Klingt wirklich mysteriös: Der Transport der Toten über den Fimbapass und solche Steine dienten beim Transport als Wegweiser ...Überraschender Fund bei Ischgl: mysteriöser Stein
Einen überraschenden Fund hat ein Baggerfahrer bei Ischgl gemacht: einen Stein mit drei Symbolen.
Der Stein dürfte zumindest im Paznaun einzigartig sein. Er lag im Bachbett des Fimbabaches auf ca. 1685 Metern Seehöhe. Baggerfahrer Elmar Zangerl aus See war aufmerksam und hat den ca. 120 Kilo schweren Fund geborgen.
Vor dem Hochwasser vom 22./23. August dürfte der Stein weiter oben im Fimbatal gelegen sein. Der ursprüngliche Ort, wo dieser Jahrhunderte alte Zeitzeuge stand, wird kaum noch auffindbar sein.
Bürgermeister Erwin Cimarolli ließ das Fundstück reinigen und ins Gemeindeamt bringen. Dann blätterte er in den ältesten Dorfchroniken, allerdings erfolglos: "Ich hab' weder eine Erwähnung noch eine Beschreibung gefunden." Seine Vermutung: "Der Stein könnte früher auf einem Rastplatz am Weg über den Fimbapass gestanden sein. Er könnte die Funktion einer Wegmarkierung gehabt haben."
Bis zum Jahr 1600 haben die Ischgler ihre Toten übers Joch nach Sent (Engadin) getragen. Dort wurden sie in die geweihte Erde des Gottesackers gelegt - am Friedhof der romanischen Basilika San Peder. Die Mutterkirche von Ischgl war bis 1600 in Sent. Der beschwerliche Marsch über den Fimbapass dauerte zehn Stunden.
Die Symbole, die in den Stein eingemeißelt sind, dürften eine Bestätigung dieser Totenwanderung sein: Unten ist ein Tragekorb oder ein Sarg mit Tragegriffen zu sehen. Aus dem Sarg ragt ein Totenkopf. Und darauf ist ein Kleeblattkreuz oder Tolosaner Kreuz gemeißelt. Da auch heimatkundlich versierte Talbewohner bisher nichts von dem mysteriösen Stein wussten, will ihn Cimarolli von Experten untersuchen lassen.
Meinrad Pizzinini aus Innsbruck etwa bestätigt vorerst die Deutung der Symbole als Darstellung der Totenwanderung. Auch er regt weitere Untersuchungen an.
Quelle: http://portal.tirol.com/chronik/oberland/22705/index.do
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