Lance Armstrong positiv getestet!!!

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Skischorsch
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Lance Armstrong positiv getestet!!!

Beitrag von Skischorsch »

Alte B-Proben von Lance Armstrong aus dem Jahre 1999, sind in einem französischen Labor nachträglich positiv auf EPO getestet worden.
Mehr Infos gibt es z.B Unter www.sport1.de

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Turm
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Beitrag von Turm »

1. war es nur eine Frage der Zeit .vgl. hierzu meinen Beitrag im Tour 2005 Topic

2. helfen imho alle Radprofis - der eine ein wenig mehr der andere ein bisschen weniger - nach

3. juckts im Nachhinein keinen mehr und in Radsport schon gleich dreimal nicht
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

1. sorry wg. 3fachtopic, aber nachdem der tour-thread im ot war...
2. bis auf punkt 3 unterschreibe ich, was turm schreibt. punkt 3 aber wird zumindest den lance noch länger interessieren. zum beispiel, weil ihm der texanische versicherer SCA rund fünf millionen dollar siegprämie aus 2004 vorenthält, wegen "ethischer unregelmäßigkeiten". daher wollen sie einsicht nehmen in armstrongs medizinakten.

abgesehen davon klagt der gute lance recht gern, wie diese kleine geschichte aus dem guardian zeigt:
Armstrong is also fighting a Dallas company, SCA Promotions, over his $5m (£2.86m) performance bonus for 2004. The company withheld the bonus, saying that it wished to look into the allegations in LA Confidentiel further and asking to examine Armstrong's medical records. The case is in arbitration and is expected to stay there until at least the end of the year.

In a further case to be heard in the US, Armstrong faces a case brought by his former personal assistant Mike Anderson, who claims he was sacked by the Texan in February 2004 after spotting a box containing steroids in Armstrong's bathroom. Armstrong denies the claim and has issued a counter-suit.

Finally, Filippo Simeoni's case for "public defamation" against Armstrong will be heard in Paris in March. The Italian cyclist was a key witness in Ferrari's trial and sued Armstrong after the American claimed in an interview with a French newspaper that Simeoni was "an absolute liar".

Whatever the outcome, Armstrong has confirmed that he will return to the Tour next year in a consultant's role with the Discovery Channel team. "I'll be on the Tour a little, probably bothering [the team manager] Johan [Bruyneel], begging for a place in the car." He already part-owns the management company that runs the team.

His immediate task, he accepts, will be to find a new US star to front the team. "The Tour is the only time that cycling crosses over to the newspapers and networks. For the American public to stay interested in cycling and the Tour they have to have an American guy, an American face."

As well as his close friend George Hincapie, Armstrong has named another, younger rider with the team, Tom Danielson, as a possible future leader.

Speculation that Armstrong will eventually find his way into politics was heightened when the White House confirmed yesterday that he had taken a telephone call from George W Bush, a fellow Texan, shortly after finishing his final Tour in Paris.

President Bush and last year's Democratic presidential candidate John Kerry are both keen cyclists. Kerry was at the Tour over the weekend and said that Armstrong would be a force to be reckoned with if he went into politics, "but I hope he goes in for the right side".

Armstrong has never openly declared his allegiance; he is on President Bush's cancer commission but apparently opposed the Iraq war, and his girlfriend's left-wing credentials are well established.

Armstrong denied at the start of the Tour that he had any immediate ambitions for a political career, citing his dislike of press conferences. "I don't like this setting," he said. "Why be president and have this setting every day? But politics and the good of my country interest me."

Brief encounters: a champion's case load

Libel


To be heard November 2005. Libel action against the Sunday Times and David Walsh over an article about LA Confidentiel, Les Secrets de Lance Armstrong, an unauthorised biography written by Walsh and Pierre Ballester.

Unfair dismissal


December 2005. Claim by former personal assistant Mike Anderson for unfair dismissal; counter-claim by Armstrong.

Defamation


March 2006. Public defamation suit by Italian cyclist Filippo Simeoni to be heard in Paris.

Libel


Summer 2006. Libel action in Paris against Walsh and Ballester, and against Emma O'Reilly and Stephen Swart, witnesses quoted in the book; libel action against La Martinière, publisher of LA Confidentiel, and against L'Express, which published extracts from the book.

Pending


Dispute over 2004 performance bonus contested by insurers SCA Promotions.

Preliminary stages


Police inquiry in Italy over alleged "sporting fraud" and intimidation of a witness after Armstrong's altercation with Simeoni in 2004 Tour, with which Armstrong is voluntarily cooperating.

