Raxseilbahn (AT) / 03.01.06 / große Lawinengefahr (=4)
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- extremecarver
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Raxseilbahn (AT) / 03.01.06 / große Lawinengefahr (=4)
War gestern auf der Rax. Schnee ist super. Lawinen kommen leider viel zu viele herunter. Die Bindung des Alt und Neuschnees ist zwischen 1000 und 1300HM inexistent. Hier gibt es viele Selbstauslösungen.
So war für mich der Tag leider schon nach der 2 Abfahrt vorbei, in der ich von einem Schneebrett niedergerissen wurde, und mir den Daumen luxierte.
Ort: Die zweite Rinne von unten die man rechts bei der Gondelauffahrt sieht. (in der ganz rechten gab es sogar eine Lawine).
Ich bin als erster meiner Gruppe in den Steilhang hereingefahren. Dabei sprung ich ganz leicht über die Wächte und wollte nach etwa 15m nach ganz links herausfahren um den abrutschenden Schnee durch zulassen. Etwa 1 Sekunde nachdem ich im Hang war, Gab es einen Riss der ganz rechts begann, sich bis nach links zur Wächte durchzog und hinter dem Felsen ganz links bildete sich auch ein Anriss. Mit dem ganz linken Anriss hatte ich nicht gerechnet und wurde so, während ich mich in Sicherheit wähnte, von hinten weggespült. Mit sehr hoher Geschwindigkeit zog es mich durch den Wald durch. An der Stelle wo die Spur einen Knick nach links machte staute sich der Schnee auf. Wahrscheinlich ein par Meter hoch. Danach wurde der Schneerutsch deutlich langsamer, so dass ich es schaffte kurz vor dem kleinen Felsabriss (hinter dem man normalerweise rechts fahren, oder links springen kann bei der Verbreiterung der Rinne auf etwa 10-12 m oberhalb des großen Baumes) nach links aus dem Schneebrett herauszufahren.
Ich wurde etwa 150m von dem Schneebrett mitgenommen. Zum Glück verletzte ich mich nur am Daumen (Daumenseitenband gerissen, sowie Daumen ausgekugelt). Ich wurde etwa von 1310HM bis 1230HM mitgenommen.
Die Steilheit beträgt im obersten Bereich etwa 50-55° für die ersten 20-30HM, danach nur mehr etwa 40°. Die gesamte Länge der Rinne ist laut Google Earth Schätzung 357m lang und geht von 1320HM runter auf 1080 HM. Das Schneebrett rutschte fast bis nach ganz unten ab. Die Anrisshöhe betrug etwa 40cm. Die Länge 10m und 4m. Fast der komplette Neuschnee rutschte auf der alten Schneedecke von oben bis fast nach ganz unten ab.
In der ganz rechten Rinne (die wo man oben (etwa 100m nach dem Einstieg) etwa 10-15m zwischen den Felsen durchklettern muss) löste ein Skifaher (Jan) eine Lawine aus. Er hatte jedoch Glück dass sich die Lawine unter ihm löste und er nicht durch die Felsen gespült wurde. Ich hab die Lawine von unten gesehen und bin mit meinen beiden Freunden sofort aus der Auslaufzone weggefahren. Es blieb etwa 1-2m hoch Schnee in der Auslaufzone, im unteren Teil der Rinne, nicht im Wald, liegen.
So war für mich der Tag leider schon nach der 2 Abfahrt vorbei, in der ich von einem Schneebrett niedergerissen wurde, und mir den Daumen luxierte.
Ort: Die zweite Rinne von unten die man rechts bei der Gondelauffahrt sieht. (in der ganz rechten gab es sogar eine Lawine).
