Völkl produziert weiter in Deutschland

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kerekip
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Völkl produziert weiter in Deutschland

Beitrag von kerekip »

br-online.de berichtet:
Eineinhalb Jahre haben IG Metall und Geschäftsführung verhandelt - jetzt steht fest, dass Völkl seine Skiproduktion am Standort Straubing nicht einstellt. Der neue Tarifvertrag sieht vor, dass die Völkl-Mitarbeiter unbezahlte Mehrarbeit leisten und auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten.

Im Gegenzug gibt Völkl, das dem US- Konzern K2 gehört, bis Ende 2008 eine Arbeitsplatzgarantie für mindestens 370 Beschäftigte. Die Gewerkschaft geht davon aus, dass damit auch über die vereinbarte dreijährige Laufzeit hinaus das Werk in Niederbayern bestehen bleibt. "Es ist ein Kompromiss, der den Standort sichert", sagte der IG-Metall-Vertreter Heinz Hausner. Man habe die komplette Verlagerung der Völkl-Produktion ins Ausland abgewendet. "Die Freude über das Ergebnis hält sich aber in Grenzen", meinte Hausner. Im Herbst 2004 hatte Völkl damit gedroht, weitere Produktionsanlagen nach China zu verlagern, wenn die Personalkosten nicht deutlich gesenkt werden.

Mehr arbeiten, weniger Geld
Nach dem Vertrag werden die Mitarbeiter künftig 39,5 statt bisher 38 Stunden pro Woche arbeiten. Das Urlaubsgeld wird um etwa ein Fünftel gekürzt und die zunächst vereinbarten Lohnsteigerungen für die nächsten Jahre werden halbiert. Dafür sollen die Arbeitsplätze der derzeit vorhandenen 385 Mitarbeiter gesichert sein. Außerdem will Völkl in der Hauptproduktionsphase im Sommer bis zu 40 Mitarbeiter befristet zusätzlich einstellen.

Christoph Bronder, Chef der Schweizer Marker-Völkl-Gruppe, hatte in der Vergangenheit immer wieder auf die Kostenvorteile der Konkurrenten im nahen Österreich verwiesen. Mit der neuen Vereinbarung ist Bronder zufrieden: "Wir werden am Standort Straubing sehr wettbewerbsfähig werden", sagte er.

Bayerisches Traditionsunternehmen
Das Unternehmen war 1923 aus der Straubinger Wagnerei von Franz Völkl hervorgegangen und entwickelte sich zu einem der weltweit bekanntesten Skihersteller, der bis zu 850 Menschen beschäftigte. 1992 musste die Familie den Betrieb wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten abgeben, heute ist Völkl Teil des K2-Konzerns.

Völkl ist mit einem Marktanteil von 17 Prozent in Deutschland und 10 Prozent weltweit nach eigenen Angaben der viertgrößte Anbieter auf dem internationalen Markt. In Straubing sollen dieses Jahr bis zu 350.000 Paar Ski für Erwachsene produziert werden. Die Kinderskier werden im Ausland hergestellt.

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