Lawinenunglück in Hochgurgl

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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Gletscherfloh
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Lawinenunglück in Hochgurgl

Beitrag von Gletscherfloh »

Meldung (noch sehr vage ...) vom ORF-online:
Mehrere Verschüttete nach Lawine in Sölden in Tirol

Eine Lawine ist nach ersten Angaben der Polizei heute Mittag in den Ötztaler Alpen in Hochgurgl (Gemeinde Sölden) - möglicherweise auf eine Skiroute - niedergegangen. Mehrere Personen sollen unter die Schneemassen geraten sein.

Wie viele Wintersportler sich unter der Lawine befinden dürften, sei vorerst unklar. Nach ersten Informationen könnten die Schneemassen auf einer Skiroute abgegangen sein, erklärte die Polizei in Imst.

Wo genau die Lawine abgegangen sei, sei jedoch noch nicht sicher, hieß es seitens der Exekutive. Die Bergrettung, mehrere Hubschrauber und Lawinenhunde stünden zurzeit im Einsatz.

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Jens
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Beitrag von Jens »

Mehrere Verschüttete nach Lawinenabgang

Um die Mittagszeit ist in den Ötztaler Alpen in Hochgurgl eine Lawine abgegangen. Einsatzkräfte suchen zur Zeit nach zwei verschütteten Wintersportlern.

Drei Verschüttete geborgen
Noch ist die Situation im Skiigebiet Obergurgl-Hochgurgl im hinteren Ötztal teilweise unklar.
Zu Mittag ist eine massive Lawine in den gesicherten Schiraum abgegangen. Drei Verschüttete konnten bislang geborgen werden. Zwei der Wintersportler sind leicht verletzt.

Großeinsatz für Rettungskräfte
Eine Frau wurde ins Krankenhaus nach Zams geflogen. Derzeit wird mit Hubschraubern, Bergrettern und Lawinenhunden nach zwei weiteren Vermissten gesucht. Bei ihnen dürfte es sich ebenfalls um Pistenskifahrer, nicht um Tourengeher handeln. Im Einsatz steht die Alpinpolizei, Schischule Obergurgl und die Bergrettungen von Sölden und Obergurgl.
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Abgesehen davon, daß es natürlich für jeden tragisch ist, unter eine Lawine zu kommen, ist es jedenfalls doppelt problematisch, wenn das auch noch im gesicherten Skiraum auf einer normalen Abfahrt geschieht. Dürfte offenbar auch im hinteren Ötztal wesentlich mehr schneien, als es sogar die Verantwortlichen angenommen haben.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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k2k
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Beitrag von k2k »

Inzwischen gibts auch eine DPA-Meldung. Dürfte in Kürze auf sämtlichen Nachrichtenseiten auftauchen.
Lawine verschüttet mehrere Skifahrer in Tirol

Innsbruck (dpa) - Beim Abgang einer Lawine auf eine gesicherte Skipiste in den Ötztaler Alpen in Tirol sind mehrere Menschen verschüttet worden. Laut Polizei konnten drei Skifahrer geborgen werden, zwei werden noch vermisst. Die Lawine ging um die Mittagszeit in der Nähe von Obergurgl bei Sölden ab und begrub die Skifahrer unter sich. Zwei der Geretteten wurden leicht verletzt. Dutzende Helfer der österreichischen Bergwacht sind mit Lawinenhunden im Einsatz, um die vermissten Wintersportler zu bergen.
(von der Webseite des hiesigen Lokalblatts)
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Beim ORF-Tirol gibts mittlerweile nähere Infos bzw. Angaben welche Piste betroffen ist:
Mehrere Verschüttete nach Lawinenabgang
Um die Mittagszeit ist in den Ötztaler Alpen in Hochgurgl eine Lawine abgegangen. Drei Deutsche Skifahrer wurden aus den Scheemassen geborgen.


Drei Verschüttete geborgen
Zu Mittag ging eine massive Lawine in den gesicherten Schiraum ab. Drei Verschüttete konnten bisher geborgen werden. Zwei der Wintersportler sind leicht verletzt.

