wesentlich interessanter ist, was l'equipe schreibt.London (Reuters) - Der siebenfache Tour-de-France-Gewinner Lance Armstrong hat einen Zeitungsbericht zurückgewiesen, wonach er im Jahr 1999 bei seinem ersten Toursieg Doping-Mittel genommen haben soll.
"Ich werde nur wiederholen, was ich viele Male gesagt habe: Ich habe niemals leistungssteigernde Medikamente genommen", erklärte der Amerikaner auf seiner privaten Website. Die französische Sportzeitung "L'Equipe" berichtete am Dienstag, sechs Urinproben von Armstrong, die während der Tour de France im Jahr 1999 gesammelt worden seien, zeigten "unstrittig" Spuren von EPO (Erythropoetin). Das Blatt berichtete, es habe Zugriff auf Labor-Unterlagen. Das Labor sowie Vertreter der Tour de France lehnten eine Stellungnahme ab.
Bei EPO handelt es sich um ein Hormon, das als Wachstumsfaktor für die Bildung roter Blutkörperchen dient. Je mehr rote Blutkörperchen dem menschlichen Blutkreislauf zur Verfügung stehen, desto leistungsfähiger arbeitet der gesamte Organismus.
Im Jahr 1999 hatte es keine Tests auf EPO gegeben, allerdings wurden Proben aus dem Jahr aufbewahrt und kürzlich von einem auf Doping spezialisierten Labor bei Paris getestet. Der Bericht basiert nach Angaben der Zeitung auf einem Ergebnisbogen dieser Tests.
Armstrong, der seine Radprofi-Karriere im Juli nach dem siebten Sieg der Tour de France beendet hatte, ergänzte in seiner Erklärung: "Leider geht die Hexenjagd weiter und (der L'Equipe-) Artikel ist praktisch Boulevard-Journalismus." Armstrong zufolge gebe die Zeitung in ihrem eigenen Artikel sogar zu, dass die in Frage stehende Wissenschaft falsch sei und er keine Möglichkeit habe, sich zu verteidigen.
In der Vergangenheit hatte es wiederholt Doping-Vorwürfe gegen Armstrong gegeben, die der mittlerweile 33-Jährige stets scharf zurückgewiesen hat.
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