Skiorte und Handel in Feierlaune
13. Dezember 2005
Seit Wochen regiert in Salzburg der Winter. In den Skiorten und beim Sporthandel herrscht schon jetzt eine Stimmung wie zu Weihnachten.
anton kaindlSalzburg (SN). "Es läuft sehr, sehr gut", sagt Christian Kresse, Tourismuschef von Saalfelden und Leogang. "Der frühe Wintereinbruch hat einen richtigen Schub bei den Buchungen verursacht. Die Leute haben sich frühzeitig mit neuer Ausrüstung eingedeckt und sind dadurch motivierter, einen Skiurlaub zu machen." Kresse bemerkte heuer besonders einen Trend zu den nordischen Skisportarten. Das sei wichtig, weil man dadurch neue Gästeschichten erschließen könne. Schließlich seien nur vier Prozent der Deutschen Alpinskifahrer.
"Der Start war sehr gut", sagt auch Gerhard Wolfsteiner, Geschäftsführer der Salzburger Sportwelt Amadé. "Die erste Jännerwoche ist bei uns bereits zu 98 Prozent ausgebucht, aber es gibt noch Zimmer in allen Kategorien."
"Mit dem ersten Schnee sind die Zugriffe auf unsere Homepage sofort um 10.000 pro Tag gestiegen", berichtet Wolfgang Breitfuß vom Tourismusverband Saalbach-Hinterglemm. "Die Nachfrage ist für den ganzen Winter sehr gut. Durch den frühen Wintereinbruch herrschte sofort eine super Grundstimmung im Ort."
Genug Schnee für die gesamte Wintersaison Auch bei den Seilbahnen herrscht Jubelstimmung. "Das ist vermutlich der beste Saisonstart der letzten zehn Jahre", sagt Ferdinand Eder, Sprecher der Salzburger Seilbahner. "Wir haben reichlich Naturschnee, tiefe Temperaturen für die künstliche Beschneiung und Schnee in den Ballungsräumen, der überall für Winterstimmung sorgt." Um bis Ostern gegen Tauwetter gewappnet zu sein, arbeiten die Schneekanonen seit Wochen auf Hochtouren. "Vom Schnee her ist die Saison gesichert", sagt Eder. "Die Beschneiung ist praktisch abgeschlossen."
"So einen Winterstart haben wir noch nie gehabt", freut sich Willi Leitinger von den Loferer Bergbahnen. "Wir liegen derzeit beim Umsatz um 60 Prozent über dem Vorjahr. Unsere Positionierung als Familienskigebiet brachte uns einen gewaltigen Erfolg." In Lofer zahlen Eltern samt zwei oder mehr Kindern nur 62 Euro für den Tagesskipass.
Durch die optimalen Verhältnisse sparen sich die Bergbahnen bei der Beschneiung viel Geld. Leitinger: "Wir konnten heuer in zwei Wochen so viel schneien wie letztes Jahr in sechs Wochen. Da reduzieren sich die Betriebskosten auf die Hälfte."
Wie letztendlich die gesamte Saison verlaufen wird, kann heute noch niemand sagen. Das Vorweihnachtsgeschäft bringt in den Skigebieten höchstens zehn Prozent des Winterumsatzes.
Zuwächse beim Sportartikelhandel "Der frühe Winterbeginn wirkt sich positiv auf die Nachfrage aus", sagt Jakob Eder. Er betreibt in Saalbach die Snow Academy, eine Skischule samt Skiverleih. "Man darf den Start nicht überbewerten. Unser Hauptgeschäft machen wir ab Weihnachten. Aber wenn die Hotels gut gebucht sind, läuft auch bei uns das Geschäft."
"Es gibt leichte Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Das ist die einhellige Meinung", sagt Hans Peter Gallbauer, Obmann der Salzburger Sportartikelhändler. "Der frühe Schnee ist für uns eine g'mahde Wies'n."
© SN.
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