Skigebietsanreise - Auto vs. ÖPNV

Allgemeine Diskussionen über Skigebiete weltweit
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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Gletscherfloh hat geschrieben:... hängt sicher vom Alter der Kinder ab. Allerdings: Auch Autofahren ist für (Klein-)Kinder nervig. ...
Ich kanns beurteilen, da ich alle Varianten kenne: Bahnfahren mit Kindern klappt immer gut, da die sich dort frei bewegen können und viel zu sehen haben. Autofahren ist mit Kindern risikoreicher, was potenziellen Stress angeht. ich hab die Fahrten meist ganz gut überstanden, aber wenn man Pech hat erlebt man eine Fahrt mit Geschrei ohne Ende.
Ausserdem sind Züge und Bahnhöfe für Kinder faszinierend.
Meine Sommerferien habe ich in diesem Jahr wieder mal auf einer autofreien Insel verbracht (Anreise mit Auto-Schiff-Bahn). Dort genisse ich das autofreie Leben und auch Einkaufen im Supermarkt ist mit Leih-Velo und Anhänger null Problem.

Dabei muss ich natürlich sagen, dass ich "im Gemüse" wohne, wie Gletscherfloh das nennt. Ich hab 2 km bis zur nächsten Besiedlung und ÖV-Haltestelle. Ich bin zu Hause voll auf das Auto angewiesen und fahre 25.000 km im Jahr. Daher bin ich ganz froh, ab und zu durch den ÖV "gefahren zu werden".
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Zum Haus-Haus-Gepäck:

Innerhalb von Österreich zahlt man ca. 10 Euro (genauer Preis ist mir entfallen, auf alle Fälle wars nicht viel) pro Stück (also z.B. Koffer, Paar Ski etc.). Maximal sind es pro Person bis zu drei Gepäckstücke mit jeweils 25 kg Maximalgewichtt (insgesamt also 75 kg pro Person, das sollte wohl für einen Skiurlaub langen :wink:). Das Zeug wird dann zu einem vereinbarten Zeitpunkt von Zuhause abgeholt und wartet dann an der gewünschten Destination (also z.B. Hotel XY in Z). Funktioniert von Österreich aus nach Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Niederlande und Dänemark (inwieweit es das von anderen Ländern nach Österreich gibt, weiss ich nicht).

Zu den Kosten Auto - Bahn: Meine Kostenrechnung bezieht sich auf den (seltenen) Fall, überhaupt kein Auto zu haben (und damit auch null Fix- und variable Kosten). Dann - so meinte ich - ist die Anfahrt zum nächsten Bahnhof mit dem Taxi natürlich kein Problem. Jeder Autobesitzer kann sich ja gerne die mit dem Besitz verbundenen Fix- und variablen Kosten ausrechnen (ich bin diesbezüglich nicht so gut informiert, da ich noch nie ein Auto besessen habe).

An sich ists mir ja gleichgültig, ob Auto oder Nicht-Auto (das Umweltschutzargument ist mir weitgehend "wurscht", um es mal provozierend auszudrücken), also ich hab da eigentlich kaum "ideologische" Vorbehalte gegen den Individualverkehr. Persönlich zählt allerdings die Bahnreise zum Skifahren mit zu meinem Urlaubserlebnis, das hat wohl irgendwie mit Kindheitserinnerungen bzw. -träumen zu tun. Aber so eine Anreise im Zug mit der ganzen Vorfreude, wenn man sich den verschneiten Alpen nähert und dann im (hoffentlich) tiefwinterlichen Bahnhof ankommt ... das hat schon was :wink:.
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Urlaubserlebins hat was.

