Wintersportinvestitionen in NRW

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Jay
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Wintersportinvestitionen in NRW

Beitrag von Jay »

Aus der Aachener Zeitung:
Eifel: Investitionen in Wintersport verhalten

Winterberg/Monschau. Das Sauerland bereitet sich mit millionenschweren Investitionen auf die Wintersaison vor. Künstliche Beschneiungsanlagen werden erweitert und ein neuer Sessellift gebaut.


In der Eifel sind die Skigebiete nach nur durchwachsenem Wintersportwetter in den vergangenen Jahren mit Investitionen zurückhaltend. «Der Winter ist bei uns keine verlässliche Größe», sagte Winfried Kaiser vom Verkehrsamt Hellenthal. Die Höhenlage von knapp 700 Metern sei schneekritisch.

Technisches Highlight der Investitionen im Sauerland ist ein neuer Sessellift im Skilift-Karussell Winterberg. Er habe die Qualitäten eines alpinen Skilifts, sagte Betreiber Harald Quick. Für Ein- und Ausstieg werde die Geschwindigkeit verringert. «Dennoch befördern wir die Skifahrer in weniger als zwei Minuten über 350 Meter den Berg hinauf», sagte er. Zur Höhe seiner Investition machte er keine Angaben.

Mit 1,4 Millionen Euro fördert das Land NRW den Ausbau der Beschneiungsanlagen im Skilanglaufzentrum in Schmallenberg-Westfeld und der Skipisten rund um Altastenberg. Beide Projekte kosten insgesamt 2,6 Millionen Euro. Damit steigt die Zahl der Schneekanonen von sechs auf 15. Insgesamt sorgen in den Gebieten der Wintersport- Arena 115 Kanonen bei Minusgraden auf 30 Pisten für die weiße Pracht. Saisonstart ist Mitte November.

Auch im Skigebiet Postwiese in Winterberg-Neuastenberg wird gebaut. «Wir haben von diesem Winter an die erste Naturrodelbahn, die beschneit wird», betonte Betreiber Meinolf Pape. Außerdem hat er die 400 Meter lange Bahn mit einer Flutlicht-Anlage ausgerüstet.

In der Eifel lebt der Skisport vom Bestand und ohne Schneekanonen. «Wir haben keine Planungen zu investieren, weil uns die finanziellen Mittel fehlen und weil die Wetterlage so kritisch ist», sagte Winfried Kaiser in Hellenthal. In der vergangenen Saison kam die weiße Pracht erst im Februar.

«Die Wetterschwankungen sind zu groß für eine Schneekanone», erklärte auch Barbara Frohnhoff von der Monschau-Touristik. Das Wintersportzentrum Rohren habe mit seiner sehr steilen Abfahrt ein äußerst attraktives Angebot auch für fortgeschrittene Skifahrer, aber zu oft spiele das Wetter nicht richtig mit. Die Region setze bei der Vermarktung des Winters immer mehr auf die Wanderer. Deshalb sei auch ein Winterwegenetz im Aufbau.

Auch in der belgischen Eifel wird nicht im großen Stil in den Wintersport investiert. Der Akzent liege weiterhin auf Langlauf- Angeboten, sagte Andrea Michaelis vom Verkehrsamt der Ostkantone in St. Vith. Neu habe sich seit rund drei Jahren das Schneeschuhwandern etabliert. Dafür gebe es auch Wanderführer.

(dpa/lnw) (18.10.2005 | 11:36 Uhr)

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