Auflistung aller Pendelbahnlaufwerke
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fxgrossrgb
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Auflistung aller Pendelbahnlaufwerke
Hatte mir überlegt ein Sammeltopic mit allen Pendelbahnlaufwerken zu erstellen. Am besten wärs mit Bildern, dann könnte man die Unterschiede besser erkennen. Bisher sind zwar einzelne Laufwerke in verschiednenen Topics zu finden, aber eine Auflistung besteht noch nicht. Ggf. könnte man das dann später auch ins Wiki verschieben.
- GMD
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So, ich habe mal mein Bildarchiv durchforstet. Generell gilt zu sagen, dass es zwar Basistypen von Laufwerken gab/gibt, diese aber an die jeweiligen Verhältnisse angepasst wurden bzw. werden. Anders gesagt: Es wurde selten mehrmals genau dasselbe Laufwerk verwendet. Oft kamen auch eigens entwickelte oder modifizierte Laufwerke zur Anwendung.

^^Uraltes Laufwerk italienischer Herkunft, vermutlich Ceretti & Tanfani.

^^Altes österreichisches Laufwerk, ich tippe auf VÖEST.

^^Von Roll alt

^^Habegger alt

^^Habegger ohne Fangbremse.

^^Habegger mit Fangbremse.

^^Garaventa alt (70er)

^^Garaventa 80er/90er

^^Garaventa modern

^^Küpfer ohne Fangbremse.

^^Niederberger mit 2 Blöcken à 4 Rollen. Dieses Laufwerk gibt es auch nur mit einem Block zu 4 Rollen.

^^Steurer aus den 80er.
^^Uraltes Laufwerk italienischer Herkunft, vermutlich Ceretti & Tanfani.
^^Altes österreichisches Laufwerk, ich tippe auf VÖEST.
^^Von Roll alt
^^Habegger alt
^^Habegger ohne Fangbremse.
^^Habegger mit Fangbremse.
^^Garaventa alt (70er)
^^Garaventa 80er/90er
^^Garaventa modern
^^Küpfer ohne Fangbremse.
^^Niederberger mit 2 Blöcken à 4 Rollen. Dieses Laufwerk gibt es auch nur mit einem Block zu 4 Rollen.
^^Steurer aus den 80er.
Probably waking up
- Christoph Lütz
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Typen von Pendelbahnlaufwerken
Pendelbahnlaufwerke unterscheiden sich im wesentlichen durch folgende Merkmale:
- Ein- oder zweispurige Laufwerke
In der Schweiz in der Regel ab 40 Personen 2 Tragseile je Fahrbahn, es gibt jedoch auch Ausnahmen. Außerhalb der Schweiz auch Kabinen mit 70 bis 100 Plätze mit einem Tragseil je Fahrbahn.
- Anzahl der Laufrollen
In der Schweiz bis 60 Personen 16-rollig, 80 bis 100 Personen 24-rollig, ab 125 meist 32-rollig. Außerhalb der Schweiz bei Doppeltragseilbahnen meist nur 16-rollig, dafür dickere Tragseile.
- Art der Zugseilbefestigung
Vergußköpfe, Klemmköpfe, Poller oder Seilklemmen bei durchgehend gespleißtem Zugseil.
- Art und Lage des Längspendeldämpfers
Als Teleskopstange zwischen Laufwerk und Kabine (z.B. Habegger, Hölzl) oder am Gehängetragrohr (Garaventa, VonRoll) oder Seilzugsystem (Hölzl)
- Art und Lage der Tragseilbremse(n)
Im Bereich des Gehängetragrohrs (klassische Lösung Zuegg-Bleichert), berg- und talseitig (Garaventa, VonRoll, Habegger, Hölzl) oder als Bremswagen (Habegger, VonRoll). Bei den Tragseilbremsen ist zu unterscheiden zwischen mechanisch verriegelten und ständig unter Druck stehenden hydraulischen Systemen. Nachdem die Kabinen immer größer wurden, hat man Tragseilbremsen in ihrer Bremskraft abgestuft. Hier war VonRoll Vorreiter.
Es ist richtig, dass Pendelbahnen mehr oder weniger individuell konstruiert werden. In der Schweiz wurde aber aufgrund der zahlreichen Anlagen trotzdem eine gewisse "Modelpflege" betrieben. Bei VonRoll gab es etwa alle 10 Jahre eine Neukonstruktion, ebenfalls bei Garaventa.
- Ein- oder zweispurige Laufwerke
In der Schweiz in der Regel ab 40 Personen 2 Tragseile je Fahrbahn, es gibt jedoch auch Ausnahmen. Außerhalb der Schweiz auch Kabinen mit 70 bis 100 Plätze mit einem Tragseil je Fahrbahn.
- Anzahl der Laufrollen
In der Schweiz bis 60 Personen 16-rollig, 80 bis 100 Personen 24-rollig, ab 125 meist 32-rollig. Außerhalb der Schweiz bei Doppeltragseilbahnen meist nur 16-rollig, dafür dickere Tragseile.
- Art der Zugseilbefestigung
Vergußköpfe, Klemmköpfe, Poller oder Seilklemmen bei durchgehend gespleißtem Zugseil.
- Art und Lage des Längspendeldämpfers
Als Teleskopstange zwischen Laufwerk und Kabine (z.B. Habegger, Hölzl) oder am Gehängetragrohr (Garaventa, VonRoll) oder Seilzugsystem (Hölzl)
- Art und Lage der Tragseilbremse(n)
Im Bereich des Gehängetragrohrs (klassische Lösung Zuegg-Bleichert), berg- und talseitig (Garaventa, VonRoll, Habegger, Hölzl) oder als Bremswagen (Habegger, VonRoll). Bei den Tragseilbremsen ist zu unterscheiden zwischen mechanisch verriegelten und ständig unter Druck stehenden hydraulischen Systemen. Nachdem die Kabinen immer größer wurden, hat man Tragseilbremsen in ihrer Bremskraft abgestuft. Hier war VonRoll Vorreiter.
Es ist richtig, dass Pendelbahnen mehr oder weniger individuell konstruiert werden. In der Schweiz wurde aber aufgrund der zahlreichen Anlagen trotzdem eine gewisse "Modelpflege" betrieben. Bei VonRoll gab es etwa alle 10 Jahre eine Neukonstruktion, ebenfalls bei Garaventa.
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fxgrossrgb
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Hier das Laufwerk der BSB Dresden - weltweit einzigartig. Bei Bedarf kann ich auch noch weitere Bider in höherer Auflösung zur Verfügung stellen.