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Beitrag von Suedlaender »

ich hab meine meinung schon im "euere Berichte" / Saas Fee von Starli dargelegt. Scheint diesselbe Diskussion zu sein...
Also nochmals kurz: Ich war früher auch gegen Parkplatzgebühren, Maut etc., heute hab ich meine Meinung geändert. Grund? Nun ganz einfach: Je höher die Gebühren (z.B. Parkhaus in Saas Fee) werden desto weniger Leute werden es sich leisten können individuell anzureisen. Das ist ein ganz natürliches Separierungsmittel, je länger je weniger Leute werden die Wahl haben. Also ab mit denen in das Zügli oder Bus.
Vorschlag: Maut europaweit & Parkhäuser massiv verteuern (Saas Fee 1 Tag = CHF 100.-), das schafft eine Menge Platz auf den Strassen und im Parkhaus. Ich hätte damit keine Probleme, ganz im Gegenteil. Sicher kein Stau und kein Problem einen freien Parkplatz zu finden :lol:
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Beitrag von DiDa »

Ich finde eure Meinungen, die Bahn zum Verkehrsmittel Nr.1 zu forcieren, ein bischen kurzfristig gedacht. Was wäre denn wenn der Neuwagenverkauf dadurch um nur 20% sinken würde oder noch mehr? Oder die Hersteller von Skiträgern, Schneeketten, Winterreifen etc. etc.
Sollen die alle im Bereich Eisenbahn eingestzt werden?

Ausserdem fördert sowas die Zweiklassengesellschaft, soll das noch schlimmer werden als jetzt schon.
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mic
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Beitrag von mic »

Urlaubserlebins hat was
stimmt "Maschine kabbutt" :lol:

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Jens
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Beitrag von Jens »

TPD hat geschrieben:...
Aber in der Schweiz gilt auch das Verursacherprinzip.
Wenn Du eine Dienstleistung beanspruchst, dann sollst Du auch die Kosten übernehmen.
Der Bau der Gratis-Parkplätze war sicher nicht gratis. Damit der Supermarkt die Baurechnung bezahlen kann, zweigt er einen Teil seiner Marge ab um die Rechnung zu bezahlen. Nun haben sicher auch Fussgänger etc. im Supermarkt eingekauft. Logischerweise sind die natürlich nicht besonders glücklich, dass die mit ihrem Einkauf auch die Parkplätze mitfinanziert haben. Respektive sie haben für eine Dienstleistung bezahlt, die sie gar nicht benutzen wollen.
Dadurch muss das Geld für die Parkplätze separat eingefordert werden.
[witzmodus] Mit der Philosophie könnte ich ja dann 98% meiner Vignettenkosten in der Schweiz wieder zurückfordern wenn ich nur 7 Tage dort war, hab ja die Dienstleistung nur 7 Tage in Anspruch genommen. Oder ich müsste im Supermarkt auch einen Aufschlag zahlen wenn ich das Personal nach was frage, weil ein anderer Kunde ja die Dienstleistung nicht in Anspruch genommen hat und der nciht benachteiligt werden darf[/witzmodus]
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GMD
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Beitrag von GMD »

^^Eure Autos haben ja nie eine Panne...
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tipe
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Beitrag von tipe »

Jetzt muss ich mich hier aufmal zu Wort melden. Ich fahre seit nunmehr fast 3 Jahren wöchentlich mit dem Zug von Ratingen/Essen nach Münster und zurück. Was einem da von der Bahn geboten wird ist oftmals ein schlechter Scherz. Tage an denen kein Zug verspätung hatte kann ich mir während dieser Zeit an meinen Fingern abzählen, der Zustand der Züge ist oftmals unter aller Sau, die Fahrzeit beträgt gegenüber dem Auto von Tür zu Tür rund das dreifache (1 Std. zu knapp 3 Std.), und am schlimmsten sind die Tage an denen sich die Bahn in ihrer unergründlichen Weisheit überlegt den Zug mal wieder irgentwo in Dülmen an der Milchkanne enden zu lassen weil die Verspätung so groß ist. Solange all das nicht besser ist ist die Bahn keine wirkliche Alternative zum Auto für Urlaubsanreisen schonmal garnicht. Wenn ein Auto für 2 Fahrten die Woche nicht etwas sehr teuer währe zumal die Bahnfahrt im Semesterticket größtenteils inkl. ist würde ich keine Selunde zögern mir ein Auto zuzulegen.