Likely to be shelved


Police investigation of a dietician in Annecy over allegations in LA Confidentiel.
L'Equipe: Armstrong war gedopt

Laut Berichten der französischen Sporttageszeitung L'Equipe war der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong bei seinem ersten Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt 1999 gedopt.




Unter Doping-Verdacht: Lance Armstrong



Unter dem Titel "Armstrongs Lüge" berichtet das Blatt, in eingefrorenen Proben des Texaners sei nun das Blutdoping-Mittel Epo nachgewiesen worden. Die Tests in dem französischen Labor in Chatenay-Malabry bei Paris seien 2004 ausgewertet worden. Dabei seien gleich sechs Proben Armstrongs positiv gewesen. Zur Zeit der Probeentnahme, Ende der 90er Jahre, war die Nachweismethode für Epo noch nicht ausgereift, das Mittel jedoch bereits weit verbreitet.

Der nach seinem siebten Tour-Erfolg im Juli zurückgetretene Armstrong sah sich bereits des öfteren Dopingvorwürfen ausgesetzt und bestritt die Berichte der L´Equipe in einer ersten Reaktion. "Ich habe niemals leistungssteigernde Mittel genommen. Das ist purer Skandaljournalismus der L'Equipe", erklärte Armstrong auf seiner Internetseite.


Resultate sollen zweifelsfrei sein



Lance Armstrong bei seinem Tour-Sieg 1999


Der Direktor des Labors in Chatenay-Malabry, Jaqcues de Ceaurriz, erklärte indes, es bestehe kein Zweifel an den Resultaten der Dopingproben, auch wenn diese bereits fünf Jahre vor Durchführung der Tests entnommen worden seien.

Trotzdem keine Konsequenzen

Gleichzeitig erläuterte de Ceaurriz jedoch, dass Armstrong auf Grundlage der neuen Tests keine Sanktionen zu befürchten habe. "Die Tests wurden im Rahmen wissenschaftlicher Forschungsarbeiten durchgeführt. Wir haben die Proben wie immer anonym ausgewertet. Der rein experimentelle Charakter des Tests und die Tatsache, dass es keine Möglichkeit zu einem Gegengutachten gibt, lassen jedoch keine Möglichkeit, die Fahrer auf Grund unserer Ergebnisse zu sanktionieren", sagte der Wissenschaftler.

L'Equipe verweist aber darauf, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) juristische Schritte einleiten könnte. Nach dem Bericht der Sportzeitung soll Armstrong nicht der einzige Fahrer mit Positivtests bei der Tour vor sechs Jahren gewesen sein. Insgesamt liegen zwölf positive Ergebnisse vor. Weitere Namen wurden jedoch nicht genannt.

Armstrong ein Gejagter?

Armstrong sieht sich unterdessen als Gejagter der Medien. "Schon wieder berichtet eine europäische Zeitung, ich hätte gedopt. Unglücklicherweise geht die Hexenjagd weiter", erklärt er auf seiner Internetseite.
die geschichte in der equipe:
http://www.lequipe.fr/Cyclisme/DOPAGE_ARMSTRONG_2.html
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Werna76
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Beitrag von Werna76 »

Also hoffentlich ist die Geschichte nicht wahr. Für mich würde da ein Teil meines Weltbildes zusammenbrechen. Armstrong war für mich ein Paradebeispiel dafür, was man mit unbedingtem Willen und Einsatz alles erreichen kann. Und jetzt muss ich sowas lesen... :?
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thomasg
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Beitrag von thomasg »

auch ich bin da nicht wirklich überrascht! abgesehen davon, dass im radsport wohl gedopt wird wie sonst nur noch bei den bodybuildern fand ich es bedenklich, dass er wegen seiner krebserkrankung medikamente nehmen durfte, die für andere auf der doping-liste standen. und die beurteilung darüber kam wahrscheinlich von seinem arzt und da kann geld mit sicherheit auch viel bewirken. es ist ja nicht der erste fall in dem einer, der das maul wegen doping weit aufreisst, erwischt wurde. ich glaube sogar, dass sich menschen so sehr von ihrer meinung überzeugen können, dass sie es dann selbst glauben.
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Beitrag von McMaf »

