Schneeräumung: Kitzbühlern droht teurer Winter

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.

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jojo2
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Beitrag von jojo2 »

Hi,

mal ne ganz andere Sache, wieviel Feinstaub würden die 45neuen LKW´s verursachen?

Jojo
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Af
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Beitrag von Af »

Also ich weiss nicht... wieso sollte es 45 neue LKWs geben? Auf Landesstrassen wird der Schnee eh zur Seite geschoben, oder mit Schneefräsen geworfen.
Somit gehts um die innerstädtischen Bezirke... Und hier wird der Schnee ja auch so lange zur Seite geschoben, bis er in den Bach geschoben wird...
Wenn nun der Schnee am Ortsrand auf freie Flächen geschoben wird, dann kann er entweder auf Wiesen Schmelzen, oder wird eben mittels Bagger und einzelner LKWs abtransportiert.

Und Schnee, der mehr als 2 Tage auf den Strassen liegt, ist eh so plattgefahren, dass er nichtmehr richtig weggeräumt werden kann...

Naja, egal, die Saison wirds zeigen, was mit dem Schnee geschieht. Ich denke hier ist einfach wieder ordentliche Übertreibung dabei, damit die Leute sagen: "Sie arme Stadt Kitzbühel...Die sind ja so gemein zu denen..." :D
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Es gibt wieder Neues von der Schneeräumung in Kitzbühl, es lebe die Bürokratie:
Mit dem Schneefall kommt im Unterland die Bürokratie

Schneeräumung mit Meterstab und Uhr: Nur Neuschneemengen über zehn Zentimeter dürfen innerhalb von 48 Stunden in die Ache gekippt werden.

"Das ist ein Kompromiss, mit dem wir leben können. Die Entsorgung wird nicht so teuer, wie befürchtet." Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler und St.Johanns Bauhof-Chef Primus Steinacher sind über den Inhalt des lang erwarteten Wasserrechtsbescheids der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel erleichtert.

Wie bereits berichtet, entwickelt sich die Entsorgung des weißen Segens für die Gemeinden immer mehr zur Plage. Er wurde jahrzehntelang in die Kitzbüheler Ache gekippt, bis Michael Berger, Leiter der Wasserrechtsbehörde, auf massive Intervention der Fischer in einem Schreiben vom 24. November den Gemeinden diese Art der Entsorgung ab sofort untersagte. Und zwar so lange, bis der gültige Wasserrechtsbescheid ausgestellt worden ist.

Dieser ist gestern Freitag im Umfang von 30 Seiten in den Gemeindestuben von Kitzbühel und St.Johann eingelangt. Schnee, der älter als 48 Stunden ist, darf demnach nicht mehr in der Ache entsorgt, sondern muss auf Wiesen gelagert werden. Begründung: Ein Gutachten habe aufgezeigt, dass durch Split, Streusalz, Öl- und Treibstoff verunreinigter Altschnee den Öko-Haushalt der Ache massiv belaste. "Die 48-Stunden-Beschränkung tritt allerdings erst mit dem Ende der Schneefälle in Kraft", erklärt Michael Berger. Dazu kommt, dass die Neuschneemengen das Mindestmaß von zehn Zentimetern übersteigen müssen. "Ist die Schneedecke weniger hoch, muss der Schnee deponiert werden und die 48-Stunden-Bestimmung ist ungültig", erläutert Berger.

Der Wasserrechtsexperte hat den Gemeinden außerdem eine Mengenbeschränkung auferlegt: "Es darf nicht mehr als die Hälfte des Flussbettes zugeschüttet werden."

Um sicherzustellen, dass die Vorgaben auch eingehalten werden, sind die Gemeinden zu genauen Aufzeichnungen über die Entsorgungsmenge und die beobachteten Auswirkungen verpflichtet. Der Bescheid ist bis 30. April befristet.

Sowohl in Kitzbühel, wo sich sieben Entladestellen an der Ache befinden, und in St.Johann, das über eine Abladestelle verfügt, ist man mit dem Kompromiss einverstanden. "In den meisten Fällen ist die Schneeräumung innerhalb von 48 Stunden erledigt", heißt es aus beiden Gemeindeämtern. Eine Deponierung komme deshalb selten zum Tragen.