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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Suedlaender hat geschrieben:... Je höher die Gebühren (z.B. Parkhaus in Saas Fee) werden desto weniger Leute werden es sich leisten können individuell anzureisen. Das ist ein ganz natürliches Separierungsmittel, je länger je weniger Leute werden die Wahl haben. Also ab mit denen in das Zügli oder Bus.
Vorschlag: Maut europaweit & Parkhäuser massiv verteuern (Saas Fee 1 Tag = CHF 100.-), das schafft eine Menge Platz auf den Strassen und im Parkhaus. Ich hätte damit keine Probleme, ganz im Gegenteil. Sicher kein Stau und kein Problem einen freien Parkplatz zu finden :lol:
Wenn das deine ernst gemeinte Meinung ist, dann wäre es klüger gewesen, du hättest sie für dich behalten. Wir 99% "normalen" Menschen hier werden deine Meinung künftig als für uns irrelevant einstufen und ignorieren. Damit hast du dich ein Stück weit disqualifiziert.
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Beitrag von GMD »

tipe hat geschrieben:Jetzt muss ich mich hier aufmal zu Wort melden. Ich fahre seit nunmehr fast 3 Jahren wöchentlich mit dem Zug von Ratingen/Essen nach Münster und zurück. Was einem da von der Bahn geboten wird ist oftmals ein schlechter Scherz. Tage an denen kein Zug verspätung hatte kann ich mir während dieser Zeit an meinen Fingern abzählen, der Zustand der Züge ist oftmals unter aller Sau, die Fahrzeit beträgt gegenüber dem Auto von Tür zu Tür rund das dreifache (1 Std. zu knapp 3 Std.), und am schlimmsten sind die Tage an denen sich die Bahn in ihrer unergründlichen Weisheit überlegt den Zug mal wieder irgentwo in Dülmen an der Milchkanne enden zu lassen weil die Verspätung so groß ist. Solange all das nicht besser ist ist die Bahn keine wirkliche Alternative zum Auto für Urlaubsanreisen schonmal garnicht. Wenn ein Auto für 2 Fahrten die Woche nicht etwas sehr teuer währe zumal die Bahnfahrt im Semesterticket größtenteils inkl. ist würde ich keine Selunde zögern mir ein Auto zuzulegen.
Viele Menschen verlieren jeden Tag jede Menge Zeit im Stau. Aber das ist ja was gaaanz anderes...

Aber so verliebt wie die Deutschen in das Auto sind, wundert es mich, dass sie überhaupt noch eine Bahn haben!
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Jens
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Beitrag von Jens »

GMD hat geschrieben:...
Viele Menschen verlieren jeden Tag jede Menge Zeit im Stau. Aber das ist ja was gaaanz anderes...

Aber so verliebt wie die Deutschen in das Auto sind, wundert es mich, dass sie überhaupt noch eine Bahn haben!
Hab den Satz jetzt etwas abgeändert und behaupte mit gleichem Recht:

Aber so verliebt wie die Schweizer in die öffentlichen Nahverkehr sind, wundert es mich, dass sie überhaupt noch Autos haben!
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Dann wird das Verursacherprinzip aber nicht sonderlich streng durchgezogen - wie erklärt man sich dann, daß Fußgänger für eine Fahrt zum Gipfel oft mehr bezahlen als eine Skitageskarte? Sie brauchen keine mühselige Pistenpräparierung und Beschneiung, beanspruchen weniger Platz in den Kabinen...