Foto: E. Schurr
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Einen Troyer hab ich noch.
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Ein paar Ergänzungen auch von mir:
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Meine Homepage über alte, nostalgische Seilbahnen: http://www.seilbahn-nostalgie.ch
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Aktuelles Laufwerk einer Bleichertbahn.

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korrigiert:
war: Laufwerk von Ceretti & Taffani
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war: Laufwerk von Ceretti & Taffani
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Zuletzt geändert von Dresdner am 21.03.2006 - 17:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Dann bringe ich halt nochmals drei Laufwerktypen:
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An Glanz und Ästhetik nicht zu überbieten:

Quelle: Rechtsclick
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fxgrossrgb
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- Christoph Lütz
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Garaventa-Laufwerk
Du meinst bestimmt die Sektion zwischen Gerschnialp und Trübsee. Hier konnte Garaventa aber das sonst übliche Laufwerk nicht einsetzen, da diese VonRoll-Anlage aus den 60er Jahren noch eine Seilspur von nur 550 mm hat, das Garaventa-Laufwerk hingegen ein Maß von 700 mm. Man mußte hier ein komplett anderes Laufwerk konstruieren, da die Garaventa-Tragseilbremse mit quer liegenden Federpaketen bei dieser kleinen Spur räumlich nicht unterzubringen war. Das Problem war für Garaventa aber nicht neu, siehe Corvatsch, Jakobshorn, Pilatus...
- TITLIS
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Re: Garaventa-Laufwerk
wusste ich gar nicht danke für die InfosChristoph Lütz hat geschrieben:Du meinst bestimmt die Sektion zwischen Gerschnialp und Trübsee. Hier konnte Garaventa aber das sonst übliche Laufwerk nicht einsetzen, da diese VonRoll-Anlage aus den 60er Jahren noch eine Seilspur von nur 550 mm hat, das Garaventa-Laufwerk hingegen ein Maß von 700 mm. Man mußte hier ein komplett anderes Laufwerk konstruieren, da die Garaventa-Tragseilbremse mit quer liegenden Federpaketen bei dieser kleinen Spur räumlich nicht unterzubringen war. Das Problem war für Garaventa aber nicht neu, siehe Corvatsch, Jakobshorn, Pilatus...
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...
Auch einige Bilder von mir:
LINUX IS LIKE AN INDIAN TENT: NO GATES, NO WINDOWS AND AN APACHE INSIDE!
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Petzi
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zu den Bleichert Laufwerken:
Das der Burgbergbahn ist kein klassisches Bleichert Laufwerk. Das einzig mir bekannte klassische Bleichert Laufwerk war das 1913 für die zweite Kohlererbahn gefertigte.
Das abgebildete angebliche Zuegg Laufwerk von Pendolino ist ganz und gar nicht ein Zuegg Laufwerk. Hier handelt es sich um das Laufwerk der Lana Vigiljochbahn von 1912, Hersteller Ceretti - Tanfani, Mailand mitkonstruiert durch Emil Strub anno 1909.
Klassische Bleichert Zuegg Laufwerke (mit anfänglich mittig liegender Tragseilbremse) gab es bei folgenden Bahnen: Kreuzeck, Tiroler Zugspitze, Rax, Nordkette, Patscherkofel,....) eben klassischen Bleichert - Zuegg Bahnen. Die Musterseilbahn (nicht Versuchsseilbahn, weil es ein Baumuster und kein Versuch war) nach Hafling hatte einen Art Vorläufer der klassischen Bleichert - Zuegg Laufwerke (durch Alois Zuegg weiterentwickelt)
