UNI-G

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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GMD
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UNI-G

Beitrag von GMD »

An den UNI-G Stationen scheiden sich die Gemüter. Wieviele Designvarianten gibt es eigentlich? Und wofür steht der Ausdruck UNI-G?
Probably waking up

Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Es gibt nur eine! Die ist zum kotzen!
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Derejenige der das Designt hat sollte man.......
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Also ich find das design schön!

Aber das vorherige Design, diese Trapezform, war auch nicht schlecht.
Ist halt Geschmackssache.

^^ Außerdem ist es doch den meisten egal.
Für die meisten Liftbetreiber zählt halt.
Der Lift soll günstig sein und die Leute schnell und bequem transportieren.

Und da ist denen doch das Design egal. Die nehmen das was gerade im Programm ist. (Gilt für alles Hersteller und Ihre Stationdesigns)


Diese Tunnelabdeckung finde ich z.B. überhaupt nicht schön!
In einer UNI-G ist es viel gemütlicher! :-)
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miki
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Beitrag von miki »

@Ram-Brand:
Für die meisten Liftbetreiber zählt halt.
Der Lift soll günstig sein und die Leute schnell und bequem transportieren.
Und da ist denen doch das Design egal.
Bin genau der selben Meinung. Und auch den meisten Skifahrern ist's Wurscht! Was glaubt ihr wie viele überhaupt den Unterschied zwischen DM, Poma oder Leitner sehen? Das interessiert nur uns hier im Forum und noch einige Technik-Begeisterte, 95% der Skifahrer ist es egal! Hauptsache man kommt schnell nach oben. Deshalb teile ich nicht die Meinung einiger hier im Forum das Prestige - Bahnen wie 3S Bahnen oder Funitels soo viele Leute ins Skigebiet ziehen. Fragt mal einen 'Otto - Nomalskifahrer' kurz nach dem Ausstieg aus dem Sessellift von welchem Hersteller die Anlage gebaut wurde. Oder einen der gerade aus einer 3S Kabine ausgestiegen ist, an wie vielen Seilen seine Gondel gerahe aufgehängt war. Ich garantiere er hat keine Ahnung, :nixweiss: weil es ihn nicht interessiert.

Für Ski-und-Seilbahn Fanatiker wie wir es sind ist es zwar kaum vorstellbar, aber ich kenne begeisterte Skifahrer die nicht mal den Unterschied zwischen kuppelbaren und fixen SB erkennen :wall: . Und solche die Meinen Funitel ist nur eine EUB mit XXL Kabinen :lol: . Also ich verstehe voll und ganz dass die meisten Skigebiete 'das nehmen, was gerade im Programm steht' und am billigsten zu bauen ist.
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Beitrag von seilreiter »

UNI-G: finds jetzt nicht übertrieben hässlich. Halt einfach nur langweilig weil von der Stange. Beim Skifahren sind mir KSBs natürlich recht wg. der hohen Kapazität, ich will ja nicht anstehen. Aber faszinieren tut mich diese Technik halt nicht mehr, weil
-es gibt mittlerweile so viele von denen :muede:
-die hochgelobte modulare Bauweise versteckt auch alles Technische
-einfach langweilig

Als Kind war ich damals in Kaltenbach im Zillertal von der 4KSB dort völlig begeistert, konnte nicht oft genug mit dem Teil fahren. Warum: Es war halt was neues, was besonderes ...
Also UNI-G zweckmässig ja, Faszination nein
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k2k
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Beitrag von k2k »

^^ dem brauch ich nix mehr hinzuzufügen.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Beitrag von skikoenig »

Bin genau der selben Meinung. Und auch den meisten Skifahrern ist's Wurscht! Was glaubt ihr wie viele überhaupt den Unterschied zwischen DM, Poma oder Leitner sehen? Das interessiert nur uns hier im Forum und noch einige Technik-Begeisterte, 95% der Skifahrer ist es egal! Hauptsache man kommt schnell nach oben. Deshalb teile ich nicht die Meinung einiger hier im Forum das Prestige - Bahnen wie 3S Bahnen oder Funitels soo viele Leute ins Skigebiet ziehen. Fragt mal einen 'Otto - Nomalskifahrer' kurz nach dem Ausstieg aus dem Sessellift von welchem Hersteller die Anlage gebaut wurde. Oder einen der gerade aus einer 3S Kabine ausgestiegen ist, an wie vielen Seilen seine Gondel gerahe aufgehängt war. Ich garantiere er hat keine Ahnung, weil es ihn nicht interessiert.