Werna76 hat geschrieben:Also hoffentlich ist die Geschichte nicht wahr. Für mich würde da ein Teil meines Weltbildes zusammenbrechen.
Ja? Für mich würde das Weltbild eher wieder gerade gerückt, anstatt zusammen zu brechen. Immerhin rätselten schon viele Leute über seine gar übermenschlichen Leistungen.
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

thomasg hat geschrieben:auch ich bin da nicht wirklich überrascht! abgesehen davon, dass im radsport wohl gedopt wird wie sonst nur noch bei den bodybuildern fand ich es bedenklich, dass er wegen seiner krebserkrankung medikamente nehmen durfte, die für andere auf der doping-liste standen. und die beurteilung darüber kam wahrscheinlich von seinem arzt und da kann geld mit sicherheit auch viel bewirken. es ist ja nicht der erste fall in dem einer, der das maul wegen doping weit aufreisst, erwischt wurde. ich glaube sogar, dass sich menschen so sehr von ihrer meinung überzeugen können, dass sie es dann selbst glauben.
^^ voll meine Meinung,

wenn er immer vorne mitgefahren wäre und mal rausgestochen hätte würde ich dagen, der is halt gut, aber so überragend und sportlich unnahbar kann niemand sein wie der, da kann nur nachgeholfen worden sein. Ausserdem Krank hin oder her, wenn ein Medikament auf der Dopingliste steht, steht es drauf, und wenn er es für seine Gesundheit nehmen muss kann er eben nicht an Radrennen teilnehmen. Hier würde ich mal auch sagen gleiches recht für alle!
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mic
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Beitrag von mic »

Ja? Für mich würde das Weltbild eher wieder gerade gerückt, anstatt zusammen zu brechen. Immerhin rätselten schon viele Leute über seine gar übermenschlichen Leistungen.
...das würde ich auch so sehen!!!
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

^^ full support!

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Werna76
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Beitrag von Werna76 »

Ich finds nur irgendwie merkwürdig, dass die Proben bereits 2004 ausgewertet wurden, aber die Ergebnisse erst ein Jahr später veröffentlicht werden.
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Xtream
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Beitrag von Xtream »

Werna76 hat geschrieben:Ich finds nur irgendwie merkwürdig, dass die Proben bereits 2004 ausgewertet wurden, aber die Ergebnisse erst ein Jahr später veröffentlicht werden.

das problem ist doch das der radsportverband geschmiert ist! die kontrolleure der UIC sind die schuldigen.... dazu kommt das EPO erst ab 2000 durch urin kontrollierbar wurde!!!!

na ja ein vorteil ist, das jetzt armstrong bestimmt nicht wieder kommt :top:


ach nochwas! über 80% aller leistungssportler stehen auf der astmaliste..... na klingelts :?: :?:
s.oliver78
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Beitrag von s.oliver78 »

Also ich glaube nicht das Lance Armstrong gedopt war!
Außerdem warum werden Ergebnisse von angeblich anonymen Proben im Jahre 2004 erst im 08.05 veröffentlicht?? Dann werden von 12Fahrern sie ja anonym sind nur einer an der Pranger gestellt??
Meiner meinung nach ist das ein Kampagne wie die von 2002 in der die Frnzmänner auch schon 9-10 Monate lange gesucht und gesucht haben aber nix gefunden haben!
Leider mögen die Franzosen keine Sieger!
Ein guter Bericht dazu auch bei Spiegel online
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,370991,00.html
Der Geschäftsführer der Nationalen-Anti-Doping-Agentur Deutschland (Nada), Dr. Roland Augustin, warnt, voreilige Schlüsse zu ziehen. "Ich traue dem Braten noch nicht", sagte Augustin SPIEGEL ONLINE. In einem möglichen Dopingfall müssten festgelegte Regularien eingehalten werden, nach denen zuerst der jeweilige Verband des betroffenen Athleten informiert werden müsse, der wiederum dann den Sportler selbst über ein positives Ergebnis einer Probe in Kenntnis setzt. "Bis dahin gilt für alle: Mund halten", betont Augustin.

Zudem müsse geprüft werden, so der Doping-Experte, ob die besagte Probe Armstrongs nach sechs Jahren Lagerzeit noch verwendbar gewesen sei. "Es gibt schließlich biologische Prozesse." Allerdings sieht der Wada-Code vor, dass eine Probe acht Jahre aufbewahrt werden darf.

Zweifel an der Qualität der Urinprobe

Auch Professor Klaus Müller, Leiter des Instituts für Dopinganalytik in Kreischa, hält die Qualität einer sechs Jahre alten Urinprobe zumindest für zweifelhaft. "Urin ist instabil, daher kann es ja auch schon Unterschiede zwischen einer A- und einer B-Probe geben", sagte der Experte SPIEGEL ONLINE. Dass aber Proben über einen längeren Zeitraum gelagert werden, ist offenbar nicht unüblich. Müller spricht hier von Rückstellproben, die aufbewahrt würden, wenn ein Test unbefriedigende Ergebnisse geliefert hat.