Bisher wurde der St.Johanner Schnee im Depot Lamperer gelagert, in Kitzbühel konnten Wiesen angemietet werden. Ein Schneedepot im Hartsteinwerk Oberndorf schließt Stadtchef Winkler zur Gänze aus. "Das wäre logistisch, verkehrstechnisch und finanziell nicht machbar."

Quelle: Tiroler Landeszeitung
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Es gibt keine Ruhe:
Proteste: Schnee soll nicht in die Kitzbüheler Ache

"Schnee darf nicht in die Ache", fordern die Fischer im Bezirk Kitzbühel seit Jahren. Gegen den neuen Wasserrechtsbescheid der BH haben sie berufen.

Seit 13. Dezember des Vorjahrs schreibt ein Wasserrechtsbescheid der Bezirkshauptmannschaft die Entsorgung von Räumschnee im Bezirk Kitzbühel vor: Demnach dürfen bekanntlich nur Neuschneemengen über zehn Zentimetern innerhalb von 48 Stunden in die Kitzbüheler Ache bzw. Großache gekippt werden. Die 48-StundenBeschränkung tritt erst nach dem Ende der Schneefälle in Kraft. Ist die weiße Pracht älter als zwei Tage, muss sie deponiert werden. Der Bescheid ist vorerst bis 30. April befristet. Laut Michael Berger, Ex-Leiter der Wasserechtsabteilung an der BH Kitzbühel und nunmehriger Bezirkshauptmann von Kufstein, stellt der heurige Winter den Testlauf für die Schneeentsorgung dar.

Für Kitzbühels Stadtchef Klaus Winkler und St.Johanns Bauhof-Leiter Primus Steinacher ist der Bescheid ein akzeptabler Kompromiss. Innerhalb des vorgegebenen Zeitraums könne der Großteil der Neuschneemengen geräumt und entsorgt werden. Altschnee lande vorschriftmäßig auf den Deponien - in Kitzbühel auf der Kellerwiese und in St.Johann auf der Deponie Lamperer. Eine finanzielle Mehrbelastung ergäbe sich dadurch aber nicht. Wir arbeiten mit dem selben Personalstand", heißt es aus beiden Gemeindestuben.

Bei den Fischern findet der Bescheid naturgemäß keine Zustimmung. So sei der von Straßen geräumte Schnee u.a. mit Öl- und Treibstoffrückständen sowie Streusalz angereichert. Seine Ablagerung in Gewässern bringe den Öko-Haushalt durcheinander, zerstöre die Laichplätze und bringe ein Fischsterben mit sich. Daniel Erhart vom Tiroler Fischereiverband fordert deshalb ein striktes Einbringungsverbot von Räumschnee in die heimischen Fließgewässer.

Der Kitzbüheler Hannes Rass hat gegen den Bescheid bereits berufen. "Die vorgeschriebenen Bestimmungen können und werden nicht eingehalten", heißt es in seinem Schreiben an Michael Berger.

Die augenscheinliche Einschätzung sei höchst unzuverlässig hinsichtlich Schichtung des Schnees, Sichtverhältnisse in der Nacht und bei Schlechtwetter. "Wie lässt sich das Ende des letzten Schneefalls in einem zusammengeschobenen Schneehaufen bei Schlechtwetter definieren?", fragt sich Rass. Es sei weißer Müll, der in der Ache lande.

Auch die entsorgten Mengen - laut Bescheid darf nur die Hälfte des Flußbettes zugeschüttet werden - zweifelt er an. "Diese Vorgaben werden nicht eingehalten", behauptet Rass. Außerdem werde durch jede Schneeablagerung der Hochwasserschutz reduziert.
Quelle: tirol.com
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Das Problem der Schneeräumung wird jetzt zur grenzüberschreitenden Debatte:
Bayerische Fischer kämpfen gegen Kufsteiner Schnee

Kufstein entsorgt den Räumschnee legal in den Inn. Die bayerischen Fischer steigen auf die Barrikaden.