Ich bin als erster meiner Gruppe in den Steilhang hereingefahren. Dabei sprung ich ganz leicht über die Wächte und wollte nach etwa 15m nach ganz links herausfahren um den abrutschenden Schnee durch zulassen. Etwa 1 Sekunde nachdem ich im Hang war, Gab es einen Riss der ganz rechts begann, sich bis nach links zur Wächte durchzog und hinter dem Felsen ganz links bildete sich auch ein Anriss. Mit dem ganz linken Anriss hatte ich nicht gerechnet und wurde so, während ich mich in Sicherheit wähnte, von hinten weggespült. Mit sehr hoher Geschwindigkeit zog es mich durch den Wald durch. An der Stelle wo die Spur einen Knick nach links machte staute sich der Schnee auf. Wahrscheinlich ein par Meter hoch. Danach wurde der Schneerutsch deutlich langsamer, so dass ich es schaffte kurz vor dem kleinen Felsabriss (hinter dem man normalerweise rechts fahren, oder links springen kann bei der Verbreiterung der Rinne auf etwa 10-12 m oberhalb des großen Baumes) nach links aus dem Schneebrett herauszufahren.
Ich wurde etwa 150m von dem Schneebrett mitgenommen. Zum Glück verletzte ich mich nur am Daumen (Daumenseitenband gerissen, sowie Daumen ausgekugelt). Ich wurde etwa von 1310HM bis 1230HM mitgenommen.
Die Steilheit beträgt im obersten Bereich etwa 50-55° für die ersten 20-30HM, danach nur mehr etwa 40°. Die gesamte Länge der Rinne ist laut Google Earth Schätzung 357m lang und geht von 1320HM runter auf 1080 HM. Das Schneebrett rutschte fast bis nach ganz unten ab. Die Anrisshöhe betrug etwa 40cm. Die Länge 10m und 4m. Fast der komplette Neuschnee rutschte auf der alten Schneedecke von oben bis fast nach ganz unten ab.
In der ganz rechten Rinne (die wo man oben (etwa 100m nach dem Einstieg) etwa 10-15m zwischen den Felsen durchklettern muss) löste ein Skifaher (Jan) eine Lawine aus. Er hatte jedoch Glück dass sich die Lawine unter ihm löste und er nicht durch die Felsen gespült wurde. Ich hab die Lawine von unten gesehen und bin mit meinen beiden Freunden sofort aus der Auslaufzone weggefahren. Es blieb etwa 1-2m hoch Schnee in der Auslaufzone, im unteren Teil der Rinne, nicht im Wald, liegen.
- extremecarver
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Also, Seilbahngraben nach der 0900 Uhr Gondel. Erst 3-4 Spuren drinnen. Später verspurt.
Neuschnee bis Gestern so etwa 40cm am Berg, 20cm Pappschnee im Tal. Gestern waren nur so 20 Boarder und Skifahrer da und der Liftwart fragte nach ob man mit Pieps fährt (nach meinem und Jans Schneebrett).
Knappenberg und Rinnen zur Schöllerseiten waren gut fahrbar, jedoch etwas windgepresst.
Ottohaus runter LW5 - es wird zurzeit überlegt wie man dort die Lawine loswird, wenn sie nicht von selbst losgeht. Sollte noch 1m Neuschnee kommen, muss wahrscheinlich das Tal evakuiert werden. Der neue Jungwald wird wahrscheinlich von der Lawine plattgemacht werden. Daher wird auf wenig Neuschnee gehofft von der Kommission.
Eine größere Lawine ist angeblich auch das kleine Höllental abgegangen.
Morgen gehts also erst mal für einen Tag in die Privatklinik nach Döbling zur OP. Meine Sonderklasse nach Unfallversicherung muss fluchen, nachdem was die die letzten 3-4 Jahre für mich draufzahlen.
Neuschnee bis Gestern so etwa 40cm am Berg, 20cm Pappschnee im Tal. Gestern waren nur so 20 Boarder und Skifahrer da und der Liftwart fragte nach ob man mit Pieps fährt (nach meinem und Jans Schneebrett).
Knappenberg und Rinnen zur Schöllerseiten waren gut fahrbar, jedoch etwas windgepresst.
Ottohaus runter LW5 - es wird zurzeit überlegt wie man dort die Lawine loswird, wenn sie nicht von selbst losgeht. Sollte noch 1m Neuschnee kommen, muss wahrscheinlich das Tal evakuiert werden. Der neue Jungwald wird wahrscheinlich von der Lawine plattgemacht werden. Daher wird auf wenig Neuschnee gehofft von der Kommission.
Eine größere Lawine ist angeblich auch das kleine Höllental abgegangen.
