Seilbahnjunkie hat geschrieben:Die Bahn wird zwar bestimmt toll aussehen, aber die Kapazitätssteigerung von 400 pers/h ist ja wohl ein Witz. Meiner Meinung nach ist St. Anton noch nicht so weit aufgerüstet, dass sie ihr Geld so zum Fenster rausschmeisen können. Wenn man schon eine neue Galzig baut, dann täts auch was kleineres.
Da ist der Feldherrenhügel miteingerechnet! Und der läuft meistens leer. Die PB alleine hat viel weniger Kap. als die Angegebene!
Den Schlepper bei der Kapazität mit einzurechnen und dann zu fragen, ob 20 Mio die 400 P/h mehr wert sind finde ich eine Frechheit! Der Journalist sollte mal ein Wochenende nach St. Anton geschickt werden und dann am ersten Tag an der Pendelbahn anstehen (glaub 10 Uhr da hingehen ist eine gute Zeit) und an Tag 2 dann direkt am Schlepper ins Gebiet einsteigen (ohne eine andere Bahn zu nehmen).
Finde die Station sieht toll aus, im Sommer muss ich da mal schauen gehen.
Der Skipreis für das gesamte Gebiet wird wohl eher bei 39,50 Euro bleiben (die 4 vorne traut sich noch keiner) und es gibt in Kappl eine Karte für 34 Euro oder so, die dann nur das alte Gebeit (maximal plus eine der Verbindungsbahnen) beinhaltet. So stell ich mir das vor.
Vor allem hat der Journalist nicht erwähnt, dass der Feldherrenhügel erst am Berg und nicht im Tal beginnt. Um zum Feldherrenhügel zu gelangen, muss man erst mal auf den Gampen! Und an der 4er KSB/B Gampen steht man auch ordentlich an, besonders am Morgen!
Wie viele Liftanlagen würden für einen Zusammenschluss benötigt werden?
Und wie viele Pistenkilometer und Liftanlagen würde die Region dann aufweisen?
Ist natürlich ohne die konkreten Vorstellungen bezüglich der Verbindung nicht wirklich zu beantworten. Aber weiter vorne in diesem Thread findet sich glaub ich eine Karte, wo man schön die Geländekammer ("Hintergebirg" im Malfontal) sieht, die letztlich die Verbindung zwischen Rossfallscharte (zu der müsste vom Rendlgebiet ebenfalls eine Liftanlage gebaut werden) auf Rendlseite und Lattejoch auf Kappler Seite (diese kann schon derzeit mit Liften von Kappl aus erreicht werden) sehen kann. Im Prinzip sind also als Minimum 3 Liftanlagen notwendig.
Ich hab auch in diesem Threat mal ein Foto vom Lattejoch rüber zu den Rendlspitzen reingestellt.
Zu den Abfahrtskilometern kann man natürlich noch weniger sagen. Aber es würde eine ganze Geländekammer völlig neu erschlossen werden (derzeit absolutes Freeride/Skitourengebiet) plus ein derzeit unerschlossener Riesenhang auf St. Antoner Seite. Zusätzlich wär auch eine (einfache - meist Almweg) Talabfahrt bis Pettneu am Arlberg möglich (mit Skibus zurück nach St. Anton).
Mist, das mit dem SL hab ich übersehen, aber 2200 pers/h ist für ein Funitel immer noch zu wenig. Hier würde es imho auch eine ZUB tun.
Aber natürlich freue ich mich auch riesig auf eine Bahn mit solch einer genialen Station. Man darf natürlich nicht vergessen, dass das alles noch ein bischen besser aussieht solange es nur Computertrick ist, aber cool wird die bestimmt.
@junkie: boah, wann kapierst du endlich das das System nix mit der Förderleistung zu tun hat?
Ich glaube die 2200 P/h reichen locker (zumindest in einer ersten Phase, vielleicht kann man durch einen Ausbau die Kapazität ja noch erhöhen). Denn Vormittags ist das ein reiner Zubringer, also bringt die Bahne echte 2200 Personen den Berg hoch. Und als Wiederholungsbahn am Nachmittag sollte sie auch ausreichen, denn mehr als 3 mal die Stunde wird man da wohl nicht runter kommen und dann könne immer noch 730 Leute sich dort aufhalten.
Das kann schon sein, aber Kaldini hat ja auch nicht geschrieben was für eine 2S. Es wird schon einen Unterschied geben, zwischen ner 8er und ner 16er ZUB. Aber ich weis natürlich jetzt auch warum die ein Funitel bauen. Bei ner anderen Bahn könnten sie ihre tollen Riesenräder nicht einbauen.
