Anreise
Hinreise: Wallsee - Linz - Westautobahn - Salzburg - Tauernautobahn - Abfahrt Spittal/Drau - Mölltal - Obervellach - Winklern - Heiligenblut -> ca. 380km bzw. 4 Std Fahrzeit
Rückreise: Heiligenblut - Lienz - Felbertauern - Mittersill - Zell am See - Bischofshofen - Salzburg - Wallsee -> ca. 400km bzw. 4 1/4 Std Fahrzeit
Ein Nachteil ist die Erreichbarkeit von Heiligenblut aus in nördlicher Richtung. Angesichts der Wintersperre der Großglocknerhochalpenstraße bieten sich entweder obige Anfahrtsmöglichkeiten oder die Benützung der ÖBB Tauernschleuse in Mallnitz an.
Wetter
Wolkenlos, aber kalt.
Temperaturen sowohl morgens als auch tagsüber im zweistelligen Minusbereich, Schareck am Morgen -21°. In den Gipfellagen anfangs lebhafter Wind, der jedoch bald abflaute. Aufgrund der intensiven Sonneneinstrahlung empfanden wir die Kälte nicht wirklich als unangenehm.
Schneehöhen
Offiziell 60- 100cm
Aufgrund massiver Verwehungen jedoch höchstens 10 - 70cm. Wo diese offiziellen Messpunkte standen, konnte ich nicht ausmachen. Mehr dazu bei den Bildern.
Schigebiet
Geöffnete/Geschlossene Anlagen: Alle bis auf Anlage D Schl Seppenalm
Geöffnete/Geschlossene Pisten: Alle Abfahrten
Schirouten: Teilweise gesperrt und sonst auch nicht wirklich empfehlenswert. Nur vereinzelt kämpften sich Cracks über die vom Winde verwehten Routen talwärts.
Wartezeiten: Kurze Wartezeiten an der EUB Schareck, Tunnelbahn Fleissalm und 4 KSB Fleiss. Wobei auf der Fleissalm wesentlich mehr als auf den Abfahrten rund um Fallbichl los war. Längere Wartezeiten dürfte es jedoch nachmittags bei der Tunnelbahn beim Rücktransport zur Mittelstation geben. 550 Pers/h sind dann etwas zu wenig. Deshalb empfiehlt es sich rechtzeitig wieder zurück Richtung Schareck zu gondeln.
Fazit
Gefallen
+ weitläufiges Gelände meist oberhalb der Baumgrenze
+ atemberaubende Gebirgskulisse
+ lange, selektive und gepflegte Abfahrten
+ interessante Anlagenkultur
+ freundliches Liftpersonal
+ Preis - Leistungsverhältnis okay
+ nicht überlaufen
Nicht Gefallen
- umständliche Anfahrt (erst ab 2 Tagen empfehlenswert)
- sehr windanfällig
->
Impressionen
Die Bilderreise beginnt bei der Talstation der 4 KSB Fleissalm. 2003 ersetze diese den 2,2 km langen Wito Schlepper.
Fahrt gegen Unendlich
Kurz vor der Bergstation, im Hintergrund u.a. Schareck und Großglockner
Die Fortsetzung Schl Hochfleiss (Wito) zum höchsten Punkt des Schigebietes, auf über 2900m. Cooler und steiler Schlepper mit Freeride Schleppspur.
Rechts vom Schlepper Schiroute Nr.3 (Hochfleiss). Wem seine Schi nichts wert sind ....
Gratabfahrt Hochfleiss (11a) mit tollem Panorama
Glocknergruppe im Zoom
Mittelstation Fleissalm
Der Übungslift auf der Fleissalm -> Tellerlift Ederfeld
Was Rares - ein Wito Kurvenlift
Nicht nur rar, sondern einzigartig, Tunnelbahn Fleissalm (Waagner-Biro mit Swoboda Kabinen)
Sitzanordnung in U Form ergibt 5 Sitzplätze pro Kabine, insgesamt 11 Kabinen pro Fahrtrichtung
Sehr streng wurde vom Personal die Standfestigkeit der Schi in den Köchern geprüft.