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- extremecarver
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Heute war die Rax geschlossen wegen großer Lawinengefahr. Ein Freund von mir wurde noch 2mal hochgebracht in der Früh. Es wurde dann um 10:00 Uhr beschlossen nicht mehr zu fahren, nachdem sogar im Lahngraben ein Schneebrett abging.
Öffnung ist zurzeit Ungewiss.
Gestern hing nur das Standard Schild da: Mit verlassen der Bergstation begeben sie sich in hochalpines Gelände. Für ihre Sicherheit kann nicht gesorgt werden. Rettungsaktionen können nur bedingt durchgeführt werden. (da keine Bergrettung in der Nähe ist).
Öffnung ist zurzeit Ungewiss.
Gestern hing nur das Standard Schild da: Mit verlassen der Bergstation begeben sie sich in hochalpines Gelände. Für ihre Sicherheit kann nicht gesorgt werden. Rettungsaktionen können nur bedingt durchgeführt werden. (da keine Bergrettung in der Nähe ist).
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- extremecarver
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Frag ich mich auch. Immerhin war ich mit einem Snowboardtrainer (der hat eine 1 Jahresausbildung) und einem Snowboardlehrer mit 2 wöchiger Tourenausbildung unterwegs. Wir trugen alle Pieps und hatten Schaufel und Sonde mit. Die Einfahrt in den Hang hatten wir lange überlegt und beschlossen dass sie möglich ist, durch wegfahren nach links zur Sicherheit.
Dass sich Links ein komplett eigenständiger Riss bildete damit haben wir nicht gerechnet. Ich fuhr als erster da ich die größte Sprungerfahrung von Wächten hab und nicht die Gefahr bestand, dass ich die Landung versau, was in dem sehr steilen Gelände auch unweigerlich einen Absturz bedeutet hätte und sicher bin 20m in dem steilen Gelände gradeaus zu fahren. Der Sprung war etwa 3m weit und die Wechte 1m hoch aus stabilem Altschnee. Ich fuhr bis zum Cutback gradeaus. Hätten wir die Situation richtig eingeschätz, hätte ich den Cutback 10m tiefer angesetzt und mich vor eine enge Baumreihe eingebremst, durch die ich nicht durchgezogen hätte werden können, und die etwas aus der Schusslinie liegt.
Das Brett kam so schnell das ich überhaupt nicht reagieren konnte. Zum Glück bin ich heil durch den sehr eng stehenden Wald durchgekommen.
Meine beiden Freunde sagten von oben sah es recht harmlos aus. Die hohe Geschwindigkeit war nicht erkennbar von oben. Sie hatten beide nicht erwartet, dass ich so weit mitgenommen wurde.
Im Schneebrett hab ich echt schon große Angst bekommen, ich sah fast nichts und es ging wahnsinnig schnell dahin. Zum Glück bildete sich ein Trichter nachdem es so mit 30km/h weiterging, so dass ich mein Board wieder unter die Füße bekam und nach vorne links aus dem Schneerutsch herausfahren konnte.
Dass sich Links ein komplett eigenständiger Riss bildete damit haben wir nicht gerechnet. Ich fuhr als erster da ich die größte Sprungerfahrung von Wächten hab und nicht die Gefahr bestand, dass ich die Landung versau, was in dem sehr steilen Gelände auch unweigerlich einen Absturz bedeutet hätte und sicher bin 20m in dem steilen Gelände gradeaus zu fahren. Der Sprung war etwa 3m weit und die Wechte 1m hoch aus stabilem Altschnee. Ich fuhr bis zum Cutback gradeaus. Hätten wir die Situation richtig eingeschätz, hätte ich den Cutback 10m tiefer angesetzt und mich vor eine enge Baumreihe eingebremst, durch die ich nicht durchgezogen hätte werden können, und die etwas aus der Schusslinie liegt.
Das Brett kam so schnell das ich überhaupt nicht reagieren konnte. Zum Glück bin ich heil durch den sehr eng stehenden Wald durchgekommen.
Meine beiden Freunde sagten von oben sah es recht harmlos aus. Die hohe Geschwindigkeit war nicht erkennbar von oben. Sie hatten beide nicht erwartet, dass ich so weit mitgenommen wurde.