Bild
In Kufstein wird der Schnee ganz legal in den Inn gekippt.
Bild: Hanusch


"Die Stadt Kufstein macht das seit 25 Jahren". Stadtchef Herbert Marschitz lässt sich von den Protesten der bayerischen Fischer nicht aus der Ruhe bringen. Dank eines gültigen Bescheids aus dem Jahr 1987 kippen die Kufsteiner den Räumschnee ganz legal in den Inn - das meist schmutzige Weiß bahnt sich seinen Weg dann ins bayerische Kiefersfelden.

Ministerium alarmiert

Für Hans Hanusch, 1. Vorstand des Sportfischervereins Kiefersfelden, eine ökologische Katastrophe. Der schmutzige Schnee mache aus dem Inn eine richtige Drecksbrühe, vom Müll gar nicht zu reden. "Wir haben inzwischen das österreichische Umweltministerium eingeschaltet", erklärt Hanusch. In Bayern sei das Einbringen von Schnee in Flüsse seit Jahren verboten. "Wir fordern, dass der Schnee wie in Bayern auch auf Felder deponiert und der Müll ordnungsgemäß entsorgt wird", betont Hanusch.

"Der Müll kommt nicht aus Kufstein, das ist eine Unverschämtheit", ärgert sich Bürgermeister Herbert Marschitz. Dass der Inn momentan ein braune Brühe ist, sei leicht zu erklären. Die Kraftwerke in Langkampfen und Kirchbichl werden derzeit geflutet, da die Schäden nach der Hochwasserkatastrophe im vergangenen Sommer repariert werden. "In den vergangenen Jahren gab es nie Probleme mit den Fischern", zeigt sich Marschitz verwundert und betont: "Wir haben eine unbeschränkte Genehmigung und werden daher weiter den Schnee in den Inn einbringen."

Von einer solchen Erlaubnis wie sie die Kufsteiner haben, kann Kirchdorfs Bürgermeister Ernst Schwaiger nur träumen - auf seinem Schreibtisch stapeln sich die Anzeigen der Bezirkshauptmannschaft.

Nur 48 Stunden

Im Bezirk Kitzbühel darf der Schnee nur innerhalb der ersten 48 Stunden nach dem Niederschlag in die Ache geschüttet werden. Schwaiger widersetzt sich dem jedoch und begründet, "dass die vorgeschriebene Deponierung ein Vermögen kostet."

Er könne den Kufsteinern "nur gratulieren, dass sie einen solchen Bescheid haben, so eine Lösung brauchen wir auch."

Da wird mit zweierlei Maß gemessen - die Kufsteiner kippen ihren Räumschnee mit Erlaubnis der Behörden in den Inn. Die Gemeinden im Bezirk Kitzbühel dürfen ihn aber nur während der ersten 48 Stunden in die Flüsse entsorgen. Dann muss deponiert werden - und das kostet viel Geld. Eine klare Regelung ist notwendig. Die Argumente der Fischer sind sicher richtig, aber auch die kilometerlangen Fahrten zu den Schnee-Deponien sind umweltschädlich. Hier sind Ökologie-Experten gefragt - die auch die finanzielle Seite beleuchten müssen.
Quelle: Tiroler Tageszeitung
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Beitrag von snowflat »

Unglaublich aber wahr, nun ist der Winter vorbei, der Schnee weg, aber die "Probleme" scheinen zu bleiben - vielleicht "stopft" das Thema ja das Sommerloch ?!?
Kitzbühel: Urteil in Sachen Schnee kam zu spät

Trotz grüner Wiesen steht bei einigen Kitzbüheler Bürgermeistern das Thema Schnee ganz oben.

Es grünt und blüht, der lange Winter hat sich endgültig verabschiedet - und trotzdem müssen sich einige der Bürgermeister nach wie vor mit dem Thema Räumschnee herumärgern.