Großeinsatz für Rettungskräfte
Drei Verletzte aus Deutschland sind laut Angaben der Polizei in Sölden aus den Schneemassen geborgen worden. Die Lawine sei im gesicherten Skiraum auf der blauen Piste 27 in Hochgurgl niedergegangen. Um auszuschließen, dass weitere Personen unter dem Schnee begraben liegen, werde die Suche fortgesetzt.

Geborgene Deutsche ansprechbar
Eine etwa 60-jährige Frau ist laut Angaben des ÖAMTC unterkühlt vom Notarzthubschrauber Christophorus 1 ins Krankenhaus in Zams geflogen worden. Die Polizei in Imst erklärte, dass die drei geborgenen Deutschen ansprechbar und nicht "sonderlich schwer verletzt" sein dürften. Nähere Daten würden erst erhoben.

Bürgermeister sucht nach Erklärung
Der Bürgermeister von Sölden und Leiter der dortigen Lawinenkommission, Ernst Schöpf, erklärte gegenüber der APA, dass er nicht im Stande sei zu sagen, wie es zu dem Unglück auf der Piste kommen konnte. Es habe in Sölden sehr wenig Schnee gegeben. Man werde genaue Untersuchungen anstellen.

Die Lawinenkommission in Sölden sei wegen der großen zu betreuenden Fläche in fünfzehn Unterkommissionen aufgeteilt. Ehrenamtliche Profis seien für diese im Einsatz, sagte Schöpf. Die Lawinenkommission ist zuständig für das Sperren und die Freigabe von Skipisten, Skirouten und Straßen je nach Wetterlage.
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Jens
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Beitrag von Jens »

Lt. N-TV Ticker: Keine weiteren Verschütteten, neben den 3en. Ursache: Föhn
MrGaunt
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Beitrag von MrGaunt »

Mitten im Skigebiet? 8O :(
Das ist schon ganz schön erschreckend. Mir hat schon ein Schneebrett auf einen Ziehweg in Sölden kräftig Respekt eingeflößt, aber wenn dort eine richtige Lawine abgeht, dann wird es sicher heftige Diskussionen geben. Hoffentlich sind neben den schon Geborgenen keine weiteren Menschen verschüttet.
edit: Hoffentlich stimmt der ntv-Ticker :?
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Jens
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Beitrag von Jens »

Übrigens Piste 27 ist die Umfahrung des ersten Steilhangs an der 4-KSB Wurnmkogel II
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Beitrag von s.oliver78 »

Hier dazu der Bericht von Tirol heute

http://your.orf.at/tirolwebcam/bheute/p ... t=00:03:20

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snowflat
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Beitrag von snowflat »

APA berichtet:
Erhebungen nach Lawine in Hochgurgl

Die Erhebungen nach dem Lawinenabgang am Sonntag in Hochgurgl gehen weiter.

Die Erhebungen nach einem Lawinenabgang auf eine gesicherte Skipiste in Hochgurgl (Gemeinde Sölden), bei dem am Sonntag drei Deutsche verschüttet worden waren, gingen am Montag weiter. Insgesamt sollen rund 20 Zeugen befragt werden, hieß es auf Anfrage der APA bei der Polizei.

Ob die Lawine durch eine Person ausgelöst worden war, oder ob es sich um eine spontane Selbstauslösung gehandelt habe, blieb vorerst noch unklar. Es seien keine Spuren eines Wintersportlers in dem Hang sichtbar gewesen, hieß es bei der Polizei.

Das Gericht habe zunächst kein Gutachten beantragt. Zwölf Zeugen seien bereits einvernommen worden. Weitere Befragungen unter anderem bei Mitgliedern der Lawinenkommission sollen in den nächsten Tagen folgen. Danach sei die Staatsanwaltschaft am Zug.