Im Schneebrett hab ich echt schon große Angst bekommen, ich sah fast nichts und es ging wahnsinnig schnell dahin. Zum Glück bildete sich ein Trichter nachdem es so mit 30km/h weiterging, so dass ich mein Board wieder unter die Füße bekam und nach vorne links aus dem Schneerutsch herausfahren konnte.
- schifreak
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Rax
Schon brutal mit den Lawienen-- wundert mich , daß die bei solchen verhältnissen erst die Bahn sperrn müssen, NACHDEM was passiert-- die gehört eigentlich gleich von haus aus geschlossen... und Täler, die von Lawienen nicht 100 % sicher sind, dürften eigentlich gar net zugänglich gemacht werden - sprich im Winter bewohnt werden... das sind für mich die eigentlichen Verlierer, Snowboarder und Schifahrer die Absperrungen ignorieren - sollten meiner Meinung nach nicht mehr schifahrn dürfn...vor allem wenn sie ANDERE gefährden...
ich versteh ja schon den Reiz von Neuschnee- und Tiefschneehänge, und Wien hat halt net wie München das Paradies vor der Haustür-- sondern nur n paar wenige Gebiete, wos vermutlich höllischst zugeht ( Semmering etc. ) - aber trotzdem, wenns gefährlich iss, dann lieber bleibn lassen...
ich versteh ja schon den Reiz von Neuschnee- und Tiefschneehänge, und Wien hat halt net wie München das Paradies vor der Haustür-- sondern nur n paar wenige Gebiete, wos vermutlich höllischst zugeht ( Semmering etc. ) - aber trotzdem, wenns gefährlich iss, dann lieber bleibn lassen...
Fabi,alpiner Schifreak
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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- Dachstein
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In den Bergen muss man mit Allem rechnen!!!!!!Dass sich Links ein komplett eigenständiger Riss bildete damit haben wir nicht gerechnet.
MFG Dachstein
Skitage 2012/13: 62 Stubaier Gletscher 11.10.12 Kurzbesuch, Hintertuxer Gletscher - 8.11.12 - Nach getaner Arbeit..., KSH 15.11.12 - Überm Nebelmeer, Obertauern (S) / 26.11.2012 / (Noch) klein, aber fein, Loferer Alm 8.12.12 - 8er Schwarzeck, Flachauwinkl - Kleinarl 9.12.12 - eine unbekannte Seite...,Schiwelt 13.12.12 - ein kalter Skinachmittag, Verbindungsbahn Alpbachtal 14.12.12,Dachstein West - 24.12.12 Antiweihnachtsstressski, Zinken, 31.12.12 --Jahresendski--, Heutal, 9.1.13 - Spaß im Schnee in der Näh', Rauris 9.1.13, Gemischte Gefühle, Gaißau Hintersee - 16.1.13 *Nebelflucht* Zauchensee 23.1.13, Reitherkogel 24.1.13 - Nachtschi überm Inntal, SFL - Ersatz Stubaier Gletscher 25.1.13, Fanningberg 2.3.13, Silvretta - Arena 24. / 25. 4. 13 - Ischg(ei)l, Sölden 5.5.13 - und die wollen wirklich zusperren?!
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Die Rax ist nicht irgendein Gebiet, sondern eben wahrscheinlich das einzige unkontrollierte Tiefschneegebiet mit steilen Hängen in Österreich. Hier wird nur kontrolliert ob es eine Gefährdung für die Straße und Anreiner gibt. Krippenstein ist im Vergleich zur Rax überkontrolliert und es gibt am Kripp eine Bergrettung. Hier nicht.
Die Tiefschneemöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Und es wird jedem gesagt, dass es unkontrolliert ist. Es gibt NULL Absperrungen, außer über ein ganz par Felsen. Längst nicht alle Rinnen die tot oder mit Abriss enden sind gesperrt. Wer hier fährt weiß, dass es gefährlich ist und fast alle Leute verhalten sich der Situation entsprechend.