Bitte besser recherieren und nicht nur irgendwas behaupten, danke
Petzi
Das der Burgbergbahn ist kein klassisches Bleichert Laufwerk. Das einzig mir bekannte klassische Bleichert Laufwerk war das 1913 für die zweite Kohlererbahn gefertigte.
Das abgebildete angebliche Zuegg Laufwerk von Pendolino ist ganz und gar nicht ein Zuegg Laufwerk. Hier handelt es sich um das Laufwerk der Lana Vigiljochbahn von 1912, Hersteller Ceretti - Tanfani, Mailand mitkonstruiert durch Emil Strub anno 1909.
Klassische Bleichert Zuegg Laufwerke (mit anfänglich mittig liegender Tragseilbremse) gab es bei folgenden Bahnen: Kreuzeck, Tiroler Zugspitze, Rax, Nordkette, Patscherkofel,....) eben klassischen Bleichert - Zuegg Bahnen. Die Musterseilbahn (nicht Versuchsseilbahn, weil es ein Baumuster und kein Versuch war) nach Hafling hatte einen Art Vorläufer der klassischen Bleichert - Zuegg Laufwerke (durch Alois Zuegg weiterentwickelt)
Bitte besser recherieren und nicht nur irgendwas behaupten, danke
Petzi
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& Petzi:
1. Ich habe nicht behauptet, dass die Burgbergseilbahn Bad Harzburg noch das Originallaufwerk hat, sondern geschrieben:
2. Was die Vigljochbahn angeht, hast du recht - habe ich falsch reingestellt, ist gelöscht.
3. Zum Streit darüber, ob Meran - Hafling nun eine Versuchs- oder Musterseilbahn gewesen ist - da werden wir beide wahrscheinlich nie auf einen gemeinsammen Nenner kommen. Im Endeffekt war die Anlage beides. Man hat versucht eine Personenseilbahn nach den hier schon öfter aufgeführten neuen Kriterien zu bauen, dieser Versuch gelang. Die Sache bewährte sich und man hatte ein Muster, welches man anderen Interessenten zeigen konnte.
Pendolino
1. Ich habe nicht behauptet, dass die Burgbergseilbahn Bad Harzburg noch das Originallaufwerk hat, sondern geschrieben:
Also: richtig.Aktuelles Laufwerk einer Bleichertbahn.
2. Was die Vigljochbahn angeht, hast du recht - habe ich falsch reingestellt, ist gelöscht.
3. Zum Streit darüber, ob Meran - Hafling nun eine Versuchs- oder Musterseilbahn gewesen ist - da werden wir beide wahrscheinlich nie auf einen gemeinsammen Nenner kommen. Im Endeffekt war die Anlage beides. Man hat versucht eine Personenseilbahn nach den hier schon öfter aufgeführten neuen Kriterien zu bauen, dieser Versuch gelang. Die Sache bewährte sich und man hatte ein Muster, welches man anderen Interessenten zeigen konnte.
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VonRoll und Garaventa-Laufwerke bei Pendelbahnen
Im Zusammenhang mit dem Neubau der Winden-Pendelbahn BLM (Lauterbrunnen-Grütschalp(-Mürren) war die Frage über den wesentlichen Unterschied zwischen Garaventa und VonRoll-Laufwerke aufgetaucht. In den Plänen, die freundlicherweise durch die BLM veröffentlicht wurden, ist teilweise ein Garaventa-Laufwerk mit integrierten Fangbremsen dargestellt, ausgeführt werden soll aber offensichtlich nun ein VonRoll-Laufwerk mit berseitigem Bremswagen. Da Garaventa inzwischen "Kompetenzzentrum" für Pendelbahnen bei der Doppelmayr/Garaventa-Gruppe ist, verfügt diese inzwischen über praktisch die gesamte Schweizer Pendelbahntechnik und macht davon offenbar auch Gebrauch.
Ich denke, das Thema passt ganz gut an diese Stelle.
Fortsetzung folgt...
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Hölzl-Laufwerk - wird bis heute von Doppelmayr Italia verbaut. Auch bei Funifors.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