Doppelmayr gibt als erreichbare Förderleistungen bei 2S/3S 6000 p/h an, bei Funitels 4000 p/h. Leitner schreibt von 5000 p/h für 2S/3S - die Seiseralmbahn (2S) z.B. hat 4000 p/h.
Ich denke, der Knackpunkt sind die Betriebsmittelabstände. Da dürfte man bei Zweiseilsystemen ("zwei" wie immer bezogen auf die unterschiedl. Funktionen tragen und ziehen) deutlich niedriger gehen können. Bei Funitels dürfte außerdem eine gewisse Grenze in der Anzahl der Kabinen durch die nötige Antriebsleistung gesetzt sein - was die Energiebilanz und damit die laufenden Kosten angeht sind Funitels ziemlich unterirdisch. Stärkerer Antrieb geht zwar (fast) immer, stellt sich aber die Frage ob das dann auch noch wirtschaftlich tragbar ist.
Nachtrag: Eben nachgeschaut, es heißt die Betriebskosten einer Funitel sind ca. ein Drittel höher als die einer 3S.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
Die Funitel Gletscherjet 1 in Kaprun fährt derzeit auch noch mit "nur" 1800 p/h durch die Gegend - ausgelegt ist die Anlage aber für 3500 p/h also ist da noch viel Luft drin, bei solchen Anlagen. Wie k2k schon sagte, irgendwann erreicht man einen Punkt wo die zusätzliche Kapazität weder benötigt wird, noch wirtschaftlich tragbar ist (Betriebskosten, Fahrbetriebsmittel, Revision).
Tu mir Leid, ich wollte kein Diskusion über Vor- und Nachteile der Systeme anfangen, ich habe nur den Sinn der hohen Investition im Verhältniss zum Nutzen in Frage gestellt. Wobei ich natürlich nicht den gundsätzlichen Sinn einer neuen Galzigbahn anzweifle. Ich dacht nur sie sollten lieber was billigeres bauen und mit dem gesparten Geld z.B. die Rendelbahn erneuern, oder die Verbindung mit Kappl vorantreiben.
Seilbahnjunkie hat geschrieben:Tu mir Leid, ich wollte kein Diskusion über Vor- und Nachteile der Systeme anfangen, ich habe nur den Sinn der hohen Investition im Verhältniss zum Nutzen in Frage gestellt. Wobei ich natürlich nicht den gundsätzlichen Sinn einer neuen Galzigbahn anzweifle. Ich dacht nur sie sollten lieber was billigeres bauen und mit dem gesparten Geld z.B. die Rendelbahn erneuern, oder die Verbindung mit Kappl vorantreiben.
Ich glaube kaum, dass man die Rendelbahn so schnell erneuert wird, wozu hätte, wenn man sie neubauen will, den Eingangsbereich mit Rollterppen ausgestattet?
Ich würde mir, als Freund von aussterbender Seilbahnarten, lediglich einen Umbau der Rendelbahn wünschen, à la Stubaier Gletscherbahnen. Was aber wirklich geschieht, bleibt den AB überlassen. Noch eine Frage an die Arlberginsider: Welcher Gesellschaft gehört die Rendelbahn? Wird der Rendel von einer eigenen Gesellschaft betrieben, oder gehört der zu den St. Antoner Bergbahnen?
Eine neue Galzigbahn ist auf jeden Fall eine sinnvolle Sache. Und natürlich muss es spektakulär sein. Wir sind ja immerhin am Arlberg, eines der Vorzeigeskigebiete in Österreich. Fast alles, was am Arlberg, sei es in Lech oder in St. Anton gebaut wurde, war irgendwie prestigeträchtig. (Sitzheizung, Komfortverbesserungen, etc). Ich freue mich auf jeden Fall, dass es eine neue Galzigbahn geben wird. Ob die Bahn nun spektakulär ist, oder nicht, ist mir persönlich egal, Hauptsache ist, dass die Bahn die benötigte Förderkap. hat. Sicher wird auch bei den Neubauten auf die mögliche Bewerbung für die alpine Weltmeisterschaft geachtet. Ich bin also gespannt, wann man am Arlberg auf die Idee kommt, eine 3S Bahn zu bauen
Die Erneuerung der Rendlbahn macht nur im Hinblick auf die Erweiterung Richtung Kappl Sinn, dzt. reicht die Kapazität der Bahn voll aus, ich bin dort noch nie auch nur 5 Minuten angestanden.
Tu mir Leid, ich wollte kein Diskusion über Vor- und Nachteile der Systeme anfangen, ich habe nur den Sinn der hohen Investition im Verhältniss zum Nutzen in Frage gestellt
ich denke das es bei der bahntypwahl nicht in erster linie ums geld geht! (damit meine ich betriebskosten bzw. baukosten)
der hauptgrund für die wahl zum funitel ist IMHO das windproblem! wie k2k schon erwähnt hat gibt es kein windstabileres system als so ein funitel.... und das mit den riesenrädern ist halt ein netter nebeneffekt!
