Davos Klosters Bergbahnen schwächer als im Vorjahr
DAVOS - Die Davos Klosters Bergbahnen AG hat im Geschäftsjahr 2004/05 schwächer abgeschnitten als im Vorjahr. Umsatz, Cashflow und Reingewinn liegen tiefer. Vor allem die Wintersaison verlief unbefriedigend.
Der Betriebsertrag ging um 6,3 Prozent auf 51,8 Mio. Fr. zurück. Der Cashflow sank von 18,8 auf 18,1 Mio. Franken, der Reingewinn von 2,6 auf 2,4 Mio. Franken, wie aus dem Jahresbericht der Bergbahn hervorgeht. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 30 Prozent oder 3 Fr. je Wertpapier erhalten.
Der Umsatzrückgang habe nur mit einem harten Sparkurs in ein positives Geschäftsergebnis umgewandelt werden können, heisst es im Jahresbericht. Der Sparkurs werde im kommenden Jahr fortgesetzt.
Die Investitionen (7,2 Mio. Fr.) sowie die Abschreibungen (15,7 Mio. Fr.) bewegten sich im Rahmen des Vorjahres. Verbessert hat die Bergbahn das Eigenkapital, das 29,6 Mio. Fr. erreichte. Die Eigenkapitalquote in der Konzernbilanz erhöhte sich um knapp vier Prozentpunkte auf 25,4 Prozent.
1,1 Millionen Gästeeintritte oder 142 000 weniger als im Vorjahr registrierten die Davos Klosters Bergbahnen. Die Unternehmungsspitze ist vor allem mit der Wintersaison nicht zufrieden. Im Parsenngebiet war zu Saisonbeginn nur eine Piste offen, was sich negativ auf den Verkauf von Tageskarten auswirkte.
Auch die drei Tochtergesellschaften verzeichnen weniger Einnahmen. Schlimm steht es um die Sportbahnen Pischa AG. Beim Cashflow wird ein Verlust von 108 000 Fr. ausgewiesen. Nur dank Pooleinnahmen wurde ein finanzielles Debakel abgewendet. Die Zukunft der Unternehmung werde immer ungewisser, heisst es im Jahresbericht.
SDA-ATS
Davos Klosters Bergbahnen schwächer als im Vorjahr
-
Jay
- Moderator a.D.
- Beiträge: 5019
- Registriert: 11.07.2002 - 01:06
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 1040 Mal
- Danksagung erhalten: 460 Mal
Davos Klosters Bergbahnen schwächer als im Vorjahr
Von swissinfo
- paddington
- Vogelsberg (520m)
- Beiträge: 785
- Registriert: 08.04.2005 - 11:10
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: ja
- Hat sich bedankt: 23 Mal
- Danksagung erhalten: 83 Mal
SAMSTAG, 1. OKTOBER 2005 - Die Südostschweiz
Wird dies der letzte Winter für die Davoser Pischabahn?
Der Verwaltungsrat der Davoser
Pischabahn wird 2006
darüber entscheiden, ob der
Betrieb eingestellt oder fortgeführt
wird. Das sagte gestern
Pischa-Verwaltungsratspräsident
Hans-Peter Pleisch an
der Generalversammlung.
● VON BÉLA ZIER
Die Ertragslage der Davoser Sportbahnen
Pischa AG verschlechtert sich
jährlich. Der Grund: Immer weniger
Schneesportler besuchen das Gebiet.
Im Geschäftsjahr 2004/05 fuhr das Unternehmen
einen Verlust von 484 000
Franken ein (Vorjahr minus 366 000
Franken). Im Jahresbericht 2004/05
wurde erstmals offen dargelegt, dass
man der Generalversammlung aufgrund
der Finanzlage eine Schliessung
beantragen müsste. Diesen Antrag
stellte der Verwaltungsrat gestern
nicht. Mindestens diesen Winter bleibt
der Betrieb noch geöffnet. Ob es das
letzte Mal sein wird, bleibt weiter offen.
Denn das Einzige, was Pischa-
Verwaltungsratspräsident Hans-Peter
Pleisch den 88 Aktionären bezüglich
der Zukunft der Bergbahn sagen
konnte, war, dass der Entscheid über
eine Schliessung oder den Weiterbetrieb
im nächsten Jahr fallen werde.
Pro Pischa zieht sich zurück
Ein Jahr vor Ende der Amtsdauer
hat Verwaltungsrat Philip Bodmer seinen
Rücktritt eingereicht. In das Gremium
war er vor zwei Jahren als Co-
Präsident des Vereins Pro Pischa gewählt
worden. «Ich musste realisieren,
dass ich im Verwaltungsrat nichts
bewegen kann. Die wirklich wichtigen
Entscheidungen und Weichenstellungen
finden in der Geschäftsleitung und
dem Verwaltungsrat der Muttergesellschaft
statt. Wir im Pischa-Verwaltungsrat
wissen eigentlich nicht, was
die Absicht der Davos Klosters Bergbahnen
AG ist», meinte er gestern an
die Aktionäre gerichtet. Bodmer erklärte
weiter, dass für ihn aufgrund
der fortwährenden Verluste eine Sanierung
der Pischabahn vorprogammiert
ist. Er berief sich dabei auf Artikel
725 des Obligationenrechts. Dort
ist festgehalten, dass, wenn die letzte
Jahresbilanz zeigt, dass die Hälfte des
Aktienkapitals und der gesetzlichen
Reserven nicht mehr gedeckt ist, der
Verwaltungsrat eine Generalversammlung
einberufen und ihr Sanierungsmassnahmen
beantragen muss.
Pleisch meinte nach Bodmers Rede,
dass dieser und der Verein Pro Pischa
«Null und nochmals Null» für die Zukunft
der Pischabahn geliefert hätten.
Neue Verwaltungsräte gewählt
Nebst Bodmer ist auch Martin Hug
aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden
Als Nachfolger wurden Markus
Good und Peter Engler gewählt. Beides
sind Kadermitarbeiter der Davos Klosters
Bergbahnen AG. Diese hält rund
53 Prozent der Pischa-Aktien.