Kroatien und Italien planen Monster-Brücke

... darf auch mal absolut nix mit dem Thema des Forums zu tun haben!
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Roberto
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Beitrag von Roberto »

trincerone hat geschrieben:Also solche Satteliten müssten ja geostationär sein, damit nicht die ganze Brücke die Erde umkreist. Die Geostationäre Umlaufbahn liegt in einer Höhe vom 36.000 km - und zwar ohne dass der Sattelit Pfeiler von mehreren zig tausend Kilometer Länge halten muss. Schon daher ist das totaler Schwachsinn.
Moooooooooooment. Es ist alles noch viel schlimmer. 8)

Jeder Umlaufbahn ist abhängig vom Bahnradius eine Umlaufzeit zugeordnet. Beim genannten geostationären Radius beträgt die Umlaufzeit gerade einen Tag, der Satellit steht also relativ zur Erdoberfläche still.

Bahnradius und Umlaufzeit sind proportional: Kleine Höhe <-> schneller Umlauf. Das Spaceshuttle braucht für eine Umrundung ca. 90 Minuten, weil es tief fliegt. Der Mond ist weit weg und braucht deshalb einen ganzen Monat zum Erdumlauf.

Die Bahn in der genannten Höhe ist nun deswegen geostationär, weil sich dort die Fliehkraft und die Schwerkraft aufheben. Das heißt, dass dort eben KEINE weiteren Kräfte, etwa Seilkräfte von einer Brücke, auf eine umlaufende Masse wirken dürfen.

Würde der Mond plötzlich viel schneller, nämlich mit der geostationären Geschwindigkeit auf seiner Bahn laufen, die für einen Umlauf pro Tag nötig wäre, wäre die Fliehkraft dann viel größer als die kontant gebliebene Schwerkraft -> der Mond verabschiedet sich Richtung Weltraum.

Würde ebenso das Shuttle auf seiner normalen Flughöhe auf geostationäre 1U/Tag abgebremst, wäre die Fliehkraft viel zu klein, um die kontant gebliebene Schwerkraft auszugleichen -> Absturz.

DAS HEISST:
Will man also an eine geostationäre Masse noch zusätzlich eine Brücke hängen, so dass eine zusätzliche Seilkraft auf die Masse wirkt, dann muss der Bahnradius der Masse noch größer sein als bei der geostationären Bahn ohne Zusatzkraft, weil dann die Masse wie der Mond im obigen Beispiel weg will, aber eben durch die die Brücke tragende Seilkraft gehalten wird.

Die 36.000km sind also noch viel zu wenig!

(Dass das ganze gemäß der Variationsrechnung dann auch noch mechanisch instabil ist und deshalb die Brücke zusätzlich noch nach unten an der Erde festgebunden werden müsste, wobei die Seile Brücke <--> Satellit unter Dauerspannung stehen, ist jetzt ein anderes Thema...)

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CV
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Beitrag von CV »

wie kommst Du denn jetzt zu diesem Topic ??? War ja schon über ein Jahr alt?! Wenn wir schon dabei sind... [Klugscheißmode ON] dann vergessen wir mal nicht, dass das Schwerefeld tiden- und atmosphärenbedingt zeitvariabel ist... merken zwar die Sats in 36.000km nicht mehr, aber die "Aufhängung" der Brücke sehr wohl [Klugscheißmode OFF]

zurück zum eigentlichen Thema:
Wie's der Zufall will, ich war bis gestern in Kroatien. Die Autobahn ist jetzt quasi fertig, nur die beiden langen TUnnel sind noch einspurig (Mala Kapela und ???). Man kann ja drüber streiten, ob das politisch so korrekt war, wie die Regierung mit Grundstückseigentümern umgegangen ist, aber ich finde es absolut bemerkenswert, wie diese Firma die Autobahn in so kurzer Zeit "hingezimmert" hat. Aufgrund der wenigen Engpässe ist m.E. die Gebühr nun auch gerechtfertigt.

Stefan
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Roberto
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Beitrag von Roberto »

CV hat geschrieben:wie kommst Du denn jetzt zu diesem Topic ??? War ja schon über ein Jahr alt?!
Habe halt ein Jahr gebraucht, die Sache durchzurechnen... :lol:
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HEHE
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Beitrag von HEHE »

Vielleicht wäre es auch einfacher auf der Höhe von Brindisi einen Staumdamm rüber nach Albanien zu ziehen und die adria leer zu pumpen so konnten dann unzählige günstige strassenverbindungen erstellt werden.
Sogar Venedig wäre dann vom Untergang gerettet :-)
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