Die Frage ist da sowieso, wo man anfängt mit den "Verursachern". Um nochmal auf obiges Supermarktbeispiel zu kommen, könnte man auch Leute mit dreckigen Schuhen einen Extra-Eintritt abknöpfen. Ich sehe dann auch nicht ein, daß ich mit meinen sauberen Schuhen die tägliche Reinigung subventionieren soll... :stupid:

Und das mit den Parkplatzgebühren ist nun mal so: wenn eine große Mehrheit der Gäste extra zur Kasse gebeten wird, ist das eine verdeckte Preiserhöhung, die man - wenn man fair ist - auch auf den Preis aufrechnen muß. Sonst ist einfach die Vergleichbarkeit zu den anderen Gebieten, welche keine solche Gebühr erheben, nicht mehr gegeben.
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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

GMD hat geschrieben:Viele Menschen verlieren jeden Tag jede Menge Zeit im Stau. Aber das ist ja was gaaanz anderes...
Stimmt! Oft sehne ich mich im Stau nach der Zeit zurück, wo ich im Zug oder Bus was lesen konnte.
Aber so verliebt wie die Deutschen in das Auto sind, wundert es mich, dass sie überhaupt noch eine Bahn haben!
Stimmt! Ist eine Volkskrankheit und die Bahn wird künstlich am Leben erhalten.
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

GMD hat geschrieben:Viele Menschen verlieren jeden Tag jede Menge Zeit im Stau. Aber das ist ja was gaaanz anderes...
Und durch Bahnverspätungen und Zugausfälle verliert nie jemand Zeit???

Noch einmal: warum wird hier immer mit zweierlei Maß gemessen? Ich hab schon oben geschrieben daß alles seine Vor- und Nachteile hat. Aber ich seh nur ideologische Grabenkämpfe.

Genauso kindisch wie die Linux vs. Windows Kriege. Kenn ich alles. "Meine Meinung ist die einzig richtige"
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Beitrag von tipe »

GMD hat geschrieben: Viele Menschen verlieren jeden Tag jede Menge Zeit im Stau. Aber das ist ja was gaaanz anderes...

Aber so verliebt wie die Deutschen in das Auto sind, wundert es mich, dass sie überhaupt noch eine Bahn haben!
tut mir leid, aber wann immer ich mit dem Auto in Münster war war ich wesentlich schneller und stressfreier da als mit der Bahn (auch zu Berufsverkehrszeiten). Außerdem hat sich mein Auto auch noch nie entschieden nach der halben Strecke die Weiterfahrt wegen zu großer Versätung abzubrechen, die Bahn schon des öfteren...
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Beitrag von Suedlaender »

der öv wird NIE eine alternative zum auto werden, jedenfalls für mich nicht. lieber 2 stunden im stau als 2 stunden im zug :roll:
@gmd
soviel ich weiss wird in der schweiz ja nicht weniger auto gefahren als früher. und zum schwedischen möbelriesen fährt auch keiner mit dem bus oder fahrrad, oder? zum einkaufen auch wenige. das einzige was passiert ist das alles teurer wird, hast nicht du vor einigen wochen uns erklärt das die schweiz auch für die einhemischen teuer geworden ist und auch die sich nicht mehr alles leisten können? das untermauert doch meine theorie vom wirtschaftlichen auslese-prozess.
den vcs finde ich super, weiter so! die kämpfen für mehr platz auf der strasse, otto normalverbraucher soll öv benutzen. solange ich meine reservierten tiefgaragen-plätze habe... beim nächsten schweiz besuch klebe ich mir nen vcs sticker ans auto, versprochen: alles im namen der umwelt! :lol:

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Theo
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Beitrag von Theo »

Auch wennwir hir schon länger zeit OT sind, nun auch mein senf dazu.

Einige Meinungen und Argumentation sind schon zu lachen, aber was solls.

Ich selbst habe am 3.7. in SF auch 11.50 fürs parkieren gazahlt, kurz Scheisse gedacht und das wars dann, die Kohlen sind weg, das Thema für mich erledigt.
Ich war übrigens im Klettersteig Mittaghorn, nicht am Skifahren.