Einfahrt zum eigentlichen Stollen, der ursprünglich als Wasserstollen genutzt wurde und für die Bahn erweitert wurde. Glaube einmal gelesen zu haben, dass dieser im Sommer sogar noch in seiner ursprünglichen Funktion genutzt wird.
Anfangs gab es größere technische Probleme bei der Tunnelbahn. Die an gebogenen Stahlträgern angebrachten Rollen wurden ungleichmäßig abgenützt, die Folge war ein ungewöhnlich hoher Verschleiß. Erst mit der Zeit bekam man dieses Problem in den Griff.
Ausfahrt Mittelstation Roßbach
Die Ein- und Ausfahrten (betontierte und kurvige Abschnitte) wurden erst im Zuge des Bahnbaus errichtet, sie weisen beide ein Gefälle Richtung Mittelstation Roßbach auf, der Höhenunterschied zwischen dieser und Fleissalm beträgt genau 63m. Der Stollen selbst ist komplett eben und gerade und weist zusätzlich noch am Boden Führungsschienen für die Kabinen auf.
Mittelstation Roßbach im Überblick:
- "Talstation" Tunnelbahn Fleissalm
- Talstation 4 EUB Schareck
- Bergstation 4 EUB Rossbach
Schareck, 2604m, sehr windanfällig.
Ausblick von der Bergstation zu den Abfahrten 4 und 5a. Nicht umsonst gibt es hier Lanzenbeschneiung.
Unterwegs zur Mittelstation auf einer langen und sehr schönen Abfahrt. Machte wirklich Spaß, dort runter zu carven.
Schareck mit einer Drehung um 90°.
ESL Fallbichl in Dreitausenderumgebung
Alte Girak ESL, um die es in den letzten Wochen einigen Wirbel gab. (-> Neues aus Heiligenblut). Jetzt darf die ESL unter verschärften Auflagen noch diese Saison laufen, dann ist aber endgültig Schluß. Unter anderem war ein Auflagepunkt, daß die ESL nur mehr max mit 1,7 m/sec laufen darf.
Als Ersatz der ESL sei man sich noch nicht sicher, neben der Möglichkeit einer Sesselbahn überlege man auch die Variante einer PB, um der windanfälligen Trasse besser entgegenwirken zu können. Zudem gebe in diesem Bereich (Fallbichl) noch Erweiterungspläne. Mal sehen, was wirklich gebaut wird ...
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Fallbichlabfahrt und Umgebung
Hier blies es unangehm
Schlepplift Viehbühel (DM)
Am Viehbühel (2420m) mit Glocknerstraße Richtung Hochtor und ...
... Richtung Wallackhaus. Zudem kreuzt die Piste die Glocknerstraße. Nicht allzu viel weiße Pracht, jedoch reicht der Naturschnee für das Pistenvergnüngen.
Fallbichl+Viehbühel mit Schareck
Nun hieß es Abschied nehmen von einem großartigen Schigebiet. Vorbei am Schareck über die Tauernabfahrt (2a), von welcher sich ein eindrucksvoller Ausblick Richtung Fleissalm eröffnete.
Hang zur Seppenalm
Gleichnamiger Schlepplift, der außer Betrieb war. Wird (angeblich) nur mehr eingeschaltet, wenn die EUB Schareck wegen zuviel Wind den Betrieb einstellen muß.
Schareck mit EUB und Seppenalm Schlepper. Einer der alten langen Schlepper (HU 600/L 1600m) aus dem Hause DM und noch mit Gitterstützen.
Die echten Montellinos
Der aus dem Rateforum: Schl Tauernberg
Vermutlich Steurer, uralt und bald unter Denkmalschutz.
Wer kann den Hersteller definitv bestätigen?
Im Inneren der Talstation