- Christoph Lütz
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Unterschied VonRoll / Garaventa - Laufwerk
Ein wesentlicher Unterschied zwischen einem VonRoll und einem Garaventa-Laufwerk besteht in dem unterschiedlichen Konzept der Tragseilbremse.
1970/71 hat VonRoll in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Gfreller/Langental eine hydraulisch geregelte Tragseilbremse entwickelt, die in einem bergseitigen Bremswagen untergebracht ist. Die Bremse verfügt über einen Hauptzylinder, die Bremskraft wird hydraulisch auf die Bremsglieder übertragen. Die Bremsbacken werden hydraulisch offengehalten, das System steht ständig unter Öldruck. In Abhängigkeit von berg- oder talseitigem Zugseilriss sowie der Fahrtrichtung fällt die Bremse verzögert ein. Da bei Riß eines der beiden Zugseile der Schleife enorme Beschleunigungen auf das Laufwerk wirken und der Fahrzeugschwerpunkt in Kabinenhöhe liegt, besteht die Gefahr, dass das Laufwerk von den Tragseilen abhebt, und die Bremsbacken ins Leere greifen. Dies wird durch Stützensättel mit großen Neigungsunterschieden begünstigt. Um ein Abheben zu verhindern, wird der Bremswagen gelenkig mit dem Laufwerk verbunden. Realisiert wurde dieses Konzept erstmals bei folgenden Bahnen: Sörenberg-Rothorn, Leukerbad-Torrent, Flims-Grauberg, Iltios-Chäserrugg, Lenk-Metsch...
Nach dem Unglück mit Zugseilriß in Betten 1972 wurde in der Schweiz dieser Bremswagen vorgeschrieben. Habbegger baute daraufhin ab 1973/74 erstmals für die Pendelbahnen Laax-CrapSognGion-CrapMasegn und Bettmeralp auch ein Laufwerk mit Bremswagen. Hier wurden die Bremsbacken im offenen Zustand aber noch mechanisch verriegelt.
1970/71 hat VonRoll in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Gfreller/Langental eine hydraulisch geregelte Tragseilbremse entwickelt, die in einem bergseitigen Bremswagen untergebracht ist. Die Bremse verfügt über einen Hauptzylinder, die Bremskraft wird hydraulisch auf die Bremsglieder übertragen. Die Bremsbacken werden hydraulisch offengehalten, das System steht ständig unter Öldruck. In Abhängigkeit von berg- oder talseitigem Zugseilriss sowie der Fahrtrichtung fällt die Bremse verzögert ein. Da bei Riß eines der beiden Zugseile der Schleife enorme Beschleunigungen auf das Laufwerk wirken und der Fahrzeugschwerpunkt in Kabinenhöhe liegt, besteht die Gefahr, dass das Laufwerk von den Tragseilen abhebt, und die Bremsbacken ins Leere greifen. Dies wird durch Stützensättel mit großen Neigungsunterschieden begünstigt. Um ein Abheben zu verhindern, wird der Bremswagen gelenkig mit dem Laufwerk verbunden. Realisiert wurde dieses Konzept erstmals bei folgenden Bahnen: Sörenberg-Rothorn, Leukerbad-Torrent, Flims-Grauberg, Iltios-Chäserrugg, Lenk-Metsch...
Nach dem Unglück mit Zugseilriß in Betten 1972 wurde in der Schweiz dieser Bremswagen vorgeschrieben. Habbegger baute daraufhin ab 1973/74 erstmals für die Pendelbahnen Laax-CrapSognGion-CrapMasegn und Bettmeralp auch ein Laufwerk mit Bremswagen. Hier wurden die Bremsbacken im offenen Zustand aber noch mechanisch verriegelt.
- Christoph Lütz
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Garaventa-Konzept Tragseilbremse
Garaventa hat zunächst einmal seine beiden in Bau befindlichen Pendelbahnen Schwägalp-Säntis und Fiesch-Eggishorn 1973/74 konventionell fertiggestellt.