Für Ski-und-Seilbahn Fanatiker wie wir es sind ist es zwar kaum vorstellbar, aber ich kenne begeisterte Skifahrer die nicht mal den Unterschied zwischen kuppelbaren und fixen SB erkennen . Und solche die Meinen Funitel ist nur eine EUB mit XXL Kabinen . Also ich verstehe voll und ganz dass die meisten Skigebiete 'das nehmen, was gerade im Programm steht' und am billigsten zu bauen ist.
Besser hätte ich es nicht schreiben können!

Übrigens gefallen mir die meisten Uni-G Stationen richtig gut! Auch die von MM geposteten!
Ist halt wie gesagt Geschmackssache! Und über Geschmack lässt sich immer bekanntlich streiten!
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Beitrag von Emilius3557 »

Super Post von Miki! Genau die Erfahrung habe ich mit vielen Bekannten auch gemacht. Es gibt z.B. Leute, die nicht blöd sind, aber auf einen Gletscher zum Skifahren gehen und hinter mir nicht sagen können auf welchem sie waren. Ich frage dann immer: "na, wie seid ihr denn raufgefahren? Mit so vielen kleinen Kabinen oder mit so einer ganz großen mit vielen Leuten?" (so ähnlich :D ). Und selbst das können sich manche nicht merken, echt! Und meine Bekannten sind nicht alles Dummköpfe!
Also ich finde die oben geposteten UNI-Gs nicht hässlich, sondern relativ ansehnlich, und vor allem die Tommeuses-Station (die 8 KSB) gefällt mir sehr gut. Jeder der mal mit den beiden alten 3 SBs gefahren, bzw. gestanden hat, wird mir recht geben, dass hier auch ein viel hässlicheres Design 1000x besser ist als die Vorgänger-Liftanlagen.
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mic
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Beitrag von mic »

Wie bekannt ist, ist es mir auch egal. Hautsache die Kiste macht ordentlich "Meter".
Aber vielleicht sollten wir einen UNI- G Fanclub gründen :idea:
Für den 1ten Vorsitzenden hätte ich jemand vorzuschlagen. :P

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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Aber nicht nur Uni-G ist von der Stange.

Jeder Hersteller hat doch sein Standard im Programm und verkauft das.
Die sind dann ja wohl auh alle Langweilig.


Außerdem sollte man auch noch froh sein das sich das Design mal ändert.
Sonst würde es ja immer noch solche eckigen Schachteln wie früher geben.

Ist halt wie bein Auto damals sah jedes Model irgendwie anderst aus.
Schaut Euch heute mal nen Polo, Golf, Passat, etc von hinten an.
Sieht doch irgendwie gleich aus, bis auf die Größen. :D
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mic
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Beitrag von mic »

Schaut Euch heute mal nen Polo, Golf, Passat, etc von hinten an
dewegen sollte man sich ein Touareg holen :P
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Beitrag von F. Feser »

is assi :) hatten wir ne woche lang, wenn du nicht den großen Motor nimmsch, sondern den mit 230 oder 350 PS hast kein zug dahinter (den 230er hat mein Dad wieder zurückgegeben mit dem Wunsch n gscheites auto fahrn zu wollen, der 350 kam dann an die A6 Leistung ran ... )
der wiegt halt zu viel
dann doch lieber n cayenne :)
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GMD
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Beitrag von GMD »

