Fördermillionen in Oberösterreichs ungleich verteilt

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Jay
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Fördermillionen in Oberösterreichs ungleich verteilt

Beitrag von Jay »

Die OÖNachrichten
Fördermillionen auf Oberösterreichs Skigebiete ungleich verteilt?
LINZ. Oberösterreichs Skigebiete sind attraktiver geworden, nicht zuletzt durch massive Fördersummen aus Steuergeldern. Kritik wird laut, dass diese "ungerecht" verteilt sind.

Einige Skigebiete werden großzügiger gefördert als andere, meinen Kritiker. Die Seilbahnbetriebe mit Beteiligung öffentlicher Hand hätten im Vergleich zu privaten Betreibern Wettbewerbsvorteile. Das wirtschaftliche "Notstandsgebiet" Salzkammergut werde etwa gegenüber dem Mühlviertel bevorzugt.

Tatsache ist, dass einerseits im Salzkammergut Millionenbeträge von Seiten der öffentlichen Hand in Skigebiete investiert werden (siehe Grafik) und andererseits jahrelang Verluste abgedeckt werden - wie am Feuerkogel oder am Kasberg, wo nur Subventionen die triste Bilanz verschönern.

Im Mühlviertler Skigebiet Hochficht, das zu den Top-Wintersportgebieten Oberösterreichs zählt und bei dem sich das Land als Eigentümer zurückgezogen hat, ist man neugierig, ob das Fördergefälle zu Tschechien "mit dieser Förderpolitik tatsächlich gesenkt werden kann". Denn immer wieder verkauft die Landespolitik eine Angleichung der Förderhöhe von Tschechien und dem Mühlviertel als Erfolg.

Für böses Blut sorgt bisweilen auch die massive Förderung der Weltcup-Strecke in Hinterstoder/Höss. "Unter dem Mantel des Weltcup ist da viel Geld hinein gesteckt worden - dafür, dass alle drei Jahre für zwei Tage ein Rennen ist", schimpft ein Brancheninsider. Diese Investition von mehr als zwölf Millionen Euro ist mit maßgeblicher Landesförderung geschehen. Bergbahnen-Mehrheitseigentümer Schröcksnadel, der auch die Kontakte für die Weltcuprennen zur FIS gelegt hat, dürfte darüber nicht unglücklich sein.

Ein weiterer Kritikpunkt mancher Skiliftbetreiber ist, dass künftig nicht mehr die großen Leitbetriebe wie Dachstein, Hinterstoder, Hochficht, Kasberg, Feuerkogel (Snow&Fun) mit öffentlichen Geldern gefördert werden sollen, sondern kleinere. Tourismus-Landesrat Viktor Sigl: "Es gibt da kein Ungleichgewicht. Das ist nur logisch. In den letzten Jahren haben wir in den Snow&Fun-Gebieten rasch sehr viel Geld investiert. Jetzt bekommen die kleineren Gebiete etwas, wo unsere Jugend Skifahren lernen kann." Das sei im Übrigen im Tourismus-Kursbuch Oberösterreich festgelegt.

Tatra-Flair am Feuerkogel

Ein Millionengrab ist der Feuerkogel in Ischl. Das älteste Skigebiet Oberösterreichs sieht auch dementsprechend aus. Der Seilbahn-Betrieb (inklusive Hotelruine) ist seit Jahren verlustbringend. Noch heuer soll eine Studie Klarheit über die künftige Positionierung bringen, um dann eine Sanierung anzugehen oder überhaupt zuzusperren, sagte Sigl. "Wenn das Konzept wirtschaftlich bedeutend ist, wird man auch private Investoren finden", deutet Sigl eine mögliche Eigentümeränderung an.

vom 21.01.2006

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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Im Wesentlichen stimmt das Genannte.

Die Grafik dazu hast du uns allerdings vorenthalten (Quelle: OÖN):

Bild

Man sollte allerdings aufhören, immer alles schlecht zu reden... kaum wird subventioniert, so regt man sich gleich wieder darüber auf! Im Mühlviertel gibt es nunmal nicht so viele Gebiete, außerdem ist die Region für den Urlaubsgast unbedeutend. Es liegt daher auf der Hand, mit Investionen in Leitbetriebe (DAG, Kaisertherme, Erlebnisbad Wolfgangsee, Feuerkogel...) private Investoren in die Region zu locken.

Gerüchten zufolge ist allerdings das Zusperren am Feuerkogel völlig von der Hand. Mehr weiß ich im Moment auch nicht dazu.
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