Folgt man dieser Logik, dann liegt der Schluss nahe, dass bei der 1999 untersuchten Urinprobe Armstrongs tatsächlich Zweifel an der Sauberkeit des Amerikaners aufgekommen sein können. Aber mangels eines stabilen Epo-Testverfahrens per Urinuntersuchung konnte damals noch keine Eindeutigkeit erzielt werden.

Dieses Testverfahren liegt aber seit einiger Zeit vor - entwickelt vom Franzosen Jaqcues de Ceaurriz. Auch in Kreischa werde dieser Urin-Test angewandt, um Epo nachzuweisen, so Professor Müller. "Das ist keine unseriöse Methode", betont der Experte. Ihn irritiert nur die Vorgehensweise des französischen Labors, das Ergebnis der Probe zuerst einer Zeitung mitzuteilen. "Ich hätte es in einem solchen Fall zuerst mit der Wada geklärt."

Rufschädigung für das Labor befürchtet

Die Vorgehensweise bei Armstrongs Probe bezeichnete Müller als "eigenartige Kampagne": Selbst wenn der Urin nur aus wissenschaftlichen Zwecken untersucht werde, habe das anonym zu geschehen. Ob der Ruf seines französischen Kollegen nun Schaden nehmen könnte, wisse Müller nicht. "Ich will es aber auch nicht ausschließen". Der Dopingexperte geht davon aus, dass die Wada nun aktiv wird, um den Fall zu ermitteln - auch wenn die Untersuchung in Frankreich kein offizieller Dopingtest war.

Jaqcues de Ceaurriz erklärte indes, es bestehe kein Zweifel an den Resultaten der Dopingproben, auch wenn der Urin bereits sechs Jahre vor Durchführung der Tests entnommen worden seien. Gleichzeitig erläuterte Ceaurriz jedoch, dass Armstrong auf Grundlage der neuen Tests keine Sanktionen zu befürchten habe. "Die Tests wurden im Rahmen wissenschaftlicher Forschungsarbeiten durchgeführt. Wir haben die Proben wie immer anonym ausgewertet. Der rein experimentelle Charakter des Tests und die Tatsache, dass es keine Möglichkeit zu einem Gegengutachten gibt, lassen jedoch keine Möglichkeit, die Fahrer aufgrund unserer Ergebnisse zu sanktionieren", sagte der Wissenschaftler.

"L'Equipe" verweist aber darauf, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) juristische Schritte einleiten könnte. Nach dem Bericht der Sportzeitung soll Armstrong nicht der einzige Fahrer mit Positivtests bei der Tour vor sechs Jahren gewesen sein. Insgesamt liegen zwölf positive Ergebnisse vor. Weitere Namen wurden jedoch nicht genannt.
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Beitrag von berg »

ganz genau! warum nicht gleich mit den ergebnissen raus? warum wartet man so lange?
für mich bleibt er der beste radrennfahrer!
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taunussi
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Beitrag von taunussi »

Auch wenn ich nie ein Lance-Fan war: Wartet doch erst einmal ab, was in den nächsten Tagen noch so geschrieben wird. Was tun die Printmedien nicht so alles, um die Auflagen zu steigern...

Meine Meinung: Der LA hat am schlauesten von allen Profis, die sicherlich zum Großteil nicht clean sind, verbotene Substanzen zu sich genommen. Und das unter dem Deckmantel der Krankheit.
Bevor dieses Statement der L' Equipe bekannt wurde, wurde vor einigen Wochen auf einem Kurs für Sportmedizin, an dem ich auch teilnahm, über LA und seine übermenschlichen Leistungen diskutiert. Aus rein sportmedizinischer Experten-Sicht gibt es wohl einige Indizien, die dafür sprechen, dass LA nach der Krankheit clean war. Das war die eindeutige Aussage; egal, ob für oder wider LA. Und dafür brauchte man noch nicht einmal eine positive Dopingprobe.
Ach ja, auch das mit den Asthmatikern unter Rennradprofis wurde angesprochen (eher so um die 40-50%). Das mit dem "Asthmaspray" habe ich selbst beim Bergauffahren probiert, allerdings bin ich wirklich Asthmatiker und absoluter Hobbyrennradsportler. Es wirkt :wink: !!!
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Mad Banana
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Beitrag von Mad Banana »

Fakt 1: Es gibt ca. 800 Profi-Radsportler, die mit ihrem Sport Geld verdienen - und zwar so viel, dass sie davon leben können/müssen.