Ja aber was bedeutet nun UNI-S, UNI-M, UNI-G oder wie auch immer?
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Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Meine ansichten kennt ihr schon! Trotzdem komme ich nicht drum herum sie nochmals breitzuschlagen!
Mir ists eigenlich Wurst wei viele HS Lifte ein Skigebiet hat und wie schnell ich wieder oben bin. Bei mir zählt nur die Technische Konstruktion. Ich such mir auch die Skigebiete nach diesen Kriterien aus. (Ein Grund warum ich Ischgl/Samnaun nid mag) Es gibt nichts Langweiligeres als ein Skigebiet in dem 20 kuppelbare Doppelmayr/Garaventa Lifte stehe und jeder genau gleich wie der nächste Aussieht! Ich will Lifte und Bahnen sehen und Fahren bei denen auch noch was dabei gedacht und Erfindergeist gezeigt wurde! Nicht irgendwelche öden Badwannen die an einem X-Belibigen Ort der Welt auch stehen könnte! Warum fahr ich denn überhaupt in so ein Skigebiet? Könnte ja auch anderswo hinfahren ist ja gleich da. Warum fahr ich überhaupt Ski? So was Ödes! Ich fahr nur Ski wegen den Liften! :lol:
Es gibt 2 Arten von Skigebieten. Da währen mal als erstes das Wildwuchsgeschwür. Diese Art von Skigebiet hat nur einz Ziel. Mit möglichst wenig Aufwand und Geld die Region am schnellsten und ertragreichsten Auszubeuten. Auf Nachhaltigkeit wird keinen Wert gesetzt. Unter diese Skigebiete fallen: Ischgl/Samnaun, Serfaus, Skiwelt, Amade, Hoch Ybrig, Tignes, Nassfeld.
Diese Skigebiete bevorzugen am liebsten kuppelbaren Anlagen von der Stange. Am besten kuppelbare 4, 6 oder 8er. Kabinen oder Sesselbahnen. Alles immer möglichst Umlauf. Bei der Planung wird wenig achtung auf das design oder die Streckenführung gelegt. Einfach mal losklotzen. Hier ist Uni-G angesidelt. Einfallslos und billig. Planungszeit 1 Jahr.

Dann gibt es die zweite Art von Skigebiet. Bei dieser Art steht der Nutzen für die Region im Vordergrund nicht der Ertrag. Hier wird auch auf Nachhaltikeit gesetzt nicht auf Höher Weiter schneller und nochmehr, sondern wirklich Skiferien und nicht Stressferien. Diese Skigebiete planen ihre Liftanlagen genau so das Sie ökonomisch sinnvoll, betriebswirtschaftlich und technisch ausgereift sind. Hier kommen auch Andere Wirtschaftlich Sinnvolle Seilbahnsysteme zum Einsatz wie Pendel oder Standseilbahn. Gigantische Gewinne und Managerlöhne stehen nicht im Vordergrund sondern das Überleben im Einklang mit der ganzen Region. Hier werden Die Lifte auch nicht eifach so lieblos hingepflastert und möglichst billig gehalten sondern auch mit einer der Region entsprechenden Stationsverkleidung ausgestattet. Mit Materialien wie Holz und Stein anstelle von Stahl, Glas und Beton.
Zu dieser Kategorie gehört: Grindelwald, Gstaad, Klewenalp, Toggenburg, Adelboden, usw.

Ich bevorzuge Letztere! Und jetzt muss mir keiner sagen ich sei altmodisch! Ich bin 18 und steh auf Trance und co. Trotzdem finde ich man sollte unsere gigantische Bergwelt nicht aufgrnd von Profitwünschen einzelner Personen ausbeuten und zerstören. Unsere Nachwelt möchte auch noch Skifahren und dan nicht auf Beton.

Die Doppelmayr Stationsverkleidungen, allen voran Uni-G ist ein Kind von solchem Wildwuchs. Sie ist praktisch nur in solchen ersten Regionen anzutreffen. Zu diesem hässlichen design gibt es ausser der Farbgebung keine alternative!! :cry: Leitner das selbe in Grün!
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seilreiter
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Beitrag von seilreiter »

@MM: größtenteils Zustimmung von mir, finde UNI-G und Co in Massen auch langweilig, weil null individuell. Dass ich allerdings nur wegen den Bahnen Skifahren gehe würde ich von mir nicht behaupten!
Es gibt 2 Arten von Skigebieten. Da währen mal als erstes das Wildwuchsgeschwür. Diese Art von Skigebiet hat nur einz Ziel. Mit möglichst wenig Aufwand und Geld die Region am schnellsten und ertragreichsten Auszubeuten. Auf Nachhaltigkeit wird keinen Wert gesetzt. (...) Dann gibt es die zweite Art von Skigebiet. Bei dieser Art steht der Nutzen für die Region im Vordergrund nicht der Ertrag. Hier wird auch auf Nachhaltikeit gesetzt nicht auf Höher Weiter schneller und nochmehr, sondern wirklich Skiferien und nicht Stressferien.
Da bin ich anderer Meinung. Jede Liftgesellschaft will möglichst viel Kohle rausholen, egal wo. Die "Erschliessungspolitik" hängt mehr von den Gegebenheiten des Landes ab:
-A: relativ preiswert -> Die Massen kommen und müssen auch irgendwie befördert werden; verkehrsgünstig gelegen v.a. f. Süddeutschland; Relativ viele Gebiete bis 2000m Höhe ( v.a. im Osten )-> mehr Gras+Wald statt Fels und Eis -> Lifttrassen einfacher -> viel UNI-G
-CH: teuer, exklusiv -> lange Wintersporttradition -> Nicht das Massenziel da tuts die PB auch -> mehr hochalpines Gelände -> Kl. Matterhorn, Schilthorn, Diablerets -> Nur PB möglich, heute auch 3S-UB
-F: Viele Retortenstationen ( mir fallen 8 richtig grosse ein ), nur aufs Skifahren ausgelegt. Hochhäuser mit maximaler Bettenanzahl. Hier gibts auch viele KSBs, man hat schliesslich das Gelände so ausgewählt, dass es für Lifttrassen geeignet ist. Wo nicht gibts 3S-UB, FUnitel etc.