Dann wurde zumindest in der Schweiz erst einmal eine schöpferische Denkpause eingelegt. 1978 realisierte Garaventa dann an der 80er-Pendelbahn ein eigenes Konzept: Das nichtdruckübertragende Gehänge. Das inzwischen weitgehend standardisierte Laufwerk mit 4 integrierten Fangbremsen wurde beibehalten. Um ein Abheben des Laufwerks zu verhindern, wurden die Kabinen nun über Kettenglieder am Gehänge befestigt. Dadurch konnte der Schwerpunkt des Lauwerks/Gehänges nach oben verschoben werden. Somit eine technisch gleichwertige Lösung.
1986 wurde schließlich im Zusammenhang mit dem Bau der 150er-Pendelbahn in Verbier eine neu konzipierte und schwerere Fangbremse realisiert, bei der die Bremsbacken ebenfalls mittes ständigem Öldruck offengehalten werden. Gleichzeitig gab es auch eine Abstufung der Bremskraft. Die Zugseilbefestigung erfolgte bei Garaventa weiterhin über Klemmköpfe, eine Pollerbefestigung, die Habbegger 1973 und später VonRoll (Roosevelt Island 1976 + Klein Matterhorn 1979) teilweise realisierten, wurde bei Garaventa-Laufwerken nie umgesetzt.
Dann wurde zumindest in der Schweiz erst einmal eine schöpferische Denkpause eingelegt. 1978 realisierte Garaventa dann an der 80er-Pendelbahn ein eigenes Konzept: Das nichtdruckübertragende Gehänge. Das inzwischen weitgehend standardisierte Laufwerk mit 4 integrierten Fangbremsen wurde beibehalten. Um ein Abheben des Laufwerks zu verhindern, wurden die Kabinen nun über Kettenglieder am Gehänge befestigt. Dadurch konnte der Schwerpunkt des Lauwerks/Gehänges nach oben verschoben werden. Somit eine technisch gleichwertige Lösung.
1986 wurde schließlich im Zusammenhang mit dem Bau der 150er-Pendelbahn in Verbier eine neu konzipierte und schwerere Fangbremse realisiert, bei der die Bremsbacken ebenfalls mittes ständigem Öldruck offengehalten werden. Gleichzeitig gab es auch eine Abstufung der Bremskraft. Die Zugseilbefestigung erfolgte bei Garaventa weiterhin über Klemmköpfe, eine Pollerbefestigung, die Habbegger 1973 und später VonRoll (Roosevelt Island 1976 + Klein Matterhorn 1979) teilweise realisierten, wurde bei Garaventa-Laufwerken nie umgesetzt.
- Dateianhänge
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- Typisches Garaventa-Fahrzeug mit 4 integrierten Fangbremsen und nichtdruckübertragendem Gehänge
- diavolezza_lütz.jpg (10.11 KiB) 4050 mal betrachtet
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JB007
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Re: Garaventa-Konzept Tragseilbremse
Ist mir irgendwie unklar. Sind das die vier Stangen zwischen Dach und Gehänge? Lassen die sich zusammenschieben, oder wie geht das?Christoph Lütz hat geschrieben:Um ein Abheben des Laufwerks zu verhindern, wurden die Kabinen nun über Kettenglieder am Gehänge befestigt. Dadurch konnte der Schwerpunkt des Lauwerks/Gehänges nach oben verschoben werden.
Liegt der Unterschied somit nur in der Lösung des Abheben-Problems, einmal mittels des gelenkig gelagerten Bremswagen und einmal mit diesen Kettengliedern? Und beides ist gleichwertig?
Da sich hier schon die Experten tummeln und es ja schon irgendwie zum Thema passt: In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass neuere Bahnen auch wieder ohne Fangbremsen gebaut werden. Warum? Ist das erlaubt? Hier der Thread, aus dem ich nicht schlau werde:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=14895
Insbesondere das mit den endlosen Zugseilen und dem Zusammenhang mit der Fangbremse ist mir unklar. Was unterscheidet die unterschiedlichen Zugseilbefestigungen am Laufwerk?