Ich glaub es stand noch nicht drinn, deswegen klär ich die die es noch nicht wissen jetzt mal über diese ominösen Riesenräder auf von denen hier immer die Rede ist.
Da das Gelände an der talstation der Galzigbahn zu steil ist, hat man am Talseitigen Ende der Station einen ordentlichen Höhenunterschied zwischen Erdgeschoss und Einfahrtsebene. Damit man nicht Treppen steigen und auch keine Fahrstühle benutzen muss hat DM eine neue Konstruktion entwickelt, bei der die Gondeln, mit Hilfe riesiger Räder an die sie geklemmt werden, von der Einfahrtsebene auf das Erdgeschoss abgesenkt und nach dem Durchfahren des Umlaufes wieder zur Ausfahrt angehoben werden. Das ganze ähnelt dann eben den bekannten Riesenrädern, mit dem Unterschied, dass die Gondeln natürlich nur auf einer Hälfte an den Rädern hängen.
Starli hat mal auf einer anderen Seite ein Video zur Verfügung gestellt, vielleicht kann er das hier auch mal reinstellen.
Da das Gelände an der talstation der Galzigbahn zu steil ist, hat man am Talseitigen Ende der Station einen ordentlichen Höhenunterschied zwischen Erdgeschoss und Einfahrtsebene.
das kann kaum der grund sein - mir wurde erzählt, dass man das gefälle der bahn nicht erhöhen konnte. ich glaub eher, dass eine ebenerdige abfahrt der gondeln schlicht die darunter fahrenden skifahrer skalpieren würde ......
übrigens noch ein novum: das seil der bahn ist das schwerste förderseil, das jemals für eine personenseilbahn hergestellt wurde.
Da das Gelände an der talstation der Galzigbahn zu steil ist, hat man am Talseitigen Ende der Station einen ordentlichen Höhenunterschied zwischen Erdgeschoss und Einfahrtsebene.
Was soll da bitte steil sein
MFG Dachstein
Steil ist relativ. Auf jeden Fall ist es zu steil um einen ebenerdigen Zugang von Vorne bauen zu können. Zum Schifahren ist ein solcher Hang natürlich nicht zu steil.
@Salzprinz: Wenn du genau nachdenkst, merkst du, dass deine Antwort mit meiner übereinstimmt. Wäre das Gelände eben, dann könnte man eine normale Bahn bauen, und eben den Bereich vor der Talstation absperren, wie es bei anderen Bahnen auch gemacht wird. Auch das Problem mit der Steilheit der Trasse kommt vom Geländeprofil an der Station.
Ich finde auf jeden Fall das Design der neuen Galzigbahn super.
Wegen der Windstabilität finde ich einen Bau einer Funitel auch gut.
Ich war am Samstag in Zürs und da sind am Anfang die Zürserseebahn und die Seekopfbahn nicht gelaufen,zu starker Wind.
Wegen der Verbindung mit Kappl bin ich im Moment noch ein Gegner.
Ich wäre eher zuerst mal für eine Verknüpfung von St. Anton mit Lech/Zürs. Die gehören ja immerhin schon so zusammen. Nicht erst noch neue Gebiete mit einschließen.
Das mit dem Zusammengehören ist so eine Sache. Man kann nicht behaupten, dass die Tiroler und die Vorarlberger gross miteinander sprechen. Und ist die vorsätzliche Demontage der Skibusverbindung Zürs - Alpe Rauz (neu Linie 7) nicht ein Vorzeichen für eine Aufspaltung der Gebiete am Arlberg ?
Auf jeden Fall ist es zu steil um einen ebenerdigen Zugang von Vorne bauen zu können.
Wenn man sich die Entwürfe genau ansieht, erkennt man, dass die Bahn - aus welchem Grund auch immer - auch hangseitig gesehen einige Meter über der Erde startet, sozusagen im ersten Stock. Dafür muss es einen Grund geben, keinesfalls aber die Hanglage. Beides zusammen macht natürlich einiges an Differenz zwischen talseitigem Zugang und Abfahrt aus. Den Hang selbst hätte man aber auch aufschütten oder abgraben können, das kann nicht der alleinige Grund sein.
Um in den 1. Stock zu gelangen, hätte man auch einfach ne Rolltreppe oder nen Aufzug bauen können. Aber das ist ja keine Weltneuheit. Schätze mal, diese Bahn soll mit voller Absicht einfach "etwas ganz besonderes" werden.