Klar gibts genug Gegenbeispiele aber Ausnahmen bestätigen die Regel. So und jetzt wissen wir immer noch nicht was UNI-G heisst ;-)
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Klar Geld brauch jeder zum Überleben. Es gibt aber viele Nonprofit Skiregionen die mit dem eingenommenen Gel nur die Löhne bezahlen und die Wartungen. (Es gibt auch solchen die das auch nicht können) Diese Skigebiete haben aber auch keine Riesen Ausbaupläne! Bei denen Sitz kein Topmanager hintendrann oder ein Grossbesitzer der seine Millionen für sich will!

Was UNI-G genau heisst kann i nid sagen! Zumindest nid was G-heisst! UNI steht für einheitlich. Übrigens bis auch 8KSB sind in der Schweiz alle Bahnsysteme vertreten! Es gibt auch niedere Regionen. Zudem hatten wir das Funitel (obwohls ichs nen Mumpitz find) vor den anderern! Nur Fr. War schneller!
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Beitrag von Emilius3557 »

Du hast das echt sehr nett formuliert, Michi, und es sicher viel Wahres dran an deiner Sichtweise. Dass sich aber manche Sichtweisen auch ändern möchte ich kurz am Beispiel Tignes erläutern, das immer noch (zu Recht!) als das wohl abschreckendste Beispiel für eine profitorientierte Retortenstation ist:
- die Hochhäuser gefallen heute keinem mehr und sind größtenteils ziemlich vergammelt. Dass auf Dauer da keine Gäste mehr rein wollen haben die Verantwortlichen erkannt und ab ca. 1996 ein sehr langfristiges Investment- und Renovierungsprogramm in Gang gesetzt. Die neueren Gebäude unterscheiden sich von den großen österreichischen und schweizer Stationen auch nicht mehr. Die alten "Wolkenkratzer" müsste man meiner Meinung nach einfach sprengen.
- dass Autofreie Skiorte angenehmer und der Erholung dienlicher sind, wurde ebenfalls erkannt. Die Autos verschwinden heute z.T. in neu gebauten Tief- und Hochgaragen, es werden Gehsteige im Ort angelegt, in Le Lac wurde die Straße in einen Tunnel verlegt, so dass es heute eine durchgänige "Front de neige" gibt und keine lästigen Autos mehr die durch die Pisten rollen. Natürlich sollte so etwas aus heutiger Sicht selbstverständlich sein, aber besser spät als nie, finde ich.
- in allen Ortsteilen wurden große und schöngestaltete Empfangshäuser, sog. "maisons de Tignes" errichtet als Service-Center für die Gäste.
- im Skigebiet wird entdrahtet: schnellere und Kap-stärkere Lifte ersetzen mehrere alte Anlagen, z.B. 4 SB Leisse ZWEI DSB, 8 KSB Tommeuses ZWEI 3 SB, oder das Funiculaire Perce neige, dass die ZWEI parallelen 4 EUBs Grande Motte A und B ersetzt hat. Diese Anlage wäre auch ein Gegenbeispiel für deine "UNI-G"-These in dieser Art von Skigebieten. Nach deiner Theorie hättens doch zwei parallele 8 EUBs bauen müssen, oder? :D
Ich denke also, dass da eine etwas differenziertere Sichtweise mancherorts angebracht wäre. Anderseits ist deine Argumentation aus deiner Sichtweise völlig logisch. Wenn ich WEGEN der Lift skifahren würde, käme ich wahrscheinlich zu ähnlichen Schlüssen. Wenn ich WEGEN der Unterkünfte skifahren würde, dürfte ich auch nicht nach Val Thorens fahren. Dort hatten wir übrigens diese Saison eine renovierte Wohnung, die zeigt, dass man auch in von außen hässlichen Gebäuden sauber, zweckmäßig und einigermaßen gemütlich Urlaub machen kann. Unsere zwei "Ski-in-Frankreich"-Neulinge waren deshalb sehr überrascht, ich hatte sie prophylaktisch auf "Bruchbuden" wie in Tignes vorbereitet um Enttäuschungen vorzubeugen.