Grund ist eine Beschwerde der Fischer beim Verwaltungsgerichtshof. Sie kämpfen dagegen an, dass weiterhin Schnee in der Ache entsorgt werden darf. Jetzt hat der Gerichtshof auf die Beschwerde reagiert - und das Entsorgen der weißen Pracht in die Ache für rechtswidrig erklärt.

Im April ausgelaufen

Fieberbrunns Bürgermeister Herbert Grander bleibt aber gelassen: "Der Bescheid der Bezirkshauptmannschaft, der uns das erlaubt, ist bereits im April abgelaufen. Es muss also für den kommenden Winter sowieso neu verhandelt werden."

Kitzbühels Stadtchef Klaus Winkler ist da schon eher verärgert: "Wir kämpfen gegen den Bescheid natürlich an. Wir werden versuchen alles abzuwehren." Denn eine solche Entscheidung sei für die kommenden Winter richtungsweisend.

Auch die St.Johanner haben ein Schreiben des Verwaltungsgerichtshofes erhalten. Der streitbarste Bürgermeister in dieser Sache, Kirchdorfs Ernst Schwaiger, hat kein Schreiben bekommen. "Ich finde das kurios, dass wir da nicht involviert sind", sagt Schwaiger, der überzeugt ist, "dass wir nächsten Winter sowieso keine Einschränkung mehr haben".

Fischer kämpft weiter

Der kämpferische Fischer Hannes Rass sieht die Sache naturgemäß anders. Er hatte gegen die Verordnung der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel, dass der Schnee innerhalb von 48 Stunden in der Ache entsorgt werden darf, ohne Erfolg berufen - daher die Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof.

"Das Ganze wäre nicht nötig gewesen, wenn die Bürgermeister nicht die Absicht hätten, den Räumschnee in unsere Fließgewässer zu entsorgen", sagt Rass.

Er hat das Schreiben des Gerichtshofes noch nicht bekommen, daher will er noch keine Stellungnahme abgeben.
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Beitrag von snowflat »

Der Winter steht hoffenlich bald vor der Tür und nun wird zumindest in Kufstein der Schnee deponiert:
Dreckiger Schnee wird in Kufstein künftig deponiert

Kufstein verzichtet in Zukunft auf die Einbringung von dreckigem Schnee in den Inn. Bayerische Fischer hatten die Entsorgung heftigst kritisiert.

Überraschung im Streit zwischen der Stadtgemeinde Kufstein und bayerischen Fischern. Letztere hatten im vergangenen Winter heftigst kritisiert, dass die Stadt Kufstein ihren Schnee einfach im Inn entsorgt und sogar von einer ökologischen Katastrophe gesprochen.

Der Hintergrund: In Bayern ist eine Schneeeinbringung in Flüsse grundsätzlich nicht erlaubt, Kufstein kann auf einen Bescheid aus dem Jahr 1987 zurückgreifen, welcher der Festungsstadt diese Maßnahme erlaubt.

Freiwilliger Verzicht
"Trotzdem verzichten wir nun freiwillig auf dieses Recht. Künftig werden wir nur mehr jenen Schnee in den Inn und in die Weißache einbringen, der innerhalb von 48 Stunden nach Ende des Schneefalls anfällt. Man kann also davon ausgehen, dass nur mehr weißer Schnee in den Fluss kommt", erklärt dazu Kufsteins Bürgermeister Herbert Marschitz.

Diese Umweltmaßnahme ist jedoch mit erheblichen Kosten verbunden. "Es wird in Kufstein erstmals eine Schneedeponie geben. Dafür wird von den Stadtwerken im Stadtteil Morsbach - neben der Autobahn - ein 3500 Quadratmeter großes Areal der Telekom angekauft", weiß Marschitz. Älterer Schnee wird in Zukunft dort abgeladen werden müssen.

Aus diesem Grund wird man in der Stadtgemeinde versuchen, noch schneller und effizienter auf den Schneefall zu reagieren, damit möglichst wenig Schnee nach Morsbach geliefert werden muss. Das Ansuchen - ein Wasserrechtsbescheid wird benötigt - liegt bereits bei der Bezirkshauptmannschaft. "Ich rechne damit, dass wir rechtzeitig vor dem ersten Schneefall den Bescheid am Tisch haben", sagt Marschitz.

