Arzberger Skihang in den vergangenen Wochen ohnehin kaum frequentiert
Pistenraupe kaputt: Derzeit kein Betrieb am Siebenlindenberg
VON BERND NÜRNBERGER
Überall im Fichtelgebirge herrschen seit Wochen ideale Wintersportbedingungen. Auch am Arzberger Siebenlindenberg liegt genügend Schnee. Doch seit Dienstag ist der Skibetrieb eingestellt: Der Hang kann nicht präpariert werden, weil die Pistenraupe kaputt ist.
ARZBERG – „Die Gefahr wäre viel zu groß, vor allem die Kinder auf der unpräparierten Piste fahren zu lassen“, bittet Stadtbauamtsleiter Werner Havel um Verständnis. Die 24 Jahre alte Pistenraupe sei zur Reparatur. Er, Havel, hoffe, dass das Gefährt bis zu Beginn der nächsten Woche wieder zur Verfügung stehe. „Wenn es die Witterung dann noch zulässt, wird der Skibetrieb in Arzberg selbstverständlich fortgesetzt.“
Stark frequentiert war der Arzberger Skihang in diesem Jahr – bis auf eine Ausnahme – allerdings nicht. „Am vergangenen Freitag haben wir vier, am Samstag zehn und am Sonntag 15 Liftkarten verkauft“, nennt Havel einige ernüchternde Zahlen und kommt zu dem Schluss: „Für die Stadt rechnet sich das nicht.“ Der Skilift werde von einer ABM-Kraft betreut.
Der Stadtbauamtsleiter weiß natürlich, warum der Arzberger Skihang nicht mehr so angenommen wird wie in früheren Jahren. „Die Leute stellen einfach höhere Ansprüche an die Beförderung.“ Ein Doppelbügel-Lift sei heute das Mindeste. Arzberg dagegen könne nur einen 200 Meter langen Bügellift an einem rundum laufenen Seil vorweisen. Wenn der Skifahrer von ganz oben abfahren wolle, müsse er einen Großteil des Weges zu Fuß zurücklegen. „Und das macht doch heute fast keiner mehr“, weiß auch Havel. Normalerweise könnte der Arzberger Skihang mit einer Länge von 800 Metern mit den Pisten am Kornberg oder im Hohen Fichtelgebirge durchaus mithalten. „Aber der Lift. . .“
Für die Skifahrer wäre der Neubau eines Schleppliftes freilich wünschenswert. Doch Havel sieht nahezu keine Chancen, ein solches Projekt in Arzberg zu verwirklichen – gerade in Zeiten, in denen über Erderwärmung und immer schneeärmere Winter in den Mittelgebirgen diskutiert werde. „Außerdem wüsste ich nicht, wie die Stadt eine neue Liftanlage bezahlen sollte.“
So werden die Arzberger, ob sie wollen oder nicht, mit ihrem altertümlichen und nicht mehr zeitgemäßen Bügellift auch in den nächsten Jahren zurechtkommen müssen.
„Bei allen Unzulänglichkeiten dürfen wir nicht alles schlecht reden. Für unsere Kinder ist die Arzberger Anlage jedenfalls optimal“, verweist Havel auf die beliebten Skikurse und die gut besuchte Veranstaltung „Dance on Snow“ in der vergangenen Woche.
Vor allem für Kinderskikurse ist der Arzberger Skihang nach Ansicht von Stadtbauamtsleiter Werner Havel bestens geeignet. Doch momentan ruht der Liftbetrieb am Siebenlindenberg: Die Pistenraupe ist kaputt.
Pistenraupe kaputt: Derzeit kein Betrieb am Siebenlindenberg
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