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Beitrag von ms-fk »

GuyD hat geschrieben:Ja aber was bedeutet nun UNI-S, UNI-M, UNI-G oder wie auch immer?
Was ich weiss gibt es verschiede Längen.
S - Small
M - medium
G - Grande

Herbert
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

G steht für Global.
Globale-Einheit? Das hatten wir schonmal vor 60 Jahren?
Wer kommt auf so einen Namen? Das tönt MCS schon besser "Modular-Compact-Station"
Gast

Beitrag von Gast »

Beim UNIG gibt es meines Wissens auch in 2 Holzvarianten. Somit sind 3 Varianten auf dem Markt verfügbar.

UNIG ist die Stationsbezeichnung. Da gibt unterschiedliche Längen und Breiten. Die Bezeichnung lautet somit UNIG-S, UNIG-M, UNIG-L, UNIG-XL usw.

Im übrigen ist es mir egal wie ein Lift aussieht, er sollte den ganzen Tag im Kreis fahren und einfach zum Warten sein. Und genau das machen die neuen Lifte. Wenn ich hier so die Diskussionen verfolge, wie: ach wie toll war das, wie toll war doch dieser Hersteller kann ich nur schmuntzeln. Die ach so tollen Errungenschaften waren in dieser Zeit toll, aber heute sind diese Dinge einfach nciht mehr modern bzw. gibt es viel bessere und weiterentwickelte Lösungen. Auf diesem Gebiet ist DM wirklich führend. Klar die alten Anlagen sind auch im Kreis gefahren aber überlegt doch mal, früher waren 4er Sessel modern, heute sind es 8er Sessel. Das wäre so als ob ihr Äpfel mit Birnen vergleicht. ;)

Schöne Grüße

Walter
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Beitrag von miki »

@Michael: Nach dir gibt es also
2 Arten von Skigebieten. Da währen mal als erstes das Wildwuchsgeschwür. Diese Art von Skigebiet hat nur einz Ziel. Mit möglichst wenig Aufwand und Geld die Region am schnellsten und ertragreichsten Auszubeuten. Auf Nachhaltigkeit wird keinen Wert gesetzt. Unter diese Skigebiete fallen: Ischgl/Samnaun, Serfaus, Skiwelt, Amade, Hoch Ybrig, Tignes, Nassfeld.
Zum Glück gibt's noch
die zweite Art von Skigebiet. Bei dieser Art steht der Nutzen für die Region im Vordergrund nicht der Ertrag. (...) Zu dieser Kategorie gehört: Grindelwald, Gstaad, Klewenalp, Toggenburg, Adelboden, usw.
Das war doch nicht ernsthaft gemeint? Skigebiete für die der Ertrag nicht im Vordergrund steht ?! Schliesse mich da ganz Octane an:
Jede Liftgesellschaft will möglichst viel Kohle rausholen, egal wo.
Wenn nun, wie Marius es so ausführlich beschrieben hat, z. B. Tignes ein 'Face Lifting' macht, ist es bestimmt nicht wegen Nachhaltigkeit, Nutzen für die Region usw., sondern weil heutige Touristen von der Architektur der 60er nicht mehr begeistert sind und langfristig fernbleiben würden. Mit dem Umbau des Ortes und neuen Bahnen will man dem entgegenwirken = wieder mehr Gäste anziehen = mehr Kohle machen. Ganz logisch 8O !

Ist es ein Zufall oder warum stehen bei deinen 'positiven Beischpielen' AUSSCHLIESSLICH Skigebiete aus der Schweiz, während bei den 'schwarzen Schaafen' meistens österreichische Gebiete aufgelistet sind :twisted: ? Ist da vielleicht etwas Neid dabei? Das die Schweiz lange Wintersporttradition hat und Vorreiter im Skitorismus WAR, ist wohl allen klar. Das sie aber längst, was den technischen Stand in den Skigebieten (Beschneiung, Lifte) betrifft, von den österreichischen Skigebieten überholt wurden, ist ebenfalls Tatsache. Versuchst du vielleicht aus der Not eine Tugend zu machen?!

