Abfahrt in Canmore um 8 Uhr, Strecke ca. 50 km bis Nakiska, Ankunft um kurz vor 9 Uhr
Wetter:
Sonne, Sonne, Sonne
Temperatur:
morgens ziemlich kalt, gegen mittag knapp unter 0, dann wieder schnell kälter
Schneehöhe:
50 cm geschätzt
Schneezustand:
100% Kunstschnee
Geöffnete Anlagen:
4KSB Silver Chair, 3SB Gold Chair, DSB Bronze Chair
Geschlossene Anlagen:
4KSB Olympic Chair
Offene Pisten:
alle, ausser...
Geschlossene Pisten:
7 Bobtail
6 Eagle Tail (oberer Teil)
13 Little Hunter
17 Mapmaker
18 Walking Buffalo
28 Powderface
(ich hoffe, ich hab das so noch richtig im Gedächtnis)
Meisten Gefahren mit:
4KSB Silver Chair
Wenigsten Gefahren mit:
DSB Bronze Chair
Wartezeiten:
0,0000
Gefallen:
Tolles Wetter, super präparierter Kunstschnee, keine Leute, tolle Carving- und Racepisten in unzähligen Waldschneisen
Nicht gefallen:
mir hat nichts gefehlt, aber aufgrund des mangelnden Naturschnees konnte man nur auf den Pisten fahren, nach einigen Stunden fehlt etwas die Abwechslung, keine Fußstützen
Fazit: 5 von 6 Maximalen.
Abzüge: s.o.
Pistenplan:
Und hier noch ein etwas Text zum Ablauf des Tages und weiteres blabla:
Endlich! Die Warterei hat ein Ende und wir starteten um kurz nach 8 Uhr in Canmore in Richtung Nakiska. Wir mussten erst mal wieder 20 km in Richtung Calgary fahren, von wo wir gestern herkamen, aber mangels anderer Unterkunftsmöglichkeiten blieb uns nichts anderes übrig. Nach der Abzweigung vom Trans Canada Highway gings dann über den Hwy 40 nach Süden durch das Kananaskis Country, in früheren Zeiten ein beliebter Überwinterungsplatz der Ureinwohner wegen des milden und niederschlagsarmen Klimas. Und so hatte es auch nach wenigen Kilometern überhaupt keinen Schnee mehr links und rechts der Straße und auf den Berghängen. Üppig war das weiße Gold sowieso nicht gefallen in den kanadischen Rockies, aber das hier war Südtirol pur. Nach weiteren zwanzig Kilometern kam dann das Nakiska Skiresort, Austragungsort der alpinen Wettbewerbe der Olympischen Spiele 1988 in Sicht. Auf dem riesigen und staubigen Parkplatz hatten sich ca. 20 Autos verirrt und auf dem Weg zur Kasse passierten wir dann auch die „Schneefallgrenze“. Wie mit dem Lineal gezogen lag dann nämlich der Kunstschnee und der erste Eindruck von den Pisten ließ uns voller Vorfreude in Richtung 4KSB Silver Chair stürmen. Diese erschließt im Prinzip alle Pisten im unteren Bereich, die von links nach rechts an Schwierigkeitsgrad abnehmen. Etwas rechts des zentralen Servicebereichs hier unten gibt es dann noch die DSB Bronze Chair, die einige Anfängerpisten erschließt. Im Gegensatz zu den Pisten am Silver Chair waren hier aber nicht alle Pisten beschneit, so dass nur eine offen war. Von der Bergstation des Silver Chair erreicht man die Talstation der 3SB Gold Chair, die den höchsten Punkt unterhalb des Gipfels des Mt. Allen erschließt. Im Gegensatz zu den unteren Pisten sind die hier oben deutlich steiler aber auch um einiges kürzer. Auch hier waren einige geschlossen, da die Beschneiung nicht alles abdeckt, aber wie im unteren Bereich waren die geöffneten Pisten in einem exzellenten Zustand, der laut der Aussage einiger Südtirol-Kenner an das dortige Niveau heranreicht. Neben diesen 3 Anlagen gibt es dann noch die schräg über den Hang verlaufende 4KSB Olympic Chair, die aber keine weiteren Pisten erschließt und wohl nur noch bei sehr großem Andrang geöffnet sein dürfte. Überhaupt scheint in Nakiska die Zeit stehen geblieben zu sein, denn alles sieht noch genauso aus wie bei den Spielen 88. Nur die Beschneiung dürfte ausgebaut worden sein, aber den Liften sieht man deutlich an, dass sie 20 Jahre auf dem Buckel haben. Unser Tag bestand vornehmlich in Hochgeschwindigkeits-Waldschneisen-Carving, wobei es tierischen Spaß machte, die verschiedenen Kombinationen zwischen der Maverick, der Mighty Dream und der Eye Opener auszuprobieren. Dies und der hervorragende Pistenzustand bis zum Betriebsschluss um 16 Uhr machten die mangelnde Größe wieder wett und im Nachhinein betrachtet ging der Tag viel zu schnell zu Ende. Schade ist, wie schon mal erwähnt, die mangelnde Akzeptanz des Skigebiets bei den Kanadiern, von denen einige nicht einmal wussten, dass es Nakiska überhaupt gibt. Denn im Vergleich zu den wesentlich bekannteren Skigebieten von Banff (Norquay und Sunshine) kriegt man hier für weniger Geld die besseren und schneesichereren Pisten.
Da ich selbst keine Bilder von Nakiska gemacht habe sollten die anderen Teilnehmer bitte ihre posten!