Die jetzige Sperrung liegt daran, dass der Lahngraben eigentlich als sicher gilt und zumindest 1mal täglich kontrolliert wird. Wenn hier etwas gefährlich ist, wird geschlossen. Sonst nicht. Letztes Jahr gab es einige Tage mit LW4 wo offen war. In dem Fall wird halt um umso mehr Vorsicht gefragt. Die gestrigen Lawinen (auch selbstauslösungen im fahrbaren Bereich) haben mit der Schließung nichts zu tun. Nur wenn Schöller, Seilbahngraben oder Lahngraben gefährdet ist, wird geschlossen.
Gestern war zwar offiziell nur 3, die Liftwarte meinten jedoch es sei eher 4, im Bereich um 1200HM in Osthängen evtl sogar 5 da hier bis zu 2m Neuschnee hereingeblasen wurden.
Und das man mit allem Rechnen muss stimmt. Zum Glück ist nicht mehr passiert.
Die letzten Lawinentoten auf der Rax waren 1995 und fuhren außerhalb des "Einzuggebietes" der Raxseilbahn. Dadurch dass es (abgesehen vom Bereich Ottohaus) keine freien Hänge gibt, und alles bewaldet ist, hält sich die Gefahr (vor allem für Drittpersonen) in Grenzen.
Die Tiefschneemöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Und es wird jedem gesagt, dass es unkontrolliert ist. Es gibt NULL Absperrungen, außer über ein ganz par Felsen. Längst nicht alle Rinnen die tot oder mit Abriss enden sind gesperrt. Wer hier fährt weiß, dass es gefährlich ist und fast alle Leute verhalten sich der Situation entsprechend.
Die jetzige Sperrung liegt daran, dass der Lahngraben eigentlich als sicher gilt und zumindest 1mal täglich kontrolliert wird. Wenn hier etwas gefährlich ist, wird geschlossen. Sonst nicht. Letztes Jahr gab es einige Tage mit LW4 wo offen war. In dem Fall wird halt um umso mehr Vorsicht gefragt. Die gestrigen Lawinen (auch selbstauslösungen im fahrbaren Bereich) haben mit der Schließung nichts zu tun. Nur wenn Schöller, Seilbahngraben oder Lahngraben gefährdet ist, wird geschlossen.
Gestern war zwar offiziell nur 3, die Liftwarte meinten jedoch es sei eher 4, im Bereich um 1200HM in Osthängen evtl sogar 5 da hier bis zu 2m Neuschnee hereingeblasen wurden.
Und das man mit allem Rechnen muss stimmt. Zum Glück ist nicht mehr passiert.
Die letzten Lawinentoten auf der Rax waren 1995 und fuhren außerhalb des "Einzuggebietes" der Raxseilbahn. Dadurch dass es (abgesehen vom Bereich Ottohaus) keine freien Hänge gibt, und alles bewaldet ist, hält sich die Gefahr (vor allem für Drittpersonen) in Grenzen.
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gernot
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Re: Rax
weiß ja nicht was du unter paradies verstehst, aber wir haben hier im osten österreich einige tolle tiefschneereviere, wovon eines die rax ist. vergleichbares findet man selbst in den großen gebieten westösterreichs sehr sehr selten (seilbahngraben hat 1000hm auf 1800m länge!), noch dazu ist normalerweise wenig los und entsprechend unverspurt.schifreak hat geschrieben: ich versteh ja schon den Reiz von Neuschnee- und Tiefschneehänge, und Wien hat halt net wie München das Paradies vor der Haustür-- sondern nur n paar wenige Gebiete, wos vermutlich höllischst zugeht ( Semmering etc. ) - aber trotzdem, wenns gefährlich iss, dann lieber bleibn lassen...
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Paradies
Hi Fan, was ich mit Paradies meinte, da dachte ich eher an Pistenfahrer --das wir im Umkreis von ca. 50 - 100 km Entfernung praktisch Schigebiete ohne Ende haben... und auch Berge für unpräparierte Tiefschneehänge von soft bis extrem wie Dammkar oder Laber-- wogegen wenn ich den Schiatlas so anschau, in der Wiener Gegend iss halt doch ne ziemliche Fahrerei, bis man z.B. nach Schladming etc. kommt, und die direkt an Großstädten liegenden Schigebiete sind halt meistens ziemlich voll...vor allem wenns net mal 10 Lifte haben...
ich bin übrigens ein großer Wien fan, die Stadt gfällt mir sehr guat, aber im Winter bin ich dann doch lieber in der Nähe von Kitzbühl...
ich bin übrigens ein großer Wien fan, die Stadt gfällt mir sehr guat, aber im Winter bin ich dann doch lieber in der Nähe von Kitzbühl...