Fakt 2: Es gibt ca. 5000 Profi-Leichtathleten, die ebenfalls mit ihrem Sport Geld verdienen.

Hat man 10 Doping Proben, welche ein positives Ergebnis aufzeigen, so hat man beim Radsport 1,25 % "Sünder". Überführt man hingegen 10 gedopte Leichtathleten, dann hat man nur eine Quote von 0.2 %. Da im Radsport die strengsten Kontrollen herrschen und die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden höher ist, kann man auf keinen Fall einen Vergleich mit anderen Sportarten ziehen. Ich behaupte sogar, dass die Dunkelziffer bei den Leichtathleten und den Schwimmern (die Griechen und Chinesen lassen grüssen) noch viel höher ist.

Dann sollte man den Grundsatz "in dubio pro reo" nicht vergessen. Bisher ist die Meldung mal eben in L'équipe rausgegeben worden und alle Agenturen sind auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Mal angenommen, statt "Armstrong" hätte "Ullrich" auf der Probe gestanden - dann wär doch hier die Hölle los! Dann würde man doch im ganzen grossen Kanton sofort darüber herziehen, wie unsicher das Prüfverfahren ist, wie schlecht die Urinproben nach 6 Jahren sind und wie gemein die Franzosen sind, solch eine Meldung in der Welt herum zu posaunen... Man vergesse dabei nicht, dass Ullrich im Gegensatz zu Armstrong bereits positiv auf den Konsum von Doping-Mitteln getestet wurde!
-> Abwarten und Tee trinken!

Und zum Schluss... Wieso verfügt ein Labor nach sechs Jahren noch über B-Proben, wenn doch die A-Probe negativ gewesen sein muss? Schliesslich war EPO damals noch nicht nachweisbar (im Urin) und wenn eine Probe negativ ausfällt gibts normalerweise keine B-Probe...
Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit mit hundertprozentiger Mortalität.
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

Und zum Schluss... Wieso verfügt ein Labor nach sechs Jahren noch über B-Proben, wenn doch die A-Probe negativ gewesen sein muss? Schliesslich war EPO damals noch nicht nachweisbar (im Urin) und wenn eine Probe negativ ausfällt gibts normalerweise keine B-Probe...
dieses labor ist weltweit führend in der forschung hinsichtlich epo-nachweis, um genau zu sein, haben die herrschaften ihn erst ermöglicht (wurde erstmals 2000 bei olympia in sydney verwendet). die proben haben sie aufbewahrt, um daran weiter zu forschen und die analysemethoden zu verbessern - was sie auch getan haben. dass das ganze aufgeflogen ist, war eine indiskretion (die zustande zu bringen, war sicher nicht allzu schwer, nachdem l'equipe ja verstanstalter der tour de france ist).

recht interessant ist, was der chef des österreichischen antidopinglabors in seibersdorf dem kurier erzählt hat:
HINTERGRÜNDE
Verfahrensmängel und die möglichen Folgen

Der Fall Lance Armstrong wirft eine Menge an Fragen auf. Der Chemiker Günter Gmeiner, Leiter des renommierten Anti-Doping-Labors im niederösterreichischen Seibersdorf, versucht sie zu beantworten.

KURIER: Herr Doktor Gmeiner, Ihr Kollege vom Anti-Doping-Labor Chatenay-Malabry nahe Paris, Jacques de Ceaurriz, hat den Stein via L’Equipe ins Rollen gebracht. Was halten Sie von dem Vorgehen?
GMEINER: Wenn die Zeitungsberichte stimmen, dann bin ich sehr überrascht. Denn ist eine Probe positiv, dann muss für eine B-Probe der Athlet kontaktiert werden. So aber wurde ein vorläufiges Ergebnis einfach der Öffentlichkeit mitgeteilt. Das ist nicht in Ordnung. Abgesehen davon ist es absolut unüblich, Proben so lange zu erhalten. Normalerweise werden sie nach ein paar Monaten vernichtet. Sowohl positive als auch negative.

Wie erklären Sie sich die verspätete Analyse der ’99er-Proben?
Auslöser war da wohl die Skandal-Tour von 1998. Da wollte man in Frankreich die Forschung nach einem geeigneten Analyseverfahren für EPO vorantreiben. Und da hat man, wie ich vermute, Proben auf Anordnung von den französischen Anti-Doping-Verantwortlichen, zurückbehalten. Ein taugliches Verfahren wurde ja dann auch im Labor Chatenay-Malabry entwickelt. Doch das musste einige Zeit Feuerproben bestehen. Daher hat man offenbar so lange gewartet, ehe man sich an die eingefrorenen Proben heranwagte. Und mittlerweile sind die Methoden absolut tauglich.
Das klingt nach stichhaltigen Argumenten für ein Vergehen von Armstrong . . .
Wenn die Berichte tatsächlich alle stimmen, dann gibt es keinen Grund, daran zu zweifeln. Das besagte Labor genießt den besten Ruf, was die EPO-Forschung betrifft.

