um attraktive Wirtschaftskooperationen."
Netzwerk Skiverleih wird aufgebaut Im kommenden Winter wird am Netzwerk Skiservice-Skiverleih gearbeitet. Eisinger: "Das Risiko für den Urlaubsgast setzen wir herab, wenn wir ihm die überschaubaren Kosten für Skiverleih und Service deutlich machen, ihm den leichten Weg von Hotel zu Skiverleih und Lift aufzeigen, ihm flexiblere Möglichkeiten anbieten."
In die Werbung wird von den Liftgesellschaften viel investiert. Verbesserungsfähig ist in manchen Bereichen das Hotelangebot und die Bereitschaft mancher Vermieter, neue Gäste aufzunehmen. Eisinger: "Zur internationalen Vermarktung fehlen uns in machen Orten die Bettenkapazität. Der russische Markt wächst von Jahr zu Jahr um 25 Prozent. Hier sind manche Orte noch sehr bescheiden präsent. Wer mitzieht, kann sicher in einigen Jahren Ernte einfahren."
Bereitschaft zur Spezialisierung, besonders bei kleineren Skigebieten, fehlt dem Amadé-Geschäftsführer ab und an: "Die Alpendorf Bergbahnen leisten sich den Hahnbaum-Lift als für St. Johann wichtigen Hausberg. Goldegg könnte sich mit einem Skipark für den klassischen Anfänger einen guten Namen machen. Hofgastein hat mit einer Abfahrtsverlegung mit Nutzung des ehemaligen Schanzenauslaufs ein Problem beseitigt. Durch die Situation mit den ÖBB sind einem beim Thema Lift vom Tal die Hände gebunden. In Mühlbach wird man sich über Modernisierung im Bereich Tiergartenlift Gedanken machen."
Gedanken über Zusammenschlüsse oder Erweiterungen von Ski Amadé macht man sich hingegen keine. Das Thema "Europa-Sportregion ist ebenso von Tisch wie Obertauern oder Werfenweng. Durch Kartenverbünde auf Landesebene ist auf dem Sektor kein Handlungsbedarf. Letztlich möchte man durch Erweiterungen im Nahbereich nicht Homogenität gefährden.
Die Investitionen der einzelnen Regionen: Gasteiner Tal: 7,2 Mio. Euro
davon Schneeanlage Sportgastein (im Endausbau rund 34 ha beschneite Pistenfläche, Ausbaustufe 2005 ca. 10 ha) mit Pumpstationen: 4,5 Mio. Euro.
"Rest" für weitere Schneeanlagen, Pistengeräte, Skiabfahrtsverbesserungen.
Großarl: 1,3 Mio. Euro
davon eine Million in Beschneiung, 300.000 für Pistengeräte.
Hochkönig: 8,7 Mio. Euro
davon 4,9 Mio. für Sesselbahn Schönanger (Aberg), 1,3 Mio. Euro Speicherteich Rossboden mit Umbau und Erweiterung der Pumpstationen, 1,1 Mio. Euro für Endausbau Beschneiung Aberg. "Rest" für Pistenbeleuchtung (Natrun), Beschneiungsanlagen, Pistenausbau und Pistengeräte.
Sbg.Sportwelt: 10,9 Mill. Euro
davon 2,2 Mio. Euro Tiefgarage Alpendorf, 3,7 Mio. Speicherteich Flachau, 1,7 Mio. Beschneiung Flachau sowie für Schneekanonen, Lawinenverbauten, Pistengeräte und Pistenerweiterung
Dachstein: 13,5 Mio. Euro
davon 9 Mio. Euro 8er-Kabinen-Seilbahn "Silverjet" Reiteralm, 445.000 Sky-Walk Aussichtsplattform Dachstein, 788.000 Euro Verbesserung FIS-Abfahrt Planai, 600.000 Schneeanlage Reiteralm-Fageralm
Ausbaupläne in St. Johann für 2006 In der Investitionsaufstellung von Ski Amadé befinden sich auch zwei Großprojekte für den Sommer 2006. 9,850 Millionen Euro würde die Buchaubahn 8er-Gondel und 7,1 Mio. Euro die 6er-Sesselbahn Gernkogel I im Alpendorf kosten.
41,8 Millionen Euro für Superskipass Amade
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41,8 Millionen Euro für Superskipass Amade
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Weil beide Artikeln fast dass gleiche behandeln, hier dann auch die zweite:
Quelle: SNMillionen für Schneespaß
11.08.2005
Komfortverbesserungen, eine längere Saison, Schneesicherheit: Die Skigebiete investieren wieder Millionen für den kommenden Winter.
Salzburg (SN-ank, pab). Wie jedes Jahr im Sommer laufen in den Salzburger Skigebieten die Vorbereitungen für die Wintersaison auf Hochtouren.
Mit einem riesigen Beschneiungsprojekt haben die Gasteiner Bergbahnen in Sportgastein begonnen. "Ziel ist, die Vorsaison zu verlängern, um einen Wettbewerbsvorteil für das Gasteinertal zu erreichen", sagt Bergbahnen-Vorstand Franz Schafflinger. "Im November und Dezember sind die Leute scharf aufs Skifahren, im Frühling sind sie bereits weniger skihungrig."
In der ersten Bauetappe heuer stehen die Pumpstationen Nassfeld und Goldberg-Mitte an. Das Wasser für die Beschneiung muss vom Kraftwerk im Talboden hinauf gepumpt werden. Außerdem werden die Leitungen für die Schneekanonen und Lanzen zwischen Talstation und Kreuzkogellift gebaut. 4,5 Mill. Euro werden investiert.
Die Flachauer investieren in ein Speicherbecken mit 70.000 Kubikmeter Fassungsvermögen bei der Talstation "Space Jet". "Außerdem kaufen wir noch 140 neue Schneekanonen. Damit können wir unsere Beschneiungskapazität von 98 auf 100 Prozent steigern", erklärt Christina Plank von den Bergbahnen.
Die Bergbahnen Alpendorf in St. Johann bauen eine 2,2 Mill. Euro teure Tiefgarage. Der anfängliche Streit zwischen Bergbahnen und der Skihütte "Butz und Stingl" ist inzwischen beigelegt. Die Gastronomen hatten befürchtet, dass die Skifahrer nicht mehr zu ihrer Hütte finden würden. "Wir haben Planänderungen vorgenommen und somit steht dem Projekt nichts mehr im Weg", sagt Bergbahnen-Geschäftsführer Georg Schwarz.
In Maria Alm werden die beiden Schönanger-Schlepplifte durch eine kuppelbare 6er-Sesselbahn mit Wetterhauben im Wert von 4,9 Mill. Euro ersetzt. Auch die Errichtung einer 250.000 Euro teuren Nachtskipiste (Simmerlift) steht für die Wintersaison auf dem Programm.
Auch in Saalbach-Hinterglemm haben die Seilbahner auf Komfortverbesserungen gesetzt. Die neuen 6er-Sesselbahnen "Magic 6er" und "Panorama 6er" wärmen durchgefrorene Skifahrer mit beheizten Sitzflächen auf. Der Doppelsessellift Hochalm muss der neuen 8er-Kabinenbahn Hochalm weichen. Insgesamt wurden hierfür 16,8 Mill. Euro veranschlagt.
In Obertauern wird der Flubach-Almlift auf den Kehrkopf durch die schnellere Monte-Flu-6er-Sesselbahn ersetzt - Kostenpunkt 1,2 Mill. Euro. "Uns ist es wichtig, bei Engstellen lange Wartezeiten zu verhindern. So entsteht auch mehr Komfort für unsere Gäste", sagt Peter Bogensberger von der Lift Gesellschaft Obertauern.
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Flachau hat außerdem erst letztes (oder vorletztes) Jahr knapp 100 Kanonen gekauft.
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Naja, neue Kanonen können nie schaden.
Aber 140 Stück ist schon verwunderlich, schließlich war die künstliche Beschneiung in Flachau ja bisher schon nahezu perfekt.
Beispiel: Situation Anfang Dezember 2004 (also dieser Winter):
In Flachau vom ersten Betriebstag an alle Abfahrten bis ins Tal, auf Wagrainer Seite des Grießenkars beide Abfahrten nur bis zur Mittelstation, am Grafenberg nur eine Piste bis ins Tal, in Alpendorf Abfahrt nur bis Talstation Gernkogel 2 möglich, außerhalb der Pisten war generell alles Recht grün. Also mit 140 neuen Kanonen können sie wohl auch außerhalb der Piste flächendeckend beschneien, um eine richtige Winterstimmung zu schaffen.
Situation Anfang Dezember 2004:

^Talabfahrt Flying Mozart Wagrain, gesperrt und selbst für starli kaum fahrbar.

^Talabfahrt SpaceJet 1 am selben Tag stellvertretend für alle Pisten in Flachau. Perfekt fahrbar, dabei standen hier noch die wenigsten Kanonen, alleine in diesem Bildausschnitt sind aber immerhin 11 Stück zu sehen. Was mir gerade auffällt, vl kann mit den neuen Kanonen dann auch hier die gesamte Breite beschneit werden, zumal auch hier noch ein Speicher hinkommen soll, obwohl sich eigentlich bei Stütze 3 (im Bild) schon einer befindet.

Nochmal zur Verdeutlichung der Schneesituation. Quasi nix, trotzdem tolle Pisten. (Nachzulesen im Bericht
)
Aber 140 Stück ist schon verwunderlich, schließlich war die künstliche Beschneiung in Flachau ja bisher schon nahezu perfekt.
Beispiel: Situation Anfang Dezember 2004 (also dieser Winter):
In Flachau vom ersten Betriebstag an alle Abfahrten bis ins Tal, auf Wagrainer Seite des Grießenkars beide Abfahrten nur bis zur Mittelstation, am Grafenberg nur eine Piste bis ins Tal, in Alpendorf Abfahrt nur bis Talstation Gernkogel 2 möglich, außerhalb der Pisten war generell alles Recht grün. Also mit 140 neuen Kanonen können sie wohl auch außerhalb der Piste flächendeckend beschneien, um eine richtige Winterstimmung zu schaffen.
Situation Anfang Dezember 2004:
^Talabfahrt Flying Mozart Wagrain, gesperrt und selbst für starli kaum fahrbar.
^Talabfahrt SpaceJet 1 am selben Tag stellvertretend für alle Pisten in Flachau. Perfekt fahrbar, dabei standen hier noch die wenigsten Kanonen, alleine in diesem Bildausschnitt sind aber immerhin 11 Stück zu sehen. Was mir gerade auffällt, vl kann mit den neuen Kanonen dann auch hier die gesamte Breite beschneit werden, zumal auch hier noch ein Speicher hinkommen soll, obwohl sich eigentlich bei Stütze 3 (im Bild) schon einer befindet.
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Und wozu soll das gut sein, außer optische Zwecke im Sommer?!
Die allermeisten festinstallierten Kanonen oder Lanzen stehen am Rand der Piste. Und in der Mitte der Piste - wie soll das funktionieren? Da klappt dann mal eben die Schneedecke mit weg oder wie?
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Wege entstehen, indem man sie geht.
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Dachte ich mir schon.starli hat geschrieben:Pf, das fällt bei mir aber noch in die kategorie "gute bis sehr gute pistenverhältnisse"
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