Fabi,alpiner Schifreak
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- lanschi
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Gleich mal zu Beginn. Ich wär nicht stolz drauf, wenn´s keine Bergrettung gibt!extremecarver hat geschrieben:Krippenstein ist im Vergleich zur Rax überkontrolliert und es gibt am Kripp eine Bergrettung. Hier nicht.
Zweitens. Wie kommst du darauf, den Krippenstein als "überkontrolliert" zu bezeichnen? Nur weil gesperrt wird, wenn´s für die ganzen Idioten lebensgefährlich wird?! Völlig richtig, und dafür lob ich unsere Betreiber, die sich ohne Rücksicht auf evtl. entgangene Umsätze auch trauen, das Gebiet zu sperren! Ansonsten würden wohl jeden Tag mit LW4 oder LW5 dort 10-15 Narrische verschüttet, und unsere Bergretter müssten sich in Lebensgefahr begeben.
Was auf der Rax von Betreibern UND bitte auch den Freeridern aufgeführt wird ist der reinste Wahnsinn, gut dass in Österreich solche Bergrettungseinsätze jeder bezahlen muss - vielleicht denkt der eine oder andere dann danach mal drüber nach
Wenn du sagst "das war nicht vorhersehbar", so ist das keinesfalls eine Rechtfertigung, in diesen Hang einzufahren. Ich bin selber viel im Gelände, aber bei diesen Lawinenwarnstufen wär´s mir noch nie eingefallen in steile, eingewehte Gräben einzufahren! Wennst bei LW4 oder eher schon LW5 da reinfährst dann bist wohl eh am Ende traurig, dass das mit der Lawine doch noch einmal nicht geklappt hat und du leider doch noch lebst, anders kann ich mir sowas nicht erklären...
So und jetzt hör ich aber auf, sonst mach ich mich hier noch unbeliebt.
- schifreak
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Lawinen
Nee Lanschi, Du hast vollkommen Recht, ich denk mal die größte Negativwerbung für ein Schigebiet iss, -- wenn s irgendwie durchsickert, daß n Ort Seilbahnen fahrn läßt, und dadurch Menschen in Gefahr sind- weil die Abfahrten nicht sicher zu befahrn sind. Und ich denk mal seit ``Galtür`` weiß jeder was es mit Lawinen auf sich hat.
Und ich denk wie gesagt genauso, wenn jemand die gesperrten Regionen absichtlich betritt ( befährt ), dann muß er damit rechnen, daß er 1. eventuell gar nicht gerettet werden kann / Hubschrauber kann evtl. nicht starten... oder Bergwachtler sind auch nur Menschen, denen man nicht alles zumuten kann, wieso solln die sich wegen Unvernünftigen ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten...? und 2. ich finds vollkommen richtig, daß die ne Menge Geld für ne Rettung ausgeben müssen...
ich hab mir schon mal überlegt, daß ma die Pisten vielleicht etwas besser absichern sollte, aber ma kann ja schlecht nen ganzen Berg einzäunen--
Und ich denk mal, daß Du oder auch ich... mir machen uns net unbeliebt, denn jeder der was mit Berge und Schifoan am Huat hat, der weiß, was es für alpine Gefahren gibt, und daß irgendwo der Spaß auch mal n Ende hat, und es bitterernst werdn kann...Leider...
Und ich denk wie gesagt genauso, wenn jemand die gesperrten Regionen absichtlich betritt ( befährt ), dann muß er damit rechnen, daß er 1. eventuell gar nicht gerettet werden kann / Hubschrauber kann evtl. nicht starten... oder Bergwachtler sind auch nur Menschen, denen man nicht alles zumuten kann, wieso solln die sich wegen Unvernünftigen ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten...? und 2. ich finds vollkommen richtig, daß die ne Menge Geld für ne Rettung ausgeben müssen...
ich hab mir schon mal überlegt, daß ma die Pisten vielleicht etwas besser absichern sollte, aber ma kann ja schlecht nen ganzen Berg einzäunen--
Und ich denk mal, daß Du oder auch ich... mir machen uns net unbeliebt, denn jeder der was mit Berge und Schifoan am Huat hat, der weiß, was es für alpine Gefahren gibt, und daß irgendwo der Spaß auch mal n Ende hat, und es bitterernst werdn kann...Leider...