P.S.: Posting Nr. 300 - Grund genug für eine kleine Feier ... :bia:
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

^^ Das war mal wieder so ein richtig schwachsinniger Beitrag! Dazu geb ich erst gar keinen Kommentar ab! Du warst ja noch nie bei uns!
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

Schwachsinnig? Ne!
Er hat nur gesagt wie er das ganze sieht.
Jeder hat halt seine Meinung.
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k2k
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Beitrag von k2k »

Also in einem gewissen Rahmen muss ich dem Michi jetzt mal beipflichten. In der Schweiz (man korrigiere mich wenn ich Blödsinn erzähle) stehen doch hinter den Liftgesellschaften sehr oft Gemeinden bzw. die Aktien befinden sich im Streubesitz unter Einwohnern der Region. Beispiel Churwalden: Das Skigebiet sollte geschlossen werden, die Einwohner haben eine Initiative gegründet und das nötige Kapital aufgebracht, um entsprechende Investitionen zu tätigen. Das Skigebiet läuft nach wie vor und "gehört" quasi den Einwohnern. Oder auch in Toggenburg wurde die Kapitalerhöhung zum Bau der neuen KSB von der Bevölkerung getragen. Sowas gibts in der Schweiz glaub ich öfter.
In Österreich stehen eher profitorientierte Unternehmer dahinter, spontan fällt mir Schröcksnadel ein, oder auch Günther Aloys. Und steht nicht hinter diesem Zillertal-Konzern, der auch am Diedamskopf und an der TZB beteiligt ist, auch irgend ein Familienclan? Ich weiss nicht, wie es sonst um die österreichischen Gebiete steht, aber ich habe noch nie solche Dinge gehört wie aus der Schweiz.
Um noch ganz kurz auf Frankreich zu kommen: Die CDA wurde in den 80ern gegründet, als es den franz. Gebieten schlecht ging, und zwar als staatliche Auffanggesellschaft für die kleinen lokalen Liftgesellschaften, die pleite waren. Da ging es in erster Linie darum, der Region die Lebensgrundlage zu sichern, als gross Profit rauszuziehen.
Und in Südtirol werden doch auch immer noch die Lifte grosszügig subventioniert, das würden die sicherlich nicht machen, wenn sie riesen Gewinne einfahren würden.
Es geht glaube ich nicht immer darum, mehr Profit zu machen. Es geht vielmehr meist darum, den gegenwärtigen Profit zu sichern.
Im übrigen bin ich absolut nicht der Meinung, dass die Schweizer nicht auf dem Stand der Technik sind. Da sind die Franzosen bisweilen deutlich weiter weg!
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Beitrag von Emilius3557 »

Im übrigen bin ich absolut nicht der Meinung, dass die Schweizer nicht auf dem Stand der Technik sind. Da sind die Franzosen bisweilen deutlich weiter weg!
Auch wenn du ein "bisweilen" einfügst würde ich dir da nicht zustimmen. Das Urteil ist einfach zu pauschal. Auf einzelne Skigebiete bezogen stimmt das sicherlich aber selten auf ganze Ski-Länder.
Schön finde ich das Beispiel mit der CDA. Die großen französischen Skistationen wurden ab Anfang der 1960er Jahre gegründet um die massive Abwanderung und Verarmung der Region zu verhindern oder zu stoppen, was glaube ich, durchaus gelungen ist. Die Gemeinde mit den meisten Steuereinnahmen im Bezirk Chambery ist nämlich keine Industriestadt sondern das Dorf St. Martin de Belleville auf dessen Gemeindeflächen die Stationen Val Thorens und Les Menuires stehen. Und dass bei einer flächenhaften Erschließung innerhalb weniger Jahrzehnte massiver, brutaler und (zeittypisch) auch weniger ästethisch vorgegangen wird als in einem beinahe 100 Jahre langen Prozess sollte allen einleuchten. Die Schweiz hat einfach eine sehr viel längere Wintersport- und Seilbahntradition. Ich darf hier vielleicht daran erinnern, dass bei Walter Pauses Skibüchern der 50-70er Jahre immer die Schweiz das Non-plus-ultra, das tertium comparationis sozusagen war. Für ihn galt die Gleichung: Schweiz = perfektes Wintersportvergnügen, große moderne Skigebiete. Wenn man seine damaligen Kommentare zu Österreich liest, die sind da vergleichsweise wenig schmeichelhaft. Über die Gigantomanie der Franzosen hat er meistens eher gespottet.

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