Die Lawine war am Sonntag in der Mittagszeit in den Ötztaler Alpen niedergegangen. Drei Personen, darunter ein neunjähriges Kind, waren von den Schneemassen begraben worden. Nach einem Großeinsatz der Rettungskräfte, bei dem rund 110 Helfer beteiligt waren, hatten alle drei Verschütteten geborgen werden können.
Dateianhänge
Die Lawine verschüttete drei Skifahrer. 
<br />Bild: APA
Die Lawine verschüttete drei Skifahrer.
Bild: APA
hochgurgl-gross.jpg (8.32 KiB) 3663 mal betrachtet
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Neues Info (ohne wesentlichen neuen Informationsgehalt) vom Lawinenunfall in Hochgurgl:
Ötztaler alpen 05.12.2005

Lawinenabgang: Alpinpolizei ermittelt
Die Alpinpolizei ermittelt weiter nach dem Lawinenabgang in Hochgurgl, Gemeinde Sölden, Ötztal. Dort ist am Sonntag eine Lawine abgegangen und hat drei deutsche Skifahrer in den Scheemassen erfasst.


Rätselraten über Ursache
Noch herrscht Rätselraten über die Ursache der Lawine. Zum einen ist noch nicht klar, warum die Lawine auf die eigentlich sichere Skipiste niedergegangen ist. Zum anderen sah die Lawinenkommission keinen Grund zur Besorgnis.

"Bescheidene Neuschneezuwächse"
Der Vorsitzende der Lawinenkommission, Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf: "Es war so, dass sich wie jeden Tag die örtliche Lawinenkommission mit der Situation beschäftigt hat. Wir hatten nur bescheidene Neuschneezuwächse. In der Tat war etwas Wind dabei, die Kommission war aber der Auffassung, dass keine Gefährdung des organisierten Skiraums gegeben war."


Staatsanwaltschaft prüft
Noch laufen die Ermittlungen der Alpinpolizei. Zeugen und Betroffene werden zum Unfallhergang befragt. Erst wenn der Bericht der Alpinpolizei bei der Staatsanwaltschaft landet, wird dort über die weitere Vorgehensweise entschieden.

Noch ist die Arbeit der Alpinpolizei nicht abgeschlossen. Weitere Zeugen werden befragt, genauso wie die Mitglieder der örtlichen Lawinenkommission.

"Riesenpech"
Am Montagnachmittag hat sich Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol ein Bild vor Ort gemacht. Auf Grund der geringen Neuschneemengen spricht er von einem Riesenpech.

„Den Kommissionsmitgliedern sind diese Hänge bewusst, sie werden normalerweise abgesprengt. Auf Grund der geringen Schneemächtigkeit haben sie noch nicht gesprengt gehabt.“


War es ein Snowboarder?
Wie die Lawine ausgelöst wurde, ist noch nicht geklärt. Es melden sich Zeugen, die einen Snowboarder gesehen haben wollen.

Nairz: „Es ist auch im Gespräch gewesen, es hätte sein können bzw. es sei beobachtet worden, wie ein Snowboarder vom Skiweg Innenhang weggefahren sei. Wenn das der Fall war, dann hätte jemand den Abgang ausgelöst.“

Ermittlungen gehen weiter
Die Ermittlungen werden in den nächsten Tagen noch weiter geführt. Erst dann kann die Staatsanwaltschaft entscheiden, wie es weitergeht. Während also die Ermittlungen weiter laufen, zeigen sich die Skigäste in Obergurgl vom Lawinenabgang nur wenig beeindruckt.

Vom Skivergnügen haben sich die befragten Urlauber jedenfalls nicht abhalten lassen.


Drei Verschüttete geborgen
Die Lawine ist am Sonntag im gesicherten Skiraum auf der blauen Piste 27 in Hochgurgl niedergegangen. Am Nachmittag konnte die Suche nach weiteren Verschütteten eingestellt werden.

Eine etwa 60-jährige Frau war unterkühlt vom Notarzthubschrauber in das Krankenhaus in Zams geflogen. Die Polizei in Imst erklärte, dass die drei geborgenen Deutschen ansprechbar und nicht "sonderlich schwer verletzt" seien.

Möglicherweise hat sich das Schneebrett selbst ausgelöst. Neuschnee hat es im betreffenden Gebiet nur wenig gegeben, rund 15 cm. Der starke Wind der vergangenen Tage könnte aber zu beträchtlichen Schneeverfrachtungen geführt haben. Ob die Entscheidung der örtlichen Lawinenkommission, die Skipiste freizugeben, richtig war, diese Frage ist kann aber noch nicht beantwortet werden.
Quelle: ORF-Tirol
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