Pfiffige Ideen im Schnee

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Jay
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Pfiffige Ideen im Schnee

Beitrag von Jay »

Salzburger Nachrichen berichten:
Pfiffige Ideen im Schnee

29. November 2005


Muskeltraining am Snowbike, Nachtrodeln, Skifahren mit Erwin Resch: Kleine Skigebiete kämpfen mit speziellen Angeboten gegen die Konkurrenz.
Salzburg (SN-psg, höd). Schneeschuhwandern, Schlittschuhlaufen, Reifenrutschen, Zipfelbob-Fahren: Das sind einige der gängigen Fortbewegungsmöglichkeiten auf der Postalm. Die Zeiten, in denen alle nur zum Skifahren kamen, sind längst vorbei. "Wir setzen auf den Ganztagesspaß, damit alle Familienmitglieder etwas unternehmen können", sagt Geschäftsführer Oliver Tim Berndt von der Postalm Seilbahn und Skilift GmbH & Co KG. Im neuen "Funpark" sieht Berndt auch den Grund, dass die Zahl der Besucher im Vorjahr von 80.000 auf 100.000 gestiegen ist.

Ähnlich wie die Postalm setzen immer mehr kleine und mittlere Skigebiete im Ringen um Besucher auf Spezialangebote. Die Abtenauer Bergbahnen etwa werben mit dem Slogan "Karkogel Day and Night". Auf der neuen, drei Kilometer langen Rodelbahn können die Besucher bis 23 Uhr Schlitten fahren. Auch Langlaufen ist künftig während der Nachtstunden in Abtenau möglich.

Das Skigebiet Katschberg-Aineck wiederum will mit seiner Kinder-Erlebniswelt Familien ansprechen. Die Lungauer werben auch mit Ex-Skirennläufer Erwin Resch, der mit Saisonbeginn eine Skischule für Kinder eröffnet. Die kleinen Skifahrer würden extra mit Pferdeschlitten vom Quartier abgeholt, sagt Marketing-Chef Josef Bogensperger.

Um es den kleinen Gästen recht zu machen, haben die Skilehrer in Forstau sogar zum Pinsel gegriffen. "Unsere Skilehrer sind künstlerisch top drauf", sagt Sabine Reich vom Tourismusverband. Sie haben die Kulissen des "Indianerpfades" und des "Wikingerlandes" gemalt. Das Motto der Forstauer "Fageralm" lautet "small is beautiful". Die Skihütten zählen zu den urigsten im Salzburgerland. "Früher galten kleine Hütten als Nachteil", sagt Reich. Heute sei die Beschaulichkeit dagegen gefragter denn je. Von "Snow-Space" und "Achter-Jets" wollen die Forstauer nichts wissen: Sie setzen auf Dorfidylle − und auf die Zeit, in der Skifahren noch gemütlich war.

Dynamischer präsentiert sich das Skigebiet Gaissau-Hintersee. Roland Kurz (NMC Marketing) entwarf vor Jahren ein Konzept, das nichts dem Zufall überlässt. "Unsere Stärken: Wir sind 25 Minuten von Salzburg entfernt und haben das flexibelste Tarifsystem im ganzen Land", sagt Kurz. Die Karte wird ab 9 Uhr stündlich günstiger. Um 15 Uhr kostet sie noch 10,70 Euro. Zehntagespässe sind an beliebigen Tagen benutzbar und auch jederzeit übertragbar. "In vielen Skigebieten fühlen sich die Gäste abgezockt. Bei uns herrscht Fairness", sagt Kurz. Auch die "Skilifte Unken" setzen auf die Preisschiene. "Die Medien transportieren immer die Botschaft, dass Skifahren teuer ist", sagt Geschäftsführer Gerhard Pfaffenbichler. Deshalb erstellte er mit den Hüttenwirten das Konzept "SkiKulinarisch". Eine Tageskarte mit Hauptspeise und Skiwasser kostet im Kombi-Pack 25 Euro. "Jetzt kann sich wieder jeder einen Skitag leisten", sagt Pfaffenbichler.

© SN.

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