Welche Konsequenzen könnte es geben. Kann Armstrong seinen Sieg nachträglich verlieren?
Rein sportlich wird es wohl keine Folgen geben. Abgesehen von den Verfahrensmängeln ist mir auch kein Passus bekannt, der Konsequenzen für Erkenntnisse aus Experimenten – denn um nichts anderes handelte es sich hier – vorsieht. Aber dass es zu einer medialen Hinrichtung kommen wird, lässt sich nicht vermeiden. Da wird es auch egal sein, dass Lance Armstrong unfair behandelt wurde. Die öffentliche Brandmarkung ist ihm gewiss.

Was wird nun auf höheren Ebenen passieren?
Wie gesagt, ich glaube nicht, dass man Lance Armstrong nach dem derzeitigen Reglement ankommt. Aber es ist durchaus möglich, dass die WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur, Anm.) ihr Regelwerk überdenkt und dass es in Zukunft zu vermehrten Kontrollen von alten Proben kommen könnte.

Kurier | 24.08.2005 | Seite 23
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Werna76
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Beitrag von Werna76 »

Laut Kurier gibt es ingesamt 12 positive Proben. 6 davon sind von Armstrong. Von wem sind denn die anderen positiven Proben? Wieso wird dass denn nicht veröffentlicht??? Ich vermute mal die anderen Proben stammen von einem Franzosen deshalb wird das nicht veröffentlicht.

Eins ist mir sowieso ein Rätsel. Richard Virenque der definitiv gedopt hat ist in Frankreich heute noch ein gefeierter Volksheld. Da interessiert das Doping niemanden, während auf Armstrong immer wieder herumgehackt wird.

Na wenigstens gibt L'Equipe zu dass die wisschenschaftliche Nachweismethode unsicher ist und Armstrong zum heutigen Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr hat das Gegenteil zu beweisen. (Quelle: Kurier 24.8.2005, Seite 23)
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berg
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Beitrag von berg »

^^ du sagst es. die franzosen halten untereinander zusammen, denen würde niemals einfallen einen landsmann zu beschmutzen.
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

berg hat geschrieben:^^ du sagst es. die franzosen halten untereinander zusammen, denen würde niemals einfallen einen landsmann zu beschmutzen.
Genauso wie die übrigen Radprofis... da hört man nur ganz wenig zu dieser Geschichte. Auf Tauchstation genau wie die UCI...

Offiziell heißt das dann immer: "da weiß ich keine Details, dazu geb ich keinen Kommentar ab"

Eine wirkliche Kritik an Doping hört sich anders an :wink:
Dove vai senza sci?
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

neues gibts, und das auch auf kurier.at:
Im Fall Lance Armstrong ist nun der Internationale Radsport-Verbandes (UCI) in der Pflicht. "Unsere Juristen prüfen den Vorgang und die Möglichkeiten, Sanktionen auszusprechen. Ich rechne in ein, zwei Tagen mit einer offiziellen Stellungnahme", sagte am Mittwoch UCI-Sprecher Enrico Carpani der dpa. Tour-de-France-Direktor Jean-Marie Leblanc, der wegen der laschen Haltung der UCI schon mehrmals auf Konfrontationskurs gegangen war, verwies auf die höhere Instanz: "Wenn es sportliche Sanktionen durch die UCI geben sollte, könnte sich die Tour-Direktion, in welcher Form auch immer, diesen Maßnahmen anschließen."

Der Kanadier Dick Pound, Präsident der Welt-Antidoping-Agentur WADA, forderte die UCI und den zuständigen amerikanischen Radsport-Verband, der gerade Olympiasieger Tyler Hamilton zu einer Doping-Sperre verurteilt hatte, zu Aktivitäten auf: "Es wird jetzt sehr interessant sein, zu beobachten, wie die UCI und der nationale Verband reagieren werden." Seiner Organisation seien weitgehend die Hände gebunden, weil die WADA bei der Tour 1999 noch nicht existiert habe. Die WADA war als Koordinator aller Anstrengungen gegen den Betrug im Hochleistungssport im November desselben Jahres gegründet worden.
Erdbeben