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Wie geschrieben passiert auf der Rax extrem wenig. 1995 waren Tourengeher.
Und offizielle Pisten oder Abfahrten gibt es auf der Rax bis auf Lahngraben und Schöller nicht (und hier bezieht sich offiziell auf die Kontrollfahrt um 16:00 Uhr).
Ich finde den von der Rax (wie übrigens auch von La Grave) eingeschlagenen Weg besser als Verbote (wobei am Krippenstein sinnvoll Verbote eingesetzt werden). In vielen Gebieten wie Schladming wo die Verbotsschilder teilweise im Sommer noch stehenbleiben ist dies nur Kontraproduktiv.
Im Gegensatz zum Krippenstein wo die Bergrettung IMO sicher fast täglich gerufen werden muss (so kommt es mir vor am Kripp), passiert dies auf der Rax (bezogen auf die Liftbenutzer und nicht Touris im Sommer mit Schlaganfal........) etwa 2-3 mal pro Jahr (wenn sich Leute verfahren und nicht mehr zurückfinden).
Die größte Gefahr auf der Rax sind IMO umkippende Bäume bei Tauwetter oder sehr schwerem Schnee. Letzes Jahr währe ein Freund von mir fast erschlagen worden. Zum Glück erwischten ihn nur die Zweige des stürenden Baumes.
Generell sehe ich die Rax jedoch als sehr sicher an.
P.S. Ich liebe die Gebiete in NÖ viel mehr als die großen Gebiete weiter weg. Gerade Schladming finde ich nur flach und fad. On wie Offpiste. Das Hochkar und der Hirschenkogel müssen sich nicht verstecken und unter der Woche ist im Vergleich zum Westen nichts los. Natürlich bin ich auch ganz gerne am Arlberg oder in Les 4 Vallés, Krippenstein, Engelberg oder LaGrave die weiter weg sind, verzichten auf meine kleinen Gebiete würde ich dafür jedoch nicht.
Und offizielle Pisten oder Abfahrten gibt es auf der Rax bis auf Lahngraben und Schöller nicht (und hier bezieht sich offiziell auf die Kontrollfahrt um 16:00 Uhr).
Ich finde den von der Rax (wie übrigens auch von La Grave) eingeschlagenen Weg besser als Verbote (wobei am Krippenstein sinnvoll Verbote eingesetzt werden). In vielen Gebieten wie Schladming wo die Verbotsschilder teilweise im Sommer noch stehenbleiben ist dies nur Kontraproduktiv.
Im Gegensatz zum Krippenstein wo die Bergrettung IMO sicher fast täglich gerufen werden muss (so kommt es mir vor am Kripp), passiert dies auf der Rax (bezogen auf die Liftbenutzer und nicht Touris im Sommer mit Schlaganfal........) etwa 2-3 mal pro Jahr (wenn sich Leute verfahren und nicht mehr zurückfinden).
Die größte Gefahr auf der Rax sind IMO umkippende Bäume bei Tauwetter oder sehr schwerem Schnee. Letzes Jahr währe ein Freund von mir fast erschlagen worden. Zum Glück erwischten ihn nur die Zweige des stürenden Baumes.
Generell sehe ich die Rax jedoch als sehr sicher an.
P.S. Ich liebe die Gebiete in NÖ viel mehr als die großen Gebiete weiter weg. Gerade Schladming finde ich nur flach und fad. On wie Offpiste. Das Hochkar und der Hirschenkogel müssen sich nicht verstecken und unter der Woche ist im Vergleich zum Westen nichts los. Natürlich bin ich auch ganz gerne am Arlberg oder in Les 4 Vallés, Krippenstein, Engelberg oder LaGrave die weiter weg sind, verzichten auf meine kleinen Gebiete würde ich dafür jedoch nicht.