St.Jakob: Skiort kommt von der Ideallinie ab

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snowflat
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St.Jakob: Skiort kommt von der Ideallinie ab

Beitrag von snowflat »

Sachen gibts, die gibts gar nicht oder doch :gruebel:? Hier der Artikel über St. Jakob und der Streit vor Gericht :argue: :
Skiort kommt von der Ideallinie ab

Ein Ort, zwei Skischulen: nichts Ungewöhnliches. Aber den damit verbundenen Streit braucht St. Jakob so dringend wie der Skifahrer den Haxbruch. Drunter und drüber geht es in St. Jakob heuer schon, bevor Schnee gefallen ist.

Am Donnerstag bekam die Lienzer Richterin Irene Mayr-Brunner einen Vorgeschmack vom Winter; allerdings nicht vom Winter in seiner schönsten Form. Sie verhandelte stundenlang und ohne abschließen zu können den Streit um die St. Jakober Skischule. Beklagt und von RA Peter Bibiza vertreten: Skischulleiter Martin Gasser. Für die acht erschienenen Kläger, voran Manfred Großgasteiger, legte sich als Anwalt Johannes Hibler, nebenbei Lienzer Stadtoberhaupt, ins Zeug.

Wie es aussieht, können die Skihaserln heuer in St. Jakob unter zwei Skischulen auswählen. "Ich habe eine Konzession und werde sie ausüben", stellt Skischulleiter Gasser klar. Aber auch sein Prozessgegner Manfred Großgasteiger ist im Besitz einer Konzession. So bietet voraussichtlich neben der Ski- und Snowboardschule Martin Gasser bald auch die Schneesportschule St. Jakob im Defereggental des Manfred Großgasteiger ihre Dienste an. Dass trotzdem prozessiert wird, löst Verwunderung aus.

Mehrere Skischulen in einer Gemeinde sind in Tirol seit der Liberalisierung des Skischulgesetzes nichts Außergewöhnliches. In Achenkirch gibt es sogar fünf Skischulen. Ob aber nach all dem Vorgefallenen auch diesfalls die Konkurrenz das Geschäft belebt und dem Ort gut tut? Im Gemeinwesen St. Jakob haben sich ohnehin schon tiefe Gräben aufgetan. Die Art der TVB-Fusion und die Politik haben Osttirols Skiort Nr. 1 von der Ideallinie abgebracht. Nächtigungsrückgänge sind die Folge. Auch die bisher erfolglose Heißwassersuche drückt die Stimmung. Und jetzt noch der Skischulstreit.

1991 wollte Martin Gasser selber eine zweite Skischule in St. Jakob eröffnen. Da gab der damalige Skischulleiter Hans Leitner auf. Gasser übernahm die Skischulführung. Laut Statuten auf unbefristete Zeit.

Das schmeckt einigen der 15 Gesellschafter (die Skischule ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts) schon lang nicht mehr. Elf Gesellschafter beriefen heuer eine Versammlung ein. Sie beschlossen die Absetzbarkeit des Skischulleiters.

Gasser nahm nicht teil. Er akzeptiert die Änderungen nicht. Das führte zur Klage.

"Der Skischulleiter kann nicht alles blockieren, indem er keine Versammlung einberuft", meint RA Hibler. "Der Beschluss hätte einstimmig sein müssen", stellt RA Bibiza fest. Geschäftsführer Christian Abenthung vom Skilehrerverband stellt fest: "Die Konzession wird nur an Personen vergeben, nicht an Gesellschaften. Und die Wahl eines Skischulleiters ist im Tiroler Skischulgesetz nicht vorgesehen, in Vorarlberg hingegen schon."

Ganz einfach scheint die Rechtslage nicht zu sein. Die Richterin dringt jedenfalls mit äußerster Akribie in die Materie ein.

Quelle: Tiroler Landeszeitung
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Naja, was spricht dagegen, wenn die anderen eine zweite Skischule eröffnen und den Herrn Gasser einfach links liegen lassen.

Was anderes in dem Artikel: Nachdem ich annehme, daß es sich bei der Heißwassersuche nicht um einen verschwundenen Teekessel handelt, schätze ich mal, daß man in St. Jakob auch eine Therme wie in Längenfeld haben möchte, weiß da jemand etwas drüber?
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

gerrit hat geschrieben:Naja, was spricht dagegen, wenn die anderen eine zweite Skischule eröffnen und den Herrn Gasser einfach links liegen lassen.

(...)
Ich finde auch nicht, dass da was dagegen spricht ... finde es nur mal wieder unglaublich mit sowas vor Gericht zu ziehen. Hey, ich dachte sowas sei typisch deutsch ... Kleinkrämerei vor Gericht ... nicht dass uns die Österreicher hier den Rang ablaufen ... :wink:

Da wird sowieso m.E. nicht bei herauskommen. Was soll die Richterin den manchen. Im Rahmen der Liberalisierung des Skischulgesetzes in Tirol ist es nun mal gestattet mehrere Skischulen in einem Ort zu betreiben. Anderwo in Tirol klappt es ja auch ...
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Beitrag von buzi »

In Peritsau am Achensee gibt es auch schon immer zwei. Die eine macht mehr Kurse für Jugendliche und ist etwa günstiger, bei der habe ich auch das Skifahren gelernt und kann sie nur empfehlen, super Betreuung... Die andere macht mehr Privat und Kleingruppen, sowie Touring und Schneeschuhlaufen und ist etwas teurer. Es funktioniert, jeder muss sich halt seine Nische suchen....

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Beitrag von Spechti »

tja irgendwie ist das typisch für St. Jakob...... da gibt's seit ewigen Zeiten Streit zwischen den 2 Lagern des Dorfes...

da wird zum Teil behauptet das eine Schirmbar auf fremden Grund gebaut und betrieben wurde, am Ende stellt sich raus das der Grund garnicht demjenigen gehört der den Betrieb beanstandet hat weil er seinen "Kuhstall" dadurch in Gefahr sah....... das is echt der Wahnsinn. Wenn die da alle an einem Strang ziehen würden wäre das für jedermann im Ort von Vorteil.
Aber wie wahrscheilich auch in anderen Orten ist der Neid und der Ehrgeiz dort gehörig ausgeprägt. schade drum, aber dennoch gibt's dort genug Nette Leute (Emil, Sepp vom Siglu/Schirmbar etc.)
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