"Nach den Erschütterungen des Festina-Skandals von 1998, dem Tod von Marco Pantani und der Cofidis-Affäre ist der Radsport von einem weiteren Erdbeben erschüttert", schrieb am Mittwoch die französische Sportzeitung "L'Equipe", die den positiven Doping-Befund des siebenfachen Toursiegers durch das Pariser Anti-Doping-Labor Chatenay-Malabry vier Wochen nach dem Tour-Ende unter der großen Aufmachung "Armstrongs Lüge" veröffentlicht hatte. "Der Mythos Armstrong ist am Ende", schrieb "Le Parisien". Die spanische "Marca" bemerkte: "Nach seinem 7. Toursieg und seiner goldenen Pensionierung glaubte Armstrong, vor Kritikern sicher zu sein. Er hat sich geirrt."

Das vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannte Pariser Institut, in dem während der Tour alle Analysen vorgenommen werden, habe 2004 in sechs Urinproben Armstrongs von 1999 Spuren des Blutdopingmittels Erythropoietin (EPO) nachgewiesen, hieß es im Blatt. Der 33-jährige Amerikaner hatte sich bereits am Tag vor der Veröffentlichung auf seiner Homepage zu Wort gemeldet und den Bericht als Fortsetzung einer "Hexenjagd" bezeichnet.

Anwälte

Armstrong ist im juristischen Kampf gegen Doping-Anschuldigungen geübt. Seine Rechtsanwälte gingen gegen seine ehemalige Betreuerin Emma O'Reilly vor, die in dem Buch "L. A. Confidential" Armstrong des Dopings bezichtigte. Sein ehemaliger Betreuer Mike Anderson hatte 2004 vor Gericht behauptet, in Armstrongs Badezimmer "verbotene Medikamente" gefunden zu haben. Außerdem ist ein Rechtsstreit zwischen Armstrong und dem Profi Filippo Simeoni anhängig, nachdem der Rekordsieger den Italiener im Zusammenhang mit dem Doping-Prozess gegen den ehemaligen Armstrong-Arzt Michele Ferrari als "Lügner" bezeichnet hatte.

UCI-Funktionär Martin Bruin hält juristische Schritte gegen Armstrong für unwahrscheinlich. "Ich rechne nicht mit rechtlichen Konsequenzen", hatte der Niederländer erklärt. "Die A-Probe, die damals genommen wurde, war unter Berücksichtigung der damaligen Nachweis-Methoden negativ, die jetzt nachuntersuchte B-Probe positiv." Ohne gültige Gegenprobe seien juristische Schritte gegen einen Sportler nicht möglich, erklärte Bruin.

Offene Fragen

1999 war die Methode, EPO im Urin nachzuweisen, noch nicht entwickelt. Das seit 1988 gentechnisch hergestellte und vor allem bei Ausdauer-Leistern eingesetzte Mittel erhöht die Zahl der roten Blutkörperchen, so dass das Blut mehr Sauerstoff aufnimmt. EPO steht seit 1990 auf der IOC-Liste der verbotenen Substanzen. Kontrollen wurden aber erst bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und der Tour de France im folgenden Jahr eingeführt.

Ungeklärt sind bisher wichtige Fragen am Rande: Warum veröffentlichte die "L'Equipe" die Untersuchungsergebnisse erst jetzt, gut vier Wochen nach dem diesjährigen Tour-Ende? Das Blatt ist Mitveranstalter des größten Radsport-Ereignisses, bei dem Armstrong am 24. Juli zum siebenten Mal triumphiert hatte. Wie konnte die juristisch umstrittene Zusammenführung des Codes mit dem Namen Armstrong geschehen? Dem Labor lag nur der Code vor, die Zuordnung zu Armstrong war nur über den französischen Verband möglich. Weitere durch Nachuntersuchungen ermittelte Dopingfälle der Tour 1999 bleiben bisher unveröffentlicht.

Unabhängig davon rühmte Tour-Direktor Leblanc am Mittwoch in einem Interview mit "L'Equipe" das Blatt für seine Aufklärungsbemühungen. "Zum ersten Mal hat mir jemand gezeigt, dass Armstrong 1999 eine verbotene Substanz namens EPO in seinem Körper hatte", sagte Leblanc. Bisher habe es lediglich "Gerüchte und Vermutungen" gegeben. "L'Equipe" habe nun mit seiner Veröffentlichung belegt, "dass ich getäuscht worden bin. Wir alle sind getäuscht worden".



Artikel vom 24.08.2005 |apa |wol
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Mad Banana
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Beitrag von Mad Banana »

Juhu, ein Strohfeuer!