Verbot für Private
Einhergehend mit diesen Umweltmaßnahmen wird es künftig nur mehr der Stadtgemeinde Kufstein erlaubt sein, bei der Laderampe in der Münchner Straße Schnee in den Inn einzubringen. Bisher war das für jedermann rund um die Uhr erlaubt.

"Wir können also guten Gewissens sagen, dass wir im Umweltbereich wieder etwas verbessert haben", fügt Marschitz abschließend hinzu.
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Beitrag von snowflat »

Oben am Berg wird er teuer produziert und im Tal soll er möglichst günstig geschmolzen werden ...
Kitzbühel tüftelt an billiger Schneeschmelzanlage

Verkehrte Welt: Die Produktion von einem Kubikmeter Kunstschnee auf den Bergen kostet gleich viel wie die Entsorgung derselben Schneemenge im Tal.

Die hochsommerlichen Temperaturen lassen den Kitzbüheler Bauamtsleiter Alois Haselwanter und Bauhof-Chef Hans-Peter Mayr kalt. Die beiden tüfteln seit mehreren Monaten an der Errichtung einer Schneeschmelzanlage, bei der die vom Klärwerk frei gesetzte Energie genutzt werden soll.

Deponierung ist teuer
"Der Schnee wird dabei in einen 2000 Kubikmeter fassenden Betontrog gekippt", schildert Haselwanter. "Acht Grad warmes Wasser aus der Kläranlage wird dann eingeleitet. Es bringt den Schnee zum Schmelzen, wird in weiterer Folge wieder geklärt und in die Ache geleitet."

Die Errichtung einer Schmelzanlage ist notwendig geworden, weil die Entsorgung von 48 Stunden altem Räumschnee in die Kitzbüheler Ache laut Wasserrechtsbescheid der BH nur noch auf die kommenden vier Winter beschränkt ist. Dann müsse die gesamte Schneemenge deponiert werden, vermutet Haselwanter. Und dafür fehlen in der Gamsstadt bekanntlich die notwendigen Flächen.

In einer Machbarkeitsstudie haben Experten der TU Wien dem Projekt von Hans-Peter Mayr bereits Bestnoten bescheinigt.

Auch die Investition über 250.000 Euro sei machbar, sagt Haselwanter. Wobei die Entsorgung von einem Kubikmeter Schnee mit drei Euro etwa gleich viel kostet wie die Produktion derselben Menge Kunstschnee. "Im Gegenzug fallen aber die teuren Deponierungskosten weg", sagt der Bauamtsleiter.

Flächen fehlen
Scheitern kann das ehrgeizige Projekt mangels ausreichender Lagerfläche. Das einzige zur Verfügung stehende Areal ist für die Erweiterung des Klärwerks vorgesehen. "Wir suchen jetzt nach Alternativen", sagen Haselwanter und Mayr.
Quelle: TT
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Beitrag von buzi »

Naja, ich weiß nicht, die Abwärme der Kläranlage? Wenn mann dann diese riesigen Kaltwassermassen zurück ins Klärwerk pumpt, könnte die ihren Dienst versagen, da die Bakterien unter einer bestimmten Temperatur nicht mehr arbeiten... Ich sehe es schon kommen, dann muss man die Kläranlage beheizen.
Besser wäre doch mittels Kältepumpe das Schneiwasser für den Berg zu kühlen und die anfallende Wärme dann nutzen, um den Schnee im Tal zu Schmelzen. Überschüssige Wärme könnte man zum Heizen benutzen.
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snowflat
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Re: Schneeräumung: Kitzbühlern droht teurer Winter

Beitrag von snowflat »

Jetzt ist scheinbar alles geklärt per Gerichtsurteil: Höchstgericht klärt: Schnee ist kein Abfall

Schnee darf nicht älter als 48h sein und eine Menge von 11.000m³ nicht überschreiten ... na, wie dass wohl nachgehalten werden soll mit der Menge :roll:
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