Fakt ist doch, das der Strassenverkehr nicht nur kostendeckend ist, sondern sogar Bahn und Bus queresubventioniert. Wer das nicht glaubt kann ja den Abstimmungstext zur LSVA nachlesen.

@ alle die fürs Kostenverursacherprinzip und überzeugte Bahnfahrer sind:
Dann fangt schon schön mal an zu sparen, damit ihr dann wenn mal der Gotthardtunnel eröffnet ist und ihr für ein paar Sonnensuinden in den Tessin fahrt auch das nötige Kleingeld habt um die neu eingeführte Tunnelmaut für Zugspassagiere zu zahlen.
Bei den Baukosten dürfte da locker ein 50er pro Durchfahrt fällig sein.
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GMD
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Beitrag von GMD »

Ich stelle einfach mal unsere so liebgewonnen unbegrenzte Mobilität in Frage. Müssen wir wirklich jederzeit überallhin fahren können? Der Mensch neigt leider dazu, neue Bequemlichkeiten schnell als Selbstverständlichkeit hinzunehmen. Die Schattenseiten werden dagegen ausgeblendet. Der Homo sapiens ist ein Meister im Verdrängen unangenehmer Tatsachen.

Das Auto ist nun mal nicht nur Segen! Die Ökobilanz ist nicht gerade gut, das kann auch der eingefleischste Autofahrer nicht verleugnen. Ich sehe es ja täglich, wenn ich an der Bushaltestelle stehe: Eine endlose Kolonne rauscht vorbei, jedes Auto im Durchschnitt etwa 1,6t schwer. Und was wird damit transportiert? Im Durchschnitt (offizielle Statistik) 1,2 Personen. Um 100kg Mensch zu transportieren, werden 1600kg in Marsch gesetzt, mit allen darin innewohnenden Konsequenzen. Hier stimmt doch was nicht!
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Beitrag von Jens »

[Satiremodus] Na dann solltest Dir mal die Ökobilanz Deines PC's ansehen: Die Teile wurden aus dem Fernen Osten eingeflogen oder mit dem Schiff angeliefert, das Teil frist unnötigerweise Strom aus Kohle oder Öl. Ich glaub es ist besser Du schaltest das Ding aus[/Satiremodus]
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Beitrag von GMD »

Ich habe nie gesagt, dass ich perfekt bin. Ich versuche einfach etwas nachhaltiger zu leben.

Aber eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht äussern. Ich ahnte, dass es so herauskommen würde. Ach übrigens, wir sind schon ziemlich lange ziemlich OT.
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Enigma
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Beitrag von Enigma »

GMD hat geschrieben:Ich stelle einfach mal unsere so liebgewonnen unbegrenzte Mobilität in Frage. Müssen wir wirklich jederzeit überallhin fahren können?
Müssen wir.
Wie soll ich z.B. zur Arbeit kommen?
Mit ÖPNV geht das nicht. Geht schon, braucht aber 1,5 Stunden.
Mit dem PKW gehts in 30 minuten.

Das Auto spart mir also 2 Stunden Freizeit am Tag, das sind 10 Stunden in der Woche mehr freie Zeit.
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Beitrag von Suedlaender »

@oliver frank
keine angst, war natürlich nicht 100 % ernst gemeint :wink: falls du dich oder andere sich angegriffen gefühlt haben, entschuldige ich mich hiermit, ok?
uebrigens: ich bin auch ein "normaler mensch"...
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Beitrag von GMD »

Ich gewinne dank ÖPNV jeden Tag 15-20 Minuten. Und die Zeitung habe ich auf der Hin- und Rückfahrt auch schon fast gelesen!
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Beitrag von Enigma »

Jau wenn man dadurch Zeit sparen und entspannter ankommen könnte, würde ich ja auch Bahn fahren. Aber hier ist Bahnfahren zeitintensiv, teuer, unzuverlässig, dreckig, unpünktlich und schlecht ausgebaut.
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