Der Mythos Armstrong ist durch nichts mehr aus der Welt zu schaffen. Diejenigen, die in ihm ein Vorbild sehen glauben sowieso nicht an die Doping Geschichten, die verbreitet werden. Diejenigen die ihn schon immer wegen seiner Dominanz verachtet haben verachten ihn weiter. Und in Amerika wird er als Held gefeiert - immerhin radelt er in seiner Freizeit ab und zu mal mit dem Präsidenten.
Man kann Armstrongs Art mögen, man kann sie hassen. Aber den Mythos mal eben so durch einen neuen Dopingvorwurf auszulöschen funktioniert nicht. Der Mann ist Texaner und in die USA vernarrt wie viele andere Amerikaner... Er hat schon desöfteren erklärt, dass ihn Europa bis auf drei Wochen im Jahr nicht interessiert.
Die Frage bleibt, wem die Geschichte etwas nützt. Armstrong kann keinen Nachweis seiner Unschuldigkeit mehr erbringen, rechtliche Konsequenzen wird es wohl keine geben, er ist zurückgetreten und in Amerika interessiert niemanden, was L'Equipe schreibt.

Interessant ist aber, dass das hochgejubelte Labor keinen Nachweis erbringen konnte, als Armstrong in den letzten sieben Jahren in Frankreich unterwegs war... Wenns drauf ankam waren alle Proben negativ - im Nachhinein werden die Proben nun auf undurchsichtigen Wegen plötzlich positiv und das ganz nebenbei vier Wochen nach Armstrongs Rücktritt.
Auf keinen Fall will ich ihn hier in Schutz nehmen, auch wenn ich bekennender Armstrong Fan bin. Aber die ganze Angelegenheit ist dermassen undurchsichtig und suspekt, dass man nicht alles glauben sollte, was die Medien servieren. :wink:
Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit mit hundertprozentiger Mortalität.
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Beitrag von Werna76 »

Die Pressestimmen aus Frankreich:

Frankreich:

"L'Equipe": "Eine moralische Sanktion. Ohne möglichen juristischen oder sonstigen Reglement-Folgen vorzugreifen: Lance Armstrongs Siegerliste mit dem siebenfachen Gewinn der Tour de France dürfte intakt bleiben. Offensichtlich ist dagegen nicht, dass auch seine Reputation das so unbefleckt übersteht."


"Liberation": "Armstrong eingeholt, eine Enthüllung erschüttert die Welt des Radsports. Der Amerikaner hat sich am Ende doch schnappen lassen."


"Le Parisien": "Der Mythos Armstrong ist am Ende. Das wahre Gesicht des Lance Armstrong ist jetzt endlich enthüllt. Er, der als größter Champion in der Geschichte des Radsports galt, ist heute des Dopings beschuldigt."


"Le Figaro": "Armstrong mit dem Vorwurf des Schummelns konfrontiert. Sieben Jahre lang hielt sich hartnäckig der Verdacht, Zweifel häuften sich. Und jetzt dieser Donnerschlag."


"France Soir": "Knapp einen Monat nach dem Rückzug des Amerikaners von der Tour bestätigen sich so sieben Jahre des Argwohns. Zweifellos wird das jetzt nur der Anfang sein. Endlich fällt Armstrongs Maske. Und in der Welt des Radsports herrschen Resignation und Wut."


Wenn ich das so lese fällt mir ein Zitat von Al Bundy ein: "Es ist falsch Franzose zu sein!"
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berg
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Beitrag von berg »

Werna76 hat geschrieben: Wenn ich das so lese fällt mir ein Zitat von Al Bundy ein: "Es ist falsch Franzose zu sein!"
:D
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Nuno
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Beitrag von Nuno »

Noch keiner hier hat angeführt das letzter Jahren auf Hematokritwerte getestet würde, 50% war erlaubt, mit höheren Werten würde man vom Wettkampf entfernt. Wenn Armstrong Doping benutzt hat war er sicher nicht die einzige, da kenne ich noch ein Paar Nachrichten über z.B. Riis (hätte angeblich 58%, müsste nachts 4-8 mal aufstehen, sonst würde sein Blut aufhören zu fliessen; alles Gerüchte natürlich).

Das die Radrensport nicht ganz clean ist, weiss jeder, aber die ganze Aufregung jedes mal tut mich doch leid als Liebhaber.

Zum ganze französen-gebash - da halt ich nicht ganz viel von, ich kenne da mehrere Volken die sich so verhalten ;-) Festina war halt auch franzözisch (inoffiziel)

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